Wien

* 19.03.2010-30.03.2010 Kinofilm: Michael Nymans Oper "Love Counts"

Datum: 19.03.2010-30.03.2010
Beginn: 19:30 Uhr      Dauer: ca. 2 Stunden
Ort: Metro Kino, Johannesgasse 4, 1010 Wien  
Öffis: U1 Stephansplatz  
Eintritt: Parterre: 35€/30€/25€, Balkon: 32€/30€/8€/10€, Loge: 35€/32€/30€/25€  
erwartete Gäste: 900 

Beschreibung:
Das für seine kulturell hochwertigen Retrospektiven und cineastischen Schwerpunktthemen bekannte Wiener Metro Kino öffnet ab 19.März 2010 seine Türen für einen kulturellen Seitensprung:
Der Wiener Opernproduzent Petrus Herberstein und die KünstlerInnen der opera piccola bringen ab 19. März 2010 Michael Nymans neueste Oper „Love Counts“ als Wiener Erstaufführung in das Metro Kino.
Petrus Herberstein und opera piccola erzählen in „Love Counts“ von einer zwischenmenschlichen Tour de force um Liebe, Selbstbehauptung und Selbstaufgabe:
Ein Boxer, der im Park gegen Blätter boxt. Eine beziehungsgeschädigte
Mathematikprofessorin, die ihre Selbstzweifel und Ängste mit Zynismus und Arroganz kompensiert: Ausgangspunkt einer Kollision unterschiedlicher Welten und zweier besessener Protagonisten im Kampf gegen die Welt, gegen den Anderen und letztendlich gegen sich selbst. Je tiefer sie den bereits dumm geschlagenen Boxer in ihre eigene Welt der Zahlen mitreißt, desto verzweifelter kämpft er um das Einzige, das ihm seine Identität verleiht: Das Boxen. Im Ring kennt er die Regeln des Kampfes, aber nicht im wahren Leben. Der Machtkampf zweier (fast) gescheiterter Existenzen vollzieht sich auf allen Ebenen, auch im Bett - es wird gezählt: Wie oft, wie lange, 1,2,3. Szenen einer Ehe, lange vor der Ehe, und die Uhr läuft...

Unter der künstlerischen Leitung von Petrus Herberstein, der zuletzt 2008 mit Mozarts „La finta semplice“ im StadtTheater Walfischgasse Aufsehen erregte, liefern sich Sopranistin Anne Wieben und Bariton Tomaz Kovacic dem Geschlechterkampf auf der Bühne aus.

Nähere Informationen zur Aufführung finden Sie unter www.operapiccola.de.
 
Telefon:
01-712 67 95  



Die Wiener Kinolandschaft

In den letzten Jahren hat sich in der Wiener Kinolandschaft mehrmals verändert. Während zunächst die Großkinos am Stadtrand und bei Einkaufszentren die kleineren Kinos zu verdrängen drohten, gibt es nun wieder einen Trend zu kleiner, hochwertigen Kinos. Sogenannte "Programmkinos" erhalten von der Stadt Wien eine Kinoförderung. Damit will die Stadt Wien die Vielfalt im Kinoangebot, aber auch urtypische kleine Wiener Kinos fördern.

Österreichs Kinos erzielten im Jahr 2004 ihr bestes Ergebnis seit 20 Jahren. Harry Potter hat da sicherlich auch mitgeholfen.

Das Jahr 2007: Es kam zu einem Besucherrückgang von rund 8% in Wien. Gründe gibt es mehrere: Offensichtlich zu wenig gute Filme, hohe Ticketpreise & Buffetpreise, Konkurrenz von DVD & Internet, unangenehmes Publikum statt Freunden zu Hause, bessere Bildschirme zu Hause (= Heimkinos), Warteschlangen vor Kinokassen, Taschenkontrollen am Kinoeingang, "Popkornfresser" als Kinonachbar, störende Raubkopierer-Trailer vor dem Hauptfilm, Hunde im Kino.
Erfolgreichster Kinofilm 2007: "Fluch der Karibik 3" blieb auch unter 1 Million Kinogäste.

Ausblick 2008: Der Autorenstreik in Hollywood wird auch der österreichischen Kinowelt schwer zusetzen. Heimische Produktionen gibt es ja fast keine mehr. Die Umrüstung der Kinotechnik von Filmrollen auf digitale Filmprojektion wird für manche Kleinkinos das Ende bedeuten.
 



Weiterführende Informationen:

* Eine Übersicht über Wiens Kinos finden Sie in unserem Wiener Kinoführer.
 
 


Stellungnahmen Kino Wien,

* 26.2.2010 Unterrichtsministerium plant Anschlag auf die heimischen Kinos

Während Österreichs Kultur- und Filmszene stolz auf die Oscarnominierung von Christoph Waltz und Michael Haneke mit seinem Film "Das weiße Band" in Hollywood ist, planen Österreichs Filmproduzenten, das Filminstitut und das Unterrichtsministerium einen Anschlag auf die heimischen Kinos.

   In der zur Begutachtung ausgesandten Novelle zum Filmförderungsgesetz ist vorgesehen, dass künftig geförderte österreichische Filme nicht mehr unbedingt in österreichischen Kinos gezeigt werden müssen. In den meisten europäischen Ländern, wie bisher auch in Österreich, bestehen gesetzliche Regelungen, wonach geförderte Kinofilme bevor sie auf DVD erhältlich sind, zuerst über einen bestimmten Zeitraum in den Kinos gezeigt werden müssen. Diese Regelung trägt wesentlich zum Erfolg eines Films bei, da die Erfahrung gezeigt hat, dass Filme, die nicht im Kino zu sehen waren oder gleichzeitig mit dem Kinostart auf DVD erhältlich waren kein großer Erfolg beschieden war.

   "Wenn die Erstauswertung im Kino abgeschafft wird, trifft dies sämtliche Kinobetriebe massiv und würde zu einer dramatischen Reduktion der Lichtspieltheater führen. Besonders die Nachspielkinos vor allem im ländlichen Raum verlieren dadurch ihre letzten Möglichkeiten Besucher anzusprechen und verlieren dadurch ihre Geschäftsgrundlage.", erklärt Siegfried Schüßler, der Obmann des FV der österreichischen Kinos in der WKÖ. "Dies alles zu einem Zeitpunkt, wo die österreichische Kinowirtschaft wieder durch gute heimische und internationale Produktionen im Aufschwung ist. Auf der einen Seite verlangen die heimischen Filmproduzenten immer mehr Förderungsmittel vom Staat, auf der anderen Seite wollen sie künftig die österreichischen Kinos, die jahrzehntelang die wichtigsten Werbeträger der heimischen Kinofilme waren, mit einer derartigen Aktion ausschalten", meint Schüßler.

   Es kann doch nicht im Sinne der öffentlichen Fördereinrichtungen von Bund und Ländern sein, dass zwar Filmproduktionen mit vielen Millionen Euros an Steuergeldern gefördert werden, dass das heimische Publikum und der Steuerzahler aber nicht die Gelegenheit erhalten sollen, diese Filme auch im Kino zu sehen. Künftig liegt es im alleinigen Ermessen der Produzenten mit welcher Kopienanzahl der Film auf den österreichischen Markt kommt und wie lange der Film in den heimischen Kinos läuft, bevor er auf DVD erscheint. Damit sind mindestens die Hälfte der 160 österreichischen Kinos in ihrer Existenz bedroht. Nicht einmal in Amerika ist man diesen Weg gegangen. Dort beträgt das Auswertungsfenster im Kino vier Monate.

   Schüßler fordert Bundesministerin Claudia Schmied auf, nicht nur mit den Filmproduzenten sondern auch mit den österreichischen Kinos über das neue Filmförderungsgesetz zu verhandeln und die ausgesandte Novelle zurückzuziehen. Überdies wäre ein ständiger Sitz eines Kinovertreters im Aufsichtsrat des Österreichischen Filminstituts notwendig, damit die Auswertungsüberlegungen auch von dieser wichtigen Verwertungsstufe miteinbezogen werden.

   "Es ist nicht alleine damit getan, den österreichischen Film zu fördern. Er sollte dem Publikum auch im Kino zur Verfügung gestellt werden und damit neben dem künstlerischen auch ein wirtschaftlicher
Erfolg für die gesamte Film- und Kinobranche und nicht nur für einzelne Produzenten sein", so Schüßler. (JR)

Rückfragehinweis:
   Wirtschaftskammer Österreich
   Fachverband der Lichtspieltheater und Audiovisionsveranstalter
   Dr. Kurt Kaufmann
   Telefon: 05 90 900 3471    Email: kinos@wko.at

OTS0052    2010-02-26/09:30



* 22.12.2009: ÖVP-Dworak: Tuchlauben-Kino ist Opfer der konzeptlosen Kinoförderung Wiens

ÖVP Wiener Kino,

Erhöhung der Kinoförderung allein ist nicht genug -Konzepte fehlen

Die Schließung des Tuchlaubenkinos ist höchst bedauerlich. Die ÖVP konnte zuletzt erreichen, dass die Kinoförderung erhöht wurde. Doch ohne Ideen bleibt sie eine reine Abspielförderung. Um eine vernünftige Unterstützung der Wiener Kinos zu erreichen, benötigt eine Stadt wie Wien auch Konzepte.

"Lange haben wir um die Erhöhung der Kinoförderung mit der Rathaus SPÖ gerungen. Doch es scheint für manche Standorte schon zu spät zu sein. Und das Tuchlauben-Kino wird leider nicht das letzte Kino sein, das schließen wird müssen," so ÖVP Wien LAbg. Bernhard Dworak.

Die Mittel von der Stadt Wien für die Kinoförderung wurde zwar für die privaten Betreiber zuletzt auf 400.000.- Euro angehoben, doch allein das Gartenbaukino erhält jährlich diese Summe nur für seinen
Betrieb als Veranstaltungsort der Viennale.  Das zeigt die Ungleichgewichtung und Konzeptlosigkeit, die diesbezüglich bei Kulturstadtrat Andreas Mailath Pokorny vorherrscht.
"Es ist wirklich an der Zeit, dass der Kulturstadtrat endlich ein vernünftiges Förderkonzept für die Kinos der Stadt Wien vorlegt", so Dworak abschließend.

Rückfragehinweis:   ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien    Tel.: : (01) 4000 /81 913
OTS0191    2009-12-22/16:14



* 22.12.2009 SPÖ-Vitouch: Schließung des Tuchlauben-Kinos zugunsten eines Kommerz-Projektes ist enttäuschend

SPÖ Kino

Enttäuscht zeigt sich die Filmsprecherin der SPÖ Wien, Dr. Elisabeth Vitouch, über die Schließung des
Tuchlauben-Kinos mit Ende des Jahres: "Dass ein traditionsreiches Wiener Innenstadt-Kino einem ungewissen Immobilien-Projekt mit rein kommerziellem Interesse weichen muss, ist höchst bedauerlich."

   "Dass die Constantin-Gruppe als Betreiberin des Kinos sich hier trotz aller Bemühungen von Seiten der Kulturpolitik der Stadt Wien dem ökonomischen Druck gebeugt hat, macht Wien um eines der guten Traditionskinos ärmer", zeigt sich Vitouch betrübt. Diese Entwicklung verschlechtere die kulturelle Infrastruktur der Innenstadt, die ohnehin über genügend Einkaufsmöglichkeiten verfüge, stellt die Filmsprecherin fest.

Rückfragehinweis:   SPÖ Rathausklub, Presse
   Mag. (FH) Evelyn Bäck,    Tel.: Tel.: (01) 4000-81 922 Mobil: 0676 8118 81 922
OTS0172    2009-12-22/15:03