Wien


Foto: Voller Rathausplatz bei der Wiener FEstwocheneröffnung 2006; © R. M.

Eröffnungsfeier der Wiener Festwochen 2006:

Wo: Wiener Rathausplatz
Wann: Freitag, 12. Mai 2006, 21:20 Uhr

Künstler:
* Finalisten des internationalen Wettbewerbs "Eurovision Young Muscians 2006"
* Wiener Symphoniker

Moderation: Schallbert Gilet alias Michael Ostrowski

Ansprache & Eröffnung:
Bürgermeister Dr. Michael Häupl

Eintritt:
frei   
Besucher: offizielle Schätzung 43.000  (15.000 - 20.000 Wien-konkret Schätzung) 

Wetter:
Frühlingsabend mit 21 Grad Celsius, Windstille, optimal

Öffis:
Auf den Wiener Linien gibt es ab 17 Uhr bis Betriebsende (ausgenommen die Nachtbusse) freie Fahrt.

Veranstalter & Organisation:
Kulturstadtrat von Wien Dr. Andreas Mailath-Pokorny, Festwochen- Geschäftsführer Wolfgang Wais und Dr. Margit Czöppan, Leiterin der Hauptabteilung Kultur im ORF.

Motto: Ein Fest für Wunderkinder - Ein Fest für Weltmusiker - Ein Fest für Virtuosen - Ein Fest für alle



Eröffnungsrede vom Bürgermeister der Stadt Wien, Dr. Michael Häupl



Eröffnungsrede zu den Wiener Festwochen 2006: Bürgermeister Michael Häupl; © R. M.

"Meine sehr verehrten Damen und Herren!
Liebe Gäste!

250-zigster Geburtstag von Wolfgang Amadeus Mozart. Ihm – dem Salzburger Mozart – haben wir, wie vielen anderen Komponisten, die zu uns gekommen sind, unseren Ruf als Welthauptstadt der Musik zu verdanken. Wir werden sicherlich die Gelegenheit haben – wie in diesem Jahr Mozart – auch anderen immer wieder zu danken. Aber um dies auch für die Zukunft zu gewährleisten, ist es sehr, sehr wichtig, dass wir immer wieder jungen Talenten, jungen Künstlerinnen und Künstlern, die Möglichkeit bieten, zu uns zu kommen – so wie unsere jungen Künstlerinnen und Künstler ins Ausland gehen, um dort musikalische Erfahrung zu sammeln. Und dieser Wettbewerb der EYM – der jungen Musiker – ist eine solche tolle Gelegenheit. So werden wir heute Abend im Finale sieben junge Künstlerinnen und Künstler sehen und hören können und vielleicht wird heute Abend auch ein neuer Weltstar geboren. Ich wünsche Euch liebe jungen Freunde alles, alles Gute.

Ich wünsche Ihnen, meine sehr verehrten Damen und Herren, einen erquicklichen Abend im Sinne von Wolfgang Amadeus Mozart und Ihnen allen, die diese Eröffnung heute gestaltet haben, ein herzliches toi, toi, toi.

Und nun Maestro: Die Bühne ist Ihre."
 



Moderation: Michael Ostrowski



Foto: Moderator des Abends am Klavier; © R. M.

Die Moderation des Abend nahm Schallbert Gilet alias Michael Ostrowski in einer sehr unterhaltsamen Art und Weise vor. Er brachte das Publikum in seiner witzigen und spritzigen Art mehrmals zum Schmutzeln und zum Lachen. Er ist ein Multitalent mit Lebensfreude und einen Sinn für Entertainment. Auch vom Alter her paßte er perfekt zu den jungen Künstlern, die beim Wettbewerb angetreten waren.
 




Ouvertüre von den Wiener Symphoniker



Bild: Wiener Symphoniker bei der Ouvertüre; © R. M.

Die Wiener Festwocheneröffnung begann
musikalisch mit einer Ouvertüre zu
"Ascanio in Alba" von W.A. Mozart,
dargeboten von den Wiener Symphonikern
unter Dirigent Christian Arming.








Alina Elena Bercu (16 Jahre)



Foto: Alina Elena Bercu am Klavier; © R. M.

Alina Elena Bercu (16 Jahre) kommt aus Rumänien. Sie spielte am Klavier W.A.Mozart: Konzert für Klavier und Orchester in C-Dur, KV 503, 1. Satz









Simone Sommerhalder (19 Jahre)



Foto: Simone Sommerhalder auf der Oboe; © R. M.

Simone Sommerhalder ist 19 Jahre alt und kommt aus der Schweiz. Er trug auf der Oboe W.A.Mozart Konzert für Oboe und Orchester in D-Dur, KV 314, 1. Satz vor.









Jennifer Pike (16 Jahre)



Foto: Jennifer Pike auf der Violine; © R. M.

Jennifer Pike ist 16 Jahre alt und kommt aus Großbritannien.  Sie spielte auf der Violine W.A. Mozart Konzert für Violine und Orchester in G-Dur, KV 314, 1. Satz.








Tine Thing Helseth ( 18 Jahre)



Foto: tine Thing Helseth auf der Trompete; © R. M.

Tine Thing Helseth ist 18 Jahre und kommt aus Norwegen. Sie spielte auf ihrer Trompete von Joseph Haydn: Konzert für Trompete, 1. Satz vor.









Andreas Brantelid (18 Jahre)

Andreas Brantelid ist 18 Jahre alt und kommt aus Schweden. Er spielte auf seinem Cello von Joseph Haydn: Konzert für Violoncello und Orchester in C-Dur, Hob. VIIb: 1, 1. Satz vor.






Foto: Andreas Brantelid auf seinem Cello; © R. M.


Daniela Koch (16 Jahre)

Daniela Koch ist 16 Jahre alt und kommt aus Österreich. Sie spielte auf ihrer Flöte von W.A. Mozart Konzert für Flöte und Orchester in D-Dur, KV 314, 1. Satz vor.







Bild: Daniela Koch auf ihrer Querflöte; © R. M.


Dimitry Mayboroda (12 Jahre)

Dimitry Mayboroda ist 12 Jahre alt und kommt aus Moskau / Russland. Er spielte am Klavier W.A. Mozart: Konzert für Klavier und Orchester in C-Dur, KV 467, 3. Satz vor.







Dimitry Mayboroda am Klavier; © R. M.






Fotos: Preisverteilung durch Stadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny; © R. M.

Preisverteilung:

Spannendes Warten unter den sieben jungen Künstlern, bis die Auswertung der Jury fertig war und das Ergebnis feststand.

Die siebenköpfige Jury bestand aus Lidia Baich, Martin Fröst, Erik Niord Larsen, Ranko Markovic, Carole Dawn Reinhart, Hiroko Sakagami, Heinz Sichrovsky. Die Jury saß während der ganzen Veranstaltung gut 60 Meter von den Künstlern entfernt und konnte diese nur mittels Videowall und Lautsprecher wahrnehmen - ein großes Manko für eine gute Beurteilung.

Die Jury wählte jedenfalls zum Sieger: Andreas Brantelid aus Schweden auf Platz 1, vor Tine Thing Helseth aus Norwegen Platz 2 und Dimitry Mayboroda aus Russland auf Platz 3. Begründet wurde diese Entscheidung nicht. Ebensowenig wurden das Bewertungsschema und die Punktezahlen der Kandidaten bekannt gegeben. Ein Servicemann überbrachte ein Blatt Papier an Stadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny.

Diese Entscheidung der Jury ist durchaus umstritten. Das Publikum hatte jedenfalls Dimitry Mayboroda, Tine Thing Helseth und Daniela Koch den meisten Applaus spendiert. Was die jungen Künstler gleich einmal lernen konnten ist, dass nicht immer die Leistung im Leben zählt und man auch mit scheinbar unfairen Entscheidungen leben muss.

Stadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny nahm sodann die Siegerehrung vor, übergab die Preise und gratulierte den Siegern.
 



Finale mit Walzer-Paartanz

Zum Schluß spielten die Wiener Symphoniker unter Christian Arming den Wiener Walzer: An der schönen blauen Donau von Johann Strauß Sohn. Dabei versuchte der Veranstalter einen Weltrekord im Walzer Paartanz aufzustellen. Es nahmen tatsächlich viele Zuschauer die Gelegenheit wahr und tanzten Wiener Walzer. Ob es ausgereicht hat ist noch unbekannt...






Fotos: Das Publikum vor Veranstaltungsbeginn und am Ende beim Walzertanzen; © R. M.



Text und Fotos: Robert Marschall