Wien

gesperrte Becken, laute Arbeiten und voller Eintrittspreis

Meine Frau war heute Vormittag in der Therme Wien.
Am Eingang stand ein Schild, dass wegen Revistionsarbeiten das GESAMTE Erlebnisbecken (Innenbereich mit Gegenstromanlage, Außenbereich inkl. Wellenrutsche) gesperrt ist.
Auf FB stand NICHTS davon, auf der Webiste nur, "....dass es vereinzelt zu Beckensperren kommen kann".
Von "vereinzelt" und "kann" kann man wohl schwer reden, wenn aus dem gesamten riesigen Becken das Wasser ausgelassen worden ist! (von Arbeiten war da übrigens nichts zu sehen)
Gut, meine Frau hatte ohnehin nicht vor, diesen Bereich zu benützen.
Was sie nicht bedacht hatte: alle, die das Erlebnisbecken nützen wollten, waren nun lärmend, tobend und plantschend im Thermal-Außenbecken, wo meine Frau verzweifelt versuchte, an den Massagedüsen und auf den Sprudelbänken zu entspannen!
Der Bademeister war zwar ausnahmensweise einer, der seinen Job wirklich ernst nimmt (trifft man sonst in der Therme Wien ja sehr selten an), jedoch konnten seine Mahnungen auch gerade mal für ein paar Minuten Ruhe sorgen. Kaum war er weg, lebte die große Gruppe jugendlicher Burschen wieder lautstark ihren Spieltrieb aus. so ging das einige Stunden lang.
ZUSÄTZLICH - man kann es kaum glauben - wurde direkt NEBEN dem Solebecken, alos ENTSPANNUNGSBECKEN (wie heißt nochmal der Werbeslogan" in RUHE schweben"??????) den ganzen Vormittag (solange meine Frau dort war) gearbeitet - Teile wurden mit der KREISSÄGE geschnitten, es wurde gehämmert und gebohrt. Das hörte man auch noch im daneben liegenden Thermen-Freibecken.

Ich fasse also zusammen:
gesamtes riesiges Erlebnisbecken weghen angeblicher Revisionsarbeiten nicht benützbar, Solebecken zum Entspannen aufgrund des Arbeitslärms nicht benützbar, Thermalaußenbecken Nr. 2 nicht zum Entspannen geeignet, da die Jugendlichen toben. ABER: es wird dreist der normale Tarif verrechnet!

Als sich meine Frau danach im Thermenbüro beschwerte, meinte man mit Achselzucken, dass die Revisionsarbeiten ja an der Kassa angekündigt seien und damit der Kunde entschieden kann, ob er hinein gehen will oder nicht und danach kein Recht auf Reklamation hätte. Und die anderen Arbeiten (im Büro wusste man nichtmal was und wo gearbeitet wird) seien wohl notwendig dun nicht vermeidbar.
KEIN EINZIGES Wort der Entschuldigung!
Der Gast ist also selber schuld, wenn er hinein geht udn nciht das vorfindet, was von der Therme in ihren Foldern, Prospekten, Website usw. angepriesen wird (nämlich Ruhe und Entspannung) und hat dann gefälligst auch den vollen Preis zu zahlen.
Na, das haben die Herrschaften wieder fein hingekriegt - wieder für die Zukunft ein Gast weniger!
Diese kundenfeindliche Haltung deckt sich zu 100% mit dem, was man hier sonst noch an negativen Erfahrungen so liest!
Dass Arbeiten gemacht werden müssen, versteht sich von selbst, aber dass der Kunde das meist erst vorort sieht ist eine Frechheit!
Die Tafel an der Kassa ist ja nett, aber wenn man schon mal dort ist gehen die meisten dann auch nicht wieder heim und wenn man nicht den ganzen Tag Zeit hat, dann kann man auch nicht mehr in eine andere Therme fahren!
Das wissen die Betreiber und genau damit wird der Kunde erst geködert bzw. nicht (auf Fb keine Info) oder schlecht (wer von den ThermeWien-Kennern liest schon regelmäßig die Website???) informiert und dann abgezockt (voller Preis bei wesentlich weniger Leistung!!!!)
Postives Beispiel, wie man RICHTIG mit Kunden umgeht: die Römertherme in Baden: da wird seit einigen Monaten der Dampfbadbereich saniert und erneuert - Gast zahlt automatisch € 2,- weniger für den Saunaaufpreis, da er ja auch weniger geboten bekommt!
Liebe Herrschaften von der Therme Wien: SO geht das, SO geht man mit Kunden um und hält sie als Stammkunden. SO kann man Gäste dazu bringen über kleinere und größere Beeinträchzigungen hinweg zu sehen!
Das, was Sie machen, ist einfach indiskutabel! Und reden Sie nun nicht wieder von den vielen zufriedenen Kunden - ich frage mich, ob es solche überhaupt noch gibt! Meine Frau hat heute viele Gespräche "belauscht", in denen die Gäste sich untereinander sehr grantig über die Zustände geäußert haben! Lügen Sie doch Ihre Großmutter an, aber halten Sie uns nicht für dumm!
 
Gastkommentar Frank K.   12. September 2012





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