Wien

20 Kritikpunkte über die Therme Wien Oberlaa

Kommentar eines Wien-konkret Leser:

BETRIFFT: Ein halbes Jahr ohne Änderungen

Mittlerweile ist es schon über 9 Monate her, als ich mich hier meldete. Vor kurzem hab ich mal aus Langeweile wieder hier vorbei gesehen und die neueren Beiträge überflogen.
  
Ich bin also kein Einzelfall was unbeantwortete Beschwerdemails betrifft. Letztes Wochenende wollte ich mich mal selbst davon überzeugen, was in dem neuen Bad inzwischen so passiert oder geändert hat. Immerhin verging eine lange Zeit nach dem ich im Herbst eine Mail von der Geschäftsleitung bekam dass es nicht deren "Philosophie entspricht auf ein der art niveouloses Mail zu antworten" und dachte mir, ich seh selbst mal nach und gönne mir ein paar Abendstunden inkl. Saunaaufpreis, liegt ja mittlerweile für mich in der Nähe. Hatte Gusta auf das Sauna-Schwitzen, die Temperaturen sind ja auch mittlerweile wieder angenehmer um sich auch draußen am Gelände nicht sofort den Tod zu holen. Hätte ich die letzten paar Beiträge genauer, sprich: gründlicher, gelesen hätt ich mir das gespart. das Bad hat jeden Funken Sympathie verloren (dazu auch später im letzten umfangreicheren Kritikpunkt als letzten Absatz, welcher bitte vollständig veröffentlicht werden müsste)
   Hier darf ich auch gleich mal die Wien Konkret Redaktion fragen warum plötzlich etliche Leserbriefe von September bis Dezember 2011 fehlen (trotz der Aufteilung auf Jahre und Unterseiten). Auf der 2011-Seite ist der letzte Eintrag vom 3. September. Da fehlt doch einiges, unter anderem Einträge die ich kurz vor meinem neuen Thermenbesuch überflogen bin. (Anmerkung Wien-konkret: Danke für Ihren Hinweis. Die Einträge gingen bei der Übersiedelung verloren und sind jetzt wieder online. Sorry.)
   Ein gewisser Norbert, welcher nicht der Seitenkürzung zum Opfer fiel, beschreibt ja eine ordentliche Menge Mängel. Falls diese Mail öffentlich erscheint: ein Tipp an die Leser, ganz unten, wenn man auf 2011 klickt und ein bisschen scrollt, erscheint meine 20-Punkt-lange Kritikpunkt Liste. Diese möchte ich hier etwas aktualisiert erneut hier lassen, angepasst an meinen letzten Besuch im Februar 2012. Besonders aber der letzte Punkt sollte ungekürzt der Leserschaft zur Verfügung gestellt werden.

Kritikpunkt 1 bis 4: Meine 20 Kritikpunkte wurden etwas detailierter an die Geschäftsleitung von Therme Wien / Oberlaa gesendet, das war im Sommer 2011 und mit vielen Wochen Wartezeit verbunden. Zurück kam nur dass es nicht deren "Philosophie entspricht auf ein der art niveouloses Mail zu antworten", Die Preise sind noch immer viel zu hoch. eine 7,50 Sauna an sich ist völlig ok. Allerdings bemerkte ich, wie auch die Schreiber vor mir, dass der Rest des Bades zur Hauptöffnungszeit kaum benutzbar ist, weil einfach zu viele Leute insgesamt und zu viele Kinder dort sind. Proteste, Beschwerden oder Ausweicher auf andere Thermen brachten wohl noch immer nichts. Dafür darf man sich am 29. Februar zum Grundtarif den ganzen Tag im Bad aufhalten. Da dies ein Werktag ist, bringt es wohl den wenigsten etwas und jener der am Abend erst kommt, würde von der Preisreduzierung für diesen Tag erst recht nichts merken. Es gibt noch immer keine Lösung für das Luftzugproblem bei den Außenanlagen. Zu wenig Windschutz, und es zieht außen wie auch innen(!) permanent die kalte luft am Nacken vorbei. Zeitgutschrift fürs Mittagessen fehlt ebenso. Und das Thema mit den Kassenschlangen hat sich leider nicht geändert. Ein Tipp: den Fahrstuhl ganz rechts benutzen, dann muss man sich wenigstens nicht auf den nervigen Stufen aufhalten, dort hat die Kassenschlange nämlich geraden Boden unter den Füssen.

Kritikpunkt 5 + 6 + 13: Die Sauna blieb auch in der Entwicklung stecken. So gibt es zwar nun diese kleinen Heizkörper über den Tischen, diese bringen aber nicht sehr viel. Da hätten andere Lösungen her müssen. Dieses Bad ist und bleibt scheinbar einfach total raucherfeindlich. Den "Kneippgang" gibt es zwar, fand ich mittlerweile heraus, aber NUR(!) in der Sauna. Kostenlos wäre es also nicht zu haben, im alten Kurbad gab es das als kostenloses Extra bei der inneren Schwimmanlage. Kino und Bücherei waren auch diesmal wieder leere nutzlose Orte. Mehr Liegen oder ein extra Pool oder mehr kostenlose Laconien, für die vielen Gäste wäre da besser investiertes Geld gewesen. Davon gibt es nämlich im Textilbereich zu wenig und auch das einzige Laconium im Saunabereich ist an so gut besuchten Tagen wie samstag, kaum benutzbar, sprich: ständig überfüllt.

Kritikpunkt 7 + 8: Gemeinschaftsduschen gibt es noch immer nicht, also jene, die keiner Geschlechtertrennung unterlagen. Damals gab es sowas und da konnten Umweltfreunde Wasser und auch Zeit sparen in dem sie einfach gemeinsam in einer Kabine duschten. Somit auch ich und Partnerin. Was gibt es dafür zum Ausgleich: Kästchen im Kabinen-und-Kästchen-Stockwerk die keiner Geschlechtertrennung unterliegen. Dort schämen einander wildfremde Männer und Frauen. und nebenbei gehen da auch noch die Bekleideten von den Umkleidekabinen vorbei. Toll. UND: Handy-Empfang gibt es nur oberhalb der "Wendeltreppe" beim Fenster mit Blick zum Kinderplanschbecken und beim Fenster mit Blick zum Saunapool. Überall woanders gibt es damit Schwierigkeiten. Ich sehe zwar ein dass man in einem Wellnessbereich auch mal sein Handy liegen lassen kann, aber gerade bei den Liegen wäre es für die entspannte Studie einer Online-Lektüre wichtig, einen Empfang zu haben. Nicht jeder hat ein eBook-reader mit herunter geladenen Books.

Kritikpunkt 9 + 10 + 14: weiterhin zu wenig Information. Das Becken der Stille war zwar verfügbar, aber das merkte man auch nur in dem "normale" Leute drin waren und die Tür nicht gesperrt war. Auch ist es ein purer Nepp was in der Solewelt abgeht. Das sind drei sauna-typische kleine Räume die man locker in die echte Saunaanlage hätte unterbringen können ohne dafür noch mal Extra-Euros zu kassieren. Wie gesagt: das Becken der Stille war diesmal zwar mal frei zu gänglich aber wer weiß ob das beim nächsten Besuch auch so wäre. Leider gibt es aber auch hier mittlerweile extrem störende Gäste, sprich: die spaßraufenden Jugendlichen und Kinder waren auch zum Teil dort anwesend. Im Quelltopf herrscht laute Kneippenstimmung mit Gelächter jenseits meiner Trommelfellgrenze, inkl kindlichen Randspringern und allem was dazu gehört. Mein Beileid an den Beitragsschreiber Norbert. So schlimm hätt ich mir das nicht vorgestellt.

Kritikpunkt 11 + 12 + 15: Die Qualität der SB-Kulinarik wurde sogar noch schlechter. Nach wie vor sind die Salate zum Teil nicht beschriftet. Die Kuchenpreise sind zum Abwinken teuer. Über eine äußerlich hörbare Musik hat der Betreiber scheinbar noch nicht nach gedacht. Jene Unterwassermusik hört man mittlerweile nur noch ganz leise, aufgrund der Überbeschallung durch die vielen lauten Gäste. Die Öffnungszeiten und die öffentliche Anbindung sind ein Witz für sich. Wieso schaffte man es noch immer nicht, einen Shuttlebus einzurichten der gegen Abend die Leute, fern von jeder verspäteten Straßenbahn, zumindest bis zum nächst größeren Bahnhof (zb Reumannplatz etc) bringt.

Kritikpunkt 16 + und weitere: Massagedüsen sind noch immer zu wenig vorhanden, und jene die Vorhanden sind, sind entweder ständig besetzt oder abgeschaltet (zb Sauna, während der Wasserfall läuft), im Quelltopf wechselnd sich wenige Düsen ab und zu ab, das bringt doch nichts. Wieso laufen nicht alle gleichzeitig. Föhn-Anlagen sind auch mangelware, entweder zu wenig oder zu defekt. Duschen schalten sich nach gefühlten 5 Sekunden ab. Solarium-Betten sind zwar bedienbar ABER es geht in keinem einzigen Aushang hervor ob und wie die Folie dort benutzt werden soll etc. Für Leute die sich damit noch nicht auskennen, echt ein Horror. Und Coaches sind kaum verfügbar, sprich: in der Nähe, weil die andere Aufgaben haben, (dazu später).

Kritikpunkt 17: Es gibt Kameras, vermutlich aber aus anderen paranoiden Ängsten, und Thermencoaches, vermutlich aus dem selben Grund. Allerdings schaffen es immer wieder erwachsene vollmundige Leute, trotz Warnschild ("ab 14 Jahren") ihre kleinsten und jüngsten Kinder in die Grotte mit zu nehmen und dort Lautstärke zu produzieren. Aber nicht nur das. Haare werden unnötig von den "Stramplern" nass, obwohl man vielleicht einfach nur gesittet im warmen Wasser sitzen will und nicht auf Tauchen und nasse Haare steht. Irgendwelche jugendlichen Taucher, man möge sie bitte ins Sportbecken oder ins Kinderbecken schicken, machen dort die Gegend unsicher so dass man schon aufpassen muss wo man hingeht ohne dem rein zu rennen. Es gibt zwar Kameras und Thermencoaches. Diese unternehmen gegen all diese Vergehen meisten nichts und kümmern sich lieber um andere Dinge (dazu später).

Kritikpunkt 20: Das beste kommt zum Schluss :) - damals schrieb ich "Paare die sich küssen werden von Thermen Coaches kritisch angeguckt...", nun gibt es aber etwas zu berichten, von dem ich selbst zum Glück nur Beobachter war. Wie im normalen Bereich so kuscheln sich auch in den beiden Freibecken des Saunabereiches immer wieder Paare zusammen, was ich für völlig normal halte und ok finde. Das war auch damals (2011 im Frühling und Sommer) so und es gab halt hin und wieder diese neugierigen Blicke von Bademeistern, die vermutlich gucken wollten ob das Paar es miteinander treibt. Nach einigen Recherchen dürfte nun aber klar sein: die haben entweder einen Auftrag oder die Bitte, das zu machen, was ich wiederum für völlig abnormal halte, vor allem falls letzteres der Fall ist und manche Bademeister einfach private Stimmungschwankungen haben und der art reagieren. So fühlt man sich als Paar nämlich pauschal-kriminalisiert und dass dies nicht förderlich für einen entspannten Thermenaufenthalt ist, sollte auch jedem bewusst sein. Auch an jenem Tag gab es über all kuschelnde Paare, ebenso im großen Pool der Saunalandschaft. Auch ich kuschelte mit meiner Partnerin im Pool, war aber zum Glück nur Beobachter als ich gerade draußen rauchte, da bekam ich mit wie ein anderes Paar im großen Pool ziemlich arg gemustert wurde. Der Bademeister ging also direkt auf die beiden zu und war auch ein völlig anderer, der normalerweise an diesem Abend Dienst hatte. Er war vorher nicht anwesend und auch nachher nicht. Nun: nach irgendeiner mündlichen Anweisung von ihm (ich verstand nur irgendwas von "auseinander") wurde nicht mehr gekuschelt und das Paar wirkte ziemlich frustig, gelangweilt und völlig verstört. Ich frag mich nun, was und warum man etwas gegen kuschelnde Paare hat. Falls es der Sex ist vor dem die orangenfarbenen Sittenwächter so Panik haben, dann frage ich mich, wie er das überhaupt erkennen soll, der kam aber von der Ferne direkt auf das Paar zu ohne andere Aufgaben und die selbe Wegstrecke gehabt zu haben. die waren aber hinten im Eck in der Nähe des Wasserfalls. Wie soll der sehen ob und was die gemacht haben. Es kann somit auch zu völligem Unrecht eine Pauschalverdächtigung gewesen sein. Hauptsache: mal wieder ein Paar schikaniert haben. Wäre er zufällig durch seine standard-routinemäßigen Spaziergänge und Aufräumarbeiten drauf gekommen und hätte er wirklich was unsittliches gesehen, hätt ich es ja verstanden, aber so??? Jedenfalls war dann zum Glück wieder nur der sauna-hauptverantwortliche Bademeister bei seinen Routine-Gängen anwesend und das völlig cool und relaxt und er sagte auch nichts gegen Paare die sich dort zusammen kuschelten. der andere junge Bademeister (bei dem das Paar wohl auch noch friedlich hätte kuscheln können) war dann vermutlich irgendwo anders auf einer Art regelrechten Jagd nach Paaren die sich zu nahe sein scheinen. Wie viele andere kuschelten auch ich und meine Frau eng umschlungen und tragend durchs Wasser ohne unsittlich zu sein. Und somit sollte sich niemand gegen kuschelnde Paare aufregen. Allerdings: als meine Partnerin und ich rutschen wollten, gingen wir im Familienpool dazu in den Außenbereich da sie sich nur die kleinere gerade Rutsche benutzen traut (bei der wirklich geilen Rutsche wird ihr leider schwindelig), also trug ich sie in den Außenbereich und durch das Wasser wo wir dann auch feststellten dass die Rutsche leider gesperrt ist, vermutlich noch vom eisigen Wetter dass einige Tage vorher noch vorhanden war. Jedenfalls hab ich sie dann in die Mitte des Pools getragen und sie geküsst. Plötzlich sah ich aus dem Fenster den dort zuständige Bademeister aufspringen mit Gesicht und Blick genau auf uns gerichtet. Er tat zwar weiter nichts, aber das war störend. Außerdem kuscheln und küssen sich auch Ehepaare die mit ihren Kindern in dieser Außenpoolanlage sind. Das wird wohl auch der Grund sein warum sich die Bademeister nicht um die Ruhebereiche kümmern können. Ich würde einen solchen Nichtsnutz auf einen der Couchsessel vor die Grotte und das Becken der Stille setzen und kontrollieren lassen dass die Personen, die rein gehen, wirklich 14 sind und keinen Krawall machen. Ich würde so einen Typen zu den Solarien setzen um mir Neuling das alles erklären zu lassen. Aber nicht sowas. Ich seh sowas nicht ein, als zahlender Kunde mit Partnerin pauschal so gemustert zu werden als wären wir die ärgsten Sünder und scheinbar ist man auch der Willkühr mancher Bademeister ausgesetzt, da einige da weniger paranoid sind als andere. Ich bezahle Eintritt und wenn ich im warmen Wasser auf die Idee komme, meine Partnerin zu tragen, dann möchte ich das tun. Dass sich dabei mein Schritt zwischen ihren Schenkeln befindet sollte nichts ungewöhnliches sein, immerhin ist das die Trage und Kuschelvariante der meisten Paare in allen möglichen Thermen und Bädern. Allerdings ist da Textil darüber und so viele Leute dass es ohne hin total dumm wäre, da was anstößliches zu machen, vor allem bei Leuten mit Schwimmbrillen, also muss diese Paranoia von den Bademeistern aufhören. Im Saunabereich hätte man es jedenfalls leichter ohne Textilien und weil Schwimmbrillen dort verboten sind, allerdings muss man schon ein Idiot sein dort etwas anstößliches zu machen, weil eh permanent alle möglichen Leute am Pool vorbei gehen und innerhalb des Pools kreuz und quer gehen und so etwas viel früher entdecken würden und melden könnten. Da muss kein Bademeister aus dem Gebäude raus genau auf das Paar zu gehen. Eher glaube ich, dass in diesem Fall irgendein Single dieses Kuscheln an und für sich nicht gut fand, und sich deshalb beschwerte: gefundenes Fressen für so paranoide Bademeister.

Kritischer Kritiker   22. Febraur 2012

 





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