Wien

Allgemeines zum WM Qualifikationsspiel Österreich gegen Rumänien in Kurzform:

Foto: Wörtherseestadion

Foto: Wörtherseestadion;
© Wien-konkret

Fußball-Ländermatch Österreich gegen Rumänien
Spieltag: Mi. 1. April 2009 um 20:30 Uhr
Stadion: Wörthersee-stadion Klagenfurt
Öffentliche Erreichbarkeit:

Zuschauer:  23.000  (Platz wäre für 32.000 Zuschauer im Stadion gewesen)
Matchtyp: WM Qualifikationsspiel 2010

Eintrittskarten: Männer (= Vollpreiszahler) zahlen um ca 87% mehr als Frauen (= ermäßigte Karten);
Beispiel: Längsseite Ost und West Männer 28 Euro, Frauen 15 Euro 

=> siehe ÖFB-Preisliste Österreich gegen Rumänien

Geld zurück: Männer, die für Ihr (männliches) Vollpreisticket Geld zurück haben wollen, sollten sich mit der Rechnung an die Männerpartei (www.maennerpartei.at ) wenden. Die Männerpartei will den Diskriminierungsschaden der Männer gegenüber den Frauen, die nur die Hälfte bezahlten, einfordern und notfalls auch einklagen! In obigen Beispiel würde die Rückerstattung 13 Euro betragen.

Gelbe Karten: Prödl, Pogatetz, Scharner bzw. Marica   Rote Karten: keine
Ergebnis: Sieg für Österreich mit 2:1 Toren (Rum. Tanase 24 min, Öst. Hoffer 25 min und 44 min.)

Trainer: Österreich: Didi Constantini /  Rumänien: Victor Piturca
Schiedsrichter: Craig Thomson aus Schottland



Die Aufstellung der beiden Mannschaften:

Foto: Die Österreichische Fussball-Nationalmannschaft im Siegestaumel

Foto: Die Österreichische Fussball-Nationalmannschaft im Siegestaumel; © Wien-konkret

Österreich spielte mit:
Gspurning
Schiemer, Prödl, Pogatetz, Ortlechner
Arnautovic (69., Korkmaz), Pehlivan, Scharner, Beichler (78., Hölzl)
Maierhofer, Hoffer (54., Okotie)

(Verletzungsbedingt fehlten: Janko, Garics, Ibertsberger, Leitgeb, Manninger, Fuchs und Säumel, die im ÖFB-Teamcamp in Velden dabei waren, sich allerdings verletzten. Debütanten: Beichler und Pehlivan)

Rumänien spielte mit:
Lobont
Contra, Tamas, Goian, Rat 
Nicolita (84. Nicu), Cocis, Tanase, Radoi (46. Stoica), Bucur (68. Niculae) 
Marica
 
Aufgrund des Verkehrs-chaos in Klagenfurt (Stau ab Autobahnabfahrt Klagenfurt West) kamen viele Zuschauer 1/4 bis 1/2 Stunde zu spät ins Stadion und versäumten nicht nur das Absingen der Bundeshymne.

 

Torfolge:

0:1 für Rumänien


Es kam, wie befürchtet: Die Rumänen gehen in der 24. Minute durch Tanase mit 0:1 in Führung.
 
ÖFB-Goalie Gspurning klärte außerhalb des Strafraums so mieserabel, dass der Rumäne Tanase den Ball mit viel gefühl aus 25 Metern zum 1:0 ins Tor hebte. Gspurnig konnte nur mehr tatenlos zusehen, wie der Ball ins Netz ging und war ganz überrascht, was alles möglich ist.
 

1:1 Ausgleich für Österreich


Aber im direkten Gegenzug - 25 Minute - gelang den Österreichern der psychologisch wichtige Ausgleich zum 1:1. Vom Torschützen Tamas kam der Ball an der Strafraumgrenze zufällig zu Hoffer, der sich gegen zwei Gegenspieler durchsetzte und einschoß. Es war das erste Tor für den Rapid-Angreifer im bereits zehnten Ländermatch im Nationalteam. Das Stadion tobte vor Freude.  Die Rumänen schossen mit Brandsätzen aufs Spielfeld. Es gab eine kurze Spielunterbrechnung.
 

2:1 Führung  für Österreich


Kurz vor der Pause - 44. Minute - hatte gelang Österreich die 2:1 Führung durch Hoffer. Unstimmigkeiten in der rumänischen Abwehr brachten den Ball zu Hoffer. Er nutzte seine Chance und es stand 2:1 für Österreich.

In der zweiten Halbzeit spielten eigentlich nur mehr die Rumänen. Was die österreichische Nationalelf bot, war eigentlich eine Frechheit. Die Nerven im Publikum lagen blank. Erinnerungen an das Holland-Match am 26.2.2008 wurden wach, wo ebenfalls im Schlußteil alles verpatzt wurde. Mit sehr viel Glück konnten die Österreicher diesmal den Sieg und die 3 Punkte retten. Die Chance zur Fussball-WM in Südafrika fahren zu dürfen, bleibt aufrecht. Große Freude bei den Österreich-Fans. Der Wörtherseestadion-Erbauer Jörg Haider hätte ebenfalls sehr gejubelt über den Sieg der Nationalelf in "seinem" Fussballstadion, verstarb aber leider schon vor einem halben Jahr - wenige Kilometer vom Stadion entfernt - wegen überhöhter Geschwindigkeit an einem Autounfall. 
 

Bilder vom Länderspiel Österreich - Rumänien in Klagenfurt:

Fussball-Länderspiel Österreich - Rumänien






Bilder: Links oben: Österreichischer Fansektor / unten Mitte: Rumänischer Fansektor

Karten / Tickets

Vorweg: Männer zahlen um 87% mehr als Frauen für die gleichen Tickets !

Längsseite Sektor West:
Männer: 28 Euro
Damen, Jugendliche, Studenten, Pensionisten, Behinderte, Präsenzdiener: 15 Euro

Längsseite Sektor Ost, Unter- und Oberrang
Männer 28 Euro
Damen, Jugendliche, Studenten, Pensionisten, Behinderte, Präsenzdiener: 15 Euro

Torseite Kurve Sektor Süd, Unter- und Oberrang
Männer: 15 Euro
Damen, Jugendliche, Studenten, Pensionisten, Behinderte, Präsenzdiener: 8 Euro

Torseite Kurve Sektor Nord, Unter- und Oberrang
Männer: 15 Euro
Damen, Jugendliche, Studenten, Pensionisten, Behinderte, Präsenzdiener: 8 Euro

Rollstuhlfahrer GRATIS, Begleitperson € 10,00
 

Ticketskandal: Männerdiskriminierung beim ÖFB Ländermatch gegen Rumänien

Fussballticket: Männerkarte für das Match Österreich - Rumänien;

Fussballticket: Männerkarte für das Match Österreich - Rumänien; © Wien-konkret

Die um 87% - im Vergleich zu den Frauentickets - teureren Männertickets für den gleichen Sitzplatz beim Fussball-Länderspiel Österreich-Rumänien widersprechen unseres Erachtens klar dem Gleichbehandlungsgesetz - gültig seit 1. August 2008 - zur Verwirklichung des Grundsatzes der Gleichbehandlung von Männern und Frauen beim Zugang zu und bei der Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen.

Zu dieser Ansicht kommt auch das Gutachten der Gleichbehandlungskommission vom 9. Januar 2009:
"... Der Senat stellt fest, dass unterschiedliche Vergünstigungen für Frauen und Männer bei Freizeiteinrichtungen eine unmittelbare Diskriminierung darstellen. ad 6.: Der Senat stellt fest, dass wirtschaftliche Gründe und Marketingstrategien kein legitimes Ziel im Sinne des § 40d GlBG sein können, die eine Geschlechterdiskriminierung bei Freizeiteinrichtungen rechtfertigen können."
=>
Gutachten der Gleichbehandlungskommission

Resümee: Wir raten allen männlichen Fussball-Fans, die Eintrittskarten von österreichischen Ländermatches und die Rechnung zwecks Beweissicherung aufzubewahren und den Kostennachteil zu einem Frauenticket beim ÖFB mittels Fax oder eingeschriebenen Brief einzufordern. Ihre Chancen stehen nicht schlecht. Am besten eine Kopie der Rechnung und des Tickets mitschicken.  
Anschrift: Österreichischer Fussballbund, Ernst-Happel-Stadion, Sektor A/F, Meiereistraße 7, 1020 Wien   Telefax: +43/1-728 16 32

  

Stellungnahme Büro Kärntner Landeshauptmann Dörfler:

Kärntner Landeshauptmann Gerhard Dörfler (BZÖ)

Kärntner Landeshauptmann Gerhard Dörfler (BZÖ)

Sehr geehrter Herr Mag. Robert Marschall,
zu Ihrer Anfrage an Landeshauptmann Gerhard Dörfler vom 26. 3. ist festzustellen, dass der Österreichische Fußballverband Veranstalter von Länderspielen ist und damit auch für die Preisgestaltung zuständig ist. Diese obliegt somit nicht dem Land Kärnten.
 
Mit freundlichen Grüßen
Karl Brunner
Büro LH Dörfler                    E-mail 27.3.2009

Anmerkung Wien-konkret:
Dass Männer in Kärnten - genauer gesagt im Wörtherseestadion in Klagenfurt - massiv sexuell diskriminiert werden, ist offensichtlich kein Thema für den Landeshauptmann von Kärnten, Gerhard Dörfler (BZÖ).

 

Stellungnahme ÖFB-Präsident Dr. Leo Windtner:

Sehr geehrter Herr Mag. Marschall!
Aufgrund Ihrer heutigen telefonischen Anfrage und in Absprache mit Herrn Generaldirektor Dr. Leo Windtner habe ich von Herrn Peter Klinglmüller, Pressesprecher des ÖFB, in Erfahrung gebracht, dass es diesbezüglich bereits eine grundsätzlich Stellungnahme des ÖFB zu diesem Thema gibt und wir deshalb um Verständnis bitten, dass wir betreffend Ihrer E-Mail vom 17. März 2009 keine weitere Stellungnahme mehr abgeben können. 

Mit bestem Dank für Ihr Verständnis verbleiben wir
mit freundlichen Grüßen

Margot Dorninger
Vorstandsbüro
Vorstandssekretariat

Energie AG Oberösterreich
Böhmerwaldstraße 3, 4020 Linz, Austria
Sitz: Linz, FN 76532 y LG Linz                                         E-mail: 26.3.2009

Anmerkung Wien-konkret: Der neue ÖFB-Präsident Dr. Leo Windtner - gleichzeitig Generaldirektor der Energie AG Oberösterreich - identifiziert sich offensichtlich mit der männerdiskriminierenden Preispolitik seines Vorgängers beim ÖFB. Jedenfalls kann Leo Windtner nicht nachträglich sagen, er habe nichts gewußt. Ganz im Gegenteil. Er hat es gewußt und wollte nichts ändern!

 

Stellungnahme der Gleichbehandlungsanwaltschaft zum Thema ÖFB-Tickets mit Männerpeisen und Frauenpreisen vom 30.3.2009:


Sehr geehrter Herr Mag. Marschall,

wie bereits im November mit Ihnen telefonisch besprochen hat die Gleichbehandlungsanwaltschaft ein Verlangen auf Erstattung eines Gutachtens zu Fragen der Gleichbehandlung von Frauen und Männern bei Gütern und Dienstleistungen an die Gleichbehandlungskommission gerichtet. Das Gutachten der Gleichbehandlungskommission ist jetzt unter folgendem Link abrufbar: www.frauen.bka.gv.at/DocView.axd?CobId=34091

Die Gleichbehandlungskommission hält fest, dass unterschiedliche "Vergünstigungen" für Frauen und Männer bei Freizeiteinrichtungen eine unmittelbare Diskriminierung darstellen. Hinsichtlich der Ausnahmebestimmung zum Gleichbehandlungsgebot stellt die Gleichbehandlungskommission fest, dass wirtschaftliche Gründe und Marketingstrategien kein legitimes Ziel im Sinne des § 40d GlBG sein können. Auf mögliche andere Konstellationen, die eine Ausnahme vom Gleichbehandlungsgebot rechtfertigen könnten, wird nicht eingegangen. Die Frage, ob es sich um eine positive Maßnahme handelt, wird von der Gleichbehandlungskommission aufgrund unterschiedlichster denkmöglicher Fallkonstellationen nicht allgemeingültig beantwortet. Dies wird daher wohl im Einzelfall zu klären sein.

Das Gleichbehandlungsgesetz ist ein zivilrechtliches Gesetz. Es ist daher vorgesehen, dass jede und jeder, die/der sich diskriminiert fühlt, die Möglichkeit hat Schadenersatz bei Gericht einzuklagen. Es gibt jedoch keine (Verwaltungs)strafen bei einem Verstoß gegen das Gleichbehandlungsgebot von Frauen und Männern bei Gütern und Dienstleistungen.

Sie haben also die Möglichkeit, eine Klage auf Schadenersatz bei dem für Sie zuständigen Gericht einzubringen. Das Gutachten der Gleichbehandlungskommission kann dabei als Beweismittel verwendet werden. Die Gerichte sind aber nicht an das Gutachten gebunden. Zu beachten ist das Prozesskostenrisiko, sollten Sie das Verfahren bei Gericht verlieren. Da das Gleichbehandlungsgesetz in Teil IIIa (Gleichbehandlung von Frauen und Männern) keine Fristen vorsieht, geht die Gleichbehandlungsanwaltschaft davon aus, dass die dreijährige Verjährungsfrist des Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuches (ABGB) zur Anwendung kommt. Demnach haben Sie für die Einbringung einer Klage drei Jahre Zeit ab dem Tag, an dem Sie diskriminiert wurden.

Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit eine Einzelfallprüfung bei der Gleichbehandlungskommission einzuleiten. Jede und jeder, der sich diskriminiert fühlt, kann einen formlosen Antrag an die Gleichbehandlungskommission stellen. Die Gleichbehandlungskommission lädt die sich diskriminiert fühlende Person sowie die für die Diskriminierung vermutlich Verantwortlichen getrennt von einander zu einer Befragung ein und hält schließlich in einem schriftlichen Prüfungsergebnis fest, ob ein Verstoß gegen das Gleichbehandlungsgesetz vorliegt oder nicht. Die Gleichbehandlungskommission kann jedoch keinen Schadenersatz zusprechen.

Sie haben also auch die Möglichkeit ein Verfahren bei der Gleichbehandlungskommission einzuleiten. Dafür ist es erforderlich, dass Sie schildern aus welchen Gründen und in welchem Bereich Sie sich diskriminiert fühlen. Das Verfahren bei der Gleichbehandlungskommission ist kostenlos. Die Kontaktdaten der Gleichbehandlungskommission finden Sie unter folgendem Link: www.frauen.bka.gv.at/site/5540/default.aspx

Für Rückfragen oder weitere Informationen stehen wir gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen,
Ulrike Salinger
_________________________
Mag.a Ulrike Salinger

Gleichbehandlungsanwaltschaft
Taubstummengasse 11
1040 Wien
Tel.: (+43 1) 5322868   Fax: (+43 1) 5320246
E-Mail: ulrike.salinger@bka.gv.at 
Web: www.gleichbehandlungsanwaltschaft.at

 

Stellungnahme der Männerpartei zum Ticketskandal beim ÖFB-Ländermatch:


Wien-konkret: Was sagen Sie dazu, dass Männer beim kommenden ÖFB-Ländermatch gegen die Rumänien für den gleichen Sitzplatz um 87% mehr bezahlen müssen, als Frauen?
Männerpartei: Der ÖFB versucht offenbar, den Anteil der Frauen im Fussballstadion zu erhöhen. Es ist durchaus denkbar, dass es auch Männer gibt, die sich über mehr Frauen im Fussballstadion freuen würden. Aber ist es wirklich zeitgemäß, eine ganze Gruppe von Erwachsenen wie Kinder zu behandeln und sie mit Diskontpreisen anzulocken? Wenn eine Frau nur dann ins Stadion geht, wenn sie weniger oder gar nichts dafür bezahlen muss, ist ihr der Besuch offensichtlich nicht viel wert. Solche Frauen werden dann wohl kaum positiv zur Stimmung im Stadion beitragen. Wenn sich die Frauen wirklich nicht für Fussball interessieren, sollte man das zur Kenntnis nehmen. Wenn die Frauen aus anderen Gründen nicht ins Stadion gehen wollen, zum Beispiel, weil es dort zu viel Gewalt gibt, dann sollte sich der ÖFB direkt um das Gewaltproblem kümmern, es gibt ja auch Männer, die ihr Fussballspiel in Sicherheit ansehen wollen. Warum soll ein Beamtenpensionist mit 3000 € Pension oder eine wohlverdienende kinderlose Frau bevorzugt werden? Die meisten Scheidungsväter sind bei ihrem tatsächlich verfügbaren Einkommen (gepfändet auf 500 € im Montat, zum Beispiel) so beschränkt, dass sie sich unter diesen Bedingungen kein Fußballspiel leisten können. Will man die Väter und ihre Söhne vom Fussball abhalten? Ermäßigungen sind nur dann verständlich, wenn sie mit tatsächlichen Unterschieden im Einkommen begründbar sind. Sinnvoll wäre zum Beispiel eine ermässigte Karte für alle Träger des Kulturpasses. Der ÖFB sollte sich darum kümmern, Fussball attraktiv zu machen, ins Stadion sollen die kommen, die sich das auch gerne anschauen wollen!

Wien-konkret: Ist das aus Ihrer Sicht eine sexuelle Diskriminierung von Männern?
Mänenrpartei: Das ist ein ganz klares Beispiel für eine offene sexuelle Diskriminierung. Die sogenannte "Vollpreiskarte" ist eigentlich eine "Karte mit Männer-Straf-Steuer". Das kommt leider viel zu oft vor, in diesem Fall ist es aber ganz klar illegal.

Wien-konkret: Was werden Sie bzw. die Männerpartei dagegen unternehmen?
Männerpartei: Wir werden die Gleichbehandlungsanwaltschaft und den Verein für Konsumenteninformation einschalten. Wenn der ÖFB diesen Rechtsbruch nicht sofort repariert, denken wir daran, eine Sammelklage vorzubereiten.

Wien-konkret: Was raten Sie den betroffenen männlichen Fussballfans?
Männerpartei: Jeder Fan sollte sein Ticket und eine Rechnung aufbewahren. Nur, wer die Beweise behält, wird später bei der Klage sein Geld zurückbekommen.

Wien-konkret: Soll in Zukunft der männliche Eintrittspreis auf das weibliche Preisniveau gesenkt werden?
Männerpartei: Ganz klar: Ja!
Offenbar ist der "ermäßigte" Preis hoch genug für den ÖFB, es können ja auch Studenten und Pensionisten um diesen Preis eine Karte kaufen. Es gibt keinen guten Grund, die Männer mehr zahlen zu lassen. Wie weiter oben erklärt, wäre die Orientierung am Kulturpass eine sinnvolle Alternative. 
 
Die Antworten stammen von Oliver Hoffmann, Obmann der Österreichischen Männerpartei

 



Offener Brief der Männerpartei an den ÖFB

Sehr geehrter Herr Dr. Windtner,

Beim heutigen Länderspiel gegen Rumänien zahlen Männer doppelt so viel Eintritt wie Frauen
http://maennerpartei.at/de/node/232
.

Der ÖFB wurde bereits mehrfach auf diesen Mißstand angesprochen
http://www.wien-konkret.at/sport/fussball/oesterreichische-nationalmannschaft/rumaenien2009/
, bisher ohne eine entsprechende Reaktion des ÖFB. Der ÖFB versucht offenbar, den Anteil der Frauen im Fussballstadion zu erhöhen. Es ist durchaus denkbar, dass es auch Männer gibt, die sich über mehr Frauen im Fussballstadion freuen würden. Aber ist es wirklich zeitgemäß, eine ganze Gruppe von Erwachsenen wie Kinder zu behandeln und sie mit Diskontpreisen anzulocken? Wenn eine Frau nur dann ins Stadion geht, wenn sie weniger oder gar nichts dafür bezahlen muss, ist ihr der Besuch offensichtlich nicht viel wert. Solche Frauen werden dann wohl kaum positiv zur Stimmung im Stadion beitragen. Wenn sich die Frauen wirklich nicht für Fussball interessieren, sollte man das zur Kenntnis nehmen. Wenn die Frauen aus anderen Gründen nicht ins Stadion gehen wollen, zum Beispiel, weil es dort zu viel Gewalt gibt, dann sollte sich der ÖFB direkt um das Gewaltproblem kümmern, es gibt ja auch Männer, die ihr Fussballspiel in Sicherheit ansehen wollen. Warum soll ein Beamtenpensionist mit 3000 ¤ Pension oder eine wohlverdienende kinderlose Frau bevorzugt werden? Die meisten Scheidungsväter sind bei ihrem tatsächlich verfügbaren Einkommen (gepfändet auf 500 ¤ im Montat, zum Beispiel) so beschränkt, dass sie sich unter diesen Bedingungen kein Fußballspiel leisten können. Will man die Väter und ihre Söhne vom Fussball abhalten? Ermäßigungen sind nur dann verständlich, wenn sie mit tatsächlichen Unterschieden im Einkommen begründbar sind. Sinnvoll wäre zum Beispiel eine ermässigte Karte für alle Träger des Kulturpasses. Der ÖFB sollte sich darum kümmern, Fussball attraktiv zu machen, ins Stadion sollen die kommen, die sich das auch gerne anschauen wollen! Was der ÖFB heute macht, ist ein ganz klares Beispiel für eine offene sexuelle Diskriminierung. Die sogenannte "Vollpreiskarte" ist eigentlich eine "Karte mit Männer-Straf-Steuer". Das kommt leider viel zu oft vor, in diesem Fall ist es aber ganz klar illegal. Ein unterschiedlicher Preis für Männer und Frauen für Güter oder Dienstleistungen ist nach dem Gleichbehandlungsgesetz seit dem August 2008 verboten. Die Männerpartei fordert Sie auf, die Preisdifferenz zwischen der Männer-Karte ("Vollpreiskarte") und dem normalen Eintrittspreis ("ermäßigte Karte") umgehend rückzuerstatten. Wenn der ÖFB weiterhin auf der sexuellen Diskriminierung seiner männlichen Kunden besteht, behält sich die Männerpartei rechtliche Schritte vor.

mit freundlichen Grüssen


Oliver Peter Hoffmann
Vorsitzender der Männerpartei
www.maennerpartei.at




Mehr zum Fall => ÖFB Ticketskandal

 



Liste der erlaubten und verbotenen Gegenstände im Stadion

Um die Sicherheit im Fussballstadion zu gewährleisten, ist die Mitnahme gewisser Gegenstände ins Stadion verboten. Doch was ist nun erlaubt und was nicht?

ERLAUBT
Plastikgebinde bis 0,25 Liter, Tetrapakgetränke bis 0,5 Liter, sog. Knirpse, Handy (funktionsfähig), Fotoapparate, Film- und Videokamera mit Batterien, Blindenstöcke, Gehbehelfe, Walk-/Discman mit Batterien, Schlüssel
im Familiensektoren: Nagellack, Parfumflaschen und Ferngläser, Geldbörsenketten, Medikamente (bei Krankheitsnachweis auch Spritzen und Glasbehälter), Fahnenstangen bis 1,3 m oder weniger als Ø 2 cm


VERBOTEN
(Plastik-) Flaschen, Tetrapakgetränke ab 0,5 Liter, Dosen, Schirme mit Holz- oder Metallspitzen, Gegenstände mit waffenähnlicher Wirkung, Messer sowie Waffen aller Art, Flaschenöffner, Gashupen, große Schlüsselanhänger, einzelne Batterien, Dartpfeile, Nagellack, Eisenstangen und Eisenstücke, Steine, Thermosflaschen, Parfumflaschen, Sturzhelme, Kinderwagen, Fahrräder, abnehmbare Ketten, Leitern, Klappsessel und Ähnliches, pyrotechnische Artikel, Fahnenstangen ab 1,3 m oder mit
mehr als 2 cm Ø , Tiere, Gegenstände aller Art, die auf das Spielfeld oder in die Zuschauerränge geworfen oder geschossen werden können, oder mit denen auf andere Art und Weise die Ruhe, Ordnung und Sicherheit im Stadion gestört oder gefährdet werden könnte.


(gem. § 4 Abs. 6d. und 6e. der Sicherheitsorganisationsrichtlinien, Anlage 3 zu Kapitel 7 des Lizenzierungshandbuchs der Österreichischen Fußball-Bundesliga)