Wien

Fussball-Spielen im Parlament

Wird den einen Grünen Abgeordneten vorgeworfen, sie würden während der Plenarsitzungen am Laptop Computer spielen, lassen die drei Nationalratspräsidenten (SPÖ, ÖVP, Grüne) für einen Spieltag ein Fussballfeld mit Naturrasen in die Säulenhalle des Parlaments bauen. Die Idee stammte von der 3. Nationalratspräsidentin Eva Glawischnig- Piesczek (Grüne). Sie lief auch mit dem T-Shirt ""Fußballgöttin" am Rasen ein. Der Wiener Fifa-Schiedsrichter Fritz Stuchlik pfiff das Match. Das einzige Match endete nach 2x15 Minuten 4:4.

Wieviel Geld bei der ganze Event gekostet hat bleibt vorerst geheim. Eigentlich durfte man hoffen, dass im Parlament gearbeitet wird und nicht Fussball gespielt wird.

* Die Presse 20.5.2008: Ein Promi-Match im Parlament ; => zu den Fotos

* Der Standard 20.5.2008: Fotos zum Artikel: Säulenhalle des Parlaments wurde zum Fußballplatz



Grüne Glawischnig: "Fußball zeigt, wie Miteinander funktioniert"

Ein voller Erfolg war die Idee der Dritten Nationalratspräsidentin Eva Glawischnig, anlässlich der nahenden Fußball-EM ein Anti-Rassismus-Schauspiel in der Säulenhalle des Parlaments zu veranstalten. Beim Gemeinschafts-Event aller drei NR-PräsidentInnen traten Promi-Spieler wie Peter Schöttel oder Toni Pfeffer, multnationale Spielerinnen und Spieler von kleineren Vereinen bzw. der ÖFP-Frauenliga "miteinander gegeneinander" an.

Prominent waren auch die ZuschauerInnen: Alt-Minister und Rapidpräsident Rudolf Edlinger, der frühere Team-Tormann Michael Konsel, hohe Funktionäre der EURO 08, vom ÖFB oder Fairplay.

"Fußball zeigt uns, wie Miteinander funktionieren soll - ohne Teamfähigkeit und gegenseitige Akzeptanz lässt sich ein Spiel nicht gewinnen, ja gar nicht spielen", betonte Glawischnig vor dem Ankick, den sie selbst vornahm.

Die Dritte Nationalratspräsidentin beklagte, dass es sich in der österreichischen Gesellschaft nicht immer so verhalte. "AusländerInnen sind bei uns willkommen, wenn sie im Fußball, einer anderen Sportart oder im Künstlerischen Großes leisten. Ist es der ehemals türkische Greißler am Eck, fürchtet man sich. Einbürgerung gehen rasch über die Bühne, wenn jemand mit sportlichem oder künstlerischem Talent nach Österreich gelangt. Menschen, die hier geboren oder aufgewachsen sind, bekommen keine Staatsbürgerschaft, müssen sogar fürchten, des Landes verwiesen zu werden", führt Glawischnig kritisch aus.  ...

Rückfragehinweis:
Gabi Zornig
Pressesprecherin der Dritten Nationalratspräsidentin
Tel.:  +43-1 40110-2368   Mobil: +43-676-89002368
OTS0235    2008-05-20/14:12



SPÖ Prammer: "Fairplay"-Fußballspiel im Parlament

Naturrasen, zwei Fußballtore und ein großes Transparent "Fußball gegen Rassismus" - so ungewöhnlich präsentierte sich Dienstagvormittag die Säulenhalle des österreichischen Parlaments. 18 Tage vor Anpfiff der "EURO 2008" hatte Nationalratspräsidentin Barbara Prammer gemeinsam mit dem zweiten Nationalratspräsidenten Michael Spindelegger und der dritten Nationalratspräsidentin Eva Glawischnig zur Anti-Rassismus-Veranstaltung "Fußball verbindet! - Fußball. Versteht sich!" eingeladen. Höhepunkt dabei: Ein von Fairness getragenes Fußball-Spiel auf Naturrasen ...

Fußball-Partie endet 4:4 - Buffet aus allen EURO-Teilnehmerländern

Mit ihrer Prognose "Wir werden ein spannendes Fußballspiel in der Säulenhalle erleben" sollte Nationalratspräsidentin Barbara Prammer recht behalten: Team Weiß trennte sich nach einer mitreißenden Partie mit einem gerechten 4:4 von Team Rot. Zur Stärkung nicht nur der hungrigen SpielerInnen gab es anschließend ein Buffet mit Köstlichkeiten aus allen 16 EURO-Teilnehmerländern. Und auch hier zeigte sich, wie sehr die BesucherInnen hinter Österreich stehen: Das Wiener Schnitzel samt Erdäpfelsalat aus dem Gastgeberland Österreich war am schnellsten weg. (Schluss) mb

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien,
OTS0199    2008-05-20/13:05



FPÖ Klement: Parlamentarische Arbeit wird durch sinnlose Veranstaltung gestört

Aufgrund der Anti-Rassismus-Veranstaltung der Grünen in der Säulenhalle des Parlaments kam es heute zu massiven Störungen der parlamentarischen  Arbeit. FPÖ-NAbg. DI Karlheinz Klement spricht von einer Verhöhnung des Parlamentarismus, wenn aufgrund eines Fußballspieles in der Säulenhalle des Parlaments - wie heute stattgefunden - im Familienausschuss nicht ordentlich gearbeitet werden könne. Es sei zu erheblichen akustischen Störungen gekommen, so dass es aufgrund der großen Lautstärke nicht möglich gewesen sei, zu arbeiten, erklärte Klement.

In diesem Zusammenhang kündigte der freiheitliche Abgeordnete eine parlamentarische Anfrage an Nationalratspräsidentin Prammer an, die klären soll, ob es erstens zulässig ist, die parlamentarische Arbeit auf diese Art negativ zu beeinflussen und zweitens, wie hoch die Kosten dieser sinnlosen heutigen Veranstaltung waren.

Rückfragehinweis:
Freiheitlicher Parlamentsklub
OTS0230    2008-05-20/14:07