Wien
Wien 10. Bezirk: Fotos: Westtribühne im Horr-Stadion - Geschäftsstelle der Austria-Wien - Karten an der Kassa; © Wien-konkret



Fotos: Westtribühne im Horr-Stadion - Geschäftsstelle der Austria-Wien - Karten an der Kassa;
© Wien-konkret

Wichtigste Informationen zum FK Austria Wien


Geschäftsstelle / Klub-Sekretariat
Franz Horr Stadion, Matthias Sindelar-Tribüne
Fischhofgasse 14
A-1100 Wien

Öffnungszeiten: Mo-Fr 9.00 - 17.00

Telefon: 01 –6880150
Fax: 01- 6880150-380
E-Mail:
fak@fk-austria.at



Das Horrstadion

Adresse des Horrstadions:
Matthias Sindelar-Tribüne
A-1100 Wien, Fischhofgasse 14

Fassungsvermögen des Horrstadions: 11.800 Zuschauer

Erreichbarkeit:
* Öffentliche Verkehrsmittel:
U-Bahn: Linie U1 bis zur Station Reumannplatz, dann mit der
Straßenbahnlinie 67 bzw. Autobus 15A bis "Altes Landgut"
* Auto: A23 Abfahrt Verteilerkreis Favoriten
 



Allgemeine Informationen zum FK Austria Wien:

Der Fußballklub Austria (lat. Österreich) ist einer der erfolgreichsten Fußballklubs Österreich. Der Verein wurde im Jahre 1911 mit den Farben Violett-Weiß von abtrünnigen Spielern des Vienna Cricket and Football-Club gegründet und ist seit diesem Tage erstklassig. Die Austria stammt ursprünglich aus dem Hietzinger Stadtteil Ober Sankt Veit, trägt aber mittlerweile seine Heimspiele im Stadion des Wiener Fußball-Verbandes, dem Franz-Horr-Stadion, aus, welches sich am Laaer Berg bei Favoriten befindet.

Die "Veilchen" oder "Violette", wie die Austria nach ihren Vereinsfarben genannt wird, konnte bislang nach ihrem großen Rivalen SK Rapid Wien die meisten Meistertiteln gewinnen, im Gegenzug allerdings öfter im ÖFB-Cup triumhieren. International konnten die Veilchen zwei Mal den Mitropacup, den Vorläufer des heutigen Europacups, gewinnen. Im Europacup selbst konnte die Mannschaft in bislang 148 Spielen 51 Siege erreichen und sogar 1978 das Finale das Europapokals der Pokalsieger erreichen.

Die Austria trat ursprünglich als Wiener Amateur-SV (WAS) auf, ihr heutiger Name entsnad durch eine Fusion mit dem Schwimmverein "Austria" dessen Name man kurze Hand übernahm, da die Bezeichung "Amateure" für eine Profi-Klub mittlerweile unpassend erschien. Die Austria wird auch oft FAK genannt, wobei es sich dies durch die Anordnung der Buchstaben F, K, und einem großen, in die Mitte darunter gesetzten A im offiziellen Vereinslogo ergeben hat. Zur Zeit wird der Hauptsponsor Magna International im Klubnamen mitangeführt.

Die zweite Mannschaft des Vereins spielt seit der Saison 2005/2006 in der Erste Liga, der zweithöchsten Spielstufe Österreichs.
 

Fotos: Fancontainer  - Fans stürmen den Rasen (Ende der Meisterschaft 2007/ Nachfeiern des Pokalsieges 2007) - Zwei Nachwuchsfans der Austria; © Wien-konkret



Fotos: Fancontainer - Fans stürmen den Rasen (Ende der Meisterschaft 2007/ Nachfeiern des Pokalsieges 2007) - Zwei Nachwuchsfans der Austria; © Wien-konkret

Jüngere Geschichte

Auf nationaler Ebene hatte man zu Beginn der 1990er Jahre mit drei Meistertitel als Herbert Prohaska auf die violette Trainerbank wechselte wieder Erfolg, international gelang jedoch kein Durchbruch mehr. Ab 1994 rutschte die Wiener Austria in der Liga immer weiter ab und belegte meist Plätze im Mittelfeld. Dazu kamen auch Geldsorgen, die es unmöglich machten Spieler mit hoher Qualität zu verpflichten und so wurden meist durchschnittliche Legionäre unter Vertrag genommen, die dem Verein nicht weiterhalfen. Seit 1999 ist der Magna-Konzern des Austrokanadiers und Milliardärs Frank Stronach Betriebsführer. Danach hieß der Verein "FK Austria Memphis Magna". 2003 stellte sich mit dem ersten Meistertitel seit 10 Jahren und dem Cupsieg, der langersehnte Erfolg ein. Im Sommer 2004 wurde wegen des Tabakwerbeverbotes "Memphis" aus dem offiziellen Vereinsnamen gestrichen, so dass die Austria seitdem unter "FK Austria MAGNA" firmiert. In der UEFA Cup-Saison 2004/05 war der Verein auch international wieder erfolgreich und scheiterte erst im Viertelfinale knapp am FC Parma (1:1, 0:0). Am 21. November 2005 kündigte Stronach an, sich aus dem Verein zurückzuziehen. In der Saison 2005/06 wurde die Austria zum 23. Mal österreichischer Meister und gewann am 9. Mai 2006 auch das Cupfinale gegen den SV Mattersburg mit 3:0. Nach einem schwachen Start in die Saison 2006/07, dem Ausscheiden aus der Champions League Qualifikation und einer Heimniederlage (1:4) im UEFA Cup gegen SV Zulte Waregem, wurde Thomas Parits als neuer General Manager installiert. Kurz darauf wurden Trainer Frenkie Schinkels und Sportdirektor Peter Stöger beurlaubt.

Als neuen Trainer wurde Georg Zellhofer (vorher bei Erzrivale Rapid Wien) verplichtet, der zu Beginn Probleme hatte, den Verein von der Abstiegszone zu führen und beendete die Hinrunde als Tabellenletzter. In der Winterpause hat die Führungsetage den Ernst der Lage erkannt und den Kader u.a. mit Václav Svěrkoš, Ronald Gercaliu und Joachim Standfest verstärkt.

Am 1. Mai 2007 konnte durch einen 2:1-Sieg über SV Mattersburg der ÖFB-Cup gewonnen. Es war der 26. Cuptitel insgesamt und der dritte im Gerhard-Hanappi-Stadion. Mit diesen Erfolg sicherte man einen Startplatz für die UEFA-Cup-Saison 2007/08 und fand nach einer schwachen Meisterschafts Saison einen versöhnlichen Ausgang. Nachdem das Angagement von Frank Stronach für ein weiteres Jahr gesichert worden ist, wurde die Lizenz für die Saison 2007/08 genehmigt. Der Verein gab die Trennung von Andreas Schickler, Václav Svěrkoš und Roman Wallner bekannt.
 

Trainer des FK Austria Wien:

Jimmy Hogan (1911-1912) / Hugo Meisl (1912-1913) / Hans (1919-1921) / Gustav Lanzer (1922-1927) / Lang (1928-1930) / Karl Kurz/Seidl (1930-1931) / Jimmy Hogan (1931-1932) / Josef Blum (1932-1933) / Konrad (1933-1935) / Josef Blum (1935-1938) / J. Schneider (1939-1940) / Karl Schneider (1941-1942) / Karl Geyer (1945) / Heinrich Müller (1946-1954) / Walter Nausch (1954-1955) / Leopold Vogel (1956-1957) / Karl Adamek (1957-1958) / Josef Smistik (1958-1959) / Walter Probst (1959-1960) / Karl Schlechta (1960-1963) / Eduard Frühwirth (1963-1964) / Ernst Ocwirk (1964-1971) / Heinrich Müller (1971-1972) / Karl Stotz (1972-1973) /  Josef Pecanka (1973-1975) / Josef Argauer (1974) / Robert Dienst (1974-1975) / Johann Löser (1975) / Karl Stotz (1976-1977) / Hermann Stessl (1977-1980) / Erich Hof (1980-1982) / Václav Halama (1982-1984) / Thomas Parits (1984-1985) / Hermann Stessl (1985-1986) / Thomas Parits (1986-1987) / Karl Stotz (1987) / Ferdinand Janotka (1987-1988) / Robert Sara (1988) / August Starek (1988) / Erich Hof (1989-1990) / Herbert Prohaska (1990-1992) / Hermann Stessl (1992-1993) / Josef Hickersberger (1993-1994) / Egon Coordes (1994-1995) / Horst Hrubesch (1995-1996) / Walter Skocik (1996-1997) / Wolfgang Frank (1997-1998) / Robert Sara (1998) / Zdenko Verdenik (1998-1999) / Friedl Koncilia (1999) / Herbert Prohaska (1999-2000) / Ernst Baumeister (2000) / Heinz Hochhauser (2000 2001) / Arie Haan (2001) / Walter Hörmann/Anton Pfeffer (2001) / Didi Constantini (2001-2002) / Walter Schachner (2002) / Christoph Daum (2002-2003) / Joachim Löw (2003-2004) / Günther Kronsteiner/Lars Söndergaard (2004-2005) / Peter Stöger/Frenkie Schinkels (2005) / Frenkie Schinkels (2005-2006) / Georg Zellhofer (seit 23. Oktober 2006)
 

Titel und Erfolge des FK Austria Wien

Austria Wien hat 23 österreichische Meistertitel gewonnen. Betrachtet man nur die Saisonen seit Ende des Zweiten Weltkrieges ist die Austria mit 21 Meistertiteln in dieser Zeit sogar der erfolgreichste österreichische Verein in der Meisterschaft.


Fotos: Aufstellung der Austria-Mannschaft zur Endrunde der Meisterschaft 2007 gegen Altach /  Austria Team und der Cup-Pokal  2007 / Austria-Fans jubeln Ihren "Veilchen" zu; © Wien-konkret



Fotos: Aufstellung der Austria-Mannschaft zur Endrunde der Meisterschaft 2007 gegen Altach / Austria Team und der Cup-Pokal 2007 / Austria-Fans jubeln Ihren "Veilchen" zu; © Wien-konkret

Titel: 

2 x Mitropacupsieger: 1933, 1936

23 x Österreichischer Meister: 1924, 1926, 1949, 1950, 1953, 1961, 1962, 1963, 1969, 1970, 1976, 1978, 1979, 1980, 1981, 1984, 1985, 1986, 1991, 1992, 1993, 2003, 2006

25 x Österreichischer Cupsieger: 1921, 1924, 1925, 1926, 1933, 1935, 1936, 1948, 1949, 1960, 1962, 1963, 1967, 1971, 1974, 1977, 1980, 1982, 1986, 1990, 1992, 1994, 2003, 2005, 2006, 2007 

6 x Österreichischer Supercupsieger: 1990, 1991, 1992, 1993, 2003, 2004 2 x Wiener Cupsieger: 1949, 1950

19 x Sieger des Wiener Stadthallenturniers: 1959, 1963, 1968, 1977, 1979, 1980, 1981, 1982, 1983, 1984, 1985, 1986, 1991, 1992, 1994, 1996, 1999, 2003, 2007

1 x Österreichischer Hallenmeister: 1985
1 x Österreichischer Hallencup-Sieger: 2000


Erfolge: 
1 x Finale im Europacup der Cupsieger: 1978
3 x Europacup-Semifinalist: 1978 (CC), 1979 (CM), 1983 (CC)
7 x Europacup-Viertelfinalist: 1961 (CC), 1978 (CC), 1979 (CM), 1983 (CC), 1984 (UC), 1985 (CM), 2005 (UC)
10 x Double: 1924, 1926, 1949, 1962, 1963, 1980, 1986, 1992, 2003, 2006
17 x Österreichischer Vizemeister: 1920, 1921, 1923, 1925, 1937, 1946, 1952, 1954, 1964, 1972, 1982, 1983, 1987, 1988, 1990, 1994, 2004
9 x Österreichischer Pokalfinalist: 1920, 1922, 1927, 1930, 1947, 1964, 1984, 1985, 2004
 

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel FK Austria Wien aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
 



8.9.2013 Paul Scharner im Ö3-"Frühstück bei mir" über brutale Rituale in Clubs und Feiern im Rotlicht:

Am Montag hat er überraschend seinen Rückzug aus dem Profi-Fußball verkündet - heute zog Paul Scharner in Ö3-"Frühstück bei mir" eine bittere Bilanz über seine Karriere: "Ich habe mir eine Liste gemacht: über die schöne Zeit und wann ich von der Fußballwelt genervt war. Von den 14 Jahren Profi-Fußball waren ich genau fünf Jahre und drei Monate glücklich und zufrieden, der Rest war Anecken und Hadern. Auch mich hat diese Rechnung, die ich vor meiner Entscheidung aufzuhören zur Klärung erstellt habe, eigentlich erschüttert." Offen wie kaum ein anderer Fußball-Star zuvor hat der 33jährige Ex-England Legionär im Gespräch mit Claudia Stöckl über das von ihm zitierte "Haifischbecken Fußball" gesprochen und brutale Aufnahmerituale beschrieben, zum Beispiel das sogenannte "Pastern": "Da wirst du gefesselt, das ganze Team zieht dich nackt aus, dann wirst du eingeschmiert mit schwarzer Pasta am Arsch, und jeder kommt und haut mit dem Badeschlapfen drauf." In Profi-Vereinen und Akademien würde diese herbe Methode für Neuzugänge ausgeübt, er hatte es 2002 als 21jähriger bei seinem Einstieg bei der Wiener Austria erleben müssen.
   Paul Scharner dazu weiter auf Ö3: "Es geht darum die Person zu brechen, dass sie alles mitmacht was die Rädelsführer vorgeben. Es war ein harter Kampf, die Brille ist kaputt gegangen, aber gegen fünfzehn andere hast du keine Chance. Ich war bereit jeden einzelnen niederzutreten, der mir das angetan hat. Valentin Hobel, mein Mentaltrainer, hat mich jedoch zurückgehalten."
   Außerdem bekannte der Spitzenfußballer offen, dass das Fußball- und das Rotlichtmilieu "oft eine intensive Verbindung haben." Scharner erläutert im Detail: "Die Meisterfeier der Wiener Austria 2003 fand in einem Bordell statt. Ich wollte da nicht hin, ich bin verheiratet und war meiner Frau immer treu. Aber ich war sowieso verschrien als Einzelgänger und sogar als schwul, weil ich da nicht mitgemacht habe." Auch eine Verhandlung mit einem italienischen Klub 2003 hätte in einem Bordell stattfinden sollen: "So soll der Fußballspieler erpressbar gemacht werden, dass eben geoutet werden könnte, dass ich im Puff mit dabei war."
   Dass der 40fache Teamspieler mit seinen Erzählungen auch Kollegen verrät, stört ihn nicht: "Ich sehe mich nicht als Nestbeschmutzer. Warum soll man da mitmachen und schweigen? Außerdem habe ich ohnehin keine Freunde unter den Fußballern." ...
Rückfragehinweis: Hitradio Ö3 Öffentlichkeitsarbeit Barbara Hufnagl