Wien

3.12.2013 RAA Krankl: Neuerlicher Freispruch für Kinder-Vater und Menschenrechtsaktivist Kurt Esssmann!



RAA Michaela Krankl und Ihr Mandant, Vater Kurt Essmann

Die undurchschaubaren Motive der StA Wien.
Gegen den Vater Kurt Essmann wurde aufgrund seines Einsatzes für seine Töchter, und vor allem in Folge seiner  verschiedenen Aktivitäten für die Einhaltung der Kinderrechte schon 2009 wegen des Verdachts der Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung ermittelt, sein Haus wurde durchsucht, 4 Monate Aufenthalt am Hochsicherheitstrakt der JA-Josefstadt folgten. Selbst vor dem Antrag auf eine Unterbringung in einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher schreckte die Staatsanwaltschaft nicht zurück.
Kurt Essmann wurde jedoch am 31.3.2011 vor dem Straflandesgericht Wien durch den Richter Dr. Stefan Apostol von sämtlichen Anklagepunkten der gefährlichen Drohung, Nötigung und Widerstand gegen die Staatsgewalt freigesprochen. Nach 5 Verhandlungstagen kam der Erstrichter in seinem - 99 seitigen -  Urteil zu der Überzeugung, dass der Angeklagte weder seine Pflegschaftsrichterin noch andere Richter oder Sozialarbeiter bedrohen oder nötigen wollte. Aber nicht nur ich als seine Vertretung, sondern letztlich auch der Richter selbst übte schon 2011 starke Kritik an der Anklagebehörde, da z.B. Passagen eines Emails an seine Richterin sinnverfälschend aus dem Zusammenhang gerissen wurden, ohne auf den Bedeutungsinhalt des Gesamtzusammenhangs zu achten.  Selbst der damals bei den Verhandlungen durchlaufend anwesende Staatsanwalt Mag. Löw war nach Ende des Beweisverfahrens in einigen Punkten davon überzeugt, dass der Angeklagte die „Opfer“ nicht in Furcht und Unruhe versetzen wollte. In diesem Sinne berichtete er auch damals dem vorgesetzten Staatsanwalt, dass das gefällte Urteil sachgerecht wäre.
   Als dann dessen ungeachtet durch die StA Wien im Sommer 2011 in 4 Anklagepunkten, ja selbst zu einem Faktum zu dem der anwesende Staatsanwalt in der Verhandlung einen Freispruch nahelegte, eine Berufung erhob, waren die rechtlichen Motive der StA selbst für seine Verteidigerin nicht mehr nachvollziehbar. Von einer Objektivität fehlte jede Spur. Plötzlich versuchte man dem Angeklagten neue „Drohhandlungen“ zu unterstellen. War es zuerst das alleinige Filmen von Amtshandlungen, dass als Tatbeitrag zur Drohung/Nötigung angesehen wurde, war in der Berufung plötzlich von einem „Umringen“ der Opfer die Rede.
   Nach fast 2 Jahren der Untätigkeit entschied heuer im Juni 2013 das Oberlandesgericht Wien, dass der Berufung Folge gegeben wird – das Erstgericht hätte den subjektiven Tatvorsatz zu wenig geprüft, das Verfahren musste gänzlich neu durchgeführt werden.
   Aber auch beim neuaufgerollten Prozess am 2. Verhandlungstag, den 21.11.2013 wurde der Angeklagte durch die Richterin Dr. Gerda Krausam neuerlich zur Gänze freigesprochen.
Wie schon der Richter Dr. Stefan Apostol am 31.3.2011 feststellte, Kurt Essmann hatte zu keinem Zeitpunkt nur irgendeinen subjektiven Tatvorsatz jemanden zu bedrohen, noch hat er objektive Drohhandlungen gesetzt!
Kurt Essmann ist lediglich seinen Grundsätzen immer treu geblieben, die er auch immer wieder darlegte: „Ich bin Vater und werde jeden Berg besteigen…Ich gehe meinen Weg bis zum Ende “ (…bis ans Ziel)
 
Mag. Michaela Krankl
Verteidigerin in Strafsachen, RAA
1080 Wien, Lerchenfelder Straße 120/2/28
mag.krankl@hotmail.com      01/4091265



28.11.2013 Kurt Essmann endgültig freigesprochen

"Ein großer Tag für die Kinder und Menschenrechte“, so Kurt Essmann. Seit gestern 27.11.2013 - 24 Uhr ist das Urteil rechtskräftig. Die STA hat nicht berufen. Kinder-Vater u. Menschenrechtsaktivist Kurt Essmann bleibt ein freier Mann.
Zitat eines seiner Kollegen: „Jetzt freuen wir uns schon über einen Freispruch für jemanden, der nichts getan hat!“
 
Zum => Prozessbericht Essmann



neuerlicher Verhandlung der 1. Instanz

Landesgericht Wien
Wickenburggasse 22
Saal 203 im 2.Stock
 
Mitw.  20.11.2013 - 10 bis 16.00 Uhr
Don.   21.11.2013 - 10 bis 16.30 Uhr
Fr.      22.11.2013 - 10 bis 13.30 Uhr



Berufung der Staatsanwaltschaft


Nach einem Freispruch 2011 in allen wesentlichen Anklagepunkten hat das OLG Wien aufgrund der Berufung der Staatsanwaltschaft gegen das Ersturteil - das Verfahren in die erste Instanz zurückgewiesen.
 



31.3.2011: Strafprozess: Kurt Essmann weitgehend frei gesprochen





Bilder: Kurt Essman mit seiner Rechtsvertretung und Freunden nach Verkündung des Urteils durch Einzelrichter Mag. Dr. Stefan Apostol am 31.3.32011 in Wien vor dem Straflandesgericht

Landesgericht für Strafsachen – Saal 303 – 3 Stock
Landesgerichtsstrasse 11, 1080 Wien
Einzelrichter: Mag. Dr. Stefan Apostol
Staatsanwalt: Bernhard Löw
Verteidigerin: Mag. Michaela Krankl
Publikum und Medienvertreter durften anwesend sein. 

Nach 6 Verhandlungstagen stand fest: Kurt Essmann bleibt frei.
Nur 5 Monate bedingte Haft.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.



Tag 6: 31. März 2011

Kurt Essmann wurde großteils freigesprochen.
Statt 5 Jahren bekam der "Menschenfreund" & "Straßenschauspieler" 5 Monate bedingte Haft und auch nur dann, wenn er sich nicht alle 3 Monate von einem Facharzt oder Psychologen behandeln läßt.
D.h. er ist bereits 3,5 Monate umsonst im Häfn gesessen !!!

Von den 19 Anklagepunkten sind nur folgende übrig geblieben:
* unerlaubtes heimliches Video-filmen
* Verächtlichmachung von Behörden
* üble Nachrede
allerdings in mehreren Fällen.

Von den Vorwürfen Drohung, Nötigung und Widerstand gegen die Staatsgewalt wurde Essmann freigesprochen. Auf die Geltendmachung des Mafiaparagrafen ("Terroristische Vereinigung") hat der Staatsanwalt schon im Laufe der Vorerhebung verzichtet.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Beschuldigte und auch der Wiener Staatsanwalt erbaten sich 3 Tage Bedenkzeit.

@ Videos: Einerseits ist das heimliche Filmen bei Gerichten und Jugendamt verboten und wegen dem Delikt wurde Kurt Essmann auch verurteilt. Andererseits wurden die Videos als Beweismittel im Strafprozess zugelassen und auch in der Gerichtsverhandlung vorgeführt. Nicht zuletzt aus den Videos geht eindeutig hervor, was bei den Bezirksgerichten und Jugendämter wirklich passiert ist. Letztendlich kam auch der Richter Apostol zur Auffassung, dass wenn einer heimlich filmt, dieses noch keine gefährlich Drohung oder Nötigung sei.
Anm. Red.: Essmann selbst hat bei den angeklagten Vorfällen ja auch selten nur etwas gesagt und getan, da er ja ganz mit dem Herstellen guter (heimlicher) Videos beschäftigt war. Der Zweck sei gewesen, die Zustände & Missstände bei den Bezirksgerichten und Jugendämtern zu dokumentieren. Das gelang im mit seiner versteckten Kamera bravorös.

@ "Seit Hollabrunn gehen die Uhren anders"
Damit sollte offensichtlich auf das Schußattentat eines Vaters am Bezirksgericht Hollabrunn Bezug genommen werden, wo es auch um ein Scheidungs- und Obsorgeverfahren ging. Dabei wurde eine Rechtspflegerin im Dezember 2009 von einem männlichen Scheidungsopfer hin-"gerichtet" und erschossen. 
Dieses Zitat "Seit Hollabrunn gehen die Uhren anders" stammt nicht von Kurt Essmann. Dieser hat es nur aus gewogener Richterschaft zitiert. Selbst die Justizminister Bandion-Ortner hat damals in Reaktion auf das Schußattentat öffentlich umfangreiche Änderungen bekanntgegeben.
Strafrichter Apostol kam in der Urteilsbegründung zu dem Schluß, dass dieser Satz aus dem Zusammenhang gerissen wurde und das dieses Zitat aus der Richterschaft keine gefährlich Drohung sei.

Die letzte Zeugin - Mitarbeiterin eines Bezirksgerichts - die laut ihrer Chefin beschützt hätte werden sollen - hat vermutlich den entscheidenden Ausschlag gebracht. Die hat sich nämlich nicht gefürchtet und auch nicht bedroht gefühlt. Sie ging damals beim umstrittenen Vorfalls aus dem Amtszimmer hinaus, holte einen Sessel und kehrte wieder zurück. Würde das jemand tun, der sich vor den anwesenden rechtssuchenden Personen bei Gericht fürchtet? Sie hat sogar ihrer Chefin widersprochen, obwohl beide im Zeugenstand waren !!! Natürlich hätte die Chefin auch aus dem Amtszimmer hinausgehen können. Es gab zwei Türen, eine davon war offen. Die Chefin habe es nicht einmal versucht. Diese wollte nur, dass die Männer den Raum verlassen, aber offensichtlich nicht selbst den Raum verlassen.

Jedenfalls große Erleichterung beim Angeklagten.
Die anwesenden Vätervereine & die Vertreter-Innen der Männerpartei freuten sich mit.
 
Mehr in Kürze.



Tag 5: 29. März 2011


in Arbeit ...
 



Tag 4: 18. Februar 2011

Der Richter gibt bekannt, dass Kurt Essmann einen grippalen Infekt hat. Daher sei der Angeklagte für heute entschuldigt. Eine Verhandlung ohne ihn sei nicht möglich.
Der Richter gibt die Vertagung der Hauptverhandlung auf den 29.3.2011 bekannt.
Der aus Deutschland für heute vorgeladene Zeuge K. erhält natürlich auch seine Fahrtspesen.
 



Tag 3: 16. Februar 2011

Zeuge DI K.
Ein Zeuge der Verteidigung ist nicht erschienen, weil er vom Richter keine Ladung erhalten hat. Deshalb wurde er von seiner Behörde in Deutschland nicht freigestellt. Seine Zeugenaussage soll am Freitag nachgeholt werden.

Zeuge G.
* Eine Richterin am Bezirksgericht Liesing wurde gegenüber DI K. handgreiflich.
* Richterin hat dauernd gesagt „Raus, raus, verschwinden sie.“
* Richterin war sehr unprofessionell.
* Jeder hat Reden wollen

Zeuge DI B.
* Der Zweck, warum so viele Leute zu Gericht und Jugendamt gehen sei, weil man sonst keine Chance habe.
* Es steht jedem zu, einen Bevollmächtigten und eine Vertrauensperson mitzunehmen, also kann es nicht so schlimm sein.
* Bei der Schilderung des Zeugen B vom Selbstmordversuch der Tochter von Kurt Essmann bekommt dieser einen Weinkrampf und läuft aus dem Verhandlungssaal. Die Verhandlung wird unterbrochen.
* Der Staatsanwalt meint, dass der Zweck nicht alle Mittel heiligt.

Pause:
Ein betroffener Vater und Zuschauer meint in der Pause über die Situation bei den österreichischen Gerichten ironisch: „Es gibt ein neues Gesetz. Das Gesetz ist der Richter“.

Zeuge K.
* Bei der Besprechung sind die Paragrafen hin und her geflogen.
* Auf Frage des Richters warum der Herr Baumgartner zwei andere Leute mitgebracht hat, antwortet der Zeuge: „Vielleicht hat der Herr Baumgartner auch eine Vertrauensperson gebraucht“. (Anm. Red. Große Erheitung im Publikum bei jenen, die Herwig Baumgartner kennen.)
* Auf Frage des Richters, ob Herr Essmann aggressiv war antwortet der Zeuge K, dass dieser gar nicht aufgefallen sei.
* Auf Frage des Richters, ob sich die Damen bedroht gefühlt haben antwortet Zeuge K.: „Die san ausseg´fahrn wie die Hyenen. Do hätt I mi bedroht fühln müssn.“
* Zeuge K hat den Bezirkshauptmann darauf aufmerksam gemacht, dass im Akt Teile fehlen. Darauf der Bezirkshauptmann: „Beim Kanal fehlen auch Pläne“.

Zeugin K.
* Sie sei zur Besprechung mitgegangen, weil Sie ihren Bruder helfen wollte.
* Herr Essmann hilft wahrscheinlich, um seinen eigenen Schmerz zu verarbeiten. Auch Schreiben kann eine Art der Schmerzverarbeitung sein, so die Religionslehrerin.

Zeugeneinvernahme der Gutachterin St.:
* Sie habe aus dem Fenster geschaut und drei Männer Rauchen gesehen. Da habe sie sich schon bedroht gefühlt.
* Sie hat ein ungutes Gefühl und ihren Sohn gebeten, im Nebenraum zu sein. Sie hat ihn aber nicht um Hilfe gerufen.
* Sie sei keine ängstliche Person. Dazu der Richter: „Aber sie sind vorsichtig. Kann man das so zusammenfassen?“ (Anm. Red.: Ist das nicht eine unerlaubte Suggestivfrage des Richters?)
 

Zeugeneinvernahme Mag. Herwig Baumgartner:
* Nachdem bei den bisherigen Einvernahme der "Herr Baumgartner" im Zentrum stand, durfte man schon sehr gespannt sein, was nun dieser besagte Mann bei seiner Zeugeneinvernahme sagen wird. Der geschiedene Vater von 5 Kindern erschien unrasiert in blauem Traingsanzug mit Bauchschärpe.
* Die Zeugeneinvernahme kann man auch als die „Herwig Baumgartner Show“ nennen. Es war ein Rechtsseminarkabarett. Die Zuschauerplätze fast vollständig besetzt. Obwohl Baumgartner schon längere Zeit in Haft ist und keinen Zugang zu Unterlagen hat, zitierte er in enorm hoher Geschwindigkeit, Akten mit ihren Aktenzahlen, Paragrafen, Namen von Richtern und Gutachtern und wer was wann getan hat. (Anm. Red.: Hr Baumgartner hat angeblich einen IQ von 140 ! ) Zwischendurch gab Baumgartner juristische Erläuterungen zu diversen Gesetze für den Richter und speziell für den Staatsanwalt. "Herwig in Höchstform" so ein Zuschauer nach der Zeugeneinvernahme resümierend. Inhaltlich kann der Auftritt aufgrund der Datenfülle und Redegeschwindigkeit von Herrn Baumgartner nur schwer mitgeschrieben werden. Da muss man auf das offizielle Tonbandprotokoll warten. Aber alles der Reihe nach:
* Anfänglich war der Richter dieses Verfahren, Mag. Dr. Stefan Apostol, noch sehr ruppig: „Entweder sie beantworten meine Fragen oder sie gehen wieder in ihre Zelle“ (Anm. Red.: Herwig Baumgartner ist in erster Instanz nicht rechtskräftig verurteilt und ist in Linz eingesperrt. Warum eigentlich in Linz?)
Jedenfalls entwickelte sich dann zwischen Richter und Baumgartner ein äußerst interessantes und harmonisches Gespräch, dass den Richter auch einen gewissen Respekt vor Herrn Baumgartner abrang, so hatte man den Eindruck. Leider konnte es Herr Baumgartner nicht vermeiden, auch Kraftausdrücke zu verwenden, die aber auf tirolerisch nicht so hart klingen, wie diese auf wienerisch klingen würden. Den Richter stört es jedenfalls nicht all zu sehr und bei den humorvollen Passagen musste auch der Richter ab und zu Schmunzeln. Herwig Baumgartner "frei von jeder Emotion" zu vernehmen, bringt vermutlich kein Richter zusammen. Das ist ja schon bei der Einvernahme von Richterkollegen nicht einfach bzw. nicht möglich.

Ein paar stimmungsmäßigen Verhandlungs-Splitter:
* Baumgartner dazu, was vor den Auftritten bei Jugendämtern und Bezirksgerichten besprochen wurde, wer was machen würde?: „Wir besprechen nichts. Jeder macht was er will.“
* Baumgartner über die Wahrheitsfindung: „Der eine Teil ist auf Video, der andere Teil auf Tonband, wenn man schon die Wahrheit wissen will.“
* Baumgartner über einen anderen Zeugen: „ Der Kaiser ist zwei Meter groß. Er kann sich nicht die Füße abschneiden, nur weil sich die Gutachterin vor großen Männern fürchtet. (Anm. Red.: Schmunzeln und schwer zu unterdrückendes Lachen im Publikum.)
* Baumgartner bringt vor, dass wenn bei einer Gutachterin im Nebenraum der Sohn sitzt, dann verstoße das gegen die gutachterliche Verschwiegenheitspflicht. Das ist so, wie wenn bei einem Beichtgespäch neben dem Beichtstuhl "der Warme vom Pfarrer" sitzt. (Anm. Red.: Massives Schmunzeln im Publikum.)
* Baumgartner überkommt der Harndrang: „Herr Doktor. Ich muss aufs Klo.“ Richter: „Sie werden es noch ein paar Minuten aushalten“. Baumgartner: „Dann pische ich da am Tisch“. Richter: „Na gut, wie lange brauchen Sie?“. Baumgartner: „7 Minuten“. Richter: „Gut, ich gebe Ihnen 3 Minuten.“. Baumgartner kommt pünktlich zurück in den Verhandlungssaal, allerdings waren Richter und Staatsanwalt noch nicht von der (Pinkel- ?) Pause zurück. (Anm. Red.: Das führte zu neuerlichen Erheiterung bei einigen Zuschauern.)
* Die Verhandlung wird fortgesetzt und da sagt Baumgartner über Essmann: „Der ist nicht physisch gefährlich, sondern politisch. (Anm. Red.: Angeblich nach einem Polizei-Profiling-Befund.)
* Baumgartner bemängelt noch, dass er bei seiner Überstellung aus Linz nach Wien nicht angegurtet wurde. Dadurch sei er von den Beamten gefährdet worden. Was nun im Essmann-Akt dokumentiert ist ...

 
Der vergessene Zeuge E.
Der Richter hatte schon den Verhandlungstag geschlossen, als ihm Zeuge DI B. darauf hinwies, dass draußen noch ein Zeuge sitzt. Zeuge E. wird daraufhin doch noch einvernommen.
 



Tag 2: 15. Februar 2011

Zeugeneinvernahme einer Gerichtsvorsteherin aus Wien
* Sie gab an, nur für das Strafverfahren gegen Kurt Essmann von der Verschwiegenheit entbunden zu sein, aber nicht für das Pflegschaftsverfahren. Die Gerichtsvorsteherin gab aber dann doch Auskünfte über den Pflegschaftsfall Essmann, zB dass es halbe-halb bei der Obsorge gab; dass der Vater sein Kind auf eine Väterrechtsdemonstration mitnahm und das dieses dort als 12-jährige eine Stellungnahme abgab. Die Mutter habe daraufhin einen Antrag auf alleinige Obsorge gestellt. Es gab in diesem Verfahren viele einstweilige Verfügungen. Im Pflegschaftsverfahren war Thema, ob die Erziehungsfähigkeit beider Eltern vorliegt.
* Was für Sie komisch war ist, dass Kurt Essmann anwaltlich vertreten war, er aber ihr ein Email an die persönliche E-mail Adresse geschickt hat. Dieses E-mail habe Sie als Drohung verstanden. Daraufhin habe Sie sich um Ihre Sicherheit und die Sicherheit des Bezirksgerichtes gekümmert. Vor dem E-mail habe es keine Drohung gegeben, aber eine „Eskalation im Ton“.
* Kurt Essmann habe Sie oft angezeigt. Wie oft wisse sie nicht, da nicht alle Anzeigen dem Betroffenen zugestellt werden. Sie wurde aber aufgrund der Anzeigen weder von Polizei noch Staatsanwaltschaft einvernommen.
* Die Teilnahme von Kurt Essmann bei der Verhandlung in Linz sei ein Zeichen erhöhten Engagements des Vaters in der Väterbewegung gewesen.
* Auf Frage der Verteidiger-Anwältin, ob Sie die Entfremdung als psychische Schädigung des Kindes sehe sagt die Bezirksgerichtsvorsteherin nach längerem Nachdenken „Das kommt darauf an“.

Zeugeneinvernahme des Gerichtsvorstehers eines NÖ-Bezirksgerichtes:
* Es hat nur der Mag. Baumgartner gesprochen
* Kann sich an Herrn Essmann nicht erinnern
* Hat - nachdem er beschimpft wurde - die Nottaste in seinem Büro gedrückt und gewartet bis die Polizei kommt.
* Es war das erste Mal, dass er mit einer solchen Situation konfrontiert war.
* Fühlte sich vom Baumgartner und von der Summe der Anwesenden bedroht.
* Kurt Essmann ist ruhig gewesen und hat nur gefilmt.
* Auf Frage der Verteidigerin, warum er in sein Büro zurückgekehrt sei wenn er sich doch von Anwesenden bedroht gefühlt habe, sagt Bezirksgerichtsvorsteher G. aus: „Weil man in der Situation nicht denkt“.
* Auf Frage der ehrenamtlichen Verteidigerin, ob er sich mit dem Leben bedroht gefühlt habe, sagt Bezirksgerichtsvorsteher G. aus: „von diesem Vorfall nicht“. Es war aber eine unangenehme Situation, hat dann schlecht geschlafen und sich verfolgt gefühlt. (Anm. Red.: Nicht erörtert wurde, ob sein Unwohlsein möglicher Weise darauf zurückzuführen war, dass er ein schlechtes Gewissen gehabt hat.). Jedenfalls hat er keine anschließend keine psychologische Behandlung gehabt.

Zeugeneinvernahme eines Journalisten:
* Der Richter wollte wissen, ob auch andere unter „Hardes“ geschrieben haben. Der Journalist antwortet, er wisse es nicht. Herr Baumgartner habe das Forum für alle freigegeben. Es gebe 22.000 Postings. Er wisse es nicht.
* Kurt Essmann war kein Störenfried. Er könne nichts Negatives über ihn aussagen.

Zeugeneinvernahme einer Gutachterin:
* Das Ziel dieser Leute ist es, Angst und Schrecken zu versetzen. Das Gespräch sei nicht emotional, sondern sinnlos gewesen so die "Gutachterin".
* Hat sich von Kurt Essmann gefürchtet, weil er ein großer Mann ist und nicht gegangen ist.
* Sie habe den Genderwahn-Wahnsinn verfolgt.
* Man (Anm. Red.: sie selbst?) hat das Gefühl, man sitzt in einem Tunnel und es fahren dauernd Züge vorbei.
* An Frage des Staatsanwaltes wovor sie Angst hatte, sagte die Gutachterin: „Angst die Kontrolle im Gespräch zu verlieren.“

Zeugeneinvernahme einer Jugendamtsmitarbeiterin:
* Das Jugendamt gibt nur Stellungnahmen an das Gericht ab, aber wir machen keine Beschlüsse.
* Bin körperlich nicht bedroht worden.
 



Tag 1: 14. Februar 2011

* Anders als beim Prozeß gegen Herwig Baumgartner gab es für Besucher und Journalisten bei diesem Vaterrechtsprozeß keine Schikanen. Jeder konnte ganz normal teilnehmen. Es wurden keine Personalien aufgenommen und keine Kugelschreiber abgenommen.
* Drei Polizisten waren zu Beginn im Saal anwesend, verließen diesen aber bereits nach ca 1 Stunde. (Der Angeklagte und die Zuschauer wurden offensichtlich als nicht gefährlich eingestuft :-)
* Gute Prozessführung durch den Richter. Dieser hatte sich gut vorbereitet. Man hatte den Eindruck einer unvoreingenommenen und korrekten Verhandlungsführung.
* Der anklagende Staatsanwalt aus Linz ist nicht erschienen. Er wurden durch einen Staatsanwalt der Staatsanwaltschaft Wien vertreten, der nach eigenen Angaben selbst 3 Kinder hat und dies auch gleich zu Beginn kundtat. Er stellte ein paar Fragen und wirkte ingesamt "gemäßigt".
* Der Angeklagte machte einen entspannten Eindruck und erzählte ruhig und in klaren Worten die Ereignisse und beantwortete die Fragen. Zeitweise entschlug er sich der Aussage.
* Auffällig war, dass sein eigener Scheidungsfall die wenigste Zeit in Anspruch nahm. Es ging hauptsächlich um andere Scheidungsfälle, wo Kurt Essmann meist nur als dokumentierender Kameramann bzw. Vertrauensperson des jeweils betroffenen Scheidungsvaters anwesend war.
* Es wurden ca 10 Videos gezeigt. Diese zeigten Szenen an verschiedenen Gericht und bei einer Gutachterin. Gewaltsszenen gab es in den Videos keine zu sehen. Die Vorführung der Videos machte alle Anwesenden betroffen. Die Behördenvertreter haben sich jedenfalls nicht mit Ruhm bekleckert, wie man in den Videos sehen konnte... 
 



Termine zum Strafprozess Kurt Essmann





Bilder vlnr: Landesgericht für Strafsachen in Wien - Kurt Essmann mit seiner Rechtsanwältin Krankl - Gerichtssaal: der Richter wird von einer Schreibkraft und einer Schriftführerin flankiert; links daneben der Staatsanwalt

Verhandlungstermine waren:
* 31.03.2011 - Saal 303 / 3. Stock – 9:00 - 15:30 Uhr: Einvernahmen, Plädoyers, Urteilsverkündung
* 29.03.2011 -
Saal 203 / 2. Stock – 9-12 Uhr:  Einvernahme von weiteren Zeugen und des Sachverständigen
* 18.2.2011: Fr: 9 - 17 Uhr: Verhandlung nach 10 Minuten vom Richter vertagt. Grund: Der Angeklagte liegt mit Grippe im Bett.
* 16.2.2011: Mi 9 - 17 Uhr: Einvernahme der Zeugen der Verteidigung
* 15.2.2011: Di. 9 - 17 Uhr: Einvernahme der Zeugen der Anklagebehörde
* 14.2.2011: Mo. 10 - 17 Uhr: Einvernahme des Beschuldigten
 

Publikum:

Im Publikum gesichtet wurden:
* Parteien: www.Maennerpartei.at;
* Vereine: www.Vaeter-ohne-Rechte.at; www.vaterverbot.at; www.humanesrecht.com; Auch Bernhard Haaser der Leiter des Kinderschutzvereins Luca Elias erschien am Mittwoch zum Verfahren.
* Sonstige: Schulkasse, Jus-Studenten, männliche Scheidungsopfer denen Kurt beigestanden hat, Freunde.
 

Medieninteresse:


Das Medieninteresse war speziell am ersten Verhandlungstag groß. Kurt Essmann gab vor Verhandlungsbeginn bereits erste Interviews und stand auch in den Pausen - trotz der Belastung des Prozesses - für Interviews den Journalisten zur Verfügung. Während der Verhandlung durften leider keine Ton-, Film- und Videoaufnahmen gemacht werden, obwohl das natürlich für die Vertrauenswürdigkeit in die Justiz bei allen Gerichtsverfahren gut wäre. (Witziger Weise sind die unerlaubten Videoaufnahmen von Kurt Essmann bei verschiednenen Gerichten und Behörden - deren Zweck die Dokumentation von Missständen war - ein Hauptthema in dieser Verhandlung und wurden vom Richter auch als Beweismittel zugelassen. Diese wurden auch vorgeführt.)

Anwesende Medienvertreter:
* Fernsehstationen: ATV; (der staatliche Fernsehsender ORF war die ersten drei Verhandlungstage nicht anwesend.)
* Online-Medien: Stadtmagazin Wien-konkret
* einige andere Medienvertreter, (APA?).
 

Straßentheater mit Kinder- und Vaterechtsaktivist Kurt Essmann: die Rebellion der Väter auf der Wiener Mariahilferstraße




Strafsache: "Staat Österreich" gegen "Karenzvater Essmann"


Kurt Essmann: ehemaliger Zivildiener, Vegetarier, keine Vorstrafen, war in Karenz bei seinen Töchtern, österreichischer Staatsbürger. Die Scheidung machte den erfolgreichen Unternehmer zum Sozialfall. Bis Mitte 2010 ermittelte die Republik Österreich gegen ihn nach dem österreichischen Mafiaparagrafen.
Beruf: ehemals Fotograf, jetzt Kinder- & Vaterrechtsaktivist.
Geboren: 1962
Hochzeit: 1995

Scheidungsbeginn: 2007 (nach 12 Jahren Ehe)
14 Monate funktionierte die geteilte Obsorge gut. Danch gerät Vater Kurt Essmann in die Mühlen der Scheidungsindustrie. Er will jedenfalls weiter bei seinen beiden Töchter sein und mit ihnen Leben (gemeinsame Obsorge).

Ermittlungsbeginn 2010: Kurt Essmann wird mit 12 weiteren Vätern in Folge seiner Tätigkeit für die Kinderrechte, seinem vehementen Einsatz für die Kinderrechtskonvention KRK92 des Mafiaparagraphen 278b beschuldigt. Siehe auch FPÖ-Pressekonferenz => Väter unter Terrorverdacht
(Die Ermittlungen gegen Kurt Essmann nach dem 278b StGb wurden im Juli 2010 eingestellt).

Im Jahr 2010 verhaftet und für 4 Monate ohne Verurteilung im Gefängnis

Beginn des Strafverfahrens: Februar 2011
Am 14.02.2010 beginnt nur der nächste Prozess gegen einen Kinder- und Vaterrechtsaktivisten in Wien. Voraussichtliche Dauer: 1 Woche. Kurt Essmann ist in 18 Anklagepunkten strafrechtlich angeklagt: Verleumdung; versuchter Widerstand gegen die Staatsgewalt; gefährliche Drohung; Ehrenbeleidigung; Nötigung; Mißbrauch von Tonaufnahmen ohne Zustimmung der Betroffenen; öffentliche Beleidigung mehrerer Behörden; Beamte der Väterentsorgung bezichtet. Es gilt die Unschuldsvermutung.
 

Andere Medienberichte

* Justiz: Väter-Aktivisten unter Terrorverdacht; Die Presse  19.02.2010





=> Kommentare & Postings eintragen

 

Kommentar

Guter Artikel! Sehr informativ!
 
Walter U.   12. Mai 2011



brillante Reportage

Lesen - auch Zeitungen - kann ein Vergnügen sein.

Danke G.M.      1.4.2011