Wien

Rede von Richard Maier bei der Kundgebung "Väter ohne Rechte" am 4.4.2008 in Wien:

Wer: Richard Maier (Obmann Verein Kindergefühle)
Was: Rede zum Thema der mangelnden Väterrechte und der nicht umgesetzten Kinderkonvention in Österreich

Wann: 4.4.2008, ab 15 Uhr 
Wo: 1010 Wien vor dem Parlament



Rede von Richard Maier am 4.4.2008 bei der Väterdemonstration:

Foto vom Redner Richard Maier; © Wien-konkret

Foto vom Redner Richard Maier; © Wien-konkret

"Ich darf heute alle recht herzlich begrüßen zu dem Thema „die Grundrechte“ der Kinder und Väter.

Ich möchte mich bei Ihnen vorstellen, mein Name ist Maier, Richard Maier, ich bin der Obmann des Vereins Kindergefühle. Unser Verein setzt sich für die Rechte der Kinder ein. Obwohl nicht wir der Organisator der Veranstaltung sind, so ist es uns doch ein Wunsch ein paar Worte zu diesem Thema zu hinterlassen.

Die Kinderrechte werden in Österreich definitiv mit Füßen getreten. Hand aufs Herz, wer kennt schon die Kinderrechtskonvention in Österreich? Denken Sie sich nichts, auch die Politik sowie die Rechtssprechung kennt diese Kinderrechte aller Anschein nach auch nicht. Die Kinderrechtskonvention sollte schon seit fast 20 Jahren in Österreich umgesetzt sein. Am Papier wurden diese Aufgaben gemacht, aber die praktische Umsetzung erfolgte keinesfalls.

Applaus im Publikum

Wissen Sie eigentlich, dass das Kind ein Recht auf beide Elternteile hat?
Wissen Sie, dass keine Diskriminierung aufgrund des Geschlechtes stattfinden darf?
Dass Wohl des Kindes gewährleistet sein muss?

Unsere Damen und Herren im Parlament und die führenden Entscheidungsträger arbeiten sehr gründlich und sauber – nämlich in diesem Sinne, die skandalösen Zustände in Österreich unter den Teppich zu kehren und schon ist Österreich aller Anschein nach wie sauber und rein.

Alleine der Fall Kampusch belegt wie gründlich doch unsere Politik arbeitet. Auch in dieser Causa wurde alles gehegt und gepflegt damit nichts in die Öffentlichkeit kommt. Wir fragen uns wirklich, was hat die Politik in den letzten 20 Jahren zum „Wohle des Kindes gemacht“. Wissen Sie eigentlich, dass Österreich eine sehr gute Position bei der Verletzung der Menschenrechte aufweist? Österreich hat von 1999 – 2006   111 Verurteilungen und das bei 8 Millionen Menschen. Deutschland hat im selben Zeitraum die Hälfte von Verurteilungen und das bitte mit 80 Millionen Menschen.

Geplärr von den unangemeldeten Feministen-Gegendemo von gegenüber

Wir haben halt eine saubere Politik. Zu sauber, denn die Vertuschungsvariante geht immer wieder auf.

Geplärr von den unangemeldeten Feministen-Gegendemo von gegenüber

Wir fordern daher alle aus der Erziehung ausgeschlossenen Elternteile, Mütter wie Väter auf, wenn es irgendwie geht, nach Strassburg zu gehen und die skandalösen Zustände in Österreich kundzutun. Geben Sie nicht auf, im Sinne der Kinder und der Kinder in der nächsten Generation.

Geplärr von den unangemeldeten Feministen-Gegendemo von gegenüber

Die österreichische Rechtssprechung versucht immer wieder gerne in den ersten Instanzen ein Elternteil zu brechen. Wir dürfen Ihnen Mut geben. So wie die Rechtssprechung in Österreich von statten geht, mit Kapriolen auf ein bestimmtes Urteil hinarbeitend mit Hilfe von Märchengutachtern, die in ein paar Minuten ein Gutachten hervorzaubern können, entspricht keinesfalls dem Kindeswohl und schon gar nicht der Kinderrechtskonvention.

Jeder mit normalem Hausverstand bemerkt, dass diese Verfahren gesteuert und einseitig sind. Hier ist das Wohl des Kindes gar nicht gefragt. Hier geht es einfach darum, einem Elternteil eine gute Machtposition zu geben. Gerade diese einseitige Machtposition ist dafür verantwortlich, dass die Kinder immer wieder als Spielball missbraucht werden. Kinder können aber massiv erkranken, wenn man sie nur als Machtball benützt oder auch einen Elternteil vorenthält.

Geplärr von den unangemeldeten Feministen-Gegendemo von gegenüber

Andere Staaten ahnden Kindesentzug, da das eine eindeutige Misshandlung der Kinder ist. In Österreich gehen die Uhren anders. Nochmals – Kinder erkranken immer wieder an Traumas und anderen Erkrankungen, wenn man sie so missbraucht. Der österr. Rechtssprechung ist das aber immer wieder nachweislich gleich. Wir können Fälle präsentieren, hier verstauben Akten. Man bekommt das Gefühl nicht los, als wäre es wünschenswert, wenn die Kinder in Österreich leiden und erkranken.

Nein, die Kinderrechtskonvention ist in Österreich noch unbekannt, zumindest in der Rechtssprechung und bei den Behörden. Österreich hat nicht einmal Kenntnis über die richtige gemeinsame Obsorge. Österreich kennt nicht einmal das Wechselmodell oder das Cochemer Modell!

Was hat die Politik wirklich in den letzten 20 Jahren gemacht? Denn die Kinderrechtskonvention wurde von Österreich nur unterzeichnet. Österreich war klarerweise nicht der Urheber dieser Menschenrechte.

Vielleicht tut sich aus diesem Grund Österreich so schwer, diese Kinderrechte einzuhalten.

Bei der Gründung des Vereins Kindergefuehle gingen wir von kleinen Hoppala aus. Keinesfalls gingen wir von so viel, bezeichnen wir es einmal so,  Unregelmäßigkeiten aus.

Aus diesem Grunde gibt es unseren Verein Kindergefuehle, um solche Missstände in der Obsorge aufzuzeigen und damit die Kinderrechte, die ihnen per Gesetz zustehen, auch einmal in die Praxis umgesetzt werden."

Applaus im Publikum