Wien

Vortrag Martin Stiglmayr, Obmann Verein Väter ohne Rechte am 28.5.2008:

Foto: Martin Stiglmayr vom Verein "Väter ohne Rechte"

Foto: Martin Stiglmayr vom Verein "Väter ohne Rechte"; © Wien-konkret

Martin Stiglmayr: "Wir sind ein kleiner Verein, der erst seit 6 Monaten existiert. Mein Ziel ist es gewesen, das habe ich immer wieder betont, dass wir gemeinsam etwas tun, weil es wichtig ist, das es nicht 150 kleine Vereine gibt, sondern dass es letztlich drei große Gruppierungen oder 5 große Gruppierungen gibt, die Zahl ist jetzt nicht wichtig. Das wir einfach ein große Gruppierung sind, die gemeinsam arbeitet und in diesem Sinn möchte ich nochmals das wiederholen, was Mag. Tayenthal schon gesagt hat: Es geht um das gemeinsame und das wir nicht gegeneinander arbeiten sondern miteinander, das wir nicht gleichzeitig verschiedene Dinge machen. Das wir, wenn es eine Aktion gibt eben gemeinsam diese Aktion durchführen.

Ich glaube auch, dass es ganz wichtig ist, das Abstrakte von den Details zu trennen. Es hat jeder seine Geschichte und jede dieser Geschichten ist furchtbar. Was ich damit meine ist, es gibt eine Ideologie und ich darf Ihnen sagen, dass ich im Zuge meiner Recherchen und Arbeiten auf eine CD gestoßen bin, die jeder von Euch bei mir erhalten kann. Die CD beleuchtet die Ideologie des Gender Mainstreams, eine Ideologie, die sich in den 60-ziger Jahren entwickelt hat und die ganz klar das Ziel hat, die Familie aufzulösen. Wenn man sich das anhört, dann glaubt man des eh nicht im ersten Moment. Aber die Dame, die diesen Vortrag hält, die beweist das in der CD so toll, dass man nur mehr sagen kann: „Ja, eigentlich ist das genau das, was wir alle erleben“. Daher ist es für mich auch sehr wichtig, diese Trennung, die jeder Verein betont – auch wir sind parteiunabhängig – und ich hab das im Zusammenhang mit der Demo, die am Samstag stattfindet, auch E-mail, wo Leute gesagt haben: „Da wollen wir nicht hin, weil wir haben gehört, dass FPÖ Abgeordnete dort sprechen und das wollen wir nicht“ – das ist eine Abgrenzung, die wir nicht zulassen, auch wenn wir parteiunabhängig sind, weil wir der Meinung sind, jeder der der Sache dienlich ist, ist willkommen. Ob der Rot, Schwarz, Blau, Grün, Lila oder Orangen oder was auch immer ist, er ist willkommen, weil er dient den Kindern und letztlich er dient dem Ziel, die Familie wieder ein bisschen in den Vordergrund zu rücken. D.h. für mich ist es auch sehr wichtig zu sagen: zu wem stehen wir? Und in dem Zusammenhang – es ist gerade günstig, dass er hinaus gegangen ist – sage ich immer wieder und ich stehe dazu: Ich stehe zu Herrn Klement (Anmerkung: FPÖ Abgeordnete im Nationalrat), weil er ist der einzige im Parlament, der etwas getan hat und ich hab weiß Gott vor eineinhalb Jahren begonnen im Parlament umzurühren und war zuerst bei der ÖVP, auch bei den Sozialisten. Bei den Grünen bin ich nicht einmal vorgedrungen, da bin ich nicht weitergekommen. 

Also von da her muss man auch sagen, auch wenn man parteiunabhängig ist, dann muss man schon auch trotzdem sagen, zu wem stehen wir, zu wem halten wir, wer ist da jetzt jemand, der an unserer Seite kämpft. Was mir wichtig ist, ist zu sagen, es geht ziemlich ins Gender-Mainstreaming hinein, bei diesen Ideologien ist es wichtig zu betonen, dass wir keine Bewegung sind, die sich gegen Frauen richtet. Wir sind von der Gleichwertigkeit der Frau überzeugt, aber auch von der Verschiedenartigkeit zwischen Frau und Mann. Das wird immer wieder vermischt und das ist nämlich das Problem, bei den Diskussionen, weil man dann sofort immer in die Wertigkeit hineinrutscht und dann immer so ein bisschen die Frau als die Minderwertige ansieht und daher muss man sie stützen. Wenn man einfach sagt: Beide sind gleichwertig, aber verschiedenartig, dann gibt es dieses Problem nicht. Zu der Veranstaltung, die der Herr Mag. Tayenthal erwähnt hat, also ich möchte irgendwie schauen, dass ich da noch hinkomme, weil es mich einfach interessiert, was die da noch sagen. Es zeigt einfach wider, dass die Leute, die die Veranstaltung machen nicht verstanden haben, worum es geht. Denn die Fragestellung: „Haben die Kinder Rechte?“, ist eine falsche Fragestellung, denn Kinder haben Rechte und das sollte die Frau Justizminister wissen. Daher ist der Titel der Veranstaltung falsch. Der Titel müsste lauten: „Wie setzt man die Rechte der Kinder durch?“

Großer Applaus im Publikum

Martin Stiglmayr: "Das ist das Problem, das wir Väter ja meistens haben und auch Großväter und Großmütter, also jegliche Verwandte väterlicher Seite meistens (...?...) 
 
In diesem Zusammenhang möchte ich auch sagen, dass ich gestern ein zweistündiges Telefonat mit der Volksanwaltschaft hatte und zwar mit dem Büro Kostelka"
(Anmerkung Volksanwalt der SPÖ).

Gelächter im Publikum

Martin Stiglmayr: "Und die haben mir dann versucht in meiner eigenen Causa zu erklären, dass sie ja eigentlich der Meinung sind die Jugendwohlfahrt, die hätte ja gar nichts Falsches getan."

Gelächter im Publikum

Martin Stiglmayr: "Letztlich war die Antwort – und das ist was mich so schockiert eigentlich – die Antwort der Volksanwaltschaft Büro Kostelka war die gleiche, wie die der Jugendwohlfahrt und da komme ich wieder auf den Punkt: Wie setzen wir es durch? Was sollen wir tun, wenn die Mutter sich nicht daran hält? Da gibt es natürlich viele Möglichkeiten. Jeder von uns weiß, was passiert, wenn er seine Rechnungen nicht bezahlt. Dann bekommt er eine Mahnung. Jeder weiß, dass wenn man auf der Autobahn zu schnell fährt, dann kommt die Polizei. Es gibt Möglichkeiten. Aber Sie werden meistens damit abgetan, dass man sagt: Die Mutter kann man nicht bestrafen, weil finanzielle Strafen treffen das Kind – was ein völlig absurdes Argument ist, weil ja dann jede Mutter machen könnte, was sie möchte und immer straffrei bliebe, weil jede Geldstrafe wäre nicht durchzusetzen.

Abschließend möchte ich noch drei Dinge sagen:
Es geht um eine Definition von Obsorge und Kindeswohl. Momentan wird Obsorge offensichtlich von den zuständigen Justizstellen so verstanden, dass eine Mutter dem Kind zu Essen gibt und Kleidung gibt. Was mit der Seele des Kindes passiert ist wurscht. Daher muss man in die Gesetze diesen Punkt hinein nehmen. Da möchte ich einfach anregen –auch besonders Herrn Klement – das der Punkt: Entfremdung vom Vater als ein wesentliches Qualifikationsmerkmal hinein genommen wird um festzustellen, ob das Kindeswohl gefährdet ist oder nicht."

Großer Applaus im Publikum

Martin Stiglmayr: "Das nächste was ich sagen möchte – das ist schon von jemandem gekommen – die Gesellschaft kennt die Umstände nicht. Meine Lebensgefährtin und ich haben in den vergangenen zwei Tagen ungefähr 700 Flyer ausgeteilt, um für unsere Demo zu werben. Man kann sich nicht vorstellen, auf welche Argumente wir gestoßen sind, auf welche Reaktionen. Die meisten haben gesagt: Ah, es ist eh alles super. Ge, der Luca, das ist ein Einzelfall, ein trauriges Schicksal, aber ein Einzelfall. Das heißt die Leute wissen überhaupt nicht, was da eigentlich passiert. Ich persönlich bin der Meinung, dass die Verdummung der Gesellschaft absichtlich geschieht, um dieses Gender Mainstreaming organisiert hineinzubringen. Es ist jedenfalls Tatsache, dass die Leute überhaupt keine Ahnung haben, worum es geht. Daher wäre es auch von unserer Seite ganz wichtig, dass man Aktionen setzt, dass man vielleicht Medien findet, die vielleicht auch ein bisschen gegenhalten und sagen: Hallo, es ist nicht alles in Ordnung. In diesem Zusammenhang möchte ich nochmals Aufrufen:

Am Samstag findet unsere Demonstration in Tulln statt."
(Anmerkung: Anküdigung siehe unten
 

T-Shirt: Gutachter - Jugendamt - Richter 
Rückseite: Väter ohne Rechte

T-Shirt mit dem Aufdruck: Gutachter - Jugendamt - Richter
Rückseite: Väter ohne Rechte

Meine Lebensgefährtin hat ein T-Shirt entwickelt. Das möchte ich Euch jetzt zeigen.

Denn jeder, der auf die Demo kommt und so ein T-Shirt haben möchte, soll dann zu Ihr gehen. Wir werden das dann bestellen und er bekommt es dann bei der Demo. Das schaut folgender Maßen aus:

Zeigt das T-Shirt den Anwesenden. Applaus im Publikum

Die Betitelung: Gutachter – Jugendamt – Richter sind bewusst gewählt worden. Die Gutachter, die ganz einfach nix sehen wollen, was sie eigentlich sehen sollten. Das sind angeblich Doktoren der Psychologie. Ich frage mich immer wieder, wie sie dieses Studium – … ja wurscht. Jedenfalls das Jugendamt, da nix hören will von dem, was wir sagen, wir Väter und die Richter, die den Mund zu halten. Die hätten die Macht etwa zu tun. Auch jetzt. Die Gesetze geben den Richtern auch jetzt schon die Macht etwas zu tun. Aber sie tun es einfach nicht. Und das weiß halt keiner warum.

Zu guter Letzt. Ich wurde sehr oft kritisiert für die Bezeichnung „Väter ohne Rechte“, weil da die Kinder nicht explizit ausgedrückt sind und wir ja eigentlich auch für die Kinderechte kämpfen. Trotzdem glaube ich ist es ganz gut, dass es diese Bezeichnung gibt, denn es gibt sehr viele Vereine: Kindergefühle, Dialog für Kinder, wo die Kinder auch schon zum Ausdruck kommen. Ich möchte einfach ganz deutlich sagen: Wir Väter haben definitiv momentan kein Recht.

Das ist meine letzte Bitte an die gesetzgebenden Stellen, das man sagt: Man muß einem Vater, der sein Kind schützen möchte, auch die Möglichkeit geben, es zu schützen.

Weil: Wer geht zu Gericht und zeigt etwas an, wenn etwas falsch läuft? Diejenige, die das Recht verletzt ist der Obsorgepfleger – nämlich die Mutter – und nur der Obsorgepfleger kann mit seinem minderjährigen Kind zu Gericht gehen. D.h., da beißt sich die Katze in den Schwanz. Die Jugendwohlfahrt tut es nicht – wie wir wissen – die Kinderanwaltschaft darf es nicht und der Vater darf es auch nicht. D.h. irgend jemanden muss man die Möglichkeit geben zu sagen, er geht hin auch wenn er nicht obsorgeberechtigt ist und zeigt an und dann muss untersucht werden.

Dankeschön.
 



Kontakt:

Name: Martin Stiglmayr 0699 1198 1587

Wenn du unterstützendes Mitglied des Vereines werden möchtest, bitte ich dich € 5,-- pro Monat auf unser Vereinskonto zu zahlen. Du kannst natürlich auch gleich für ein Jahr einzahlen.

Volksbank Zwentendorf
Kontonummer: 381 358 100 00 - Bankleitzahl: 40 630
lautend auf Väter ohne Rechte

Wenn du kein Mitglied werden möchtest, ist dir der Verein aber auch für jede Spende dankbar. Jede Spende, jeder Sponsor ist willkommen und wird, wenn er das möchte, auf unserer Homepage erwähnt.

Website: www.vaeter-ohne-rechte.at



DEMO zum Wohl unserer Kinder

Datum: 31.5.2008
Zeit: 11:00 - ca. 13:00
Treffpunkt: Hauptplatz Tulln vor Bezirkshauptmannschaft

liebe Grüße
Martin Stiglmayr           Gerald Zeiner
Obmann                       Obmann Stv.
Väter-ohne-Rechte       Väter-ohne-Rechte
http://www.vaeter-ohne-rechte.at

Mag. Thomas TAYENTHAL   www.trennungsopfer.at



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