Wien
    

Vortrag Richard Maier, Obmann Verein Kindergefühle, zum Thema Trennungsopfer:

Foto: Richard Maier vom Verein Kindergefühle, Salzburg

Foto: Richard Maier vom Verein Kindergefühle, Salzburg

Ich danke auf jeden Fall einmal für das Wort und möchte mich dem Vorredner anschließen. Da die Zeit begrenzt ist, versuche ich relativ rasch, die wichtigsten Punkte hervorzuheben.

Eine ziemlich große Problematik ist, dass immer wieder leiden Scheidungskinder unter Machtmissbrauch eines Elternteils leiden, was auch bereits der Vorredner angesprochen hat. Sehr oft ist es die obsorgeberechtigte Person. Es macht den Anschein, dass es keine Rolle spielt, wenn die Kinder darunter leiden. Wichtig ist, dass das Zweiteinkommen stimmt und man den ehemaligen Lebenspartner etwas "heimzahlen" kann. (Applaus des Publikums)

Meistens sind Väter, aber auch Mütter betroffen, die für ihr Kind auch das Beste wollen. Die Kinder werden zum Machtball eines Elternteils. Auch aufgrund unserer einseitigen und nicht kinderrechtskonventions- bzw. menschenrechtskonformen Rechtssprechung wird sehr oft zum Nachteil der Kinder ein Urteil erlassen. (Applaus des Publikums)

Nach dem Motto "nur keine Wellen bei diesem sensiblen Thema".
Wir wollen allen Elternteile Mut geben. Das Kind hat ein Recht auf beide Elternteile, so die UN-Kinderrechtskonvention. (Applaus des Publikums)

Man hat zum Teil den Anschein, dass der Begriff das „Wohl des Kindes“ solange verdreht wird, bis man das „gewünschte Ergebnis“ erreicht hat."

Zwischenruf aus dem Publikum: „Bravo. Genau so ist es“

Maier: “In späteren Jahren können nachweislich die Scheidungskinder unter psychische Probleme leiden. Aber wir wollen den betroffenen Elternteilen Mut geben, egal Mutter oder Vater. Sie können nicht verlieren, denn jedes Elternteil, welches das  Kindesentzug betreibt - und das ist unseren Augen eine Form der Kindesmisshandlung - hat schon verloren. Spätestens, wenn das Kind erwachsen wird, dann wird Ihrem Kind eines klar, dass es als Munitionspulver verwendet wurde.

Das Elternteil welches das Kind aufgibt bekommt vielleicht später den Vorwurf: "Papa bzw. Mama wieso hast Du nicht um mich gekämpft?". Das bestätigen unsere laufenden Interviews mit Scheidungskindern. Das sind Vorwürfe mit dem das jeweilige Elternteil leben muss. Ihr Kind fühlt sich vielleicht herabgesetzt und wird wahrscheinlich auch an Minderwertigkeitsgefühlen leiden, von den Entwicklungsstörungen einmal abgesehen, welche durch das Fehlen eines Elternteiles hervorgerufen werden können.

Lassen Sie es nicht zu, dass Ihrem Kind die Mama oder der Papa entzogen wird. Das dient keinesfalls dem Kindeswohl.

Unsere Rechtssprechung entspricht in den meisten Fällen nicht der Kinderrechtskonvention bzw. der Menschenrechte, die u.a. auch Folgendes besagt "keine Diskriminierung aufgrund des Geschlechtes" und es ist daher im Sinne der Kinder bzw. auch der Kinder der nächsten Generation zweckmäßig diesen Missstand aufzuzeigen.

Unsere Rechtssprechung ist noch wie vor ca. 20 Jahren. Die Kinderrechtskonvention, die besagt, dass die Kinder ein Recht auf beide Elternteile hat. Dass zum Wohl des Kindes zu entscheiden ist, ist in Österreich spurlos an der Rechtssprechung vorbeigegangen. (Applaus des Publikums)

Elternteile die Kindesentzug betreiben deklarieren ja schon ganz eindeutig gegenüber der Gesellschaft und der Justiz, dass sie nur eingeschränkt erziehungsfähig sind. Glauben Sie etwa, dass dieses Faktum in Österreich irgendwie berücksichtigt wird? Glauben Sie etwa, dass in Österreich diese psychische Misshandlung geahndet wird?

Leidende Kinder überall in Österreich, unterstützt durch unsere Gesetzgebung und Rechtssprechung, mit Hilfe von „Märchen- und Schnellgutachter“, die bestrebt sind in Massenproduktion - in ein paar Minuten Begutachtung - über das Schicksaal des Kindes zu entscheiden. Das Kindesleid beginnt. Die Zukunft des Kindes ist bald schon mit gekennzeichnet mit chronischen und psychischen Krankheiten.

Aber was soll´s. In Österreich ist das doch alles zum Wohle des Kindes, oder?

Es werden mitunter so grob fahrlässige Gutachten bei Gericht akzeptiert, wobei mitunter jeder Laie sofort erkennen müsste, dass diese Gutachten gar nicht stimmen können. Es gibt vom Bundesministerium Gutachterrichtlinien, aber wen interessieren die schon?

Einfach erschreckend wie in Österreich mit Kindern umgegangen wird.

Hauptsache es ist wieder ein Gerichtsakt erledigt und die Zukunft der Kinder ist verbaut. Unsere Rechtssprechung in Österreich ist keinesfalls im Sinne der Kinder. Österreich hat in der Praxis ja nicht einmal die gemeinsame Obsorge, obwohl ich schon denke, dass für das Entstehen eines Lebens 2 Personen erforderlich waren.

Es ist ja nicht einmal das „Wohl des Kindes“ in Österreich genau deklariert.

Kinder leiden in Österreich und deshalb gibt es unseren Verein um das aufzuzeigen und auch um etwas zu bewegen. Ich ersuche Sie, werden Sie Mitglied in unserem Verein, denn je mehr Leute und Mitglieder wir haben, desto mehr können wir bewegen."

(Applaus des Publikums)
 



Kontakt:



Richard Maier
Landesleiter

Kindergefühle - auch Kinder haben Rechte
überparteilicher und unabhängiger Verein

Telefon: 0720-505440    Fax: 0720-505440-9

Bitte unterstützen Sie unseren Verein mit einer Mitgliedschaft, denn je größer wir sind, um so mehr können wir bewegen!

Website: www.kindergefuehle.at