Wien

Reaktionen der anderen Parteien:

Bis jetzt ist uns lediglich die Presseaussenung der SPÖ bekannt. Diese ist für Scheidungsmänner etwas schwer bekömmlich und wird sicherlich nicht den SPÖ-Wähleranteil bei Scheidungsmännern erhöhen. 

Die Scheidungsväter werden von der SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Stadlbauer ins Lächerliche gezogen (...die "armen" Scheidungsväter...). Das Thema falle überhaupt ins Ressort der Justizministerin, so als ob sonst niemand darüber sprechen dürfte.

Etwas schwer nachvollziehbar dann folgende Stellungnahme von Frau Stadlbauer (SPÖ): "Mit der verpflichtenden gemeinsamen Obsorge, wie sie die FPÖ aber immer wieder fordere, sei keinem Kind geholfen." Warum eigentlich nicht?

Hier nun die ganze OTS-Meldung vom 18.1.2008: 
 

Stadlbauer: FPÖ Plattform für "Trennungsopfer" ist durchschaubares Manöver:

Utl.: Radikale Ideen unter dem Deckmäntelchen der Überparteilichkeit

Wien (SK) - Kritik an der Plattform der FPÖ für "Trennungsopfer" äußerte am Freitag SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin und SPÖ-Abgeordnete Bettina Stadlbauer. Die FPÖ habe mit ihren unqualifizierten Aussagen zu den "armen" Scheidungsvätern gezeigt, wie unsensibel sie in dieser Thematik ist. Die FPÖ ziele klar darauf ab, Emotionen zu schüren und Ängste zu erzeugen. "Nach hetzerischen Aussagen, mit denen die FPÖ klar versucht hat, Männer und Frauen gegeneinander auszuspielen, hängt sie sich nun das Deckmäntelchen der Überparteilichkeit um. Das ist einfach zu billig und durchschaubar", so Stadlbauer gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Das Thema Scheidung und Obsorge fällt klar in den Kompetenzbereich von Justizministerin Berger, die eine interministerielle Arbeitsgruppe zu diesem Thema ins Leben gerufen hat.

Stadlbauer hielt nochmals fest, dass Kinder klare Verhältnisse brauchen und Streitigkeiten nicht auf deren Rücken ausgetragen werden dürfen. Keinem Kind sei geholfen, wenn Eltern die bis zur Scheidung in Streit lebten, bei allen Erziehungsfragen sich einigen müßten. Mit der verpflichtenden gemeinsamen Obsorge, wie sie die FPÖ aber immer wieder fordere, sei keinem Kind geholfen.

Scheidungen seien immer problematisch, so Stadlbauer. Dass die FPÖ nun aber Menschen, die sich an die Plattform wenden und deren Probleme wir sehr ernst nehmen, für ihre eigenen parteipolitischen Zwecke mißbrauche, sei ein Armutszeugnis. "Es geht um politische Lösungen, wie sie Justizministerin Berger entwickelt, nicht um billige Hetztiraden, mit denen sich die FPÖ immer wieder disqualifiziert", so Stadlbauer abschließend. (Schluss) up/mm


Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275, 
Löwelstraße 18, 1014 Wien, 
=> zur SPÖ Presseaussendung vom 18.1.2008