Wien

Video vom Vortrag Martin Stiglmayr, Obmann des Vereins "Väter ohne Rechte", 8.1.2009 Wien

Podiumsdiskussion 8. Jänner 2009 um 19 Uhr: Kindeswohl oder Väterrechte
- Können wir beides haben oder müssen wir uns entscheiden?"

Ort: im Restaurant "Vom Feinsten" in der Margartenstraße 166 in 1050 Wien 

Video-Zusammenschnitt vom Vortrag Martin Stiglmayr, Obmann des Vereins "Väter ohne Rechte".
 

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Video: Martin Stiglmayr, Obmann des Vereins "Väter ohne Rechte" zum Thema Kindeswohl und Vaterrechte am 8.1.2009 in Wien
Dauer 5:40 min; 37 MB

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© Wien-konkret


Zusammenfassung der Stellungnahmen von Martin Stiglmayr:

* Bin ein betroffener Vater, wie viele andere von Euch auch
* Bei mir war das so, dass meine Kinder mit groben Verletzungen zu mir gekommen sind und niemand mir geholfen hat, weder bei der Jugendwohlfahrt noch der zuständige Pflegschaftsrichter.
* Ich musste mir so Dinge anhören wie: „Die schlechteste Mutter ist besser, als jeder Vater.“
* Zitat von einem Richter: Er ist der Meinung, das Väter bestraft werden dürfen, Mütter dürfen nicht bestraft werden.
* Das ließ mich als ehemaligen Jusstudenten aufhorchen
* Ich habe nicht für möglich gehalten, was da so passiert. Ich musste dann aber feststellen, als ich meinen Verein gegründet habe, dass es Väter gibt, denen es weitaus schlechter geht als mir und das ist schlimm genug.
* Stiglmayr wird mit seinem Verein in Zukunft mit den Verein Vaterverbot zusammenarbeiten
* Erfolge sind darin zu sehen, dass es in der Öffentlichkeit mehr Aufmerksamkeit gibt.
* Stiglmayr war bei allen großen Parteien. Von SPÖ und ÖVP ist gar nichts gekommen. … Die einzige Partei, die sich einwenig gekümmert hat war die Freiheitliche Partei unter dem stellvertretenden Bundesparteiobmann Klement. Der hat sehr viel gemacht für uns. … Er war der erste und einzige, der es gewagt hat, das Thema im Parlament anzusprechen
* Der „Verein ohne Rechte“ ist unabhängig
* Werbung: SOS Kinderdorf wirbt zB mit dem Slogan: „Jedes Kind braucht eine Mutter“. Vom Vater ist keine Rede.
* Das Möbelhaus Leiner hat extra Parkplätze für Mütter beim Eingang bereitgestellt, nicht so für Väter. Für Väter gibt es keine Parkplätze.
* Wenn Frau Mag. Täubl-Weinreich das Gesetz vorliest, dann ist das nicht ihre persönliche Meinung, sondern sie liest einfach vor, was im Gesetz steht. Wir sitzen hier, damit wir mit ihrer Hilfe – und es geht nur mit ihrer Hilfe bzw. mit der Hilfe mit den Menschen, die in diesen Gremien sitzen – versuchen, diese Dinge zu ändern.

* Frau Mag. Täubl-Weinreich hat vorhin gesagt, dass sich die Richter eine Woche zusammengesetzt haben. Das ist genau der Punkt. Es machen sich Leute über Dinge Gedanken, von denen sie keine Ahnung haben. Es ist kein einzig Beteiligter dabei gewesen. .. Es ist niemand dabei, der in der Praxis erlebt hat, was die Jugendwohlfahrt gemacht hat, was die Richter tun. Ich bitte sie inständig: in irgendeiner Form eine Arbeitsgruppe einzuberufen, wo vielleicht ein paar ausgewählte Väter oder auch Mütter, Großeltern, Tanten, Onkeln, Taufpaten, … einfach in dieser Gruppe sitzen und ihnen einmal erzählen, was da passiert. Denn was wissen sie eigentlich davon? Sie haben das nicht erlebt.

* Ich darüber schockiert, welchen (Anm. geringen) Wert Kinder in Österreich haben. Ich selbst komme aus einem lateinamerikanischen Land, wo Kinder das höchste sind, was es gibt.
* Weiß das Justizministerium eigentlich, was das Kind braucht.
* Laut Stiglmayr halten sich die Richter nicht an die Gesetze und er nennt Beispiele.
* Jugendwohlfahrt: Wenn eine Mutter das Besuchsrecht des Kindes willkürlich verhindert, dann hat eben die Sozialarbeiterin des Kindes das Recht wahrzunehmen und es zu schützen.

* Das Spiel zwischen Richter und Jugendwohlfahrt: Die Jugendwohlfahrt sagt: Ich kann leider nichts tun, denn der Richter hat mir leider nichts aufgetragen, dass ich irgendwas tun soll. Also läuft der Vater zum Richter und sagt: Hallo Richter. Da wurde das Recht meines Kindes verletzt. Bitte helfen sie mir. Darauf antwortet der Richter oder die Richterin: Ach. Das tut mir aber leid. Ich kann leider gar nichts tun, denn die Jugendwohlfahrt hat mir leider nicht erzählt, dass ich etwas tun soll.“

* Am Schluß übergab Martin Stiglmayr einen Forderungskatalog an die neue Justizministerin Bandion-Ortner und übergab im Namen der Veranstalter einen Blumenstrauß für die Familienrichterin Mag. Doris Täubl-Weinreich

 
 

Weiterführende Informationen:

* Forderungskatalog an die neue Justizministerin Bandion-Ortner
* zurück zum => Besuchsrecht
* => Väter ohne Rechte (derzeit aufgrund eines technischen Defektes offline)