Wien

Leserbrief: Gagenerhöhung der Politiker

Wie ich aus der Krone vom 14. 5.2008 ersehen konnte, wurden die Gehälter unserer Politiker, sowie bei den Pensionisten, leistungsgerecht mit 1,7 % angehoben. Das ist erfreulich, nur vermisse ich dabei den „Deckel“ mit ca. € 36,47. Ich selbst war auch gedeckelt und bekomme die unvorstellbare Pensionserhöhung von netto 19,42 € was noch immer gegenüber anderen Pensionisten hoch ist.
Warum ist das so ?


Hochachtungsvoll
G. Müller,                                     St. Pölten, 15.5.2008



Leserbrief zu den ÖBB Pensionen:

Bezugnehmend zum Leserbrief über eine Hetze zu den frühzeitigen
Pensionen von ÖBB-angestellten möchte ich hinzufügen, dass ich auch 
der Meinung bin, dass die Menschen in Pension gehen sollten und man hier
keine Hetze betreiben sollte.

Ich bin dipl. Krankenschwester und habe einst in einem Gemeindekrankenhaus mit gutem Verdienst gearbeitet. Durch die Übernahme der Gemeindespitäler durch das Land NÖ kam es zu 
Gehaltseinbußen. Die Arbeitsmotivation ging ebenfalls durch nicht mehr 
nachbesetzte Posten und Mehrarbeit und Mehrverantwortung zurück.
Aus  privaten Gründen und mit Wohnungswechsel verbunden, musste ich den Job kündigen.

Erneut auf Arbeitssuche wurde ich von diversen Personalleitern trotz guter Zeugnisse und Dienstzeugnisse verhöhnt. Ich wurde gefragt, was ich studiert habe und wie viel Sprachen ich spreche, denn das würde,  laut diesen Manageraussagen, meinen letzten Gehalt entsprechen. Ich könne einen Posten mit der halben Entlohnung haben – jedoch nicht mit 40 Wochenstunden, sondern mit 50 Wochenstunden.

Dann bin ich mit 45 jahren zum Arbeitsamt gegangen und wurde erneut verspottet. Ich wurde gefragt, ob ich kein schlechtes Gewissen habe, Stempeln zu gehen, da ich fast die Höchstbezugslage habe. Ich erklärte dort meine Sachlage genau. 

Da es kein „Pardon“ gab, muss ich jetzt einen Job mit der halben Entlohnung machen. Umgeschult wird man vom AMS nur, wenn man krank ist. In Pension gehen kann man auch nur, wenn man krank ist. Es ist kränkend, wenn man das alles durchmachen muss. Ich vergönne das niemanden. Und auch den ÖBB-angestellten, die auch ihre Arbeit verantwortungsvoll machten.

Durch das Lohn-dumping komme ich heute mit einem Diplom auf mein Gehalt in den achtziger Jahren als Aushilfskraft, welches ich einmal auf einer Saisonarbeit bezogen hatte. Jedoch hatte ich in diesem Job kaum Verantworung zu tragen.

Ich wünsche den ÖBB-Angestellten eine schöne Pension.

Petra K.                                          Leserbrief: 1.12.2007



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