Wien

Männerdiskriminierung durch die "Austria Wien" im August 2009 beendet

Ab der Spielsaison 2009 / 2010 wurde die Männerdiskriminierung beim Fussballklub Austria Wien eingestellt !
 

Offner Brief der Männerpartei an den Fussballklub Austria Wien wegen teuren Männertickets 2008/2009:


Sehr geehrter Herr Blecha,

nach Ihren zahlreichen politischen Funktionen in der SPÖ, dem VSStÖ, als Abgeordneter zum Österreichischen Nationalrat, als Innenminister, und derzeit als Vorsitzender des Pensionistenverbandes sollten Gerechtigkeit und Gleichberechtigung für Sie eigentlich kein Fremdwort sein. Umso erstaunlicher ist es, dass gerade der Fußballklub Austria Wien, bei dem Sie als Vorsitzender des Verwaltungsrates (im Verein) und als stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates (in der AG) eine zentrale Verantwortung haben, auf der fortgesetzten Diskriminierung einer Hälfte der Österreichischen Bevölkerung besteht. Es geht hier um die sogenannten "Vollpreis" und "Ermäßigten" Tickets für Spiele der Austria, die eigentlich treffender als "Männertickets" und "Frauentickets" zu bezeichnen sind. Die sogenannten "Vollpreis"-Tickets, die nur Männer bezahlen müssen, sind bei der Austria um ein Drittel teurer als die sogenannten "Ermäßigten" Tickets. Die Männer zahlen also nur aufgrund ihres Geschlechts um 30% mehr als die Frauen. Es ist schlimm genug, dass die Austria, und dass Sie, Herr Blecha, die moralische Schieflage einer solchen Diskriminierung nicht von selbst erkannt haben. Durch die Änderung des Gleichbehandlungsgesetzes ist diese Form der Ungleichbehandlung eines Geschlechts gegenüber dem anderem aber klar gesetzeswidrig, was erst vor Kurzem durch das Prüfungsergebnis des Senats III der Gleichbehandlungsanwaltschaft im Bundeskanzleramt (unterschiedliche Eintrittspreise beim Discobesuch) klar bestätigt wurde. Falls Sie diese Tatsache als nach wie vor politisch aktiver Funktionär wirklich übersehen haben sollten, schlage ich vor, einen Blick auf die website des Sportklub Rapid Wien zu werfen.
 

Anti-Diskriminierungsregelung bei Rapid Wien

vergrößern mit Klick ins Bild


Dort findet sich beim Ticketing folgender Hinweis:Auf Grund einer Gesetzesnovelle im Bundesgesetzblatt für die Republik Österreich "Änderung des Gleichbehandlungsgesetzes sowie des Bundesgesetzes über die Gleichbehandlungskommission und die Gleichbehandlungsanwaltschaft" vom Frauenministerium, gibt es für Damen beim SK Rapid Wien ab sofort auf Grund folgender Passage (Nachzulesen auf Seite 7 des Anhangs "Bundesgesetzblatt.pdf")

Gleichbehandlungsgebot
§ 40b. Auf Grund des Geschlechtes darf niemand unmittelbar oder mittelbar beim Zugang zu und bei der Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen, die der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen, diskriminiert werden. Diskriminierungen von Frauen auf Grund von Schwangerschaft oder Mutterschaft sind unmittelbar Diskriminierungen auf Grund des Geschlechts.Begriffsbestimmungen§ 40c. (1) Eine unmittelbare Diskriminierung liegt vor, wenn eine Person auf Grund ihres Geschlechtes in einer vergleichbaren Situation eine weniger günstige Behandlung als eine andere Person erfährt, erfahren hat oder erfahren würde. Keine Ermäßigung mehr auf die Tageseintrittskarten.

Ich fordere Sie auf, die Preise für Männer umgehend an die Preise für Frauen anzupassen. Warum soll ein Beamtenpensionist mit 3000 € Pension oder eine wohlverdienende kinderlose Frau bevorzugt werden? Die meisten Scheidungsväter sind bei ihrem tatsächlich verfügbaren Einkommen (gepfändet auf 500 € im Montat, zum Beispiel) so beschränkt, dass sie sich unter diesen Bedingungen kein Fußballspiel leisten können. Will man die Väter und ihre Söhne vom Fussball abhalten? Ermäßigungen sind nur dann verständlich, wenn sie mit tatsächlichen Unterschieden im Einkommen begründbar sind. Sinnvoll wäre zum Beispiel eine ermässigte Karte für alle Träger des Kulturpasses. Wenn die Austria weiterhin auf der sexuellen Diskriminierung ihrer männlichen Kunden besteht, behält sich die Männerpartei rechtliche Schritte vor.

mit freundlichen Grüßen

Oliver Peter Hoffmann
Vorsitzender der Männerpartei                         22. April 2009
www.maennerpartei.at

Facebook-Gruppe gegen Männerdiskriminierung beitreten:

Facebook-Gruppe gegen Männerdiskriminierung beitreten

Seit 7.2.2010 kann man eine Facebook-Gruppe "gegen Männerdiskriminierung in Österreich" beitreten.

=> Facebook
 
Ohne öffentlichen Druck wird es in Österreich sonst noch lange keine Gleichbehandlung von Mann und Frau geben. Beispielhaft ist die Nichtraucherkampagne über Facebook.
 





=> Kommentare & Postings eintragen

 

Stellungnahmen zur Diskriminierung bei Austria Wien,

* 8.10.2010: "Fußball hat viele Gesichter" im Match gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit

Beim gestrigen Fußballmatch der Kampfmannschaft der Austria Wien gegen TRIALOG Allstars ging es nicht nur fußballerisch zur Sache: mit einem Team aus Spielern, die unterschiedliche Religionen und Kulturen repräsentieren, die in Wien leben, gelang es, ein kräftiges Zeichen für das friedliche Miteinander in der Stadt und gegen Hetze und Ausgrenzung zu setzen. Für die Sportkandidatin der SPÖ Wien Anja Richter, die als Zuseherin mitfieberte, zeigte sich einmal mehr ganz klar: "Es sind der Sport generell und das Fußballspielen im Speziellen, die wohl die größte und am besten funktionierende Integrationskraft haben. Von den vielen Vereinen, wo Menschen unterschiedlicher Herkunft fair im Team zusammen spielen und niemand fragt, woher wer kommt, können sich viele andere ein gutes Beispiel nehmen!"
   Die Kampagne "Fußball hat viele Gesichter" unterstützte das grandiose Match mit großer Symbolkraft drei Tage vor der Wiener Wahl, sind doch die Ziele von TRIALOG und der Kampagne "Viele Gesichter gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit" die gleichen: "Beim Fußballspielen kommt es drauf an, dass es ein gemeinsames Ziel gibt, es ist letztendlich wurscht, wer das Tor schießt", ist die Wiener SPÖ Nationalratsabgeordnete und Initiatorin der Kampagne, Petra Bayr, zutiefst davon überzeugt, dass es nicht nur im Sport sondern auch im Zusammenleben in der Stadt funktioniert, dass es nicht auf die Herkunft sondern auf das Engagement, das Aufeinander Zugehen und das Aufbringen von gegenseitigen Respekt der Menschen füreinander ankommt.
   "Fußball hat viele Gesichter" hat jedenfalls gewirkt und in diesem Sinne ein klares Signal an die Fans gerichtet. Wolfgang Markytan und Bernd Herger, die Koordinatoren der Initiative, sind stolz darauf, dass nun 50 Mannschaften die gesamte Saison hindurch in den Dressen mit dem Aufdruck "Fußball hat viele Gesichter" spielen: "Vereine und Spieler aus allen Klassen Wiens haben sich an der Aktion beteiligt. Dazu gehören alle großen und traditionellen Wiener Vereine wie Austria und Rapid Wien, der Wiener Sportklub, FavAC, Post SV und Wiener Viktoria, ebenso wie die vielen anderen Mannschaften, die dafür sorgen, dass in allen Wiener Ligen und auf allen Wiener Fußballplätzen die Aktion über viele Jahre hin sichtbar bleibt." Bayr ergänzt: "Besonders freuen wir uns, dass neben einigen sozialen Projekten auch sechs Frauenteams mit neuen Dressen ausgestattet werden konnten." Die 50. Garnitur wird der Regionalligisten SC Columbia tragen, somit zeigt auch dieser Traditionsverein, dass Fremdenfeindlichkeit in Floridsdorf nichts verloren hat.
   Viele aktive Spieler, Trainer und FunktionärInnen unterstützen diese Aktion, darunter Peter Pacult ("Als Trainer zählt die Leistung eines Spieler, nicht die Herkunft"), Karl Daxbacher, und Steffen Hoffmann sowie der Wiener Fußballverband-Präsident Robert Sedlacek ("Fussball im Verein hilft, Menschen aus vielen verschiedenen Ländern zusammen zu bringen."). Weitere Zitate, Fotos, Filme und Informationen gibt es unter www.vielegesichter.at/fussball. Die Initiative wurde von der SPÖ Wien ins Leben gerufen und wird unterstützt von fairplay, ZARA, Nord Süd Institut, projektXchange, Arbeitersamariterbund, Volkshilfe, kickal.at, goodball und das Bündnis. ...
Rückfragehinweis:   Pressedienst der SPÖ Wien; OTS0083    2010-10-08/10:11

Anmerkung Wien-konkret:
Wiener Austria & Sexuelle Diskriminierung
Besonders erfreulich ist, dass die Wiener Austria (FAK) nun männliche Fussballfans nicht mehr sexuell diskriminiert. Darauf kann die Austria Wien, ebenso wie Rapid Wien und ÖFB, stolz sein.
   Wußten Sie, dass Vizebürgermeisterin Renate Brauner (SPÖ) für die Beibehaltung der Männerdiskriminierung bei den Wiener Linien ist und Bürgermeister Häupl es bevorzugt zu schweigen? (Derzeit zahlen männliche Senioren ab 60 Jahren das Doppelte der weiblichen Seniorinnen.) siehe auch
=> http://www.wien-konkret.at/soziales/maennerdiskriminierung/wiener-linien/

Der Sport (FAIR PLAY) übernimmt also tatsächlich eine Vorreiterrolle bei der Abschaffung der Männerdiskriminierung in Österreich. BRAVO.
Das sollte man noch mehr herausstreichen (außer die Verantwortlichen schämen sich für ihre Taten in der Vergangenheit).
   Veranstaltungs-Tipp: "Fußball hat viele Gesichter" im Match gegen Männerdiskriminierung (Das kommt bestimmt gut bei den männlichen Fans an.)
Wien-konkret hält seine Leser diesbezüglich gerne auf dem Laufenden....