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Was ist ein Kuckuckskind? |  | 
|  Die Allele auf den Chromosomen des Kindes und der infrage kommenden Väter entscheiden, wer der echte Vater ist.
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Ein Kuckuckskind ist ein Kind, welches die Mutter einem falschen Vater unterschiebt. Der Vater, der das Kind aufzieht, ist also nicht der echte - also nicht der leibliche bzw. biologische - Vater, sondern meist nur der rechtliche Vater, ohne es zu wissen.
Manchmal wissen aber auch die Mütter selbst nicht, wer der echte Vater ist. Das passiert, wenn die Frauen innerhalb kurzer Zeit mit mehreren Männern Sex hatten. Dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass das Kind einem falschen Vater zugeordnet wird. Nicht zu verwechseln mit Kindern aus Samenraub: dieser hat den Zweck, einen meist betuchten Mann zum Vater zu machen, ohne dass er es weiß/will (prominentester Fall: Boris Becker). Ein Samenraub muss nicht unbedingt zu einem Kuckuckskind führen. Es hängt vom Verhalten der Mutter ab, ob sie das mit geraubten Sperma gezeugte Kind einem anderen Mann unterschieben will oder auf die Vaterschaft des unfreiwilligen Samenspenders besteht. Wieviele Kuckuckskinder gibt es?Die Quote der Kuckuckskinder wird für Deutschland und Österreich auf 8% - 10% geschätzt. Kuckuckskinder sind daher keine Einzelfälle, sondern kommen überraschend häufig vor. Wieso macht eine Frau so etwas?* Entweder es passiert bei einem Seitensprung der Ehefrau zufällig. * Oder die Mutter sucht sich absichtlich einen begehrenswerten Mann mit guten Genen und läßt das Kind durch einen zahlungskräftigen Mann mit aufziehen. Damit kombiniert sie das beste von beiden.
In beiden Fällen müßte die Mutter dem Ehemann den Seitensprung beichten. Das wäre aber eine schwere Eheverfehlung und der Ehemann könnte sofort die Scheidung einreichen. In der Regel versucht die Ehefrau das Kuckuckskind als echtes gemeinsames Kind dem Ehemann unterzujubeln. Der Ehemann wird so zum "Scheinvater".
Sonderfall: Verwechslung oder Vertauschung von Babys im Spital Wie kommt ein Vater drauf, dass das Kind nicht seines ist?Phase 1: Verdacht schöpfen Das geschieht, wenn die Ehefrau sich einmal verplappert, wobei das viele Väter lange nicht glauben können und es nicht wahr haben wollen. Weiters sollte das Kind gewisse Ähnlichkeiten mit seinen Eltern aufweisen. Sind keine Ähnlichkeiten im Laufe der Jahre zu entdecken, dann sollte der Vater einen Verdacht schöpfen.
Phase 2: Der Nachweis Der Nachweis der Vaterschaft oder Nicht-Vaterschaft sind heutzutage schnell und relativ billig mittels DNA-Anlaysen eindeutig nachweisbar. Auswirkungen, wenn der Schwindel auffliegt: |  | 
|  Ersatzansprüche gegen den biologischen Vater;
© Wien-konkret
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Irgendwann wird der Betrug der Mutter aufgedeckt. Dies bedeutet für den betrogenen Vater, aber auch für das Kind zunächst eine schwere emotionale Krise.
* Warum wurde ich angelogen? * Wer ist der echte Vater? * Wie soll es jetzt weitergehen?
Dazu kommen dann die rechtlichen Folgen. Der Scheinvater wird in der Regel sein Unterhaltsgeld zurück haben wollen. Hier bestehen Ansprüche gegen den echten unterhaltspflichtigen Vater, die betrügerische Mutter und dem Kind als Nutznießer. Promis & Kuckuckskinder:Die Kuckuckskinder sind nicht vom Milieu anhängig. Sie kommen in den besten Familien vor, ja selbst bei Könighäusern.
Prominente Fälle mit Kuckuckskindern:
* Popsänger Falco: Freundin Isabella Vitkovic brachte am 13. März 1986 ihre Tochter Katharina Bianca zur Welt. Zwei Jahre später, am 17. Juni 1988, heiratete Falco Vitkovic in Las Vegas; die Ehe hielt nur ein knappes Jahr. Trotz des Scheiterns der Ehe widmete Falco sich privat auch seiner Tochter. 1993 ergab ein Vaterschaftstest, dass Falco nicht der biologische Vater von Katharina Bianca war. Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Falco Wie könnte man den Betrug mit falschen Vätern stoppen?Eigentlich ganz einfach. Der Gesetzgeber könnte verpflichtende Vaterschaftstest vorschreiben, insbesondere bevor Väter zu Unterhaltszahlungen herangezogen werden. Das würde die Motivation zum Missbrauch durch die betrügerische Mutter radikal einschränken. 

* 19.11.2009: Nachlese zum Infoabend Kuckuckskinder: |  | 
|  Die Experten: Susanne Haas, Hermann Schwarz, Moderation Robert Marschall
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Thema: Der Nachweis von Kuckuckskindern durch einen Vaterschaftstest und die rechtlich-finanziellen Möglichkeiten für den Scheinvater. 19.11.2009, 19.00 Uhr
Veranstaltungsort: Privatklinik Wien Währing, Med+More GmbH, A-1180 Wien, Kreuzgasse 17-19
Themen & Vortragende: * Wer ist der echte Vater (biologische Vater)? DNA - Tests zur Vaterschaftsfeststellung, Mag. Susanne Haas: Molekulargenetikerin und Leiterin Labor Confidence, 1190 Wien www.confidence.at
* Geld zurück bei Kuckuckskindern, Die rechtliche Durchsetzung der Rückforderungsansprüche des Scheinvaters bei Gericht, Mag. Hermann Schwarz: Rechtsanwalt, 1090 Wien www.schwarz-auf-weiss.at
Zielgruppe: betroffene Scheinväter und Großeltern, Selbsthilfegruppen, Kinderschutzvereine, Männervereine Moderation: Wien-konkret, Mag. Robert Marschall Teil1: Video über den biologischen Nachweis von Kuckuckskindern
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Video Teil 1: Mag. Susanne Haas (Labor Confidence) über den biologischen Nachweis von Kuckuckskindern (Vaterschafts- tests)
Video 99 MB; © Wien-konkret
Video- Start/Stop durch Klick ins Bild |
Zuerst das Video starten und dann ist der Direkteinstieg zu jeweiligen Stelle im Video möglich:
Vortrag Mag. Susanne Haas, Molekulargenetikerin: 03:02 min Was sind Kuckuckskinder? 03:21 min Die Situation der Vaterschaftstests in Österreich. Jeder vierte Vater erweist sich als „Nicht-Vater“. Ca. 1000 Frauen „irren“ sich pro Jahr beim Thema Vaterschaft oder sagen bewußt die Unwahrheit. Ca 1% aller Kinder sind nachgewiesene Kuckuckskinder. Die Dunkelziffer liegt bei ca 8%. 04:10 min Wieso lügen Frauen betreffend der Vaterschaft? Wieso fragen Männer nicht nach bzw. erst dann, wenn die Beziehung in die Brüche geht? 05:05 min Für die Kuckuckskinder ist es ein Drama. (psychisch, identitätsmäßig) 07:22 min Die Biologie und der Evolution geht es darum, dass die Gene möglichst effektiv in die nächste Generation transportiert werden müssen. 08:01 min Die Großmutter mütterlicherseits kann sich sehr sicher sein, der Großvater väterlicherseits muss sich doppelt unsicher sein, nämlich bezüglich seiner eigenen Vaterschaft und die seines Sohnes. 09.00 min Partnerschaftswechsel & Seitensprung (beim Seitensprung hat der Mann mehr Samenzellen in seinem Ejakulat, als bei Routinesex) 09:35 min Die Probe der Mutter ist für den Vaterschaftstest nicht erforderlich, um eindeutig die Vaterschaft festzustellen. 10:01 min Als die AIDS-Gefahr in aller Munde war sagte man: „Paare, die sich lieben schenken sich einen AIDS-Test.“ Bei Kuckuckskindern könnte man sagen: „Eine Frau, die Ihren Mann liebt schenkt ihm einen Vaterschaftstest, damit er nicht mehr zweifeln muss“. 10:16 min Methoden der Vaterschaftsfeststellung / DNA Fingerprinting 14:14 min Gründe für DNA-Tests: Vaterschaftstests, Verwandtschaftsanalysen, Mutterschaftstests bei Kinderverwechslungen, Tests bei Adoptionen, Stammbaumanalysen. 16:30 min Auswertung der DNA-Probe & Wahrscheinlichkeitsberechnung 22:53 min Ein Vaterschaftsgutachten ist immer reproduzierbar 24:18 min Publikumsfragen: + psychologische Beratung bei Bekanntgabe des Ergebnisses? Man erlebt die Enttäuschungen bei Männern die ein Kind schon groß gezogen haben und dann hören, dass sie nicht der Vater sind. Man erlebt die Freude des Vaters, wenn er es bestätigt bekommt. Das kommt sehr oft vor. + Fall einer 17-jährigen: Sexwettbewerb bei einer Party. Die 17 jährige Mutter wußte einfach nicht mehr, wer der Vater war. Bei vier in Frage kommenden Männern war der Test negativ und so mußte nach einem weiteren Mann gesucht werden. Alles gibt es ... Teil 2: Video über die Rechtsfolgen von Scheinvaterschaft & Fremdvaterschaft
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Video Teil 2: Mag. Hermann Schwarz (Rechtsanwalt) über die Rechtsfolgen für den Fremdvater, die betrügerische Mutter und das begünstigte Kind
Video 151 MB; © Wien-konkret
Video- Start/Stop durch Klick ins Bild |
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Vortrag Mag. Hermann Schwarz, Rechtsanwalt: 01:05 min Wie wird man im rechtlichen Sinne „Vater“? 01:54 min Auf rechtlichen Weg wird der Mann auf drei verschiedene Wege zum Vater. a) Ehemann der Mutter; bei Todesfall bis zu 300 Tage nach der Geburt c) Vaterschaftsanerkenntnis c) gerichtliche Feststellung der Vaterschaft 05:48 min Wenn sich zwei Männer um die Vaterschaft streiten 09:12 min Vätertausch seit Beginn des Jahres 2005 möglich; Nur das Kind kann die Feststellung des leiblichen Vaters beantragen. Das beruht auf dem Recht des Kindes auf Feststellung des biologischen Vaters. Der eine Vater ist an sich schon festgestellt, der andere ist aber der richtige Vater. 10:30 min Wenn die Vaterschaft „schief“ gegangen ist, gibt es die Möglichkeit, die Vaterschaft wieder aufheben zu lassen. 20:28 min Zulässigkeit von Beweismittel & Mitwirkungspflicht der Beteiligten zum DNA-Test 22:30 min Rechtsfolgen bei Scheinvaterschaft (Kuckuckskindfall) auch nach vielen Jahren. §1042 ABGB regelt den Umfang des Ersatzes. Schadenersatz gegen den biologischen Vater und die Mutter. 34:35 min Der Kindesunterhalt ist ein Anspruch des Kindes. Die Mutter ist nur das „Inkassobüro“, um vom Vater das Geld zu bekommen. 36:45 min Spezialfall: Japanerin hat mit einem Schweizer ein Kind. Der biologische Vater war aber ein griechischer Diplomat. Welches Recht gilt nun? Es ist das Recht der Eltern wirksam. Das Kind erbt nicht nur die Gene, sondern auch die Staatsbürgerschaft. Bei verschiedener Nationalität der Eltern wird es kompliziert. Wird der griechische Vater als der eigentliche (rechtliche) Vater festgestellt, verliert das Kind wieder die Schweizerische Staatsbürgerschaft – das es über den schweizerischen Scheinvater erhalten hatte - und alle damit verbundenen Rechte und Pflichten.

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ein Gesetz wäre notwändigIch finde ein Gesetz wäre notwendig. Denn ein Kind jemandem zu unterjubeln ist meiner Meinung nach vorsätzlicher BETRUG. Und jemandem ohne sein Willen als biologische Vater "benutzten" ist ein Vergewaltigung der Seele von den jenigen Erzeuger wenn es rauskommt. Viele biologische Väter sind selbst verheiratet und haben selber Kinder. Was muss so ein Mann dann seelisch mitmachen wenn es sich heraustellt, dass er noch ein Kind hat? Nicht zu sprechen die seelische und finanzielle Ruine von seiner Familie! Wer denkt denn an diese?
Anna H. E-mail 22. November 2009 

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