Wien

"Kindesmißbrauchs-kommission":

"Unabhängige Opferanwaltschaft für Missbrauchsfälle in der Kirche"
Diese wurde von der österr katholischen Kirche im März 2010 gegründet, um Mißbrauchsfälle in de katholischen Kirche Österreichs aufzuklären.
Vorsitzende: ehem Landeshauptfrau der Steiermark, Waltraud Klasnic (ÖVP)
SPÖ-Justizsprecher Hannes Jarolim kritisiert, dass Waltraud Klasnic weder unabhängig noch ein Juristin sei. Sie sei somit keine gut Wahl.

Kontaktdaten: 
Telefonnummer: 0664-9807817 
E-Mail-Adresse opferschutz@gmx.at



1.10.2012: Die Gewalt an den Heimkindern – bleibt sie ungesühnt?


Jahrtausendverbrechen an Kindern in Österreich damals und heute entführt, eingesperrt, entrechtet, gefoltert, vergewaltigt, zwangsmedikamentiert, für Humanexperimente benutzt, als Arbeitskräfte ausgenutzt, verkauft, ermordet
Montag, 1.10.2012 Beginn 18:00 Uhr, Ende 20:00 Uhr
Ort: Palais Epstein Dr.-Karl-Renner-Ring 1 1010 Wien/Österreich
Der Besuch dieser Veranstaltung ist kostenlos

Einladung und Veranstaltung
Verein AUFKLÄRUNG e.V. http://www.aufklaerung-ev.de/
Verein VICTIMS MISSION Sexueller Missbrauch von Kindern – NEIN ! Gemeinnütziger Verein für die Wiederherstellung und Wahrung der Würde von Überlebenden sexuellen Missbrauchs unabhängig&, konfessionsfrei, überparteilich;
www.victimsmission.com







9.8.2011 Dokumentarfilm von Opfern von Kindesmissbrauch in Österreich


Documentary Created by Victims of the Sexual Abuse in Austria


Mehr Videos auf => http://www.top-medien-berlin.de/content/blogcategory/47/57/



21.4.2011 Opferentschädigung für Betroffene von Gewalt in Einrichtungen der Wiener Jugendwohlfahrt

Die seit Ende August 2010 mit der Koordination der Hilfeleistungen für Betroffene von Gewalt in Einrichtungen der Wiener Jugendwohlfahrt beauftragte Opferhilfeorganisation Weisser Ring zieht
Zwischenbilanz: Insgesamt haben sich bisher 255 Betroffene bei der Stadt Wien bzw. bei der dafür eingerichteten Außenstelle des Weissen Ringes gemeldet. 80 Opfer nehmen psychologische Betreuung oder Therapien in Anspruch, insgesamt 85 Personen wurden bisher finanzielle Leistungen zugesprochen.
     "Aus den persönlichen Kontakten und zahlreichen positiven Zuschriften wissen wir, dass diese Initiative der Stadt Wien für die Betroffenen äußerst wichtig ist", erklärt Hon.Prof. Dr. Udo Jesionek, Präsident des Weissen Ringes: "Den meisten Opfern geht es um die Anerkennung des erlittenen Unrechts, um das Ernstnehmen ihrer persönlichen Leidensgeschichte."Es sei schwierig, das Erlittene in Zahlen umzumünzen, dennoch seien auch die finanziellen Zuwendungen ein Zeichen für die Anerkennung des Opferstatus, das von den Betroffenen sehr gut angenommen werde.
     "Ich danke Ihnen. Sie haben meine Welt liebevoller und lebenswerter gemacht", heißt es von einem Opfer; "Es ist wirklich eine Sensation, was die Stadt Wien bzw. der Weisse Ring für solche
Fälle vollbracht hat. Da gehört schon ein großes Lob ausgesprochen" oder: "Herzlichst Danke für die Zeit und die Kraft, die Sie mir damit schenken", von anderen.
   Mitte Dezember 2010 hatte der Wiener Gemeinderat ein Budget von 2 Millionen Euro für Hilfeleistungen für Betroffene von Gewalt in Einrichtungen der Wiener Jugendwohlfahrt beschlossen. Das Wiener Gremium unter Vorsitz von Jesionek hat bisher 120 Fälle behandelt und über Entschädigungszahlungen bzw. sonstige Leistungen entschieden, die über das rasch und unbürokratisch verfügbare Basisangebot von 10 Stunden Psychotherapie und 1 Stunde anwaltliche Beratung hinausgehen. Die Höhe der finanziellen Entschädigungen orientiert sich an der gängigen Schadenersatzjudikatur, je nach individuellem Fall kann davon auch abgewichen werden. Jedem Opfer steht der Zivilrechtsweg dennoch weiter offen. Am 21. Februar 2011 starteten die ersten Auszahlungen.
   Betroffene von Gewalt in Einrichtungen der Wiener Jugendwohlfahrt können sich noch bis zum 30. Juni 2011 in der Außenstelle des Weissen Ringes in der Wiener Kinder- und Jugendanwaltschaft, Alserbachstraße 18, 1090 Wien, Tel.: 01-4000-85 918 oder 01-4000-85 917 melden. "Auch wenn danach noch Meldungen einlagen, werden wir alles tun, um diesen Menschen rasch und unbürokratisch zu helfen", so der Wiener Kinder- und Jugendstadtrat Christian Oxonitsch abschließend.

Rückfragehinweis:  Erika Bettstein   WEISSER RING,    Tel.: 06991 34 34 021
   Edith Rudy,    Mediensprecherin StR. Christian Oxonitsch   Tel.: 01-4000-81440
OTS0052    2011-04-21/09:56



6.7.2010 Verdachtsfall des sexuellen Missbrauchs von Kindern im kirchlichen Bereich (Schulbrüder)

Vorwürfe richten sich gegen einen Verantwortlichen der Schulbrüder Strebersdorf.

Die Erzdiözese Wien hat am Dienstag einen Verdachtsfall des sexuellen Missbrauchs bestätigt. Die Vorwürfe richten sich gegen einen Verantwortlichen der Schulbrüder. Wie Generalvikar Msgr. Franz Schuster mitteilte, hat der Betreffende bereits vor Wochen alle seine kirchlichen Funktionen bis zur Klärung der Vorwürfe ruhend gestellt.

Die Vorwürfe waren erstmals in den neunziger Jahren artikuliert worden, jedoch hatte das zuständige Gericht damals das Verfahren eingestellt. Seitens der Erzdiözese wurden aber über die Ombudsstelle für die Opfer sexuellen Missbrauchs weiterhin Nachforschungen angestellt. Nachdem sich Opfer auch bei der unabhängigen Opferschutzanwaltschaft gemeldet hatten und ernst zu nehmende Vorwürfe vorbrachten, wurde seitens des Generalvikars im Einvernehmen mit dem zuständigen Ordensoberen nach den seit 2006 für Verdachtsfälle sexuellen Missbrauchs in der Erzdiözese Wien gültigen Regelungen gehandelt.  Diese Regelungen entsprechen der von den österreichischen Bischöfen bei ihrer Sommervollversammlung beschlossenen "Rahmenordnung".

Auch in einem anderen Fall wurde in der Erzdiözese Wien konsequent gehandelt. Dabei ging es um einen Ordensmann aus dem Vikariat Unter dem Manhartsberg, der jetzt wegen sexueller Übergriffe auf zwei psychisch angeschlagene junge Frauen zu sechs Monaten Haft bedingt verurteilt worden ist. Die diözesane "Kommission gegen Missbrauch und Gewalt" hatte im Fall des Ordensmannes die sofortige Dienstfreistellung verfügt, als die Vorwürfe bekannt wurden.

Rückfragehinweis:  Erzdiözese Wien, Öffentlichkeitsarbeit & Kommunikation
   Erich Leitenberger
   1010 Wien, Stephansplatz 4/7/1
   Tel: 01/51552-3591      E-Mail: media@edw.or.at
OTS0098    2010-07-06/11:12



Missbrauchsfälle bei den Wiener Sängerknaben:

Missbrauchsfälle bei den Wiener Sängerknaben

Wiener Sängerknaben: Auftritt beim Wiener Stadtfest 2009

Missbrauchshotline: 01-216 39 42 - 45
Diese Hotline für Missbrauchsopfer ist auch für Fälle zuständig, die schon verjährt sind. Die Vorwürfen von sexuellem Missbrauch und Gewalt bei den Wiener Sängerknaben betreffen den Zeitraum 1960er und 1980er Jahren. Sowohl am Sitz im Augarten Palais, als auch auf Tourneen dürfte es zu sexuellen und gewalttätigen Übergriffen auf 9 - 14-Jährige gekommen sein. Jetzt 30 bis 50 Jahre später beginnen die Ermittlungen und die Aufarbeitung.

Laut einer Presseaussendung der Wiener Sängerknaben vom 31.3.2010 haben sich 11 Betroffene bisher gemeldet. Die Wiener Sängerknaben nehmen jeden Vorwurf sehr ernst. Man müsse dennoch zwischen physischer, psychischer und sexueller Gewalt unterscheiden und auch, ob es sich bei dem/n mutmaßlichen Täter/n um ein anderes Kind, einen Jugendlichen oder einen Erwachsenen handelt. Die Gespräche mit den Betroffenen liegen uns besonders am Herzen.

Berichte:
* http://derstandard.at/1267743803511/Opfer-klagen-an-Missbrauchsvorwuerfe-auch-bei-Wiener-Saengerknaben
* http://www.focus.de/panorama/welt/missbrauchsskandal/oesterreich-wiener-saengerknaben-raeumen-missbrauch-ein_aid_488995.html
* http://www.stern.de/panorama/oesterreich-missbrauchsvorwuerfe-bei-wiener-saengerknaben-1550223.html



Mehr Infos


=> Kindesabnahme

=> Die Presse 17.9.2012:  Tatort Kinderheim: Heime als „regelrechte Gulags“: Sachbuchautor Hans Weiss liefert einen erschütternden Befund über 135 Kinder- und Jugendheimen und kritisiert auch prominente Mediziner. Bei einigen Heimen habe es sich um regelrechte „Kindergulags“ gehandelt.





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Mediakamententests an Kindern

...wir wissen, das es heute noch viel schlimmer ist, da die Kinder vor allem im AKH und am Rosenhügel neue Formen von Mediakamententests unterliegen. Alles ist nur viel besser organisiert. Tierversuche an Menschenaffen sind im Rahmen der gut finanzierten Tierschützer, große Lobby, verboten worden, so werden eben Kinder rekrutiert und in die Versuchsstationen gebracht.
Der Sumpf ist aber noch viel tiefer und würde Deine Vorstellungen bei weitem überziehen.
Es ist zum Kotzen ich weiß!

LG Kurt       18. September 2012



Ex-Lebensgefährte hat meine Tochter 10 J. sexuell missbraucht

Mein inzwischen Ex-Lebensgefährte hat meine Tochter 10 Jahre lang schwer sexuell missbraucht, vom 6. bis zum 16. Lebensjahr.
  
In einer Ausnahmasituation musste sie es einfach herausschreien, nach 10 Jahren langem Schweigen. Er hatte sie erpresst, alles was er für sie tat und was sie bekam musste sie eine Gegenleistung erbringen. Sie musste ihn manuel und oral befriedigen, er war bei jeder Gelegenheit mit seinen Händen in Ihrer Unterhose. Auch hatte er versucht in sie einzudringen. Es kam ganz schnell zur Anzeige, aber aus Scham sagte sie bei der Polizei weniger aus, als bei der kontaktorischen Einvernahme. Beim Richter wurde sie mehr als 2 Stunden pausenlos verhört und dermassen unter Druck gesetzt, daß sie ihr Alter bei den verschiedenen sexuellen Handlungen, den Zeitpunkt und den Wohnort verwechselte. Zum Schluss wusste sie nicht einmal ihr Alter als sie ihre einzige grosse Geburtstagsparty zum 15. Lebensjahr, mit 14 Jahren angegeben hatte.
   Diesen jahrelangen schweren sexuellen Missbrauch kann sich kein Kind in allen zeitlichen Einzelheiten merken. Unser Fall wurde von einer Frau Staatsanwältin einfach eingestellt.
   Nun können wir nur noch auf den Fortsetzungsantrag und psychologischen Gutachter hoffen. Dann ist jede Chance für eine Wiederaufnahme vorbei. Durch die Einstellung des Verfahrens ist meine Tochter mit den Nerven völlig am Ende.
 
Mit besten Grüssen,
die verzweifelte Mutter                 10. November 2011



Der Fall: Jenö Alpár Molnár

Presseaussendung 10.08.2011

Jenö Alpár Molnár hat die Folter in österreichischen Heimen überlebt. Viele seiner Leidensgenossen nicht. Der Heimunterbringungs-Boom ist in Österreich bis heute ungebrochen, es ist ein äußerst lukratives Geschäft. Unzählige Mittel heiligen den Zweck der Kindesabnahme. Nur wenige Tage alte Babys werden von Spitälern (von der Mutterbrust weg), Kleinkinder von zu Hause und Schulkinder von Schulen entführt. Dies unter Aufsicht von Amtsvertretern und Polizeieinsatz. Hierbei wird der verzweifelte Versuch von Eltern oder Elternteilen, ihre Kinder doch behalten zu dürfen, als „Widerstand gegen die Staatsgewalt“ gewertet und als solcher gegen Eltern oder Elternteile verwendet. Zwangsvorführung bei einem Psychiater, Entmündigung, psychiatrische Zwangsbehandlung (bis hin zum Tod), Zwangspensionierung oder Beseitigung im Sinne des § 21 StGB sind die Folge.
   Vorgeschobene Scheinbegründungen für die Kindesdeportationen sind etwa: Vernachlässigung, Erziehungsunfähigkeit, psychische Erkrankungen, sexueller Missbrauch und viele andere.
Auch wenn solche Unterstellungen nachweislich widerlegt worden sind, haben Eltern oder Elternteile meist keine Chance, ihre geliebten Kinder wieder bei sich haben zu dürfen.
   Falls sie es sich leisten können, folgen jahrelange Gerichtsprozesse. Während dieser kaum erträglichen Jahre setzt die Entfremdung zwischen Eltern und Kind ein. Solche Eltern oder Elternteile, die verständlicherweise „die Welt nicht mehr verstehen“, werden systematisch von Amts wegen kriminalisiert, verleumdet, diskreditiert und in jeder Weise unglaubwürdig gemacht.
   Heimkinder werden ihrer Menschenrechte beraubt. Sie werden massiv unter Druck gesetzt. Die besorgten Eltern oder Elternteile werden dem Kind als unfähig, krank, bald sterbend oder lieblos dargestellt, um das Kind von der angeblichen Notwendigkeit der Fremdunterbringung zu überzeugen. Kinder, die darauf nicht hereinfallen, werden zwangspsychiatriert. Oft werden Heimkinder sexuell missbraucht. Dies gehört nicht der Geschichte an. Die Bildungschancen für Heimkinder werden von Amts wegen gezielt herabgesetzt. Diese Kinder müssen ihre Traumen irgendwie verkraften. Welcher Menschenrechtsanwalt wird die derzeit über 11.000 verzweifelten, fremduntergebrachten, österreichischen Kinder vertreten?

Siehe auch => Der Standard, 9. August 2011

Mit besten Grüßen
Elisabeth Kammerlander
1020 Wien / Österreich  Tel.: +43 664 5191315        10. August 2011




Stellungnahmen zum Kindesmissbrauch in Österreich

5.1.2013 "profil": Ex-Zöglinge klagen Stift

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, brachten ehemalige Zöglinge des Stiftsinternats Kremsmünster eine Zivilklage gegen das Stift ein. Sie werfen dem Abt vor, bei einem Treffen im Jänner 2012 mit Opfern sexuellen Missbrauchs durch Priester versprochene Zusagen nicht eingehalten zu haben. Dazu gehören eine Entschuldigung samt Schuldeingeständnis der Mitwisserschaft, die Errichtung eines Mahnmals auf dem Stiftsgelände und die Aufarbeitung der Missbrauchs- und Gewaltfälle durch externe Experten.
   Abt Ambros Ebhart bestreitet, solche Zusagen gemacht zu haben. "Wir haben lediglich vereinbart, dass das Stift zu den Forderungen Stellung nehmen wird. Das ist auch geschehen", erklärt der Abt gegenüber "profil". "Wir sind an einer wissenschaftlichen Aufarbeitung der bedauerlichen Vorfälle interessiert, aber lassen uns diese nicht diktieren."
   Bis Februar soll die Staatsanwaltschaft am Landesgericht Steyr über eine mögliche Anklage gegen den früheren Internatschef entscheiden. Im Herbst fanden dazu Vernehmungen mit zahlreichen Opfern statt. Bisher sind ähnliche Verfahren wegen Verjährung eingestellt worden.
Rückfragehinweis: "profil"-Redaktion,



4.6.2011 "profil": Neuer Vorstoß zur Aufklärung von sexuellem Missbrauch durch Kirchen-Angehörige

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, steht ein neuer Vorstoß zur Aufarbeitung von hunderten Missbrauchsfällen durch Priester und Ordensleute in Österreich bevor. Die Grünen kündigen in "profil" an, im Nationalrat einen Entschließungsantrag zur Einrichtung einer staatlichen Kommission einzubringen, die unabhängig von der Kirche tätig ist: "Diese Kommission soll pro-aktiv agieren und nicht bloß reaktiv wie die Klasnic-Kommission", fordert der grüne Justizsprecher Albert Steinhauser unter Hinweis auf das Gremium unter Leitung der ehemaligen Landeshauptfrau Waltraud Klasnic, welches die Vorwürfe im Auftrag der Kirche untersucht. Hintergrund der neuen Aktivitäten ist eine vergangene Woche in Belgien eingebrachte Sammelklage von Missbrauchsopfern gegen den Heiligen Stuhl.
   Gleichzeitig übt der Wiener Rechtsanwalt Werner Schostal, der rund 300 Opfer von mutmaßlichem Missbrauch vertritt, gegenüber "profil" Kritik an der Untätigkeit staatlicher Stellen. Er habe den Wunsch nach einer unabhängigen Kommission unter anderem in der Hofburg vorgetragen, so Schostal: "Dort wurde mir recht klar zu verstehen gegeben, dass die Präsidentschaftskanzlei keine Notwendigkeit sieht, sich staatlicherseits in kirchliche Belange einzumischen."
Rückfragehinweis:   "profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502
OTS0007    2011-06-04/08:00



7.5.2011 "profil": Josef Hartmann: Kirche "will die Wahrheit vergraben"

Groer-Opfer attackiert auch Klasnic-Kommission.
In einem Interview in der Montag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" wirft Josef Hartmann, der als Missbrauchsopfer Hans Hermann Groers 1995 die "Causa Groer" ins Rollen brachte, der katholischen Kirche vor, sich seither "in der Substanz" nicht geändert zu haben. Zwar würden katholische Würdenträger heute in Sachen sexuellem Missbrauch anders auftreten als zuvor, das aber sei der "Erfolg von PR-Beratungen", so Hartmann. Man habe sich "ein neues Mäntelchen" umgehängt, tatsächlich aber wolle die Kirche "die Wahrheit vergraben". Hartmann: "Das sind meine Lieblingsausdrücke: verstorben, verjährt, vergraben."
   Die "unabhängige Opferschutzkommission" (Klasnic-Kommission) arbeite "im Interesse der Kirche und des Staates, um das Thema möglichst schnell und möglichst billig vom Tisch zu bekommen". Eine ehrliche Aufarbeitung sei in Österreich kaum möglich. Das beweise auch seine eigene Causa, die bis heute nicht wirklich aufgearbeitet worden sei, so Hartmann im "profil"-Interview. Unter anderem habe das dazu geführt, dass es bis heute kaum möglich sei, mit seinem Namen Arbeit zu finden.
Rückfragehinweis:   "profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502
OTS0004    2011-05-07/08:00

 



27.2.2011 FPÖ-Frigo: Missbrauch in Wiener Kinderheimen


Besonderer Schutz muss auch für behinderte Kinder und Jugendliche gelten
Der Kinderheimskandal, wonach 220 Kinder in Wiener Kinderheimen Opfer von Gewalttätern wurden, erschüttert Wien, so der FPÖ-Wien Landtagsabgeordnete Univ.-Prof. Dr. Peter Frigo. Die Opfer erhalten nun für einen lebenslangen Schaden 5000 Euro und es wird beabsichtigt, die Gewalttäter auf Schadenersatz zu klagen. Allerdings kann dies nur der Anfang sein, so Frigo der weiter meint, dass hartes Durchgreifen gefordert ist - die Täter gehören, egal wie viele Jahre die Tat her ist, in jedem Fall hinter Gitter.
Szenarien, wie beispielsweise bei behinderten Kindern und Jugendlichen, die der Aggressivität ihrer Peiniger noch mehr ausgesetzt sind, müssen mit strikten Maßnahmen verhindert werden, so Frigo der weiter meint, dass das Vieraugenprinzip, welches auch in Jugendämtern rasch eingeführt werden sollte, bei der Aufsicht von Kinder und Jugendlichen durch die traurigen Beispiele der Vergangenheit einer der wichtigsten Schritte sein muss.  Bei den überwiegenden Fällen handelt es sich um Einzeltäter - ein Vieraugenprinzip zum Schutz der Kinder und vor allem auch von Kindern mit Behinderungen, muss unbedingt eingeführt werden, so Frigo abschließend.
Rückfragehinweis:   FPÖ-Wien, Pressestelle
OTS0026    2011-02-27/10:37



22.1.2011 "profil": Wussten Bischöfe seit langem von Missbrauchsfällen?

Ex-Caritas-Präsident Schüller sagt, er habe Kardinal Schönborn und andere Bischöfe "in vielen Fällen" in Kenntnis gesetzt, doch habe man zu wenig reagiert.
Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, kritisiert der ehemalige Generalvikar und frühere Caritas-Präsident Helmut Schüller den Wiener Kardinal Christoph Schönborn und andere Bischöfe. Sie hätten seit langem von Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche gewusst, aber zu wenig dagegen unternommen. Schüller, der bis 2005 auch die Ombudsstelle für sexuellen Missbrauch der Erzdiözese Wien leitete, erklärt im Gespräch mit "profil", er habe Schönborn "in vielen Fällen in Kenntnis gesetzt. Wegen der Langsamkeit, mit der oft reagiert wurde, haben wir immer wieder gedrängt, etwas zu tun." Er habe aber auch anderen Bischöfen Missbrauchsfälle bekannt gemacht, die in deren Diözesen passiert seien. Schüllers Forderungen nach Strukturänderungen hätten bei der österreichischen Bischofskonferenz kaum Gehör gefunden. Nach zehn Jahren im Amt habe er, Schüller, sich "seelisch-psychisch ausgelaugt" gefühlt und sei aus dem Amt geschieden. Schüller: "Man wird dabei zum Feigenblatt, wenn Grundsätzliches nicht stimmt."
Rückfragehinweis: "profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502



25.8.2010 Wiener Gewaltschutz: Plattform Direkte Demokratie fordert Reform

Plattform Direkte Demokratie über den Gewaltschutz

"Die Aufklärung der Missbrauchsfälle in Wiener Heimen und jüngste Beispiele häuslicher Gewalt zeigen, dass der Wiener Gewaltschutz reformiert werden muss", erklärte heute Oliver Peter Hoffmann. "Die Wiener Interventionsstelle gegen Gewalt in der Familie ist ein reiner Etikettenschwindel. Erstens ist das es keine staatliche Stelle und zweitens verwechselt dieser Verein laufend Gewaltschutz mit Sexismus. Es ist falsch, zu glauben, dass es keine Gewalt gibt, wenn man nur die Väter möglichst schnell aus der Familie entfernt. Das zeigt auch die Studie von vaterverbot.at zur Gewalt an Trennungsvätern. Der Fall des 15-Jährigen Mädchens aus Margareten, das seine eigene Mutter erstochen hat, ist ein besonders tragisches Beispiel für die Widersinnigkeit der einseitigen Väterwegweisungen. Rosa Logar und ihr Verein sind das größte Hindernis für einen wirksamen Gewaltschutz".
   "Zum großen Teil handelt es sich bei den Opfern um Vaterlose". Diese Aussage der Opferschutzanwältin Waltraud Klasnic sollte auch der Wiener Stadträtin Sandra Frauenberger zu denken geben. "Wer die Kinder schützen will, muss beide Eltern in den Gewaltschutz einbeziehen. Anstatt eines privaten Vereins sollte eine unparteiische Stelle im Magistrat den Gewaltschutz übernehmen. Wohin soll heute ein Vater gehen, der sein Kind vor einer gewalttätigen Mutter schützen will? Neben den Frauenhäusern muss es auch Männerhäuser geben", forderte der Spitzenkandidat der Plattform Direkte Demokratie abschließend.

Rückfragehinweis:  Oliver Peter Hoffmann Tel. 01 9971280
OTS0204    2010-08-25/14:34