Wien
    

Children´s Planet Award Österreich 2010

Children´s Planet Award Österreich 2010 mit Veranstalter Martin Stieglmayr und Moderatorin Julia Schütze von Radio Niederösterreich



Children´s Planet Award Österreich 2010 mit Veranstalter Martin Stieglmayr und Moderatorin Julia Schütze von Radio Niederösterreich © Wien-konkret

1. Children's Planet Award
Ort: Hilton Vienna, 3, Am Stadtpark 1   Öffis: Wien-Mitte 

Am Tag der Kinderrechte, dem 20.11.2010 fand im Hilton Vienna Hotel in Wien, der erste Children´s Planet Award Österreich statt. Das Ziel des Veranstalters, dem Verein „Väter ohne Rechte“, war einerseits auf die Missstände in Österreich aufmerksam zu machen, andererseits aber ein schönes Fest zu feiern, bei denen Menschen ausgezeichnet wurden, die sich für das Recht des Kindes auf beide Eltern Verdienste erworben hatten.
Am 20. November 1989 wurde das Übereinkommen über die Rechte des Kindes (UN-Kinderrechtskonvention) von der UN-Generalversammlung angenommen.
Durch den Abend führt die ORF-Moderatorin Julia Schütze. 
 

Kategorie Politik:



* LHStv. Dr. Josef Leitner, SPÖ
* NR BP ObmannStv Ing. Norbert Hofer, FPÖ

Dr. Leitner bekam den Preis vor allem deshalb, weil er sich gegen die SPÖ Damen Bundesparteilinie gestellt hat und das Recht des Kindes auf beide Eltern sowie die dringend notwendige Verkürzung der Verfahrensdauer immer wieder betont hat. Dieser Mut, in dieser Frage ehrlich zu sein, musste belohnt werden. In seiner Funktion als stellv. Landeshauptmann besuchte er dieses Jahr aber auch , das Familienfest unseres Vereines in St. Pölten, wo er in einer flammenden Rede für die UN-Kinderechte im Verfassungsrang eintrat.

Im Falle des Nationalratsabgeordneten Norbert Hofers war der Sieg klar. Kein anderer Politiker hat sich so sehr für die Rechte von Kindern und Vätern eingesetzt wie er. Er startete die Petition für die gemeinsame Obsorge und setzt sich immer wieder mit Anfragen im Parlament bzw. Ausschüssen für die UN-Kinderrechte im Verfassungsrang ein. Nicht zuletzt hat er sich auch als einziger Politiker öffentlich gegen den Missbrauch des sogenannten Mafiaparagrafen gestellt, mit dem unschuldige Väter zu angeblich gefährlichen Gewalttätern erklärt wurden.

Nachsatz: Die Jury hat sich aus politischen Gründen dazu „ausnahmsweise“ entschlossen 2 Preisträger zu küren. Einerseits wollen wir die Arbeit von Herrn Abg. Ing. Norbert Hofer honorieren, andererseits wollen wir die reformorientierten Kräfte in der SPÖ (Dr. Sepp Leitner) unterstützen.
  

Kategorie Gerechtigkeit:

Mag. Michaela Krankl, Kanzlei Dr. Krankl

Mag. Michaela Krankl, Kanzlei Dr. Krankl

Mag. Krankl gehört zu den ganz wenigen Ausnahmen an RechtsanwältInnen, die nicht zum Schaden der Kinder die Verfahren durch Schriftsätze voller Lügen anheizen, damit möglichst viel Geld verdient werden kann, sondern sich tatsächlich um das Wohl der Kinder und um ihre Rechte, bemüht. Ihr Einsatz gegenüber einer familienrechtlichen Justiz, deren erster Grundsatz in vielen Fällen die Willkür ist, ist vorbildlich. In ihrem Handeln wird die Kinderrechtskonvention Wirklichkeit.
 

Kategorie Wissenschaft:

Univ.Doz. Dr. Helmuth Figdor Familienberater und Psychoanalytiker

Univ.Doz. Dr. Helmuth Figdor
Familienberater und Psychoanalytiker; Studie zur Gemeinsamen Obsorge mit Mag. Judith Barth-Richartz

Sein Einsatz für die Rechte der Kinder ist legendär. Er tritt dafür ein, dass Kinder vor und nach Scheidungen und Trennungen eine besonders intensive Betreuung brauchen und dass die Verhaltensauffälligkeiten, die sie in dieser Zeit zeigen, völlig normal sind. Er hat uns nahegebracht, dass die leiblichen Väter als Liebes- und Identifizierungsobjekte nicht ersetzt werden können und dass Kinder zu ihrer gesunden Entwicklung den Vater brauchen.
Er ist auch Mitautor der Studie „Was bringt die Gemeinsame Obsorge“? Diese Studie liegt seit mehreren Jahren in einer Schublade des BM für Justiz, obwohl ihre Aussage ganz klar ist: Kinder wollen beide Eltern nach einer Trennung und die Gemeinsame Obsorge als Regelfall wirkt deeskalierend und ist somit positiv für das Wohl der Kinder. 
 

Kategorie Medien:

Tonja Pölitz Redakteurin beim ZDF

Tonja Pölitz, ZDF

Ihre Reportage über entrechtete Väter in Österreich mit Bildern von der legendären „Sarg -Demonstration“ des Vereins „Väter ohne Rechte“ in Krems zeichnete sich durch Objektivität und Sachlichkeit aus und erreichte über 1,2 Millionen Zuseher in Deutschland! Der Schwerpunkt ihrer Filme und Berichte liegt bei sozialkritischen Themen. Und da auch bei Familienthemen: ZB die Verwahrlosung von Kindern in Deutschland, vom Jugendamt im Stich gelassene Väter und rumänische Kinder, die von ihren ausgewanderten Eltern einfach zurückgelassen werden und im Heim leben müssen, vom Leben mit Blutrache in Albanien, wenn Eltern mit ihren Kindern zuhause eingesperrt leben müssen. Seit 2008 ist sie für das ZDF in Wien Auslandskorrespondentin und neben Österreich auch zuständig für die Berichterstattung aus dem südosteuropäischen Raum: von Albanien, dem ehemaligen Jugoslawien, Slowakei, Tschechien und Ungarn bis hin nach Bulgarien und Rumänien. Besonders aufgefallen sind der Jury ihre sorgfältigen Recherchen über vielen Wochen zum ZDF-Auslandsjournal, vom 26. Mai dieses Jahres. Das Auslandsjournal, das selten über Österreich berichtet, widmete sich dabei dem österreichischen Familienrecht. Sie erreicht die Emotionen der Zuseher, indem sie die Konfrontation zwischen Bürgern und Behörden beim Einsatz für Kinderrechte offenlegt.
 

Väterbewegung

Douglas Wolfsperger Regisseur des Films „Der entsorgte Vater“

Douglas Wolfsperger, Regisseur
 
Geb. am 25. Dezember 1957 in Zürich ist ein deutscher Regisseur von Spiel- und Dokumentarfilmen. Wolfsperger wuchs am Bodensee auf und drehte bereits als Schüler erste Super-8-Filme. Nach dem Abitur begann er ein Regiepraktikum und drehte 1985 seinen ersten eigenen Spielfilm „Lebe kreuz und sterbe quer“. Seit Anfang der 1990er-Jahre realisierte Wolfsperger zudem zahlreiche Fernseh-Dokumentarfilme über die unterschiedlichsten Menschen und ihren Alltag, so über Müllmänner, Klofrauen oder Weihnachtsmänner.
Im Jahre 2002 sorgte Wolfspergers Film Bellaria – So lange wir leben! (ein Film über ein bekanntes Programmkino im 7. Bezirk in Wien) bei mehreren internationalen Festivals für Furore und erhielt eine ganze Reihe von Auszeichnungen, unter anderem den Bayerischen Filmpreis, den Ernst-Lubitsch-Preis der deutschen Filmkritik, den Prix Europa sowie die Goldmedaille für den besten Dokumentarfilm beim Chicago International Film Festival.
„Der entsorgte Vater“, ist Wolfspergers bislang persönlichstes Werk, dabei beschäftigt er sich mit dem Schicksal von Vätern, denen nach einer Trennung der Zugang zu ihren Kindern verwehrt wird. Was er uns darüber zu sagen hat, sagt er uns am besten selbst:

PS: Sein Film „Der entsorgte Vater“ ist ein Pflichtfilm für alle SozialarbeiterInnen, FamilienrichterInnen, RechtsanwältInnen, GutachterInnen und alle anderen beteiligten Professionen. 
 

Sonstiges:

Die Band "Just Live" hat durch thematisch eng verbundene Lieder wie "Kinder an die Macht" oder "All about Us" das zahlreich erschienene Publikum begeistert. Das Publikum bestand teils aus persönlich Betroffenen, teils aus Menschen, die die "Kinderrechte" durch ihr Interesse und ihre Präsenz unterstützen möchten. Sogar der dritte Nationalratspräsident Martin Graf war anwesend und blieb auch bis zum Schluß.


Band - Nominierte & Preisträger - Publikum



Bilder: Band - Nominierte & Preisträger - Publikum; © Wien-konkret


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