Wien

Hundehaltung in Wien

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Was Hundehalter aus Wien wissen sollten



Hundehalter sind auch in Wien verschiedenen Pflichten unterworfen.

Wien ist eine tierfreundliche Stadt.
Rund 48.800 Hunde waren laut data.gv.at zuletzt im gesamten Stadtgebiet offiziell gemeldet. Verschiedene Vorschriften zur Haltung der Tiere sorgen dafür, dass im öffentlichen Raum ein respektvolles Miteinander herrscht und dass eine artgerechte Haltung möglichst gewährleistet wird.
Wer sich ein Haustier anschafft, geht damit eine gewisse Verpflichtung ein. Hunde kommen naturgemäß zwangsläufig auch mit anderen Personen in Kontakt. Jeder trägt deshalb für seinen treuen Vierbeiner dabei die Verantwortung sowohl für sein Wohlbefinden, als auch für sein Verhalten. 
 

Verantwortung für das Tier

In der Stadt, aber auch außerhalb im Grünen teilt man sich den Lebensraum mit anderen. Beim Spaziergang mit dem Hund muss der Halter deshalb Sorge dafür tragen, dass sein Tier niemanden verletzen kann. Hiermit ist nicht mal in erster Linie ein aggressiver Übergriff gemeint, auch wenn der Vierbeiner sich plötzlich losreißt und auf die Straße rennt, kann dies zu einer Gefahrensituation führen.  Der Halter muss deshalb dafür sorgen, dass er seinen Schützling immer unter Kontrolle halten kann. Dafür ist eine gute Erziehung des Tieres unbedingt notwendig. Darüber hinaus sollte sich jeder um die Sauberhaltung des öffentlichen Raumes bemühen. Verrichtet der Hund draußen sein Geschäft, so sollte Herrchen oder Frauchen diese auch wieder entfernen. Auf dem interaktiven Stadtplan kann sich jeder unter der Rubrik „Saubere Stadt“ anzeigen lassen, wo Spenderboxen für Hundekotsackerl zu finden sind. Insgesamt sind davon fast 3.500 Stück im gesamten Stadtgebiet verteilt.  Seit einiger Zeit sorgen die Wiener WasteWatcher dafür, dass die Bürger die Sauberkeit in der Öffentlichkeit ernst nehmen. Bei Verstößen können die Stadthelfer auch verschiedene Geldbußen verhängen. 
 

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Tipps zur Hundeerziehung

Wer mit seinem Vierbeiner draußen spazieren geht, hat es um einiges leichter, wenn der Hund gehorcht. Dafür ist es notwendig, das Tier von Anfang an zu erziehen. Wir haben ein paar grundlegende Tipps dazu zusammengefasst:
• Jeder Hund ist anders: Die richtigen Signale zu deuten und das frühzeitige Eingreifen, sowohl durch Loben als auch durch Ermahnen, sind die Basis einer erfolgreichen Erziehung. Dabei spielt immer auch der jeweilige Charakter eine Rolle. Manche Rassen gelten als gelehriger als andere, manche lassen sich eher durch kurze spielerische Trainingseinheiten aus der Reserve locken, andere hingegen können über einen längeren Zeitraum gefordert werden und erlernen gerne und wissbegierig neue Dinge. 
• Konsequentes Handeln: Verhält sich der Hund nicht wie gewünscht, sollte mit Beharrlichkeit vorgegangen werden, da er sich sonst nicht bewusst ist, etwas falsch gemacht zu haben. Gleichermaßen sollte auch stets gelobt werden, wenn er einer Anweisung Folge geleistet hat.
• Die Teenagerzeit: Wie beim Menschen auch ist die Teenagerzeit, in der Hundewelt auch ,,Flegelphase“ genannt, eine besondere Phase. Hier wird oft bereits erlerntes nochmals über den Haufen geworfen und ignoriert. Doch auch in dieser Zeit, kann man mit der richtigen Erziehung das Verhalten des Hundes steuern. Gerade draußen beim Spaziergang gilt es dann, starke Nerven zu behalten, denn das Tier ist oft schon kräftiger als in den anfänglichen Welpentagen und kann sich unter Umständen leichter losreißen.
• Rangordnung definieren: Vor allem, wenn im näheren Umfeld auch Kinder da sind, ist es wichtig, dass dem Hund klargemacht wird, dass die Menschen in der Rangordnung oben stehen. Ein selbstbewusstes Auftreten ist dabei das Mittel zum Zweck. Anfangs sollte das Tier in keinem Fall mit kleineren Kindern alleine gelassen werden.  
 

Die wichtigsten Regeln und Verhaltensweisen in der Öffentlichkeit



In der Öffentlichkeit gilt in Wien grundsätzlich Leinen- oder Maulkorbpflicht.

In Wien gilt grundsätzlich Leinenpflicht für alle Hunde. Alternativ müssen diese einen Maulkorb tragen. Besondere Regelungen gelten für Veranstaltungen oder beim Aufenthalt in einem Restaurant oder in öffentlichen Verkehrsmitteln. Dort ist das Tragen eines Maulkorbs ebenfalls Pflicht. 
 
Doch damit ist es noch nicht getan. Jeder sollte auch in der Lage sein, sein Tier auch zu kontrollieren. Vor allem bei größeren Exemplaren, die uns manchmal kräftemäßig überlegen sind, ist es wichtig, dass sie sich nicht losreißen und so etwa andere Hunde oder Passanten erschrecken können. Nicht jeder hat ausschließlich gute Erfahrungen mit Tieren gemacht, deshalb sollte immer Rücksicht auf andere genommen werden, die sich vielleicht vor einem Hund fürchten.
 
Wer sich einen sogenannten „Listenhund“ hält, ist zudem verpflichtet, einen Hundeführerschein zu absolvieren. Dieser gliedert sich in einen praktischen und einen theoretischen Teil. Bei Ersterem wird geprüft, ob der Halter in der Lage ist, das Tier in alltäglichen Situationen sicher zu führen. Beim theoretischen Teil geht es um das notwendige Wissen über die richtige Haltung und Erziehung des Hundes.
 
Aus diesem Grund kann ein solcher Führerschein auch eine sinnvolle Angelegenheit für alle sein, die sich das erste Mal einen Hund anschaffen. Es ist in jedem Fall möglich, den Führerschein auch auf freiwilliger Basis zu absolvieren. In diesem Fall wird dem Halter einmalig die Hundeabgabe in Höhe von derzeit 72 Euro pro Jahr erlassen.   
 
Beim täglichen Gassigehen sollte ebenfalls immer ein respektvolles Miteinander beachtet werden. Dies bedeutet auch, dass neben dem Beseitigen des Hundekots die offiziellen Wege in öffentlichen Parkanlagen nicht verlassen werden sollten. In den Grünzonen leben auch noch andere heimische Tierarten, die durch die Vierbeiner in ihrer notwendigen Ruhe gestört werden könnten. Manche Parkanlagen in der Stadt sind für Hunde auch generell tabu, dazu zählen grundsätzlich auch Kinderspielplätze.
 

Verhalten in den Wiener Hundezonen

Etwas freier können sich Hund und Herrchen oder Frauchen in einer der verschiedenen Hundezonen in Wien aufhalten. Hier dürfen die Tiere auch ohne Leine oder Maulkorb toben, solange der Halter die Sicherheit gewährleisten kann. Die Bereiche sind in der Regel eingezäunt, so dass der Vierbeiner auch nicht unerwartet ausbüxen kann. 
 

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Hunde lieben es gemeinsam zu toben. Dabei sollten sie jedoch genau beobachtet werden, um gegebenenfalls eingreifen zu können.

Dennoch sollten auch hier verschiedene Punkte beachtet werden:
• Nicht jeder Hund ist für eine Hundezone geeignet. Für besonders ängstliche Tiere etwa kann der Besuch puren Stress bedeuten, wenn dort noch andere Hunde vor Ort sind. Auch wenn sich die Vierbeiner freundlich begegnen und nur miteinander spielen wollen, kann dies manche überfordern.
• Wird für das eigene Tier Spielzeug mitgebracht, führt dies in manchen Fällen zu Konflikten, da sich auch andere Hunde für den Ball oder den Stock interessieren. Das selbe gilt für den Umgang mit Leckerlis. Hier könnten andere Vierbeiner in der Umgebung futterneidisch werden.
• Grundsätzlich ist der Halter auch in Hundezonen in der Verantwortung, sich um sein Tier zu kümmern. Auch wenn sich mehrere Hunde spielerisch mit sich selbst beschäftigen, sollten sie aufmerksam beobachtet werden, um gegebenenfalls bei Konflikten eingreifen zu können.
• Da die Hunde sich ohne Leine frei bewegen können, ist es beim Besuch einer Hundezone besonders wichtig, dass das Tier die grundlegenden Kommandos beherrscht und auch beim Toben mit anderen dennoch auf sein Herrchen oder Frauchen hört.  
 

Sicherheit für Hund und Halter

Trotz aller Vorsicht kann es immer zu unerwarteten Zwischenfällen kommen. Deshalb müssen Hundehalter eine Haftpflichtversicherung für ihr Tier vorweisen können. Hiermit muss eine Mindestsumme von 725.000 Euro abgedeckt sein. Die Versicherung springt dann bei möglichen Sach- oder Personenschäden ein.
 
Ein weiterer Punkt ist der Schutz vor einem Verlust des Hundes. Sollte das Tier einmal entlaufen, kann es später leichter wieder zugeordnet werden, wenn eine Kennzeichnung mit einem elektronischen Chip erfolgt ist. Dies ist für Hundehalter in ganz Österreich verpflichtend. Durch die anschließende Registrierung in einer zentralen Datenbank lassen sich Herrchen oder Frauchen schnell wieder ausfindig machen.
 
Das Einsetzen des Chips ist relativ unkompliziert beim Tierarzt schon im Welpenalter möglich. Dieser kann sich auch um die Anmeldung in der Heimtierdatenbank kümmern. 
 

Bildnachweis:
Bild 1: Fotolia, © Boggy
Bild 2: Fotolia, © manushot
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