Wien

Verfassungsgerichtshof (VfGH) weist Klage eines Hundebesitzers ab

Der österreichische Verfassungsgerichtshof (VfGH) hat die Klage eines Wiener Kampfhundebesitzers gegen das Wiener Tierhaltegesetz und dem damit verbundenen Hundeführerschein am 9. März 2011 abgewiesen. (VERFASSUNGSGERICHTSHOF G 60/10, V 80/10-13 vom 9. März 2011)
Somit ist ab 1. Juli 2011 der Hundeführerschein für alle Kampfhundebesitzer in Wien Pflicht.

Der Antragsteller - vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Heinz Edelmann Windmühlgasse 30, 1060 Wien, - ist Halter und Verwahrer eines American Staffordshire Terriers, sohin eines hundeführscheinpflichtigen Hundes in Wien. Sein Hund wurde am 15.5.2009 geboren und ist zurzeit dreizehn Monate alt.

Aus der Begründung des VfGH-Erkentnisses:
2.1.2. Der Verfassungsgerichtshof hat an sich keine verfassungsrechtlichen Bedenken gegen gesetzliche Regelungen, mit denen die Zulässigkeit der Haltung von Tieren, von denen potenziell eine Gefahr für Leben und Gesundheit von Menschen (insbesondere auch Kindern) ausgeht, an die Bedingung geknüpft wird, dass sich die Halter dieser Tiere zuvor über ihr Alltagswissen hinaus mit den besonderen Gefahren dieser Tiere und wie diesen durch eine sachgerechte Haltung begegnet werden kann, vertraut machen.  ...

2.1.4. Aus einer solchen Zusammenschau der Bestimmungen und der Zielsetzungen des Wr. TierhalteG (vgl. insbesondere § 2 Abs. 3 und § 5a Abs. 10 leg.cit.) ergibt sich, dass der Gesetzgeber die Hundeführscheinpflicht für jene Hunderassen vorsehen wollte, bei denen angesichts ihrer Größe und/oder ihrer Beißkraft sowie der sonst erwiesenen Gefährlichkeit für die Gesundheit von Menschen (und insbesondere auch von Kindern) davon auszugehen ist, dass das bei einem durchschnittlichen Hundebesitzer vorauszusetzende Alltagswissen nicht ausreicht, um eine für andere Menschen gefahrlose Haltung und Führung eines solchen Hundes bestmöglich sicherzustellen. Diese Vorgaben, zu der von 24 von 26 der Landesregierung erhobene sachverständige Grundlagen hinzutreten (vgl. zu diesem Aspekt VfSlg. 14.941/1997), sind unter rechtsstaatlichen Gesichtspunkten als Parameter bei der Bestimmung jener Hunderassen ausreichend, für welche die Regelungen über den Hundeführschein iSd §§ 5a und 8 Abs. 8 Wr. TierhalteG zu gelten haben. 

2.1.5. Insoweit ist die Verordnung durch das gesamte Wr. TierhalteG, das dem Schutz des Menschen vor Gefahren dient, die sich aus der Tierhaltung ergeben, hinreichend determiniert. Der Wiener Landesgesetzgeber hat durch die Regelungen dieses Gesetzes hinreichend deutlich zu erkennen gegeben, welche Merkmale bei der Auswahl der Hunde zu beachten sind, für deren Haltung ein Hundeführschein gemäß § 5a Abs. 1 leg.cit. erforderlich ist. Er hat sohin die Auswahl der Hunde nicht in Form einer formalgesetzlichen Delegation (vgl. zB VfSlg. 14.762/1997, 18.013/2006, 18.637/2008) - dem nicht näher determinierten Belieben der Verwaltungsbehörde überlassen. 


Kommentar Wien-konkret:
Der VfGh sah keine Notwendigkeit für eine öffentliche Verhandlung, weshalb er auch keine durchführte. Wahrscheinlich scheut der Verfassungsgerichtshof das Licht der Öffentlichkeit in diesem Fall. Das öffentliche Interesse wäre jedenfalls groß gewesen. Die Entscheidung der Höchstrichter fiel also geheim im "Kämmerlein".
Für den naiven Bürger stellt sich die Frage, warum der Schäferhund nicht in der Liste der gefährlichen Hunde enthalten ist, wenn er doch die Beißstatistik anführt. Dadurch werden nämlich die Hundesbesitzer anderer gefährlicher Hunde gegenüber den Schäferhundbesitzern mittels Gesetz diskriminiert. Das Hundeführerscheinurteil des VfGH nimmt darauf keinen Bezug.



Hundeführerschein mit 1. Juli 2010 / Liste der betroffenen Hunde

Liste der betroffenen Hunde: 
Bullterrier, Staffordshire Bullterrier, American Staffordshire
Terrier, Mastino Napoletano, Mastin Espanol, Fila Brasileiro, Mastiff, Bullmastiff, Tosa Inu, Pitbullterrier, Rottweiler, Dogo Argentino (Argentinischer Mastiff). Der Führschein gilt auch für Mischlinge.

Wichtige Informationen zur Hundeführerscheinpflicht:
* Der Hundeführerschein muss innerhalb von 3 Monaten ab Beginn der Haltung erworben werden.
* Das Mindestalter des Hundes zum Zeitpunkt der Prüfung muss 6 Monate betragen.
* Das Mindestalter des Hundehalters muss 16 Jahre betragen.
* bestehende Besitzer von "Kampfhund", müssen den Hundeführschein innerhalb eines Jahres ab Inkrafttreten des neuen Gesetzes absolvieren.
* Der Hundeführerschein ist bei jedem Ausgang ("Gassi gehen") mitzunehmen und der Polizei auf Verlangen vorzuweisen. Die Polizei kann in Zukunft nicht nur Strafen, sondern bei einer Gefahrensituation den Hund auch dem Besitzer wegnehmen und in Verwahrung nehmen.



Hundeführerschein: Prüfung & Abwicklung

* Der Hundeführerschein ist freiwillig

* Prüfung hat 2 Teile:
Der Hundeführschein besteht aus einem theoretischen und praktischen Teil. Der theoretische Teil soll dazu beitragen, das Wissen über Hundehaltung, Hundeausbildung, Verhalten des Hundes, Gesundheit und gesetzliche Verpflichtungen zu erweitern und zu festigen. Im praktischen Teil soll gelernt beziehungsweise gezeigt werden, dass Hundehalterinnen und Hundehalter in der Lage sind, Alltagssituationen gemeinsam mit ihren Hunden tiergerecht, gesetzeskonform und stressfrei zu bewältigen.

* Vorraussetzungen für den Hundeführerschein:
Das Mindestalter der Hunde zum Zeitpunkt der Prüfung muss sechs Monate betragen. Der zu prüfende Hund muss in Wien gemeldet sein. Zur Prüfung kann nur die Person antreten, auf deren Name der Hund bei der Stadt Wien (MA 6 - Rechnungsamt) gemeldet ist. Eine Vorbereitung im Rahmen eines Kurses ist nicht erforderlich, aber wünschenswert.

* Prüfer des Hundeführerscheins:
Den Prüfer für den Hundeführerschein kann man sich aussuchen. Eine Liste der Prüfer gibt es bei der Tierschutz Ombundsstelle Wien, Muthgasse 62, 1190 Wien. Website www.tieranwalt.at

* Kosten des Hundeführerscheines
Die Prüfer/innen sind berechtigt, für ihren Aufwand bis maximal 25 Euro einzuheben. Hundehalter/innen, die die Prüfung zum freiwilligen Hundeführschein erfolgreich abgelegt haben, sind für das darauf folgende Jahr von der Hundeabgabe (43,60 Euro) befreit und erhalten kostenlos die "Hundebox" der Stadt Wien und Ermäßigungen zu diversen Veranstaltungen.

* Informationen zu Lernunterlagen und Prüfungsmodalitäten für Hundehalter/innen, die mit ihrem Hund die Prüfung ablegen wollen:
Büro Umweltstadträtin Ulli Sima
Petra Schweiger
Telefon (+43 1)4000-81351 , Fax (+43 1)4000-99-81340
E-Mail: hundefuehrschein@ggu.magwien.gv.at



Hundeabgabe für 1 Jahr ersparen mit dem Hundeführerschein:

Hundeabgabe 2010/2011
Behörde: MA 6 - BA 34,
Ort: 1070 Wien, Hermanngasse 24-26
Telefon: 01-4000-07910
Geschäftszeiten: Montag-Freitag 8.00-15.30 Uhr
Kosten: 43,60 EUR, für jeden weiteren Hund: 65,40 EUR
mit Sozialpass Stufe P bzw. Mobilpass: Zuschuss 21,80 EUR
Befreiung: nach erfolgreicher Absolvierung der freiwilligen Hundeführscheinprüfung (für das folgende Jahr) sowie für Blindenführhunde
Geprüfte HundehalterInnen von nicht-führerscheinpflichtigen Hunden ersparen sich für ein Jahr die Hundeabgabe von 43,60 Euro.

Abwicklung:
1) Nach Absolvierung des Hundeführerscheins erhalten Sie eine Bestätigung
2) Damit gehen Sie zur Buchhaltungsstelle Hermanngasse 24-26-, 1070 Wien geöffnet von Montag-Freitag 8.00-15.30 Uhr
3) Dort bekommen sie eine Befreiung für das darauffolgende Jahr (nicht für das laufende Jahr)
 
Bei Fragen können Sie sich auch an den Tierschutzombundsmann wenden:
Tierschutzombudsstelle Wien (TOW)
Muthgasse 62, 1190 Wien       
Telefon 01 - 318 00 76 75079

Anmerkung Wien-konkret: NEU:
* Die Befreiung von der Hundesteuer für ein Jahr gilt nur für Hunde, die nicht führerscheinpflichtig sind.
* Die Buchhaltungsstelle ist jetzt 2011 in der Hermanngasse 24-26, 1070 Wien statt wie bisher in der Stadthauptkassa im Rathaus.



Hund und Herrl fit für die Großstadt

 "Beim 'Wiener Hundeführschein' geht es nicht um eine Gehorsams-Prüfung", erklärte Tierschutzombudsmann Gsandtner, "vielmehr darum, dass das Gespann Hund und HundehalterIn typische Alltagssituationen in der Großstadt problemlos meistert." Auf Initiative von Umweltstadträtin Sima entwickelte die Tierschutzombudsstelle Wien ( www.tieranwalt.at/ ) dafür einen neuen Ansatz zum Thema Hundehaltung. Gsandtner: "Wichtig für die Vermeidung von Konflikten ist die richtige Reaktion auf Herausforderungen des Alltags. Jeder Hund reagiert anders auf bestimmte Reize. Weiß seinE BesitzerIn das, kann er/sie dementsprechend handeln. Oft reicht ein rechtzeitiges Wechseln der Straßenseite. Das erspart den Tieren unnötigen Stress, ebenso den HundebesitzerInnen und nicht zuletzt den NichthundehalterInnen." Der "Wiener Hundeführschein" soll, so Gsandtner, ein Beweis dafür sein, "dass HundehalterInnen ihre Verantwortung gegenüber Hund und Mitmensch ernst nehmen."
 

Was und wie wird geprüft?

 Der Hundeführschein besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Mittels eines Multiple-Choice-Tests wird zunächst das theoretische Wissen der HundehalterInnen geprüft, von rechtlichen Pflichten über die richtige Betreuung, die Gesundheit des Tieres bis zur korrekten Beurteilung des Verhaltens des Hundes und des Erkennens seiner Körpersprache. In ruhiger Umgebung wird anschließend der richtige Umgang mit dem Hund - Anlegen von Leine und Maulkorb, Ohren- und Pfotenkontrolle, etc. - festgestellt. Abschließend erfolgt die Simulation eines Spaziergangs in der Großstadt mit typischen Szenen, etwa einer Menschenansammlung bei einer Straßenbahnstation. Beurteilt werden das konfliktfreie Verhalten in der Öffentlichkeit, die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und der tiergerechte Umgang mit dem Hund. Tierschutzombudsmann Gsandtner: "Die Prüfungssituationen sind so zu bewältigen, wie die HundeführerInnen die Fähigkeiten und die Belastbarkeit des eigenen Hunds einschätzen. Ziel ist es, die Aufgaben auf eine dem Hund angepasste Weise zu bewältigen, so dass die Sicherheit im öffentlichen Raum und die Sicherheit des Hundes gewährleistet bleiben."
 

Die "Wiener Hundebox" gratis

 Erfolgreiche AbsolventInnen der Hundeführschein-Prüfung erhalten neben einem Formular, nach dessen Einreichung sie sich für 1 Jahr die Hundeabgabe ersparen, unmittelbar nach der Prüfung ihren "Wiener Hundeführschein". Mit diesem können sie bei bestimmten Außenstellen des Bürgerdienstes der Stadt Wien die "Wiener Hundebox" gratis abholen. Neben Wissenswertem in Buchform enthält die Box auch Dank der Unterstützung der Partner "Fressnapf" und "Nestlé" zahlreiche weitere Geschenke: vom Erste- Hilfe-Paket über Futterproben, einem Einkaufsgutschein bis hin zu einer Leine und zu "Hundesackerln" für den "Fall der Fälle".
 

Wer kann den "Wiener Hundeführschein" erwerben?

 Das Angebot des "Wiener Hundeführscheins" richtet sich an alle Wiener HundebesitzerInnen, egal wie groß oder klein ihr Vierbeiner ist. Nur beim Alter des Tieres gibt es eine Beschränkung: die Hunde müssen zum Zeitpunkt der Prüfung mindestens 6 Monate alt sein. Zweite Voraussetzung: Der Hund muss zum Prüfungstermin in Wien gemeldet sein. Zur Prüfung antreten können nur Personen, auf die der Hund gemeldet ist.
 

So funktioniert's

Wer den "Wiener Hundeführschein" absolvieren will, hat zunächst die Qual der Wahl. Aus einer Liste von eigens ausgebildeten ExpertInnen haben die HundebesitzerInnen die Möglichkeit, sich "ihreN" PrüferIn auszuwählen. Die Liste der PrüferInnen ist im Internet unter www.natuerlich.wien.at/ abzurufen oder kann unter der Wiener Telefonnummer 4000-81 351 angefordert werden. Nach der Terminvereinbarung steht der Prüfung nichts mehr im Wege. Sollte es wider Erwarten beim ersten Mal nicht klappen, kann die Prüfung beliebig oft wiederholt werden. Die PrüferInnen sind berechtigt, für ihren Aufwand einen Betrag von 25 Euro einzuheben.
 

Lernen leicht gemacht - Unterlagen gratis im Internet

 Wie bei jeder Prüfung ist eine gute Vorbereitung die beste Voraussetzung für den Erfolg. Ein eigener Vorbereitungskurs ist für den "Wiener Hundeführschein" nicht zwingend vorgeschrieben, kann aber den HundebesitzerInnen sehr dabei helfen, die Bedürfnisse ihres Vierbeiners besser zu verstehen. Auskünfte über Prüfungsvorbereitungen erteilen HundetrainerInnen und -schulen oder die Hundeführschein-PrüferInnen. Das von der Tierschutzombudsstelle Wien gemeinsam mit ExpertInnen erstellte Handbuch behandelt alle wichtigen Aspekte der Hundehaltung in Wien, von den rechtlichen Grundlagen bis hin zum Erkennen und Verstehen der Körpersprache des Tieres. Zusätzlich steht den Interessierten als Lernbehelf der gesamte Katalog mit allen Fragen und Antworten, die zur theoretischen Prüfung kommen können, zur Verfügung. Die Unterlagen können unter www.natuerlich.wien.at/ gratis downgeloadet werden oder gegen einen Kostenbeitrag von 10 Euro unter der Wiener Telefonnummer 01/4000-81 351 oder per E-mail unter hundefuehrschein@ggu.magwien.gv.at angefordert werden.
 

Sicherheitspaket rund um den Hund

 Der "Wiener Hundeführschein" ist ein wesentlicher Teil des Sicherheitspakets rund um den Hund, das nach intensiver Diskussion mit ExpertInnen aus dem In- und Ausland in Wien umgesetzt wurde und auch die Versicherungspflicht für in Wien nach dem 1. Jänner 2006 geborene Hunde brachte. Der Erwerb des Hundeführscheins erfolgt grundsätzlich freiwillig, kann aber auch behördlich vorgeschrieben werden. Und zwar jenen HundebesitzerInnen, die zulassen, dass ihr Hund eine "Gefährdung oder Belästigung" für Menschen darstellt.


Mag. Karl Wögerer, RK vom 13.02.2006
 





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Es liegt am Wesen des Hundes

Wollte mal sagen, ich hatte früher einen Rotweiler. Sie war abgerichtet und verstand sich mit anderen Hunden super und auch zu andere Menschen war sie friedfertig.
   Jetzt habe ich einen mittleren Mischlingsrüden ein totaler Schmuser und eine Mopshündin. Er ist jetzt 6 jahre alt ist abgerichtet und trotzdem hat ein proplem er verträgt sich absolut nicht mit anderen Hunde. Die Hündin ist 3 jahre alt und ist nicht leicht zum abrichten weil sie vor alles und jedem angst hat. Ich und mein Sohn arbeiten mit den Hunden jeden Zweiten Tag daran diese proplem in Griff zu bekommen. Will damit sagen, das echt nicht nur an der Rasse liegt sondern am wesen des Hundes und wie der Hundebesitzer damit umgeht.
Lg   Herta M.     25. Februar 2013



250 Euro Strafe für meinen Hund (Staffod Shire Terrier)

Guten Tag

Hier  mal eine wahre Geschichte  wegen Hundeführschein usw.
Es war vor ca 3 Monaten da ging ich mit meinen Hund und mit meinen Enkelkindern (Staffod Shire Terrier)von mir zuhause in den Augarten.
Da meine Frau krank war und die Tochter arbeiten musste habe ich alle bei mir gehabt.
Frohen  mutes ging ich in den Augarten und wir spielten dann mit den Hund dann auch mit den kindern usw.
Dann spileten die Kinder Fussball und ich übte Gehorsam mit meinen Hund mit Leine und ohne Leine aber keine Beisskorb.
Wie wir dann am Weg nach Hause waren hielt mich die Polizei (Hundeführer)  auf und fragte mich ob ich einen Hundeführschein habe  (der Hund war nach den Übungen wieder angeleint ).
Ich sagte nein, ich habe aber den von meiner Frau mit den vorübergehenden.

Dann gings los. Die Polzistin meinte das interesiert sie nicht denn ich brauche einen  Hundeführschein, ich sage ihr nein erst ab dem 1 Juli so ging es hin und her, dann sagte sie Beisskorb ist auch keiner oben bei den Listenhunden gehört einer rauf , wiederum entgegnete ich ihr nein es genügt Leine. Also ein hin und her
Und dann sagte sie noch ich dürfte gar nicht mit diesen Hund gehen.
Na bumm sagte ich wie soll das gehen Die Frau krank die kann nicht gehen, Kinder bei mir die dürfen nicht, usw die Tochter von Frau arbeiten.
Dann fragt ich sie soll ich meinen Hund in die Weohnung scheissen lassen oder soll ich den Hund ins Tierschutzhaus geben .
Antwort: dann dürfen sie sich nicht so ienen Hund anschaffen.
Ich wiedrum sagt der Hund ist 7 jahre der war schon da vor dem Gesetz,
Also immer ien hin und her.
Jetz nach 3 monaten bekam ich die Strafe , da mein Hund keinen Beisskorb oben hatte muss ich 250  Euro Strafe zahlen. Ganz schön heftig.
Erstens das erste mal aufgehalten und dann wer mein Hund auch noch an er Leine, scheinbar hatte ich Recht denn es kam keine Strafe wegen den Hundeführschein dafür haben sie mir die höchste Strafe aufgebrummt .
Sehr sozial unser Polizei bzw MA 58 was das bearbeitet

mfg
Andreas S.              21. September 2011



Für "Listenhunde" gibt es keine Befreiung von der Hundesteuer

Schönen abend
Wie bereits gemailt hab ich ja jetzt den sooo wichtigen hundeführschein (bis jetzt nur den vorläufigen, da das original in scheckkartenformat noch etwas dauert).
Folgende infos sind auf ihrer homepage jedoch nicht korrekt:
.) in der stadtkassa des rathauses hat man von der befreiung der hundesteuer für 1 jahr noch nix gehört und mich an die buchhaltungsstelle in der hermanngasse verwiesen (ausnahmsweise wurde der hundeführschein kopiert und mit der dienstpost in die hermanngasse gesendet, somit hab ich mir zumindest den weg erspart)
.) am selben tag erhielt ich einen anruf von einer, zugegeben netten, dame der o.a. buchhaltungsstelle welche mir mitteilte, dass die erwähnte 1 jährige befreiung von der hundesteuer bei abgelegter hundeführscheinprüfung nur für hunde gilt, welche nicht als listenhunde anzusehen sind, da diese ja den hundeführschein verpflichtend machen müssen. (auch net schlecht, da heißt es immer es sind ja allle soooo gleich.)

Vielleicht könnte man diese umstände auf wien.konkret vermerken, damit nicht noch andere listenhundebesitzer den unnötigen weg zur stadtkassa machen.

Lg Christian D.          5.9.2011

Anmerkung Wien-konkret: Danke für die Info. Soeben im Artikel aktualisiert.



Wer verdient am Hundeführerschein bzw an der Geschenkbox?

Na endlich hab ich ihn, den Hundeführschein. Gleichzeitig hat ihn natürlich auch meine Gattin und mein Sohn machen müssen, da wir ja alle mit unserem "Listenhund" spazieren gehen. (macht gesamt € 75,-)
   Über Sinn oder Unsinn des Führscheins ist ja schon genug geschrieben, aber ein Scherzchen war dann die "Geschenkbox" welche wir vom Magistrat für die bestandene Prüfung abholen durften.
   1,5 kg Hundefutter
war ja noch das Beste. Auch die Futterschüssel aus Plastik war nicht schlecht. Aber was soll ein "Listenhunde"-Besitzer mit einer, ca. 8mm dicken, roten Leine???
Mich würde interessieren, wer nun wirklich an dieser "Führschein"-Idee verdient bzw. was die eigentlich dem Steuerzahler kostet.
   Von den €25 pro Prüfung muss die Prüferin Steuer zahlen. Wer bezahlt aber die Beamten welche die Hundeboxen ausgeben, wer bezahlt die Hundebox, wer bezahlt den Veterinär im Veterinäramt (Wartezeit bei mir 2,5 Std! bis ich überhaupt dazu ermächtigt wurde für die Prüfung anzusuchen). Jeder geborene Wiener weiß natürlich auf welche Kosten das geht -- richtig -- der Steuerzahler blecht mal wieder.

christian d.    13. August 2011

Antwort Wien-konkret: Wahrscheinlich ist das verfassungswidrig. Mit einer Prüfungsgebühr kann ja wohl kein Sachbezug "Gratisgeschenkbox" - die natürlich nicht gratis ist - verbunden sein. Wir spannend, wenn ein Hundebesitzer den Verfassungsgerichtshof deswegen anruft und seinen Schaden der überhöhten Prüfungsgebühr einfordert.



Diskriminierung der Hunderassen

1. gilt der Hundeführerschein nicht überall
2. auch wenn dem so wäre, Tiere/ Hunde haben Instinkte und reagieren entsprechend auf Gefahr/ Reize etc.

Dies gilt auch für "Ratten" - Große Hunde sind ja soooo gefährlich und böse und tun den kleinen überzüchteten, von Minderwertigkeitskomplexen geplagten Chihuahuas (zum Beispiel) immer nur weh.#
Dass ich bereits 2x von einem dieser kleinen, lieben, putzigen Ratten angegriffen wurde und "gebissen" wurde, weils Herrchen und Frauchen meinen, sie haben es nicht nötig sie an der Leine zu halten, das ist irrelevant- weil es ja kein gefährlicher Hund von der Liste ist.
FRECHHEIT!

Außerdem dienst die Leine als SCHUTZ FÜR und VOR anderen Gefahren einzig und allein dem Hund!
Instinkte fürhen dazu, dass der Hund einem Vogel nachläuft, ob der Jagd oder des Spielens willen- führen dazu, dass der Hund jem anspringt aus Freude oder Angriff. Aber Instinkte haben ALLE Hunde (auch diese Zuchtratten mit Fell) und müssen entweder ALLE den Hundeführerschein machen, oder es ist reine Geldmacherei und Diskriminierung einzelner Hunderassen - so, wie ich es an dem Beispiel hier getan habe.
Auch kleine Hunde haben das Recht und die Pflicht auf sopziale Kometenz geprüft zu werden, ob Chihuaua oder Dackel... egal. Hund ist Hund!

Florian B   7. Juli 2011



Sinnloser Hundeführerschein

S.g. Damen und Herren!
Der "Hundeführerschein" hat nur für Wien eine Gültigkeit.
"Wien" ist nicht nur Bundesland sondern auch Bundeshauptstadt von Österreich und als einzig Stadt Österreichs mit einer "Hundeführerschein" belegt worden! In keiner anderen Stadt Österreichs hat das Gültigkeit.
Eine gute Bekannte von mir ist in Bregenz zu hause und hat einen Schäferhund. Nach einer Anfrage meinerseits, gibt es in Bregenz keine "Hundeführerscheinpflicht".
Österreich ist ein Mitglied der Europäischen Union und diese Angelegenheit müsste dem Europäischem Gerichtshof in Den Haag vorgebracht werden!
Laut Aussage meiner Tierärztin hat das nur eine Gültigkeit bis zum zehnten Lebensjahr eines Hundes.
Unser Staffordshire-Mischling, ist über 16 Jahre alt, auf einem Auge völlig Blind, am anderen Auge den Graustar und halbblind, hat einen Hodentumor und eine Nierenunterfunktion da er einen erhblichen Wasserdrang hat.
Ich frage mich wozu wir einen Hundeführerschein für diesen Hund brauchen!
   Am Sinnvollsten wäre eine gesetzliche Anordnung, mit einen jeden Hund in der Hundeliste, ab dem sechsten Monat, auf einen Hundeabrichteplatz zu gehen. Der Hundabrichteplatz bräuchte eine Genehmigung nach Vollendung der Hundeabrichtung eine "Abrichterbestätigung, und einen Hundeführerschein" auszustellen und dem Besitzer auszuhändigen! Das wäre meines erachtens die beste Lösung dieses Problemes. Ein Hund ist ab 18 Monate Charakterlich geprägt und kann nicht mehr das lernen was er ab dem sechsten Monat hätte lernen können.
   Ich hatte drei Doggen, einen Ridgeback und einige andere Hunde in einem Leben. Heute habe ich zwei Malteser die nicht in der Hundeliste stehen und einen 16 jahre alten Staffordshire-Mischling.
Es gibt einen Wr.Tierschutzveband, aber keinen Wr. Hundeschutzverein.
Ich bin gerade dabei mit einer Unterschriftensammlung diesen Verein zu gründen um den Hundebesitzern zur Seite stehen zu können. Für Rechtsanwaltvertretungen wurden schon Verbindungen hergestellt. Bis jetzt verläuft alles Postiv und ist nurmehr eine Frage der Zeit wann dieser Verein für Hundebesitzer zur Verfügung steht.

MFG. G. Rudolf    6. Juli 2011



verpflichtender Hundeführschein

Ich habe vor kurzem die Hundeprüfung abgelegt und bestanden. Allerdings muss ich sagen das diese Prüfung reine Glückssache ist und auf der Laune der Prüfer basiert. Leider erwischte ich eine Prüferin, bei der die Sympatie auf der Strecke blieb. Wenn man seit 4 Jahren einen Hund besitzt mit dem man sich blind versteht, ist es besonders ärgerlich wenn eine fremde Person der Meinung ist alles zu kritisieren. Meine Prüfung war die reinste Schikane mir und meinem Hund gegenüber, und ich war recht enttäuscht das man verurteilt wird ohne sich jemals vorher begegnet zu sein. Daher wünsche ich all jenen die diese Prüfung noch vor sich haben eine bessere Wahl des Prüfers.

Melissa S.     4. Juli 2011



Hundeführerschein: Killerhund erst an 9. Stelle

es gibt keine Kampfhunde, DER MENSCH MACHT SIE
jeder regt sich auf, auf die sogennanten killerhunde.
1.warum ist der Schäferhund nicht dabei
2.warum der Dobermann nicht dabei
siehe die Statistik welche hunderassen in % die meisten bissunfälle haben.

An erster stelle liegt klar der Schäferhund mit über 2% und wo liegt der erste sogennante Killerhund? an 9 stelle mit 0,9%.

franz   24. April 2011



hundeführerschein- abolut irrsinnig

Ist ja wieder mal typisch das so ziemlich jede Rasse für den Hundeführerschein auf so genannte "Kampfhunde" (wobei es sich dies eigentlich hund auf hund bezieht und nicht - hund auf mensch - ^^) beschränkt! Oft kommt es gar nicht auf die Rasse an, sondern was der Besitzer aus dem Hund macht!!! Es gibt beispielsweise genügend terrier die, die liebsten und total familien bezogenen Haustierchen sind! Also soltte man sich eher Gedanken über die Besitzer machen - an all die super "Hundeexperten & Rassenhygieniker! ^^

cici rusch  22. März 2011



der Hundeführerschein ist eine sehr gute Sache

Ich persönlich halte aber nichts von der Liste. Jeder Hund ist das Ergebnis seines Halters und seiner Vergangenheit.
Schon klar, wenn der kleine Yorki in der Tasche keifft und sogar auf's Frauderl schnappt interessiert, dass Niemanden. Der kleine ist ja auch keine wirkliche Gefahr.
Aber das verteufeln von bestimmten Rassen ist genauso unfair. Es gibt Rottis, Staffs etc. die einem maximal zu tode schmusen, aber nie beissen würden. Das gilt auch für Schäfer. Es gibt Schäfer die sind super lieb und ander sehr bissig. In den wenigsten Fällen liegt es am Hund. Viel mehr am Hundehalter. Viele nehmen sich leider Hunde und haben keine Ahnung, weder vom Hundewesen generell, noch von der ausgesuchten Rasse. Ich finde den Hundeführerschein wirklich sinnvoll, aber dann doch bitte für jeden Hundehalter, sobald der Hund eine bestimmte Schulterhöhe überschreitet. (nicht nur freiwillig) Verflichtend für ALLE. Ja sicher haben manche Hunde eine sehr starke Bisskraft, aber auch ein mittelgroßer Mischling (keine "Kampfhundkreuzung") kann zur großen Gefahr werden. Erklären Sie dann der Mutter, dass ihr Kind leider für den Rest des Lebens im Gesicht entstellt ist, aber liebe Mutter sein sie doch froh, dass es kein Kampfhund war. Dann wäre Ihr Kind vielleicht tot.

Meine feste Überzeugung ist es, dass wirklich jeder Mensch, der sich dafür entscheidet einen Hund zu haben, zumindest eine Hundeschule (Grundkurs) und den Hundeführerschein macht. Nicht für den Hund, sondern für das Herrl. Motto: Lerne zu verstehen wie Hunde sind, vorallem der Eigene. Ich bekomme bald meinen Am.Staff Welpen. Wir werden ganz sicher sofort in die Welpenschule gehen. (ist wie der Kindergarten für Kinder), dann machen wir den Jungehundekurs, den Anfängerkurs, den Fortgeschrittenen Kurs und natürich auch den Hundeführerschein. Auf Agility freuen wir uns am meisten. (Super Hundesport für Hund und Herrl)

Und ich gebe sehr vielen Beiträgen hier recht. Wer noch nie einen Hund hatte, sollte ganz sicher nicht mit einer dominanteren Rasse beginnen und vorallem bereit sein, selbst am meisten zu lernen.

Ich wünsche allen Hundeliebhabern noch viel Freude mit ihren Lieblingen und würde mir wirklich wünschen, dass alle anderen etwas mehr Toleranz zeigen. Gemeinsames auf einander Zugehen ist doch die beste Lösung für alle. 

Ich & Amy                                 7. Februar 2011



Hundeführerschein & "Rassenhygieniker"

Ich bin verwundert, mit welcher Unverfrorenheit hier in nahezu allen Parteien die "Rassenhygieniker" unterwegs sind, und das ohne entsprechenden Aufschrei im Lande. Ich darf den verantwortlichen Politikern, insbesondere jenen, die diesen Hundeführerschein-Schwachsinn "erfunden" haben, in Erinnerung rufen, auf welche "wissenschaftlichen Erkenntnisse" sie sich da beziehen!

Klaus U.                   28. November 2010



Bissiger Retriver Rüde fällt Terrier Mix an!

Sehr geehrter Herr Mag. Marschall!
 
Gestern in den Abendstunden zwischen 19.40h und 20.00h kam es im Bereich Leystrasse - Hellwagstrasse zu einem schweren Vorfall zwischen einem aggressiven bissigen Retriver Rüden und einem kleinen Terrier Mix.
    Der besagte Retriver Rüde der Frau Susanne E. gilt im Gemeindebau des Winarsky Hofs und Umgebung als äußerst aggressiv und bissig, da der stattliche ca. 50kg Rüde mit sämtlichen Hunden aus der Wohnanlage und Nachbarschaft der umliegenden Wohnanlagen völlig unverträglich ist und ständig auf attackieren gerichtet ist. Dennoch lässt die genannte Hundehalterin diesen Retriver Rüden immer wieder "ohne" Leine und Maulkorb frei in der Wohnanlage und den angrenzenden Gassen und Strassen laufen.
   Mehrmalige Ermahungen durch mich und andere Hundehalter haben bei der Hundehalterin bislang auf taube Ohren gestossen und immer wieder versicherte Sie, daß der Hund ohne Leine und Maulkorb verträglicher als mit Leine und Maulkorb sei und nichts passieren würde. Glaubhaft war diese Versicherung allerdings nie, denn schon im nächsten Augenblick rastete der Retriver beim Anblick eines Artgenossen sofort wieder aus.  
   Auch Gestern Abend zu den angeführten Zeit, führte Frau E. ihren Retriver wieder ohne Leine und Maulkorb auf einem öffentlichen Platz ( nicht einmal in der Pseudohundezone in der Durchlaufstrasse ) Gassi und begegnete etwas abseits von mir und meinem Schäfer dem Terrier Mix, über den der Retriver Rüde ohne Vorwarnung sofort herfiel. Obwohl das Kampfgetümmel der beiden Hunde samt dem Geschrei der Halter des Terrier Mix deutlich hörbar war, fand die Halterin des Retriver Rüden es nicht der Mühe wert, zumindest einmal Nachschau zu halten. Erst nachdem die entsetzte Hundehalterin des kleinen Terriers die Besitzerin des Retriver rief, ging Diese gemächlich nach ihren Hund zu sehen.
 
Fazit: der kleine Terrier Mix liegt mit offenen Wadenbruch, durchtrennten Muskelgewebe und schweren anderen Fleischwunden in der Veterinär Medizin und musste dringend Notoperiert werden, sowie heute Vormittag nochmalig. Eine Anzeige gegen Die Halterin des Retriver Rüden ist in der Polizei Inspektion Pasettistrasse bereits eingeleitet, was die Halterin des Retriver allerdings unbeeindruckt lässt.
Zum vereinbarten Treffpunkt mit den Haltern des Terriers kam Frau E. mit ihrem Retriver zwar an der Leine, aber ohne Maulkorb und beinahe hätte ihr Retriver Heute Morgen, meinen Schäfer angegriffen, wenn die Halterin des Retriver nicht einen Halt an einem Baum gefunden hätte, um so ihren erneut in Rage garetenen Hund abzufangen.
    Wie sich herausstellte, war die Attacke des Retriver Rüden auf den Terrier Mix bereits die zweite Attacke innerhalb weniger Tage und daß der Terriers bereits beim ersten Angriff nicht verletzt wurde, war dem Zufall zu verdanken, daß der Retriver damals angeleint war, seine Besitzerin jedoch mitsamt der Halterin des Terriers in ein Gebüsch katapultierte, was lediglich mit leichten Blessuren
an der eigenen Halterin und der Besitzerin des Terriers endete.
   Gemäß dem Wiener Tierhaltegesetz ist dieser Retriver Rüde nachweislich "bissig" und gefährlich und es stellt sich somit die berechtigte Frage, was dieser Rüde eventuell einem Kind antun könnte, Das vielleicht sein Hündchen ausführt, wie es durchaus als Gegeben ist. Wenn der Retriver Rüde nämlich in Rage fällt, attakiert Dieser auch durchaus die Halter des Hundes, auf Den
es der Retriver abgesehen hat.  Ich hoffe nur, daß die Behörde in diesem Fall zu reagieren weiß und dafür Sorge trägt, daß dieser Retriver keinen Schaden mehr an Tieren und vielleicht noch Menschen dazu anrichten kann!
   Außerdem wird seit geraumer Zeit von mir und anderen Bewohnern unserer Wohananlage eine weitere Dame gesichtet, Die eine Semmelbraune Pitbull Hündin Leinen und Maukorblos in der Wohnanlage und Umgebung frei laufen lässt und Das obwohl das Gesetz ab 1. Juli 2010 eine klare Regelung für "Kampfhunde" erlassen aht. Allerdings konnte man die Pitbull Halterin noch nicht Namentlich ausfindig machen, um Anzeige erstatten zu können!
So bleibt nur die Furcht vor diesem Kampfhund und zu hoffen, daß dieser Pitbull in der Zwischenzeit keine anderen Tiere oder Menschen in der Wohnanlage angreift! 
 
mfg,
Gerhard R.         21. Juli 2010



Gefährlicher Schäfer und anderer Schwachsinn!

Je näher der 1. Juli rückt, umso mehr entnehme ich aus sämtlichen Medien die furchtbarsten Schreie der Ungerechtigkeit darüber, daß der Schäfer als eines der "gefährlichsten Tiere überhaupt" nicht auf der Rasseliste steht und was der Schäfer nicht so alles anzustellen vermag. Vergleiche aus Deutschland, der Schweiz und was weiß ich noch von wo werden akribisch aufgelistet um zu zeigen, welch gefährliches Raubtier unsere geplagte Stadträtin doch einfach nicht mit auf die Liste gesetzt hat. Einfach Ungerechtigkeit hoch pi! Ich frage mich, was ist los in dieser Stadt, in diesem Land? Schnappen denn jetzt alle total über?
Warum fürchten denn gar so viele den guten Schäferhund?
Die Antwort ist ganz einfach zu finden! Der Schäferhund ist ein sehr treues und aufopferndes Tier, Das jederzeit zum Schutz seiner Besitzer, seiner Familie sein eigenes Leben hingibt. Der Schäfer ist humorlos, wenn es darum geht, daß Herrl oder Frauerl in seinem Beisein angegriffen, beraubt udgl. würden. Der Schäfer schützt die Kinder aus seiner Familie und auch Heim und Hof, oder auch das Auto in dem Er gerade sitzt. Der Schäfer kann sehr unangenehm werden, wenn man ihn, gewußt wie, reizt und das klappt natürlich sher gut, wenn man sich seinem Besitzer/in unerwartet und lautlos von hinten nähert, oder im Dunkeln hinter einem Baum, Gebüsch hervorspringt. Er mag es nicht, wenn man sich Ihm und seinem Besitzer/in mit erhobenen Schirmen, Stöcken etc. nähert und wild gestikulierend nach einer Strasse oder Gasse fragt. Auch plötzliche Asthmaanfälle udgl. Die zuvor ein entgegen kommender Mensch nicht schon im Voraus anzeigte, kann der Hund schwer verstehen, aber Das nicht nur der Schäfer allein!
Ich habe z.B. einen gut trainierten und ausgebildeten Schäfer, der aber noch immer lernt, und das obwohl wir den freiwilligen Hundeführschein schon mit bravour bestanden haben. Ich betone "Freiwillig" als verantwortunsgvoller Hundehalter für die Stadt und die, wenn auch oftmals wenig sympathischen Mitmenschen darin. Eigentlich wollte ich meinen Hund, da er sehr lernfähig und lernfreudig ist, weiter zu einem Such- und sogenannten Gebrauchshund ausbilden, was ich mir und dem Hund jetzt allerdings erspare. Es braucht keiner der jetzigen Schäferhasser und Hundegegner allgemein, meinen Hund, um ihn aus einer Lawine, einem Schutthaufen nach einem Erdbeben etc. zu bergen. Es braucht auch meinen Hund Keiner, Der sich in Bergen mit Sandalen usw. herumtreibt, oder in Höhlen herumkriechen muss. Es braucht meinen Hund Niemand, um nach etwaigen vermissten zu suchen und Allem was der Schäfer sonst noch so zu leisten vermag und wozu man diesen verhassten Hund sonst immer wieder ruft. Der Zug ist jedenfalls abgefahren und ich würde auch allen anderen angehenden Rettungshundeführern dazu raten, ihre Ausbildung ebenfalls einzustellen. Wenn die Leute Schäferhund und Co. nicht wollen, oder so sehr fürchten, dann sollen Sie auch auf Sie verzichten! Ganz einfach!
Ach ja, daß ich es nicht vergesse, Schäferhunde haben tatsächlich auch schon getötet. Nämlich in den 70er und bis in die 80er Jahre weiße kanadische Schäfer in den Südstaaten der USA, wo Sie von Rassisten dazu mißbraucht wurden um Schwarze anzufallen. Auch die in Deutschland und der Schweiz auffälligen Hunde wurden zuvor durch falsche Ausbildung und falschen Umgang mit dem Tier dazu abgerichtet, besonders scharf und Wachsam zu sein. Nur so viel, um bei der Wahrheit zu bleiben, liebe Mitbürger der verschreckten Generation! 
Gerhard    28. Juni 2010



Hund & Mitmensch

Hundeführschein mit hervorragendem Erfolg bestanden

Hundeführschein mit hervorragendem Erfolg bestanden

Anbei ein Foto von meinem jetzigen Schäfer, der sich noch Ausbildung befindet, jedoch mit uns am 19. April 2010 den freiwilligen Hundeführschein mit hervorragendem Erfolg bestanden hat.
Da ich mit großer Freude festgestellt habe, daß Sie sich der Thematik Hund und Mitmensch und besonders ob gefährlich oder nicht annehmen, hätte ich hierzu noch so einiges an den Tag zu legen und besonders meine Erlebnisse als Spaziergänger mit seinem Hund im Bereich der Brigittenau hinter und rund um die Millenium City, wo ich auch wohnhaft bin!

Gerade hier wäre so mancher Handlungsbedarf, denn ich zwar schon an das Stadtratsbüro weitergeleitet habe und sich die von dort ausgehende Weiterleitung an die zuständige Bezirksbehörde und Polizeiinspektion wenig erfolgreich zeigte!
So wie ich mit unserem Schäferhund nur an der Leine gehe, halten sich auch alle übrigen Schäferhundehalter an dieses Gebot und kein einziger Schäfer ist tatsächlich ohne Leine oder Maulkorb anzutreffen. Auch seit dem immer näher rückenden 1. Juli sind Rottweiler, Pittbull & Co. nicht mehr freilaufend.
Für Retriver, Labrador, Dalamtiner und andere Rassen und ganz besonders für kleinere Mischlinge sowie Minihündchen von Malteser, Pekinese, Rehpinscher udgl. gelten diese Regelungen "leider" absolut ganz und gar nicht, was "leider" immer wieder zu Konflikten führt.
Auch das Verhalten der Nichthundehalter hat sich bei Begegnungen mit Hundeführern nicht wesentlich verbessert und bewusst herbeigeführte Provokationen sind fast alltäglich. Traurig daran ist, daß es sich hierbei rund um zwei Drittel um Mitmenschen mit Migrationshintergrund handelt, aber gut ein Drittel auch aus den ursprungs Österreichern besteht. Hundehasser oder in harmloserer Form Hundegegner sind scheinbar multikulturell geworden!
 
In diesem Sinne,
L.G.  Gerhard R                     25. Juni 2010



Bissiger Schäfer & Hundeführschein

Es mag durchaus der Fall sein, daß Schäferhunde vielleicht, und ich betone, vielleicht, beissfreudiger als andere Hunderassen sein können, was diese Hunde aber keineswegs gefährlicher macht. Wenn ein Schäfer zubeisst, dann ist es sicher ein schmerzhafter Biss, aber keinesfalls artet eine Beissattacke eines Schäfers mit Verletzungen wie bei einem Pittbull udgl. aus. Außerdem sind die wenigsten Fälle bekannt, wo Schäferhunde Menschen regelrecht verstümmelten oder gar töteten.

Ausnahmen gibt es natürlich immer wieder und auch Retriver und Labrador z.B. können zu einer Bestie mutieren. Diese Hunde sind allerdings nie von heimischen Züchtern, sondern immer Billigimport aus dem Osten, so wie viele andere Rassen auch. Welpen Die z.B. schon mit 4 oder maximal 6 Wochen der Mutter entrissen werden und in Kisten, Koffern etc. unter Qualen über die Grenzen geschmuggelt werden, entwickeln sich später leider als auffällig oder aggressiv. Dies ist allerdings nicht auf die Rasse des Hundes zuzuführen, sondern auf die Zucht und Umgangsbedingungen. Billig ist und bleibt eben billig und Dies gilt auch für Hunde so wie für alle anderen Billigimporte aus dem Osten oder Ausland. Man sollte daher weder Rassen noch deren Mischlinge verteufeln, sondern die Händler bzw. die Halter, die sich einen solchen Billighund zulegen.

Ich selbst habe über 30 Jahre Schäferrassen und noch nie war einer meiner Hunde eine Gefahr für meine Mitmenschen. Außer natürlich dann, wenn ein Grund dafür vorlag, so daß der Hund mich oder meine Frau vor agressiven Mitmenschen schützen musste. Zu einem Biss kam es aber in all den Jahren trotzdem nie und wenn auch Nichthundehalter sich über die Regeln bei Begegnungen mit fremden Hunden ein wenig informieren würden und auch ihre Kinder, käme es zu weit weniger Konflikten mit Hunden.

Leider leben wir in einer Stadt, einem Land, voller Mitmenschen, die oft anarchistisch und rücksichtslos im Umgang mit "ihren" Mitmenschen und Tieren auftreten, so daß es leider immer zu Konflikten führen kann. Warum muss auf Gehsteigen unbedingt knapp mit Fahrrädern an Personen und Hunden vorbeigefahren werden? Warum muss in Hundezonen gejoggt werden? Warum müssen Kinder Hundegebell usw. imitieren? Warum müssen Hundegegner pöbeln? Warum können Menschen nicht mit anderen Menschen und ihren Hunden in Frieden zusammenleben? Das Miteinander könnte so schön sein und das Thema Hund und Gefährlich oder nicht, würde gar nicht erst aufkommen, wenn ALLE sich an die goldenen Regeln halten würden!

Gerhard R.   25. Juni 2010



wenn ein Schäfer, Golden Retriever oder sonst eine Rasse beißt lesen wir das nirgendwo, komisch!

Hallo Hr. Mag. Marshall,
Herzlichen Dank für die Veröffentlichung meines Schreibens.

Es ist mir ein grosses Bedürfnis dieses Thema klar zu stellen. Ich war über 9 Jahre in einer Tierarztpraxis beschäftigt , bin am Abrichteplatz mit meinen Hunden aktiv, kenne und sehe viele Hunde und es sind bestimmt die falschen die für bestimmte politische Machenschaften Wahlen etc. missbraucht werden. Es ist leider so, daß in den Medien nur Artikeln gebracht werden wo ein sogenannter " Kampfhund" beisst,warum auch immer. Aber wenn ein Schäfer, Golden Retriever oder sonst eine Rasse beißt lesen wir das nirgendwo, komisch.
Ich kann nur aus eigener Erfahrung sprechen das sog."Kampfhunde" eine absolut hohe Reizschwelle haben und absolut freundliche liebenswerte Hunde sind, total auf Menschen und Kinder bezogen, freuen sich über jeden Sozialkontakt und jede Streicheleinheit die sie bekommen. Zb. Der Schäfer: Warum wird er bei der Polizei beim Bundesheer bei div. anderen Organisationen verwendet? Weil er einfach zu manipulieren ist und die Reizschwelle nicht hoch ist ,von 0 auf 100 in einer Sekunde,genau so lauft es auch im normalen Alltag wenn dem Hund was nicht passt. Aber zugeben tut es keiner. Das verschweigen wir lieber. Ich nehme an, in den höheren Positionen gibt es viele Schäferhund Liebhaber. Sonst bräuchte man darüber nicht einmal ein Wort verlieren weil es Tatsache ist.

Ich verbleibe mit freundlichen Grüssen
Petra S.   27. Mai 2010

Anmerkung: Wenn uns ein Leser einen Beißunfall mit einem Schäferhund schickt, dann stellt Wien-konkret das online. Wenn der Schäferhund das größte Problem ist - und die Beißstatistik deutet darauf hin -, dann werden wird darüber auch Schreiben.



Kein Hundeführerschein für Schäferhunde nötig, obwohl die an erster Stelle in der Bissstatistik stehen!

Ich selbst habe eine Dogo Argentino Hündin übrigens schon die dritte in meiner Hundelaufbahn mit der ich mit Erfolg den Hundeführschein bestanden habe ein völlig verhaltensunauffälliger Hund, und eine Bordeauxdoggen Hündin mit 7 Monaten, die vor 8 Tagen in der Hundezone ohne Grund und ohne Vorwahrnung von einem Deutschen Schäferhund Rüden unter Zeugen ziemlich heftig gebissen wurde, sich nicht mal gewehrt hat und sich voll geschockt und schreiend unterm Tisch verkrochen hat. So und die Schäferhunde - die in der Bisstatistik an erster Stelle stehen die absolut keine Reizschwelle haben  - müssen dann den Hundeführschein nicht ablegen, vor allem noch dazu wenn die Besitzer nach-wie-vor die Hundzone ohne Beisskorb betretten obwohl der Hund unberechenbar ist da muss ich mich schon Fragen was noch alles passieren muss und was kann man unternehmen, wenn der Hund ohne Beisskorb in die Hundezone gelassen wird. Von wegen Kampfhunde. Wenn, dann alle Hunde ab einer bestimmten Grösse. Das wäre gerecht und fair und keine Rassentrennung. Denn alle Hundehalter sollten ihre Hunde im Griff haben oder täusch ich mich da. 

Petra S., 18. Mai 2010



"Kampfhunde"

@Claudia
Ich finde es toll, wenn Du alle Leute die einen "Kampfhund" haben in einen Topf wirfst. Es ist schon richtig, dass leider viel zu viele Leute gewisse Rassen haben, nur damit sie sich stärker fühlen. Trotzdem fühle ich mich etwas angegriffen. Ich teile mit meine Wohnung mit 2 Bullterrier. So wie Du schreibst - ich lege die Hand für meinen Hund ins Feuer - so tue ich das bei meinen 2 genauso.
Ich bin öfters auf einer Auslaufzone, nicht nur einmal sehe ich die verschreckten Gesichter der Leute wenn ich diese betrete. Aber was solls, ich geht trotzdem rein und das Ergebniss ... Alle sind glücklich und zufrieden und haben meine 2 Nutschis ins Herz geschlossen.
Es kommt ja immer noch auf die Sozialisierung an und nicht auf die Rasse selber ...
Ich hoffe für Dich, dass Dein Schäfer (sind ja bekanntlich Angstbeiser) dich niemals zwicken wird, sonst hast Du umsonst die Hand ins Feuer gelegt !

Daniela G, 14. Mai 2010



Hundeführschein: Leider sinnlose Aktion....

Der Hundeführschein ist gut und schön aber wird nicht das erreichen, was er bezwecken soll. Man sehe sich die Mehrheit der Halter solcher, lassen wir es beim Begriff "Kampfhunde" an. Die meisten sind in irgendeiner Form asozial und möchten auch asoziale Hunde haben. Meistens sind diese Hunde nur asozial gegenüber ihren Artgenossen, haben aber auch keine natürliche Hemmung, diese "Charakterschwäche" auch gegen Menschen zu richten. Das freut diese Besitzer - man glaubt es kaum!

Habe selbst 2 Hunde. Natürlich habe ich Rassen gewählt, die extrem sozial, gutmütig und berechenbar sind. Dafür, dass beide niemals Agressionen gegen andere Hunde und Menschen haben werden, kann ich wirklich die Hand ins Feuer legen. Beide Hunde würden sich zwar wehren, wenn sie von einem Artgenossen angegriffen werden, würden aber gegen jeden Kampfhund verlieren, da Kampfhunde das "Ergeben" des anderen (am Rücken legen und Kehle zeigen) niemals akzeptieren würden. So geschehen vor wenigen Wochen: einer meiner Rüden wurde von einem Pitbull-Mischling fast tot gebissen. Völlig aus dem Nichts - unglaublich, wie diese Hunde ausflippen können und dann völlig rot sehen. Wäre mein Hund eine Kind oder auch Erwachsener gewesen, wäre es vorbei gewesen. "Kampfhunde" kennen kein Verlieren - sie erledigen ihr "Werk" und der Betroffene ist meist chanzenlos/=erledigt/=tot. Ich habe das sehr oft beobachtet, da ich meine Hunde regelmäßig in großen Hundezonen laufen lasse um sie immer sozial zu integrieren. Dort sieht man komischerweise kaum "Kampfhunde" - sehr eigenartig!? Ist gut so, denn dann gäbe es regelmäßige Debakel. Unlängst war dennoch eine Gruppe junger Leute mit 3 Stafford-Bullterriern dort. Schon gab es Zoff, weil die Hunde sofort agressiv gegen andere wurden. Die Besitzer fanden das ganz selbstverständlich und sogar cool!

Also: der Hundeführschein wird die Veranlagung dieser Hunde und die Unzurechnungsfähigkeit oder Anhungslosigkeit der meisten Halter nicht ändern.
So sehr ich Hunde liebe - da man gewisse Menschen nicht verbieten kann, muss man gewisse Hunderassen eben tatsächlich verbieten. Liebhaber dieser "Kampfhundrassen" werden nie durch Führscheine oder ähnliches geläutert werden. Die stehen wie schon gesagt auf diese "tollen" Charaktäre. Arme Hunde - wieso hat der Mensch das aus euch gemacht? Wieso züchtet der Mensch Bestien? Wieso müssen alle anderen Hunde unter dem schlechten Ruf der "Kampfunde" und deren Besitzern leiden?
Wenn man ab ca. 2025 (da dürfte dann auch der letzte jetzt angeschaffte Kampfhund im Himmel sein, da die Lebenserwartung nicht höher ist) diese gefährlichen Rassen verbietet (Zucht und Haltung) und ein Zuwiderhandeln wirklich hart bestraft, dann sollte das Thema eigentlich erledigt sein. Die Menschheit braucht gewisse Hunderassen nicht. Es gibt genug andere Rassen, mit denen man viel, viel ruhiger leben kann. Wer dann noch immer einen Kampf- oder "Problemhund" möchte, soll auswandern.
Ich bin wirklich sehr gegen diktatorische Gesetze (wie zB das Nichtrauchergesetz) aber ein Hund soll eine Bereicherung für die Menschen sein, tut auch tolle Dinge für uns alle (zB Blindenhunde, Suchhunde etc.) und darf keine Waffe sein. Wer eine Waffe oder Unterstützung seines nicht vorhandenen Selbewußtseins will/braucht, soll sich von einem Psychologen beraten lassen und jedenfalls keinen Hund haben!

Claudia W.   28. April 2010 



BETRIFFT: Hundeführungsbefähigungsschein

Leider gibt es immer wieder wieder Menschen, die ihren persönlichen Freiraum so interpretieren, daß sie kene Rücksicht auf Rechtsvorschriften nehmen müssen oder wollen. Dagegen hilft auch kein Hundeführerschein, den wir für sehr gut halten, und ich behaupte, daß die Anzahl dieser Zeitgenossen mit sozialen Defiziten beträchtlich ist.

Vor Tagen haben sich einige Hundehalter bei uns im 13.en stolz den erlangten Hundeführerschein präsentiert, nur deren Hunde waren freilaufend und ohne Maulkorb, noch dazu ausser Sichtweite in den Grünbereichen des Naturdenkmals Hörndlwald umtriebig. Darauf informativ angesprochen waren die Agumente alle gleichlautend. "Der Hund will ja Balli spielen, Stöckchen bringen und ist den Beisskorb nicht gewohnt. Im übrigen würde er ohnehin nix tun, und es wäre ja Tierquälerei, den Hund an der Leine zu führen". Ich bin also ein Tierquäler, weil ich meinen Schäferhund NIEMALS ohne einen um den Fang geschlossenen Maulkorb im öffentlichen Raum ausführe, weil ich immer Hundeverbotsbereiche wie Kinderspielplätze und Leinenzwangbereiche (Parkanlagen) usw. respektiere, und meinen Hund immer in Sichtweite habe, um anderen Bürgern ein höchst mögliches Maß an Sicherheit vor meinem Tier zu garantieren. Und ich habe nicht festgestellt, daß mein Hunnd sich dadurch nicht artgerecht entfalten konnte. Wäre es nicht zielführender erst den Hundehalter dahingehend zu überprüfen, ob dieser überhaupt die erforderlichen Voraussetzungen nachweisen kann einen Hund zu halten, so wie es sich gehört? Da ich ein derartiges Verhalten mancher Hundehalter nicht verstehe, werden wir, von der Umweltschutzorganisation UKO jetzt aktiv werden, und jene Hundehalter, deren Identität wir kennen, mittels Zeugensicherung wortlos und unter Einhaltung aller Rechtsvorschriften zur Anzeige bringen. Und von der Polizei erwarten wir uns, daß diese jetzt verstärkt gegen solche Unzulänglichkeiten mittels Anzeigen vorgeht, und es nicht ständig bei fruchtlosen Ermahnungen belässt. Manche lassen sich nämlich erst dadurch belehren, wenn das Überschreiten gewisser Gesetze auch die entsprechenden Konsequenzen nach sich zieht. Und daß einer der verantwortlungslosen Hundehalter ein bekannter Wiener Gemeinderat war, sei nur so nebenbei erwähnt.

Peter L.             E-mail 16.2.2010 
UKO Umweltschutz, der Landesleiter 



Der Hund als Teil der Volksbefragung

Und wieder einmal ist der Hund zum öffentlichen Thema (Teil der Volksbefragung) geworden. Hundeführerschein für Kampfhunde? Nein, aber bundesweit einheitlicher Hundeführerschein für alle Hunde unabhängig von der Rasse. Unser Anliegen daher:

* Kauf und Erwerb eines Hundes nur beim heimischen Züchter unter Vorlage eines Ausweisdokumentes.
* Hundeimportverbot durch sogenannte Hunderettungsaktionen, deren finanzielle Spendenmachenschaften oft zweifelhaft sind. 
* Hundehaftpflichtversicherung und Hundeanmeldung (Hundesteuer) sofort beim Kauf bzw. Erwerb des Tieres  beim Züchter (Händler), der die entsprechenden Formalitäten zu erledigen hat.
* Verpflichtende Hundeschule ab Welpenalter für alle Rassen.
* Bundesweites Verbot der Hundehaltung für vorbestrafte Gewalttäter.
* Bundesweites Erwerbsverbot von Risikohunderassen (fälschlich als Kampfhunde bezeichnet).
* Anhebung der Hundesteuer bundesweit und einheitlich auf 150.- Euro jährlich.

Klaus Thiel, UKO-Umweltschutz   E-mail 27.1.2010



Vergünstigungen mit Hundeführerschein ?

Hallo ,
habe heute den Hundeführschein in meiner Hundeschule gemacht! Leider konnte mir keiner sagen, wo ich Vergünstigungen bekomme!!!
Gibt es dafür irgendwo eine Aufstellung?
Wenn ja bitte teilen sie mir das mit!

Danke Gabi K.               26. September 2009



Posting: Wo meldet man sich an? Kurse?

sehr geehrter herr mag. Marschall,

vielen dank für Ihre antwortmail. andere in Ihrer pressierten situation würden meine frage auf gut wienerisch net amol ignorian.

dennoch glaube ich, dass jemand , der einen artikel über ein thema publiziert (in diesem fall: hundeführrscheinprüfungs-benefits) über die initiatoren und anlaufstellen recherchiert haben sollte, bevor der artikel "hinausgeht". aber vielleicht rechnet niemand damit, dass sich jemand wirklich dafür interessiert........hätte ich mich auch nicht - bis ich mir einen gordonsetter angeschafft  und damit die sicht auf wien und meine mitbürger entscheidend verändert habe. wenn Sie interesse an dieser neuen wien-sicht haben, könnte ich Ihnen einiges erzählen bzw. schreiben.

........wenn Sie einmal nicht mehr unter enormem zeitdruck stehen.

herzliche grüße
und eine verschnaufpause wünschend,
d.s.krenn                                                                Email 6. März 2007

Redaktion Wien-konkret:
Haben die fehlenden Daten heute ergänzt. Wir nehmen unsere Leserreaktionen ja erst, auch wenn wir nicht alle Probleme in Wien lösen können.
 



Stellungnahmen Hundeführerschein,

* 30.6.2010 FPÖ-Madejski bringt Verfassungsklage wegen dem Hundeführschein ein:

FPÖ bringt zum Hundeführerschein eine Verfassungsklage ein.

... Auszüge aus der Verfassungsklage, die laut Madejski gute Chancen auf Aufhebung dieser Gesetzes-Verordnung hätte:

So ist in keinster Weise nachvollziehbar, warum gerade der eine oder andere Hund, der in der Verordnung angeführt wird, in diese aufgenommen worden ist. Desgleichen ist nicht erkennbar, warum andere Hunde wie z.B. Schäferhunde, Dackel, etc. nicht Gegenstand der Verordnung sind.

Insbesondere ist nicht erkennbar, warum die Frage der Bisskraft bei einem Schäferhund nicht entscheidend sein kann. Die Aufzählung der einzelnen Hunde muss als krass willkürlich angesehen werden. Die Verordnung verstößt daher grob gegen das Legalitätsprinzip und sie ist auch wegen Unsachlichkeit gleichheitswidrig.

Primär ist die Verfassungswidrigkeit in der mangelhaften bzw. fehlenden Determinierung und der verfassungsrechtlich relevanten Unsachlichkeit des Verordnungsinhaltes zu sehen. Aus diesem Grund
begehrt der Antragsteller daher auch die Aufhebung der gesamten Verordnung und des Gesetzes.

Ein bislang nicht geklärter Punkt ist eine sinnvolle Kontrolle durch die Wiener Polizei. Laut Auskunft der verantwortlichen Polizeioffiziere ist es bis heute ungeklärt, wer die Rasse insbesondere bei Mischlingen feststellt. Dies kann laut Polizei nicht sie selbst, sondern nur ein Sachverständiger machen. Desweiteren sind auch von der Polizei keine eigenen Schwerpunktaktionen und Überprüfungen im Bezug auf den Hundeführschein geplant. Wer und wo jene Polizisten, die die Kontrolle vornehmen müssten, geschult werden ist ebenfalls noch völlig ungewiss, führt Madejski weiter aus.

Rückfragehinweis:  Klub der Freiheitlichen, Pressestelle,  Tel.: (01) 4000 / 81 798
OTS0283    2010-06-30/15:04



* 2.6.2010 Hundeführschein ist Schritt in die richtige Richtung

Österreichischer Gebrauchshundessportverband (ÖGV) fordert Ausdehnung auf alle Rassen und bundeseinheitliche Regelung

Jetzt melden sich in der Politdiskussion um die Änderung des Wiener Tierhaltegesetzes die Experten zu Wort: Der größte Hundeschulungsverein Österreichs, der Gebrauchshundessportverband (ÖGV), begrüßt die Einführung des Hundeführscheins in Wien. "Die Verpflichtung sollte aber nicht auf
wenige Rassen beschränkt sein", sagt ÖGV-Präsident Josef Pfeffer. "Für ein konfliktfreies Miteinander in der Großstadt ist es wichtig, dass alle Hundehalter mit ihren Tieren richtig umgehen können." Auch
für die Vollziehung wäre es notwendig die Führscheinpflicht auf alle Hunde auszudehnen. Denn weder Polizisten, noch Magistratsbeamte werden in der Lage sein, Tiere richtig zuzuordnen.

   Wenig glücklich ist man beim ÖGV auch über die länderunterschiedlichen Tierhaltegesetze. Es ist wirklich nicht einzusehen, warum beispielsweise für die Hundehaltung in Simmering andere Regelungen gelten, als im benachbarten Schwechat. "Hier muss eine bundeseinheitliche Regelung geschaffen werden", fordert ÖGV-Präsident Josef Pfeffer.

Rückfragehinweis:
   Österreichischer Gebrauchshundessportverband
   Roman Rusy Informationsmanagement,    Tel: 0043/(0)2625/37164, Mail: office@rusy.at

OTS0204    2010-06-02/13:13



* 2.6.2010 Grüne Vassilakou: Hundeführschein von Anfang an falsch angepackt

Grüne Wien zum Hundeführerschein: Hätte für alle Hunde gelten sollen

Rasseliste erweist sich als nicht durchführbar

"Die SPÖ hat das Thema Hundeführschein von Anfang an falsch angepackt", so die Klubobfrau der Grünen Wien Maria Vassilakou anlässlich der  Probleme mit der Umsetzung des Hundeführscheins. "Die Grünen haben von Anfang an darauf hingewiesen, dass ein Hundeführschein für einzelne Hunderassen keinen Sinn macht und undurchführbar ist. Die Zuordnung zu "Kampfhunden" ist nicht immer eindeutig möglich, schon gar nicht, wenn es sich um Mischlinge handelt. Stattdessen hätte der Hundeführschein von Anfang an für alle Hunde gelten sollen, ausgenommen sehr kleine Tiere. Jetzt muss dieses absurde Regelwerk rasch repariert werden", fordert Vassilakou abschließend.

Rückfragehinweis:   Pressereferat, Tel.: (++43-1) 4000 - 81814, presse.wien@gruene.at

OTS0188    2010-06-02/12:51

 



Sima: Führschein für Kampfhunde kommt mit 1. Juli 2010 / Liste der betroffenen Hunde

SPÖ-Wien Hundeführerschein

Beim Hundeführschein müssen HundehalterInnen beweisen, dass sie ihren Hund auch in schwierigen Situationen im Griff haben. Von ExpertInnen wurde eine Liste von Hunden ausgearbeitet, für die der
Hundeführschein künftig verpflichtend sein wird. Zum einen wurde die große Bisskraft dieser Hunde und die Bisshäufigkeit herangezogen. Zum anderen sind dies unter anderem auch jene Hunde, über die es bei der Tierschutzombudsstelle häufig Beschwerden gibt und die nach Unfällen verstärkt als auffällige und aggressive Hunde in den Tierheimen landen.

Die nun vorliegende Liste der betroffenen Hunde ist jederzeit erweiterbar, sie wurde in einer Verordnung festgelegt. Es betrifft Bullterrier, Staffordshire Bullterrier, American Staffordshire
Terrier, Mastino Napoletano, Mastin Espanol, Fila Brasileiro, Mastiff, Bullmastiff, Tosa Inu, Pitbullterrier, Rottweiler, Dogo Argentino (Argentinischer Mastiff).
Der Führschein gilt auch für Mischlinge.

"Diese Hunde machen insgesamt knapp fünf Prozent aller in Wien gehaltenen Hunde aus. Diese nicht einmal fünf Prozent sind allerdings für fast 25 Prozent aller Hundebisse verantwortlich", so Sima.
Zusätzlich führen Bisse dieser Hunde meist zu vergleichsweise schwerwiegenderen Verletzungen.

Verpflichtender Hundeführschein innerhalb von 3 Monaten
Der Hundeführschein ist innerhalb von drei Monaten ab Beginn der Haltung zu absolvieren. Dabei ist zu beachten, dass das Mindestalter des Hundes zum Zeitpunkt der Prüfung sechs Monate betragen muss. HundehalterInnen, die bereits jetzt einen "Kampfhund" besitzen, müssen den Hundeführschein innerhalb eines Jahres ab Inkrafttreten des neuen Gesetzes absolvieren. Die Prüfung wird im Auftrag der MA 60 durch von der Tierschutzombudsstelle speziell ausgebildete PrüferInnen abgehalten. Zur Prüfung ist eine Haftpflichtversicherungspolizze, eine Anmeldebestätigung sowie die Chipp-Nummer für den Hund mitzubringen. Mindestalter des Hundebesitzers für die Prüfung ist 16 Jahre, er darf auch keine einschlägigen Vorstrafen haben.

Mehr Möglichkeiten für die Polizei - Sofortabnahme in Gefahrensituationen
Die Pläne zum verpflichtenden Hundeführschein enthalten auch verbesserte Möglichkeiten der Polizei zum Einschreiten und verschärfte Strafbestimmungen. Durch das in Zukunft verpflichtende Mitführen des Hundeführscheins ist es für die Polizei wesentlich einfacher festzustellen, ob der sichere Umgang mit dem Hund gewährleistet ist. Wird ein Hundehalter nach Inkrafttreten der neuen Reglung mit einem Kampfhund ohne Hundeführschein aufgegriffen, kann eine relativ hohe Verwaltungsstrafe ausgesprochen werden und die behördliche Aufforderung erteilt werden, den Hundeführschein binnen drei Monaten nachzubringen. Bei HundehalterInnen ohne Hundeführschein in Gefahrensituationen kann der Hund auf Veranlassung der Polizei - neben der Verhängung von sehr hohen Verwaltungsstrafen - sofort  und dauerhaft abgenommen werden.

Rückfragehinweis:  Pressedienst der SPÖ Wien   Tel.: +43 1 534 27/222
OTS0188    2010-04-19/13:10



* 22.3.2010 Wiener ÖVP sieht offene Fragen bei Hundeführschein

ÖVP zum Wiener Hundeführerschein,

Unklarheiten bei der Umsetzung des Hundeführscheins kritisierte die Wiener ÖVP am Montag im Zuge einer Pressekonferenz. Klubobmann GR Matthias Tschirf bemängelte vor allem eine angeblich fehlende Konsultation von Experten hinsichtlich der Festlegung von Hunderassen als "Kampfhunde". Zudem sei es eine Frage der Relation zwischen Hundehalter und Hund, ob ein Hund gefährlich sei oder nicht, nicht zwingend der Hunderasse. Er, Tschirf, könne sich einen generellen Hundeführschein vorstellen, über sinnvolle Ausnahmen bei kleinen Hunden müsste man mit Experten reden.

     Unklar seien unter anderem auch die Qualitätsstandards bei der Hundetrainerausbildung, der Umgang mit Hunden die aus anderen Bundesländern (z.B. Niederösterreich) nach Wien kommen und die Frage der Altersgrenze für Hundebesitzer. So dürften laut Tschirf zwar Vierzehnjährige einen Hund halten, den Hundeführschein könnten sie aber erst mit 16 machen.

     Jedenfalls werde man dem Antrag zur Novelle in der derzeitigen Form , der am 26.3.2010 den Landtag passieren soll, nicht zustimmen sondern vielmehr eine Absetzung von der Tagesordnung beantragen.

     Weitere Informationen: ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien,
Telefon: 01 4000-81913, E-Mail: gerhard.zeinitzer@oevp-wien.at ,

OTS0112    2010-03-22/12:02



* 8.2.2010 VIER PFOTEN fordert: Hundeführschein JA, aber für alle Hunde

Für verhaltensauffällige Hunde brächte ein Hundeführschein keine Besserung, hierzu sind spezielle Trainings vonnöten

Von 11. - 13. Februar stimmen die Wiener und Wienerinnen über einen so genannten Hundeführschein ab. Was grundsätzlich ein dankenswerter Vorstoß der SPÖ ist, zeigt bei genauerer Betrachtung gewaltige Mängel. Der Hundeführschein soll nur für Hunde, die der Rasseliste der "Kampfhunde" angehören, gelten. VIER PFOTEN stellt fest: "Kampfhunde" gibt es nicht. Der Begriff stellt keine objektive Definition der Tatsachen dar, sondern ist ein subjektiv durch Menschen geprägter Begriff und keine biologische Einheit.

   Das Wesen eines Hundes anhand seiner Rasse vorauszusagen, ist wissenschaftlich nicht haltbar. Ein Hund jedweder Rasse "ist keine Maschine, kein Reiz-Reaktions-Apparat, der absolut vorhersehbar agiert.", erklärt Johanna Stadler, Geschäftsführerin von VIER PFOTEN und selbst Hundebesitzerin. Sie betont: "Das Problem mit Hunderassen wie etwa Bullterrier liegt meist an deren Image. Sie gelten als gefährlich und werden daher gerne von denjenigen Menschen genommen, die eine Waffe an der Leine führen wollen. Zusätzlich werden sie oft sogar noch zur Schärfe erzogen. Kein Hund ist von klein auf aggressiv." 

   VIER PFOTEN spricht sich vehement gegen die Rassentrennung der Tiere durch eine willkürliche Auflistung aus. Ein Hundeführschein hingegen ist unterstützenswert, jeder Hundebesitzer sollte sich darüber im Klaren sein, welche Verantwortung für ein Tier übernommen werden muss. Man darf allerdings nicht glauben, dass ein Hundeführschein Hundebesitzern den richtigen Umgang mit den Tieren dauerhaft beibringt - es ist lediglich ein einmaliges, teilweise theoretisches Schul- und Prüfungsinstrument, das keine Änderung in der Gefahr, die von verhaltensauffälligen Hunden ausgeht, mit sich bringt.

   Johanna Stadler fragt sich, ob "eine solche sachlich und wissenschaftlich wenig begründete Anlassgesetzgebung tatsächlich das Bedürfnis der Bevölkerung nach Sicherheit befriedigen kann." Daher fordert VIER PFOTEN: Hundeführschein ja, aber für alle Hunde. Zusätzlich wären Trainings für verhaltensauffällige Hunde jedweder Rasse sowie für deren Besitzer anzuraten. Denn: "Der gefährlichere Partner ist immer am oberen Ende der Leine zu finden", erklärt Stadler.

Rückfragehinweis:   Johanna Stadler-Wolffersgrün
   VIER PFOTEN Österreich
   Tel: +43-1-545 50 20-24      johanna.stadler@vier-pfoten.org

OTS0007    2010-02-08/08:30



* 1.2.2010: Österreichische Tierärztekammer sagt NEIN zum verpflichtenden Hundeführschein für 'Kampfhunde'

Seit letzter Woche werden die Stimmzettel für die Wiener Volksbefragung vom 11. bis 13. Februar 2010 per Post zugestellt. Rund 1,1 Millionen stimmberechtigte Wienerinnen und Wiener sind aufgefordert, ihre Meinung zu fünf Themen des öffentlichen Lebens abzugeben. Darunter auch die Frage nach der Einführung eines verpflichtenden Hundeführscheins für sogenannte "Kampfhunde".  Zugegeben, Kenntnisse des Hundehalters um Erziehung und Haltung und damit verbunden auch die Großstadttauglichkeit und Sozialverträglichkeit des Tiers sind Grundvoraussetzungen für ein sicheres und reibungsloses Zusammenleben von Mensch und Hund insbesondere in städtischen Ballungszentren wie Wien.

Was aber ist ein 'Kampfhund'? 
Ist der geforderte Hundeführschein für bestimmte, als 'gefährlich' oder 'aggressiv' eingestufte Rassen tatsächlich zielführend?

Die Wiener Landesstelle der Österreichischen Tierärztekammer (ÖTK) spricht sich seit Jahren klar gegen eine solche Kategorisierung bestimmter Hunderassen aus. Denn: es gibt keine Rasse 'gefährlicher Hund'. Bereits aus einem 2004 von der Tierärztekammer verfassten Thesenpapier zur gesetzlichen Regelung sogenannter 'gefährlicher Hunde' geht eindeutig hervor, dass Verhaltensauffälligkeiten und Aggression bei Hunden keine rasseabhängigen Merkmale darstellen. Die Ursachen für Verhaltensstörungen beim Hund sind vielmehr in Haltungsbedingungen, Gesundheitszustand und Erziehungsmängel des Tiers zu suchen. Das Festmachen von Gefährlichkeit von Hunden an Rassemerkmalen oder ihrem optischen Erscheinungsbild ist wissenschaftlich nicht zu belegen und ist deshalb, wie auch der 'Kampfhunde-Führschein', abzulehnen.

Warum ist ein Hund aggressiv?
   Primäre Ursachen für Verhaltensauffälligkeiten bei Hunden sind eine nicht artgerechte Haltung, Krankheiten und mangelnde Kontrolle durch den Hundehalter. Erst in zweiter Instanz zeichnet eine fehlende oder ungenügende Erziehung für Fehlverhalten verantwortlich. Eine gesteigerte Aggressionsbereitschaft hängt stets mit zahlreichen Faktoren zusammen und kann nicht an einem einzigen Faktor, nämlich dem Aggressionspotential, das ein Hund vielleicht von seiner genetischen Veranlagung her mit sich bringt, festgemacht werden. Umwelteinflüsse, Lernerfahrungen im Umgang mit Artgenossen und Mensch, hormonelle Faktoren (zB. maternale Aggression), Erkrankungen und Schmerz spielen eine wesentliche Rolle, ob und in welchem Ausmaß ein vorhandenes Aggressionspotential zum Tragen kommt. Schmerz beispielsweise kann bewirken, dass selbst äußerst friedfertige Hunde plötzlich aggressiv reagieren. Aggressives Verhalten erfolgt also - von wenigen Ausnahmen abgesehen -kontextspezifisch. Artgerecht gehaltene und gesunde Tiere entwickeln selten ein gesteigertes Aggressionsverhalten.

Prävention durch Information und fundiertes Ausbildungsangebot
   Der seit 2006 in Wien auf freiwilliger Basis angebotene Hundeführschein besteht aus einer theoretischen und einer praktischen Prüfung und ist ausdrücklich nicht als Ersatz für eine fundierte Ausbildung bei einem anerkannten Wiener Hundesportverein und/oder kompetenten Hundetrainer zu sehen. Irreführend daher auch die Fragestellung im Rahmen der Volksbefragung, die den Hundeführschein als "eine fundierte Ausbildung für Hundehalter/innen, bei welcher der richtige Umgang mit Hunden gelehrt wird" beschreiben, stellt er doch vielmehr nur eine Momentaufnahme des Zusammenspiels zwischen Halter und Hund innerhalb einer simulierten Prüfungssituation dar.  Eine solche Prüfung für mehr oder weniger willkürlich ausgewählte 'gefährliche' Rassen verpflichtend einzuführen, wird jedoch langfristig weder Bissverletzungen durch vermeintlich 'ungefährliche' Rassen wie Dackel & CO noch generell Unfälle zwischen Mensch und Hund verhindern können. Um zielführend und nachhaltig das Zusammenleben von Hundehalter, Hund und Mitmenschen zu verbessern, bedarf es nach Dafürhalten der Wiener Landestelle einem verbesserten Informationsangebot und klaren gesetzlichen Regelungen hinsichtlich Zuchtbedingungen und Ausbildung von Hunden.

Dr. Maurizio Colcuc, Präsident der Landesstelle Wien der Österreichischen Tierärztekammer
Kooperationsangebot
   "Unser Berufstand erkennt und respektiert das Bedürfnis nach einem sicheren und verbesserten Zusammenleben von Mensch und Hund. Deshalb auch unser Angebot an die Stadträtin Frauenberger, sie in ihrer aktuellen Aufklärungskampagne rund um den freiwilligen Hundeführschein, zu unterstützen. Im Rahmen unserer Tätigkeit sind wir jederzeit bereit, Hundehalter über die Wichtigkeit und wesentlichen Eckpunkte des Hundeführscheins, über Ausbildungsmöglichkeiten sowie über Rechte und Pflichten des Hundehalters zu informieren. Darüber hinaus stehen wir diesen als sachkundige Ansprechpartner bei praktischen Fragen im Zusammenleben mit dem Hund gerne zur Verfügung."

Rückfragehinweis:    Österreichische Tierärztekammer,    Landesstelle Wien
   Tel: +43 (1)  513 51 08     Fax: +43 (1) 512 14 70
OTS0134    2010-02-01/13:00



* 15.1.2010 Grüne Wien fordern Hundeführschein für alle Hunderassen

Gründe Hundeführerschein,

Im Rahmen eines Mediengesprächs unter Teilnahme von vier Hunden forderte die Klubobfrau der Wiener Grünen, Maria Vassilakou, einen verpflichtenden Hundeführschein für alle Hunderassen - im Gegensatz zu der von der SPÖ für die kommende Volksbefragung präsentierten Liste "gefährlicher Hunderassen". An der Hundebissstatistik könne man ersehen, dass auch viele andere Hunderassen - beispielsweise der beliebte Golden Retriever - bei Unfällen und Belästigungen durch Hunde beteiligt seien. Ein verpflichtender Hundeführschein für alle HundehalterInnen sei deshalb sinnvoll und ein geeignetes Instrument, um Gefahren und Unannehmlichkeiten zu vermeiden. Für sozial auffällige Hunde solle es eine erweiterte Schulung geben, ebenso müsse man auf die "soziale Befähigung" der HundehalterInnen achten, so Vassilakou. Ausnahmen dürfe es nur für besonders kleinwüchsige Hunde geben.

Rückfragehinweis:   PID-Rathauskorrespondenz:
   Mag.a Christine Willerstorfer,    Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien (MA 53)
   Telefon: 01 4000-81084     E-Mail: christine.willerstorfer@wien.gv.at
OTS0104    2010-01-15/11:26