Wien

Gedanken eines Mannes zum Weltfrauentag

Ich möchte den heutigen Weltfrauentag zum Anlaß nehmen, um mich bei meiner Mutter für all ihre Liebe und ihre Bemühungen zu bedanken, nehme ihn aber auch zum Anlaß, um einiges an Besorgnis zum Ausdruck zu bringen. Die ursprüngliche Kritik der Frauenrechtlerinnen war durchaus berechtigt, früher hatten Frauen weniger Rechte als Männer. Aber auch nicht alle Männer hatten die gleichen Rechte. Der Kampf der Arbeiter um mehr Mitbestimmung und der Kampf der Frauen um Gleichberechtigung ging zeitlich Hand in Hand.Wenn ich mir aber ansehe, was da heute vielfach auf feministischen Transparenten steht oder in Gender-Seminaren abgehandelt wird, so hat das leider nur sehr wenig mit den Sorgen und Problemen zu tun, welche Frauen und Männer aus ihrem Alltagsleben täglich an mich herantragen.
 

„Dem Frauenparadies auf Erden stehen nur die Männer entgegen“

Heute machen es sich viele Berufsfeministinnen sehr einfach, sie machen kostspielige Veranstaltungen, leisten sich  hunderte Vereine und Hompages, um ständig neue  Konflikte zu provozieren und versprechen allen Frauen das Paradies auf Erden, dem scheinbar nur die Männer im Wege stehen. Wie diese Heilsbringerinnen aber Armut, Arbeitslosigkeit und Geburtenrückgang lösen wollen, sagen sie uns nicht.
 

Beim Radikalfeminismus handelt es sich um eine neue Form von Marxismus:

Da steht der böse Ausbeuter Mann der schwachen, scheinbar hilflosen Frau gegenüber. Die alte einfache Geschichte neu aufgewärmt: Unterdrückte und Ausbeuter, Schuldige und Unschuldige.  Das neue Muster: Die Frau ist ständig bedroht vom bösen Mann. Wer jedoch nur Quoten, Abtreibung,  Krippen und Männerfeindbilder im Sinn hat, das Wohl der Mütter und der Kinder hingegen links liegen läßt, kann doch bitte nicht ernsthaft von Frauenpolitik sprechen. Der Radikal-Feminismus ist  weder kinderlieb, noch familienfreundlich und schon gar nicht frauenfreundlich. Ein komplexeres Denken, das die Welt der Kinder, der Familie und die guten Seiten des Mannes einbezieht, darf es anscheinend nicht geben. Radikalfeministen haben daher kaum Bezug zu realen Familien, Beziehungs- und Arbeitswelten. Diese Leute haben sich zu keiner Zeit für das Wohl der Kinder interessiert, geschweige denn eingesetzt. Die Selbstverwirklichung der männlich geprägten Frau ist das oberste Gebot, das scheinbar alles rechtfertigt. Nur so ist es zu verstehen, warum das typisch Weibliche, die Bejahung des Mutterdaseins, das Gute und Schöne ständig verleugnet, verachtet, verneint wird.
 

Nieder mit den Männern, dem Kinderkriegen und der Mutterschaft!'

So brutal gehen die hoch geförderten Berufsfeministinnen mit ihren Geschlechtsgenossinnen um: "Ich gratuliere mir jeden Tag dazu, kein Kind zu haben", verkündete Simone de Beauvoir, die Ikone der Frauenbewegung. 'Ich denke nicht daran, dieser Gesellschaft ein Kind zu schenken!' meinte ihre Genossin Alice Schwarzer. Andere Feministinnen wie Kate Milletat definierten Mutterschaft als einen Zustand, der Frauen auf Grund ihrer Anatomie hindere, ein freier Mensch zu sein und Shulamith Firestone nannte die Schwangerschaft barbarisch und eine Verunstaltung des Körpers. 

Die ehemaligen SPÖ - Frauenministerin und heutige NR-Präsidentin Barbara Prammer gibt ihre Meinung über Mütter so wieder, wörtliches Zitat: "Frauen, die irgendwann einmal geworfen haben ..." siehe Stenographisches Protokoll. Die SPÖ - Landesrätin Schaunig-Kandut nannte das Kindergeld vom ersten bis zum dritten Lebensjahr "nichts anderes als ein Schmerzensgeld für erlittene Dauerschäden für die Familien". Ist das die Meinung der modernen Frau? Wer läßt sich von so viel Haß bevormunden?

Meine lieben Damen der gleichgeschalteten Gerechtigkeit: auch wenn wir noch so viele Frauen- oder Gleichstellungsbeauftragte einstellen, noch so viel Geschlechterkampf ihrer Seite ertragen müssen: So einfach wird sich typisch weibliches Verhalten nicht verändern lassen. Auch 2008 bleiben die meisten Frauen normale Frauen, mit tiefer Bindung an ihre Kinder, als Zentrum der Familie und Pol der Ruhe. Ein normaler Mann verliebt sich in eine Frau wegen ihrer Weiblichkeit  und nicht wegen ihres Furien-Gehabes.
 

Eine Gesellschaft, die Geld mehr achtet als Kinder, wird untergehen

Eine kalte Gesellschaft, die Geld hochachtet und Kinder geringschätzt, beraubt Frauen ihrer Weiblichkeit, macht Frauen ihre Mutterrolle schlecht und verkauft sie im Namen der Befreiung als billiges Arbeitsmittel an die Industrie. Formulierungen wie "Frau-am-Herd-Politik" sind nicht nur schädlich, sie beleidigen und entmutigen auch all jene Frauen, die bereit sind, gerne diese Rolle zu übernehmen. Herausforderungen die in der Familie anfallen, können schön, spannend, befriedigend sein. Wer sagt denn, daß alle Frauen unbedingt in die Wirtschaft gehen wollen?
 

Die freiheitliche Landtagsabgeordnete Ulli Mair meint dazu:

„Frauen müssen frei über ihre Lebensweise entscheiden können und diese Entscheidungsfreiheit ist momentan nicht gegeben. Durch wirtschaftliche Zwänge und einseitige Förderungen werden Frauen vielfach dazu gebracht, sich früher von ihren Kindern zu trennen, als ihnen lieb ist. Die Ursache für diese Bevormundung besteht darin, daß die Mutterrolle der Frau nicht in das Weltbild der Feministinnen paßt. Viele Frauen nehmen Kinder nur als Karrierehindernis wahr und fordern allein deshalb eine einseitige Förderung der Betreuung außer Haus. Wer allerdings Frauen fragt, was diese wirklich wollen, bekommt oft ganz andere Antworten: nur wenige wollen tatsächlich Vollzeit arbeiten, solange sie Kinder unter 6 Jahre haben, sehr viele wünschen sich entweder Teilzeitarbeit oder würden bis zum Schuleintritt gerne ganz zu Hause bleiben. Die eine Mutter möchte schnell wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren, eine andere will sich bis zur Kindergartenreife ganz ihren Kindern widmen. Beide sollen das ohne Einschränkung auch können und dafür hat die Politik zu sorgen. Selbstbewußte Weiblichkeit und Mutterschaft dürfen nicht mehr im Widerspruch zueinander stehen, auch wenn uns die linken Ideologen das immer wieder weismachen wollen“.
 

„Frau-am-Kopierer-Politik“ oder „Frau-am-Fließband-Politik“

Die Forderung Beruf und Familie um jeden Preis zu vereinen, als Ideallösung anzupreisen, entspricht also eindeutig nicht dem Wunsch vieler Frauen, vor allem aber auch nicht dem Wunsch der betroffenen Kinder. Hand auf Herz, liebe Feministinnen, ist „Frau-am-Kopierer-Politik“  oder „Frau-am-Fließband-Politik“ wirklich soviel schöner als mit dem Kind auf dem Arm beim Herd zu stehen? Was ist eigentlich das wirklich Befreiende an Schichtarbeit in der Fabrik, an Working-Poor-Jobs bei der Supermarktkassa? Ist das soviel besser, schöner und der Selbstverwirklichung näher als sein eigenes Kind zu erziehen? Zumal wenn man dem eigentlich Geheimnis des Lebens, nämlich Kinder großzuziehen als  Mutter so nahekommt? Ich glaube, für die meisten Frauen und Männer zählt ein erfüllter Kinderwunsch immer noch mehr als die viel gepriesene Karriere.
 

Eine Gesellschaft ohne Väter ist ein arme Gesellschaft

Familienfeindlich und ehefeindlich ist der feministische Geschlechterkampf auch deshalb, weil er Männer aus der Familie vertreibt. Männer müssen aufgrund ihrer beruflichen Anspannung ohnehin sehr oft auf ihre Familie verzichten, oft bleibt dann nur das Wochenende. Kinder kennen ihre Väter zu wenig. Bezugspersonen sind Kindergärtnerinnen und Lehrerinnen, aufgrund einseitiger Politik heute fast reine Frauenberufe. Nun suggeriert uns eine Kampagne „verliebt, verlobt, verprügelt“, daß alle Männer im Verdacht stehen, gewalttätig zu sein. Also noch ein Schritt weiter in die Richtung: Männer weg aus der Erziehung und Männer weg von den Familien. Kinder benötigen aber beide Eltern. Sie benötigen auch viele Stunden, um ihre Sorgen den Eltern zu erzählen. Ein Kind braucht elterliche Zuwendung, Liebe und Zeit, da helfen keine Frauentage und kein Papamonat.  Davon unbeeindruckt, trotz hunderter Studien, wird die Aushöhlung von Ehe und Familie weiterhin mit Schärfe von den regierenden Parteien weiter vorangetrieben und letztendlich der Generationenvertrag dadurch aufgelöst. Es reicht eben nicht, Frauentage zu feiern, wir müssen neue gesellschaftliche Bedingungen herstellen, die das Positive von Mann und Frauen fördern und hochhalten,  damit die Familie wieder an Wert gewinnt.
 

Wer an die Zukunft glaubt, der wünscht sich auch Kinder.

Daher muß nicht nur die Rolle der Frau und Mutter gestärkt werden, sondern vor allem auch die Rolle des Vaters. Nicht homosexuelle Partnerschaften, Patchwork-Familien oder Allein-Erziehertum sind die Modelle der Zukunft. Immer mehr Mütter erziehen alleine, sind die wirklich sooo glücklich damit?Geben wir unseren Menschen wieder die natürliche Ordnung zurück, in welcher Familien gedeihen können. Die modernen Anforderungen an Männer, Frauen und Kinder machen es notwendig, der Familie noch mehr Unterstützung zu geben. Niemand profitiert vom Geschlechterkampf.
 

Autor & Rückfragen:

Kommentar zum Internationalen Weltfrauentag am 8. März 2008

Autor: Nationalratsabgeordneter Dipl.-Ing. mont. Karlheinz H. Klement (FPÖ)
Website:
www.khklement.at
Hr. Klement ist verheiratet und hat drei Kinder
8. März 2008

 



Männerdiskriminierung bei Führungen im Österr. Palament

Der im Video beschriebene Fall passierte am Internationalen Weltfrauentag am 4. März 2008. Frauen hatten freien Eintritt. Männer wurden zunächst gar nicht vorgelassen und mußten dann 4 Euro bezahlen. Hierin besteht die sexuelle Diskriminierung von Männer nach der geltenden  EU-RICHTLINIE 2004/113/EG .

Zum Video: http://www.youtube.com/watch?v=SFPKix6ZOjw&eurl