Wien

"Wer die Ursache nicht kennt, nennt die Wirkung Zufall." (W. Mitsch)

Die letzten Jahre haben in der Gleichstellung der Geschlechter viele gesellschaftliche und gesetzliche Neuerungen gebracht die kaum mehr überschaubar sind. Grundtenor ist aber stets, dass Frauen mehr Gerechtigkeit erfahren müssen.

Seit 1982 bekennt sich Österreich zur Konvention zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau. Eine der wichtigsten Bestimmungen dieser Regelung ist die sogenannte positive Diskriminierung in Artikel 4: "Vorübergehende Sondermaßnahmen der Vertragsstaaten zur beschleunigten Herbeiführung der De-facto-Gleichberechtigung von Mann und Frau gelten nicht als Diskriminierung im Sinne dieser Konvention"

Das heißt nichts anderes, dass man ein Geschlecht zeitweise diskriminieren darf bis Gleichstellung hergestellt ist.

Dies sorgt natürlich dort für Unmut, wo etwa Frauen durch Pensionsantrittsalter, Wehr- und Zivildienst oder etwa bei Quotenregelungen begünstigt sind. Im Laufe der Jahre hat sich nämlich herausgestellt, dass nur dort positiv diskriminiert wird, wo Vorteile zu erwarten sind.

Das führt mittlerweile soweit, dass sogar in der Gleichbehandlungsanwaltschaft per Gesetz nur eine Frau als Anwalt für die Gleichbehandlung in der Arbeitswelt zugelassen ist.

Kritisiert man diese Methoden, wird oft schnell und unsachlich Frauenfeindlichkeit, Misogynie, unterstellt; oft über Mechanismen der Misandrie.

Frauen zuerst ...

(rb)

Gender Pay Gap (EPD, Equal Pay Day):

Noch immer "Equal Pay Day"-Rituale zum Gender Pay Gap in Österreich
Gastkommentar Viktor Pölzl
 
Frauen können nicht rechnen, befand Karin Zauner in den "Salzburger Nachrichten" (5. April 2013). Vielleicht rechnen sie aber damit, daß keiner nachrechnet oder nachschaut? Aber auch ohne Rechenkünste sollte klar sein: Wenn ich mich wie das internationale Frauenkarrierenetzwerk BPW, die Frauenministerin (in Widerspruch zu ihrem "Gehaltsrechner" und ihrem "Einkommensbericht 2012") und die Grüne Frauensprecherin Judith Schwentner nicht von einem möglichst hohen, aber überholten Wert von minus 25,5% (aus 2009 und für "Vollzeit" statt "Ganzjährig Vollzeit" und "Arithmetisches Mittel" statt "mittleres Einkommen" (Median)) verabschieden kann, kann ich mich schwerlich über "seit Jahren absoluten Stillstand" (Schwentner) beklagen. ...
   Übrigens gibt es nur in Österreich zwei "Equal-Pay-Day"-Tage jährlich. Das Frauennetzwerk BPW will den EPD 2009 in Österreich eingeführt haben, die ÖGB-Frauen wiederum wollen 2007 die ersten gewesen sein. Die "Lösung" dieses Urheberstreits waren zwei Tage jeweils im Frühling und Herbst, denn: "Je mehr Aufmerksamkeit, desto besser".  Die "Presse" kommentierte am 6. Oktober 2012: "Sturheit a la Östereich".
 
Ganzer Artikel => Vergleiche Equal-Pay-Gap in Österreich





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