Wien

Frauenquote in Österreich

Was ist eine Frauenquote?
Antwort: Der Anteil von Frauen bei einer Anzahl von Menschen.
Meist wird der Begriff "Frauenquote" bei der Vergabe von gutbezahlten Jobs verwendet, niemals wenn es um gefährliche Jobs (zB Starkstrommontage, Chemiearbeiter) oder um anstrengende Jobs (zB Bergbau, Stahlbau, Müllabfuhr) geht. Mittels Frauenquoten werden Männer von einer gewissen Anzahl von Jobs ausgeschlossen (zB 40% aller verfügbaren Arbeitsplätze in der Firma oder bei der Behörde), ganz gleich um wieviel sie besser geeignet sind, als die bestqualifizierten Frauen.
Merke: Bei den Frauenquoten geht es nur um Rechte für Frauen, aber nicht um Pflichten. Die Feministinnen fordern beispielsweise keine Frauenquoten beim Thema Bundesheer und Zivildienst, wo derzeit Männer für wenig Geld Zwangsarbeit leisten müssen.

Was ist eine Quotenfrau?
Eine Quotenfrau ist eine Frau, die aufgrund ihres Geschlechts und nicht aufgrund ihrer Leistung einen Job bekommen hat. Sie symbolisiert daher die Männerdiskriminierung in der Berufswelt.

Gibt es auch Männerquoten?
Antwort: Nein.
Das mag unfair klingen, ist aber so.
Weder gibt es gesetzliche Männerquoten, noch wird dies diskutiert. Besonders wichtig wären Männerquoten bei den Lehrern, Kindergärtnern, Geburtshelfern, Jugendämtern und Sozialämtern. Andernfalls erleben Kinder bei der Erziehung nur mehr weibliche Bezugspersonen, was sich nachweislich auch nicht als optimal herausgestellt hat.

Warum Frauen in manchen Branchen unterrepräsentiert sind?
1) Solange der Wertschöpfung (Leistung, Output) der arbeitenden Frauen in manchen Branchen und Funktionen nicht höher wird, werden die Frauen dort auch nicht das gleiche verdienen, wie Männer. Aufgrund der selektiven Wahrnehmung wollen das die Feministinnen nicht anerkennen, obwohl es offensichtlich so ist. Unterdurchschnittliche Frauen wollen offensichtlich mit Jammern und gesetzlicher Quote zum Ziel kommen, welches sie mit Leistung nicht schaffen. (Echte Karrierefrauen sind übrigens sogar gegen die Frauenquote, da sie ja dadurch mit den Quotenfrauen verwechselt werden könnten und letztlich ihr Image schmälert.)
2) Das Leistung / Kosten Verhältnis entscheidet, ob eine Firma den Kandidaten (M) oder Kandidatin (F) nimmt. Wenn es sich rechnet, dann nehmen die gewinnmaximierenden Unternehmen sogar Ausländer (A) und Behinderte (B), im Ausland sogar auch Kinder (K). Moralisches Handeln darf man sich von Unternehmen nicht erwarten. Moral haben ja leider auch nur mehr wenige Politiker. Unternehmen haben also nichts per se gegen Frauen, sondern sie wollen halt einfach nur ihre Gewinne maximieren. Das ist verständlich und das Ziel des Wirtschaftens. Frauenquoten machen nicht nur beim Bergbau keinen wirtschaftlichen Sinn (weil die Frauen die körperlich schwere Arbeit ohnedies nicht schaffen), sondern auch in anderen Branchen. Frauenquoten dienen ja nicht dazu den Gewinn einer Firma zu steigern, sondern dazu, ein sozial-politisches Anliegen umzusetzen.
3) Ungehungsmöglichkeiten: Wenn es sich nicht rechnet, dann finden Behörden und Firmen Möglichkeiten, die Quote zu umgehen, wie zB bei der gesetzlichen Behindertquote. Warum soll dann ausgerechnet die Frauenquote funktionieren?
4) Arbeitsdauer:Wenn Frauen genau so lange Arbeiten würden wie Männer, dann lohnen sich die Ausbildungsinvestitionen. Sonst macht es für Unternehmen natürlich am meisten Sinn in jene Mitarbeiter zu investieren, die am längsten Arbeiten (das ergibt den höchsten "Returm on Investment"). Also müßte zunächst einmal das Pensionsantrittsalter und die Wochenarbeitszeit der Frauen auf jenes der Männer angehoben werden. Dann würden Frauen gleich viel verdienen. Frauen wollen aber meist gar nicht länger arbeiten, sondern nur mehr verdienen!
5) Man wird halt Leistung auch in Zukunft nicht per Gesetz gleichstellen können.
6) Globalisierung:Ob Frauenquoten Österreich im internationalen Wettbewerb mit China, Japan, Singapour und Indien wettbewerbsfähiger macht, muss stark bezweifelt werden. Am besten vergleicht man einmal die Entwicklung der Staatsverschuldung Österreichs mit diesen Ländern. Es zeigt sich, Österreich ist international schon jetzt nicht wettbewerbsfähig, sondern der Staat produziert seine Staatsleistungen auf Kredit statt mit Eigenkapital. Das wird sich bald auch in der Wirtschaft rächen - wie aktuell in Irland und Griechenland.
 

Was wollen die Feministinnen mit Frauenquoten erreichen?
Frauen sollen Männern bei der Vergabe von Jobs vorgezogen werden. Die Feministinnen geben vor, damit die Diskriminierung von Frauen am Arbeitsplatz beseitigen und eine Gleichstellung von Mann und Frau in der Berufswelt erreichen zu wollen. Dabei wird in der politischen Diskussion immer wieder betont, dass es sich um eine Bevorzugung von Frauen nur dann handeln soll, wenn gleiche Voraussetzungen gegeben sind (Vorwand & Motto: "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit"). Tatsächlich wollen die Feministinnen aber diese Einhaltung der Mindestquoten an Frauen ohne gleiche Voraussetzung und ohne gleiche Ergebnisse erreichen (zB bei der Polizei gelten für Frauen geringere körperliche Eingangstests, als für Männer.) Im Februar 2011 hat sich sogar der österreichische Wirtschaftsminister Reinhold MItterlehner (ÖVP) für Frauenquoten ausgesprochen, unabhängig vom Qualifikations- und Leistungslevel der Frau! Wahrscheinlich will er sich bei den Frauen "Einschmeicheln". Aber auch Frauenministerin Heinisch-Hosek (SPÖ) forderte im Jahr 2009, dass 50% der Aufsichtsratsjobs weiblich sein müssen.
   Der Zweck der Frauenquote ist nicht die Pflicht zur Einbeziehung von Frauen bei Stellenausschreibungen (das gab es bisher schon), sondern Frauenquoten sind eine gesetzlich Verpflichtung dahingehend, dass Frauen bei der Jobvergabe gegenüber Männern bevorzugt werden. Sonst würde man ja keine gesetzliche Frauenquote benötigen.
   In der Praxis ist die Frauenbevorzugung noch wesentlich stärker ausgeprägt, als es im Gesetz vorgesehen ist. Das hängt aber nicht mit einer wirtschaftlich vernünftigen Entscheidung zusammen, sondern mit einer politischen Motivation bei der Jobvergabe. Oder wissen jetzt die Politiker besser, was für eine Firma gut ist, als die Firmenchefs? Jetzt ist in Österreich also nicht nur das "Parteibuch" wichtig, sondern auch noch das "Geschlecht". Natürlich heißt es offiziell, dass das Parteibuch keinen Einfluß auf die Jobvergabe hat. Die gängige Praxis zeigt anderes.
 

Frauenquoten im Österreichischen Parlament?

Klub / Partei

Anzahl an Nationalräten

 davon Frauen 

 Frauenquote

Grüne

                  24

        13

     54%

Team Stronach 

                  11

          5

     46%

SPÖ

                  52

        17

     33%

ÖVP

                  47

        13

     28%

FPÖ

                  40

          7

     18%

NEOS

                    9

          1

     11%

Stand August 2014

Ein weiteres Problem gibt es, falls die Männerpartei bei der nächsten Nationalratswahl den Einzug ins Parlament schaffen sollte. Dann müßten 40% der Abgeordneten der Männerpartei weiblich sein :-)))
Bei der Nationalratswahl 2013 waren Team Stronach, NEOS, FPÖ, Grüne die (Zu-)Gewinner. Das heißt sowohl Parteien mit sehr hohen oder sehr niedrigen Frauenanteil waren die Gewinner. Der Frauenanteil war also nicht entscheidend für das Ergebnis, sondern eben ganz andere Faktoren.
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Wo gibt es in Österreich bereits Frauenquoten:
Verankert ist die Quotenregelung für Frauen in Österreich derzeit nur im öffentlichen Dienst. Die Rechtsgrundlage dafür bilden das
* Bundes-Gleichbehandlungsgesetz (B-GlBG)
* Landes-Gleichbehandlungsgesetzen,
* sowie Antidiskriminierungsgesetze (... obwohl Frauenquoten zur Diskriminierung von besser qualifizierten Männern führt).
Wahrscheinlich ist die gesetzliche Verankerung von Frauenquoten verfassungswidrig, da diese der Gleichheit vor dem Gesetz widerspricht. Diese Frauenquoten-Gesetze wurden bis dato noch nicht durch den Verfassungsgerichtshof geprüft und sind somit vorerst einmal aufrecht. Ein diesbezügliches Höchstgerichtsurteil würde Klarheit schaffen, steht aber noch aus.
    Exkurs: am 15. März 2011 beschloß die österreichische SPÖ-ÖVP Bundesregierung eine Frauenquote für die Aufsichtsräte der Staatsbetriebe. Bis zum Jahr 2013 solle eine Frauenquote von 25% und bis zum Jahr 2018 ein 35% Frauenanteil erreicht werden. Wenn nicht, dann kommt ein Gesetz. Dh es werden für Frauen Aufsichtsratsposten reserviert, selbst wenn Männer besser geeignet sind. Übergangene besserqualifizierte Männer haben die Möglichkeit wegen sexueller Diskriminierung zum Verfassungsgericht zu gehen.

Kampf der Geschlechter:
Durch sexistische Quoten, wie es Frauenquoten eben sind, werden die Konflikte zwischen den Geschlechtern steigen und nicht sinken. Das zeigt auch die Gründung der Männerpartei in Österreich im Jahr 2008.

Geschlechtsumwandlungen:
Laut einem Höchstgerichtsurteilen (VwGH 2009, VfGH Jan. 2010) muß für eine Geschlechtsumwandlung keine Umoperation mehr durchgeführt werden. Es hängt davon ab, wie sich ein Mensch fühlt, also als Mann oder als Frau. Wenn jetzt ein Mann - der sich als Frau fühlt - kandidiert, fällt er/sie dann unter die Frauenquote oder nicht? Kann ein solcher geschlechtsumgewandelter "weiblicher Mann" fünf Jahre früher in Pension gehen, als ein "echter Mann"?

Geschlechterquoten führen sich ad absurdum:
Wenn es brennt oder wenn eine Frau überfallen wird, dann hofft sie auf rasche männliche Hilfe. Warum? Weil selbst Frauen Männern eine bessere Rettungsperformance zutrauen.
Andererseits haben Männerquoten in der Karenzzeit den bedeutenden Nachteil, dass Männer ihre Kinder nicht säugen können, sondern ihnen nur Kuhmilch im Flascherl verabreichen können. Die Muttermilch ist aber nicht durch Kuhmilch ersetzbar. Auf das haben die Feministinnen leider vergessen.



SPÖ bricht eigene SPÖ-Statuten bei der Frauenquote:
Quotenregelung
§ 16 (1) Die SPÖ tritt für die volle Gleichberechtigung von Frauen und Männern ein und setzt sich zum Ziel, diesen Grundsatz auch in ihrer eigenen
politischen Arbeit, bei der Zusammensetzung aller Gremien und bei der Erstellung ihrer KandidatInnen-listen zu verwirklichen.
(2) Sowohl bei der Wahl von FunktionärInnen der SPÖ, wie bei der Erstellung von KandidatInnenlisten der SPÖ ist sicher zu stellen, dass nicht weniger als 40% Frauen und nicht weniger als 40% Männer vertreten sind.

Das SPÖ-Parteipräsidium zum 1. Mai 2016:
Frauen: 1. Renate Brauner, 2. Doris Bures, 3. Verena Dunst, 4. Gabriele Heinisch-Hosek, 5. Katharina Kucharowits, 6. Sabine Oberhauser, 7. Elvira Schmidt,
Männer: 1. Reinhold Entholzer, 2. Werner Faymann, 3. Michael Häupl, 4. Rudolf Hundstorfer, 5. Peter Kaiser, 6. Ingo Mayr, 7. Hans Niessl, 8. Michael Ritsch, 9. Matthias Stadler, 10. Walter Steidl, 11. Siegfried Schrittwieser
Die Frauenquote im SPÖ-Parteipräsidium ist als 7 von 18 = 38,9%



* Frauenquote statt Einschaltquote beim ORF  auf Wien-konkret.
* http://www.freimann.at/  Verein für Gleichberechtigung der Geschlechter und Mitbestimmung in der Arbeitswelt.
* Die höchste Frauenquote einer Partei im Parteivorstand hat die EU-Austrittspartei mit 66%.