Wien

Diskriminierung der Frauen aufgrund des Geschlechtes:

Frauendiskriminierung an Hand von 10 Beispielen. Wenn Sie sich diskriminiert fühlen, bitte ein kurzes Email an Wien-konkret.at schicken. Wir werden es hier nach Möglichkeit online stellen.


* Frauendiskriminierung bei der Ausbildung,
wenn frau schwierigere Aufgaben zu erledigen bekommt als ein Mann,
wenn die Arbeitsergebnisse der Frau von dem Ausbildner gerne übernommen werden, aber die Frau als Autorin nicht genannt wird. 
( passiert aber auch Männern, wie man hört...)

* Frauendiskriminierung bei der Bewerbung,
wenn frau gefragt wird, wer das Kind wie betreut (Männer werden danach meines Wissens nach nie gefragt) oder wenn frau für eine Position nicht in Frage kommt, weil sie noch schwanger werden könnte - dies passierte auch einer öffentlich bekannten Top-Managerin mit 46 Jahren.

* Frauendiskriminierung im Job, wenn frau mehr leisten muss, weil sie von KollegInnen und MitarbeiterInnen (!) weniger Unterstützung bekommt als der männliche Kollege und gleichzeitig wesentlich kritischer beobachtet wird und weibliche (!) wie männliche Kollegen und Mitarbeiter sich "mehr herausnehmen" (im Ton, im Anspruch etc.)

* Frauendiskriminierung am Arbeitsmarkt,
wenn frau für gleiche Leistung (oder mehr) weniger Lohn erhält. (Mir persönlich hat einmal eine männliche Führungskraft erklärt, dass er viel lieber mit Frauen als Mitarbeiterinnen arbeitet, da sie ja besser sein - und, wie er mit einem Lächeln dazufügte, auch billiger....)

* Frauendiskriminierung bei der Kindererziehung, wenn Väter selbstverständlich erwarten, dass Mama sich bei Elternabenden in Warteschlangen anstellt, sich bei LehrerInnen um gute Kontakte bemüht oder die Schelte für die Kinder abholt etc.

* Frauendiskriminierung vom Vater des Kindes,
wenn er seinem Kind weder Betreuungszeit noch Geld für angemessene Betreuung (damit die Mutter arbeiten gehen kann) und für angemessene Kleidung, Ausrüstung etc. zur Verfügung stellen will. 

* Frauendiskriminierung bei Gericht,
wenn bei Verhandlungen, nicht nur bei Alimentationsstreitigkeiten etc. der Frau alles untersagt wird, was den Mann nur irgendwie aufregen könnte, aber frau jederzeit beschimpft werden kann.

* Frauendiskriminierung in Filmen, Medien und der Justiz,
wenn nachweislich hauptsächlich Frauen das Opfer von Gewalt sind (und auch so dargestellt werden), aber sie nachweislich zu wenig Schutz durch offizielle Stellen bekommen (sonst wäre es nicht möglich, dass immer wieder Frauen von Ex-Ehemännern oder Ex-Freunden umgebracht werden, NACHDEM sie um Schutz bei der Polizei, bei Gerichten angesucht haben.

* Frauendiskriminierung von der Gesellschaft,
wenn frau einerseits die Kinder gebären soll, aber gleichzeitig damit rechnen muss, dass sie aufgrund der Kinder vor allem als Alleinerzieherin in die Armutsfalle tappt, weil weder Vater noch Gesellschaft für ein angemessenes Leben sorgen können oder wollen - eine Armut übrigens, die sich bis in die Pension zieht.

* Frauendiskriminierung beim Friseur, wenn frau für dieselbe Dienstleistung WESENTLICH mehr bezahlt als ein Mann - recherchieren Sie bitte selbst.

* Mangelde Chancengleichheit international betrachtet:
Geht es um einen internationalen Vergleich der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau, hat sich in Österreich die Ungleichheit im Vergleich zum Vorjahr noch verschlechtert. Das geht aus dem "Global Gender Gap Report 2007" des Weltwirtschaftsforums in Genf (CH) hervor, laut dem Österreich auf Platz 27 liegt. Beim Kriterium "Chancengleichheit von Mann und Frau in der Wirtschaft" belegt Österreich den mieserablen 89. Platz von 128 Plätzen. Für Frauenministerin Doris Bures (SPÖ) ist das "nicht zufriedenstellend".

Anmerkung Wien-konkret: "The Gobal Gender Report 2007 was supported by Women Leaders Programme Partners: Carlson Companies, Ernst & Young, Goldman Sachs, Manpower, McKinsey, Nike, NYSE Euronext" => sagt also wenig über die Männerdiskriminierung in den verschiedenen Ländern aus.

Qu: Studie des Weltwirtschaftsforum (WEF), die am 8. Nov. 2007 in New York veröffentlicht wurde.

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Zu berücksichtigen ist, dass Diskriminierung von Frauen nicht immer nur von Männern ausgeht!!
 



Gender Pay Gap (EPD, Equal Pay Day):

Noch immer "Equal Pay Day"-Rituale zum Gender Pay Gap in Österreich
Gastkommentar Viktor Pölzl
 
Frauen können nicht rechnen, befand Karin Zauner in den "Salzburger Nachrichten" (5. April 2013). Vielleicht rechnen sie aber damit, daß keiner nachrechnet oder nachschaut? Aber auch ohne Rechenkünste sollte klar sein: Wenn ich mich wie das internationale Frauenkarrierenetzwerk BPW, die Frauenministerin (in Widerspruch zu ihrem "Gehaltsrechner" und ihrem "Einkommensbericht 2012") und die Grüne Frauensprecherin Judith Schwentner nicht von einem möglichst hohen, aber überholten Wert von minus 25,5% (aus 2009 und für "Vollzeit" statt "Ganzjährig Vollzeit" und "Arithmetisches Mittel" statt "mittleres Einkommen" (Median)) verabschieden kann, kann ich mich schwerlich über "seit Jahren absoluten Stillstand" (Schwentner) beklagen. ...
   Übrigens gibt es nur in Österreich zwei "Equal-Pay-Day"-Tage jährlich. Das Frauennetzwerk BPW will den EPD 2009 in Österreich eingeführt haben, die ÖGB-Frauen wiederum wollen 2007 die ersten gewesen sein. Die "Lösung" dieses Urheberstreits waren zwei Tage jeweils im Frühling und Herbst, denn: "Je mehr Aufmerksamkeit, desto besser".  Die "Presse" kommentierte am 6. Oktober 2012: "Sturheit a la Östereich".
 
Ganzer Artikel =>  Gender Pay Gap in Österreich



Weiterführende Informationen:

* Männerdiskriminierung (der Vollständigkeit halber zur Gesamtsicht der Probleme)
* www.frauendiskriminierung.at 
 





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Fettnäpfchen, das nicht sein muss

Hallo,
ich bin eigentlich auch der Suche nach einer wohlschaffenden Männerorganisation gewesen, die ich für Amazon smile qualifizieren kann. Mir ist nämlich aufgefallen, dass es dort dutzendes "Frauen für Frauen" Zeugs gibt, aber nicht mal eine Organisation, die Männerhilfe betreibt.
   Finde super, dass es diese Seite gibt. Ich finde nur unnötig, dass unten bei dem Link zu Frauendiskriminierung steht "zum Trost für die Männer".
   Sollte man mMn ändern in "für ein vollständiges Bild" oder so, denn warum sollte mich es trösten, dass das andere Geschlecht auch Ungerechtigkeiten erlebt? Ungerechtigkeit ist Ungerechtigkeit und selten ein Trost, so viele Menschen, denen ich Ungerechtigkeit wünschen würde, gibt es zum Glück nicht :D
Nur eine Anregung. Sie scheinen tolle Arbeit zu leisten, danke dafür. Ich finde, der Spruch ist nicht nötig und wenn er weg ist, fühlen sich sicher weniger gesprächsbereite Frauen vor den Kopf gestoßen.

MfG, Dominik    18.6.2017



Frauendiskriminierung beim WC Rathausplatz

Guten Abend,
ich komme von einem Kurzbesuch bei meinem Sohn (er studiert in Wien) und möchte Ihnen folgende Begebenheit mitteilen:
Diskriminierung beginnt in Wien schon am stillen Örtchen
Ort: öffentliches WC vor dem Rathaus beim Adventmarkt
Zeit: Samstag, 17.11.2012, 12.00
Ich wollte mit der Freundin meines Sohnes ein gewisses Bedürfnis stillen. Der Herr am Eingang erklärte uns sehr freundlich, das koste 0,50 Cent, aber nur für Damen, nicht für Herren. Die gehen frei, warum eigentlich ?? Er konnte meine Frage nicht beantworten, meinte aber, es würden sich immer alle bei ihm beschweren, im Rathaus sei noch keine Klage eingegangen.
Wir beschlossen umgehend, diesen Tatbestand zu ändern, nur trafen wir am Samstag um diese Zeit niemanden im Rathaus an. Wir konnten ungehindert hinein und stellten sehr erstaunt fest, dass es in jedem Stockwerk mindestens 4 WCs gibt, kostenlos für Damen und Herren. Haben die Beamten dort ein so häufiges Bedürfnis ?
Im übrigen erbarmte sich ein älterer Herr meiner, zahlte für mich die 0,50 Cent mit der Begründung: "Diese Dame kommt aus Vorarlberg und wird jetzt von einem Wiener aufs WC eingeladen."
Schön, dass es trotz dieser unglaublichen Diskriminierung der Frauen auch noch solche Menschen gibt.

Mit der dringenden Bitte um Kenntnisnahme und sofortiger Änderung (entweder zahlen auch die Herren oder es zahlt niemand).
Doris F.  aus Röthis, Vorarlberg       18. November 2012

Antwort Wien-konkret: Bei den Männern ist übrigens nur das Pissoir gratis.



SPÖ Frauenpartei & Gleichstellung: Antwort von Susanne Üblackner

Sehr geehrter Herr Mag. Marschall, 

Vielen Dank für Ihr Mail an die Präsidentin des Nationalrats vom 19. August 2008.
Wenn die SPÖ als die Frauenpartei bezeichnet wird, so bezieht sich das darauf, dass die SPÖ bei allen politischen Forderungen und Maßnahmen auf die Gleichstellung von Frauen und Männern besonders achtet. Gleichstellung bedeutet dabei, dass beide Geschlechter die gleichen Rechte und die gleichen Chancen haben. Dass dies oft nicht der Fall ist, zeigt sich beispielsweise beim Einkommen oder bei den Karriereverläufen. Solange Frauen und Männer also nicht in allen Bereichen vollständig gleichgestellt sind, ist es Aufgabe der Politik für diese Gleichstellung und damit für Frauen einzutreten. 

Sollte es Ungleichbehandlungen von Männern geben, sind diese natürlich ebenso zu beseitigen.

Mit freundlichen Grüßen und herzlichem Dank für Ihre Bemühungen,
Susanne Üblackner 

i.A. Mag.a Susanne Üblackner
Büro der Präsidentin des Nationalrates
der Republik Österreich
Mag.a Barbara Prammer
Dr. Karl Renner Ring 3
A-1017 Wien – Parlament

Tel. +43 1 401 10-2467    Mobil. +43 676 8900 2467    Fax +43 1 401 10-2345
susanne.ueblackner@parlament.gv.at                           E-mail vom 25.8.2008
 



Stellungnahmen zur Frauendiskriminierung,

15.9.2010 FPÖ-Kickl: Burka-Verbot ist Beitrag zur Emanzipationsförderung

FPÖ zur Emanzipation der Frauen

In einem Burka-Verbot sieht der freiheitliche Generalsekretär NAbg. Herbert Kickl einen Beitrag zur Förderung der Emanzipation und eine geeignete Maßnahme zur Zurückdrängung von fundamentalistischen Strukturen, insbesondere bei Zuwanderungsfamilien aus dem islamischen Raum. "Ein Burka-Verbot in Europa wäre ein deutliches Signal der westlichen Kultur gegen den Versuch moslemischer Extremisten, die Errungenschaften der Emanzipation zu unterlaufen und das Rad der Zeit zurück zu drehen", so Kickl.
     Viele Zuwanderer würden nicht zuletzt wegen der religiösen Dominanz in ihren Heimatländern in den Westen flüchten, so Kickl, der hier besonders die Iraner und Afghanen nannte, die am eigenen Leib erfahren mussten, wie weit religiös-politischer Fundamentalismus gehen könne. "Für diese Flüchtlinge ist es oft eine Provokation, wenn sie mitten in Europa ganzkörperverschleierte Frauen sehen müssen, denn davor sind sie geflüchtet", so Kickl. Es sei unsere Pflicht als Europäer unsere Kultur und liberale Lebensweise, die wir uns hart erkämpfen haben müssen, als bewahrenswert zu schützen. 
     Falsch verstandene Toleranz helfe mit, Frauen zu unterdrücken und sie im Herzen eines Europas des 21. Jahrhunderts, wie im Mittelalter leben zu lassen, so Kickl, der auch die Frauenorganisationen, die ihre Energie nicht selten mit schwachsinnigen Gender-Projekt vergeuden würden, aufrief, sich einmal um die tatsächliche und täglich erlebbare Diskriminierung von Frauen zu kümmern. "Burka ist ein politisches Symbol. Zwangsehe ist Unterdrückung. Beschneidung ist Unterdrückung und Körperverletzung. Ehrenmord hat nichts mit Ehre zu tun, sondern nur mit Mord", so Kickl, der sich hier den Protest der frauenbewegten Gruppen wünscht.
Rückfragehinweis:   Freiheitlicher Parlamentsklub
OTS0112    2010-09-15/11:13