Wien

Ehe

Die Ehe ist ein kompliziertes Konstrukt, dass das Zusammenleben zweier Menschen regelt. Der Vertrag dauert im Idealfall "bis das der Tod Euch scheidet".

Recht: Rechtlich gesehen ist die Ehe ein Vertrag.
(Seid dem Jahr 2009 kann in Österreich ein Verpartnerungsvertrag (= "eingetragene Partnerschaft") zwischen zwei gleichgeschlechtlichen Menschen geschlossen werden. Der Normalfall ist aber ein Ehe-Vertrag zwischen Mann & Frau.
Kirche: Kirchlich gesehen ist die Ehe ein heiliges Sakrament
Deshalb erfolgt die Eheschließung meist auch in zwei verschiedenen Akten, ersten in der standesamtlichen Hochzeit (= rechtlich) und in einer kirchlichen Hochzeit (= kirchlich). Manche Paare schließen die Ehe nur vor dem Standesamt, manche nur in der Kirche.

"Wilde Ehe": Darunter versteht man eine Zusammenleben zwischen Mann & Frau ohne Trauschein (ohne Heirat)

Rechtsfolgen:
Mit der Ehe sind viele rechtliche Konsquenzen verbunden, vom Namensrecht angefangen bis zum Unterhaltspflichten & Beistandspflichten. Die Ehe dient meist dazu, dass die Frau finanziell abgesichert ist und der Mann seinen Namen an die Kinder weitergeben kann.

Das Problem der Ehe ist, dass selbst dann wenn die Frau fremdgeht (also Ehebruch begeht), bei einer Scheidung der Mann Unterhalt an seine geschiedene Ex-Frau zahlen muss. Sind Kinder vorhanden, dann muß meist der Mann auch aus der gemeinsamen Ehewohnung ausziehen.
Wenn der Mann Ehebruch begeht, dann muß er wenigstens zu Recht der Frau Unterhalt zahlen. Im schlimmsten Fall wird ein Ehemann sogar unter das Existenzminimum gepfändet.
   Aufgrund des männerdiskriminierenden Eherechts gehen heutzutage viele Männer keine Ehe mehr ein. Die Ehe ist zu einem unklakulierbaren Rechtsrisiko geworden. Sie "trauen" sich einfach nicht mehr. Es ist schade um diese schöne Tradition und Institution.
   In jedem Land gibt es ein anderes Ehe- und Scheidungsrecht. Ist der oder die Partnerin Ausländer/-in oder wird im Ausland geheiratet, dann wird die Ehe bei Konfliktfällen zu einem juristisch fast nicht lösbaren Problem.

Ende der Ehe: Tod, Scheidung, Nichtigerklärung.





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Ehe

"Neuerdings kann dieser Vertrag auch zwischen zwei gleichgeschlechtlichen Menschen geschlossen werden. Der Normalfall ist aber ein Vertrag zwischen Mann & Frau."
Eingetragene Partnerschaften zwischen Gleichgeschlechtlichen sind derzeit noch keine Ehe.
das wird zwar gerade diskutiert, weil Rot, Grün und Neos die sogenannte Ehe für alle fordern.
ÖVP ( Kurz ) meint dass derzeitige Rechtslage ausreich da ohnehin in letzter Zeit genung gemacht wurde. FPÖ ist auch dagegen soviel ich weiss.
TG  19.6.2017



Erfahrung nach fast 40jähriger Ehe

Interessant, was da an Meinung auf Wien konkret, eine Seite, wo man meint, objektive Informationen zu bekommen, verbreitet werden darf.
Männerdiskriminierendes Eherecht??
Und Frauen werden nicht diskriminiert, wenn ihnen vorgegaukelt wird, dass sie auf ein eigenes Erwerbseinkommen verzichten können, weil dafür der Familienerhalter zuständig ist.
Und nach fast 40jähriger Ehe, aus der inzwischen drei erwachsene lebenstüchtige Töchter hervorgegangen sind, macht man dann die Erfahrung, dass diese Hausarbeit und Kindererziehung und Rückendeckung des Gatten gar nichts wert ist. Denn die 40 %, die dem schwächer verdienenden Teil zugesprochen werden, hat Frau sich ja so nebenbei auch noch selbst erwirtschaftet. Lebensbilanz: In der Pension ein Einkommen nahe dem Lebensminimum mit Null Chance sich da noch zu verbessern.
   Oder wartet an der nächsten Ecke schon ein weiterer bedürftiger Mann, der möchte, dass ihm die Hemden gebügelt werden.
Nein danke!
Meinen Töchtern werde ich jedenfalls davon abraten, eine Ehe einzugehen!
Mit besten Empfehlungen
Margarethe S        22. Juni 2013





30.7.2011 "profil": Heinisch-Hosek: "Eine rechtliche Alternative zur Ehe"

Frauenministerin will Partnerschaftsverträge für Lebensgemeinschaften als "Absicherung bei Trennungen". In einem Interview in der Montag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" spricht sich Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek für "eine Alternative zur Ehe aus". Sie habe Justizministerin Beatrix Karl bereits vorgeschlagen, Partnerschaftsverträge für Lebensgemeinschaften einzuführen: "Derzeit sind Paare in Lebensgemeinschaft vor dem Gesetz großteils Fremde, das müssen wir ändern." Weil Lebensgefährten "nach einer Trennung leer ausgehen", will Heinisch-Hosek die "Aufteilung des Vermögens und den Unterhalt nach einer Trennung regeln". Derzeit leben ein Sechstel aller Paare in Österreich in Lebensgemeinschaften. Heinisch-Hosek will nun den "Koalitionspartner ÖVP dafür gewinnen, dass wir eine rechtliche Alternative zur Ehe anbieten, die Lebensgemeinschaften absichert".
Rückfragehinweis: "profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502
OTS0006 2011-07-30/08:00

Anmerkung Wien-konkret: Vermutlich macht sich die Frauenministerin Heinisch-Hosek (SPÖ), um die Frauen sorgen und nicht um die Männer. Konkret sollen vermutlich die Männer bei einer Trennung von einer Lebenspartnerin ebenfalls Unterhalt zahlen und einen Teil des Vermögens an die Frauen schenken müssen, so wie dies bereits bei Scheidungen nach Eheschließungen der Fall ist.
  Das klingt für Frauen gut, führt aber zu weiteren Männerdiskriminierungen.
Als Konsequenz werden die Singlehaushalt noch mehr ansteigen, da für viele Männer eine - eventuell von der Partnerin verursachten - Trennung existenzbedrohend werden könnte, wie es derzeit schon bei Scheidungen der Fall ist.