Wien

Empfang

Heute, am 13. März 2006 feiert die Universität Wien ihren 641 Geburtstag mit dem "Dies academicus alma mater Rudolphina Vindobonensis". Vor 641 Jahren wurde die Universität Wien durch Herzog Rudolf IV - dem Stifter - gegründet.






Fotos: Bilder vom Empfang; Standarte der Universität Wien; Chargierte des ÖCV (BbG, F-B)

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Einzug



Foto: Einzug des Senats, des Bundespräsidenten und der Promoventen

Heute stand ein besonderes Promotionsfest auf der Tagesordnung des "Dies Academicus". Vier Studenten der Uni-Wien feierten Ihre Promotion in Beisein des Bundespräsidenten Dr. Heinz Fischer (Promotion sub auspiciis praesidentis rei publicae). Ein solche Ehre wird nur jenen Studenten zu teil, die alle Oberstufen-Klassen mit Vorzug, die Matura mit Auszeichnung, die Diplomprüfungen und die Dissertation mit Sehr-gut bestanden haben.

Zuerst erfolgte der feierliche Einzug des Senats der Universiät Wien und der Ehrengäste.

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Ansprache des Rektors der Universität Wien


Die Begrüßungsansprache hielt der Rektor der Universität Wien, O. Univ.-Prof. Dr. Georg Winkler.

Er sprach von einem freudigen Ereignis für die Universität Wien und betonte, dass die Promoventen höchste Studiumsleistungen erbrachten haben. Dies sei nur mit großem Fleiß und eiserner Disziplin möglich. Er verdeutlichte das Promotionsversprechen nach stetiger Weiterbildung und stetigem Weiterforschens. ZIel sei es Wahrheit zu finden und Wahrheit weiterzugeben. Die Wissenschaft soll im Dienste der Wahrheit bleiben. Gerade Vorfälle in Südost-Asien zeigen die Wichtigkeit dieser Forderung.

Europa des Wissens:
* Universitäten müssen starke Akteure sein
* Universitäten müssen autonom bleiben
* Die notwendige Finanzierung muß gegeben sein

ad Autonomie:
Autonomie der Universitäten heißt, dass die Universitäten selbst abschätzen müssen, in welchen Bereichen sie die kritische Masse erreichen.

ad Uni-finanzierung:
Die Europäischen Universitäten sind unterfinanziert. USA und Kanada führen in einem internationalen Vergleich. In Europa führen die skandinavischen Länder. Österreich ist lediglich im Europäischen Durchschnitt.

Die Universitäten müssen aus dem Schatten rechtsstaatlicher Bürokratien treten. Nur ein Europa des Wissens wird die anstehenden Probleme lösen.

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Zuhörer

Der Senat, die Promoventen, Angehörige und Gäste verfolgten aufmerksam die Ansprache des Rektors Winkler.






Fotos: Angehörige & Gäste............Bundespräsident Dr. Fischer..........der Senat der Universität Wien

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Die Promoventen


Die fünf Promoventen, die mit ausgezeichnetem Erfolg studierten, heißen:
* Frau Mag.a. Susanna Balaum
* Frau Mag.a. Verena Kain
* Herr Mag. Matthias Kornexl, (BbG, F-B)
* Herr Mag. Dr. Georg Schneider
* Herr Mag. Lorenz Stadler

Dr. Georg Schneider schaffte es sogar, schon zum zweiten Mal "sub auspiciis" zu promovieren.

Wie aus den Ansprachen der Professoren hervorging, sollen Wissenschafter in der Jugend wandern. Andererseits versuchen die Universitäten, die Jungen für die angestammten Universitäten zu halten. Und da die heute Ausgezeichneten etwas geschafft haben, was ihre Professoren nicht geschafft haben, wurde ein Spruch Leonardos da Vincis zitiert: "Ein Lehrer darf stolz sein, wenn seine Schüler ihm übertreffen".

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Ansprache des Bundespräsidenten

Der Bundespräsident Dr. Heinz Fischer offenbarte, dass er vor 45 Jahren selbst hier an der Universität promovierte. Er hatte bei weiten nicht so gute Noten wie die heute zu Ehrenden - nur im Kirchenrecht (!) schaffte er ein Sehr-gut.

Zu dem erzielten Erfolg der Studenten sind viele Faktoren zusammen gekommen: Begabung, Fleiß, UNterstützung durch Familie & Lehrer und auch ein Quäntchen Glück. Spitzenleistungen werden an den schon bestehenden Universitäten erbracht. Neue Institutionen dürfen nicht ausschließen, daß die bestehenden Universitäten verwässert werden. Die Aufgabe der Universitäten sei es nicht eine Schleppe nachzutragen, sondern eine Fackel voranzutragen. Die Fackeln der Wissenschaft und Gesellschaft sollen durch die Promoventen vorangetragen werden.


Der Herr Bundespräsident Dr. Heinz Fischer gratuliert den fünf Promoventen und übergibt die Promotionsringe des Bundespräsidenten einzeln an die zu Ehrenden.






Fotos: Ansprache des Bundespräsidenten Dr. Heinz Fischer; die fünf Promoventen

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Ende der Feier

Es folgten die Dankesworte der Neodoktores und die Schlussworte des Rektors. Sodann wurde die österreichische Bundeshymne und die Europahymne abgespielt. Nach dem Auszug des Senates und der Ehrengäste gab es erste Interviews und Gratulationen.






Fotos: Gespräche und Interviews mit Dr. Heinz Fischer; Abtransport der Roben.

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Der doppelte Doktor

Herr Mag. Dr. Georg Schneider ist nun doppelter Doktor mit doppeltem ausgezeichneten Erfolg! Er wurde 1980 in Wien geboren und maturierte  im Jahre 1998 am Gymnasium Wenzgasse mit ausgezeichnetem Erfolg. Im Jahr 2002 schloss er das Studium der Mathematik mit ausgezeichnetem Erfolg ab. Am 12. März 2003 erfolgte seine erste Promotion "sub auspiciis". Dannach inskribierte er das Studium der Betriebswirtschaft, dass er wiederum mit ausgezeichnetem Erfolg beendete.




Die Redaktion von Wien-konkret schließt sich den vielen Gratulationen an und wünscht den Promoventen Alles Gute.

Text und Bilder: Mag. Robert Marschall