Wien

Kluge glückliche Kinder



Bild vom "Sommercamp Naturwissenschaften im Kochtopf in Wien"; © ZVG

Diesen Wunsch hegen alle Eltern und die es noch werden wollen. Doch wer wagt es schon von seinem Kind zu behaupten, es sei besonders begabt? Wir freuen uns zwar über besonders altkluge Aussprüche, wundern uns vielleicht noch über die rasante Entwicklung von Babyalter an. Spätestens jedoch ab dem Kleinkindalter schnaufen wir unter der Belastung des „ununterbrochen gefordert Seins“ durch unsere lieben Kleinen.

Nach näherer Beschäftigung mit dem Thema „Hochbegabung“ habe ich erkannt, dass es mehr solcher Kinder mit besonderen Fähigkeiten gibt, als wir vermuten würden. Hochbegabt zu sein bedeutet „anders“ zu sein. „Was?“, werden jetzt vielleicht manche fragen: „Das sind keine kleinen interessante und kluge Wesen, die als Stolz der Familie schon im Kleinkinderalter hochwissenschaftliche Vorträge halten?“ Manche vielleicht schon, doch der Alltag sieht oft anders aus.

Diese Kinder fragen oft Löcher in den Bauch, schlafen wenig und fordern die Autorität ihrer Eltern und Lehrer heraus. Sie beobachten schon früh kleinste Abweichungen in ihrem täglichen Rhythmus und reagieren kritisch darauf. Bei Nichterkennen entwickeln sie sich (vor allem Buben!) zu richtig kleinen Störenfrieden. Mädchen ziehen sich oft in sich zurück. Diese Kinder sind dann um so mehr auf aufgeschlossene Erwachsene angewiesen, die feinfühlig ihre Bedürfnisse erkennen und ihnen zu einem anregenden Umfeld verhelfen. Sonst landen einige von ihnen sogar wegen Schulverweigerung in der Sonderschule, obwohl sie sogar das Potential zum Überspringen einer Klasse hätten (das gibt es nämlich auch, wie noch etliche andere Fördermöglichkeiten innerhalb der Schule!).

Warum verstecken hochbegabte Kinder ihr Potential?

Nun, wie würden Sie reagieren, wenn Sie von Ihren Kollegen, Vorgesetzten,... ständig schief und mit Unverständnis angeschaut würden? Sofern Sie nicht zum Typus „Einzelgänger“ gehören, versuchten Sie wahrscheinlich auch, sich so weit wie möglich zu integrieren/ anzupassen und Anschluss zu finden. Leider funktioniert das meistens nicht, was wieder zu Verhaltensauffälligkeiten oder Rückzug führt.

Aber Kopf hoch – mit etwas „goodwill“ lässt sich diese Situation leicht entschärfen! Sobald Klarheit über eine etwaige Hochbegabung herrscht (bekommt jeder durch eine entsprechende Potentialanalyse des Kindes durch einen geschulten Psychologen, entsprechende Adressen kann ich Ihnen gerne zukommen lassen), findet man jede Menge Hilfe und Unterstützung.

In Wien z.B. beim Begabungsförderungszentrum des Wiener Stadtschulrates unter der Tel.nr. 01-525 25/DW 77887. Dort erhält man Rat bezüglich der richtigen Schulwahl für hochbegabte Kinder und jede Menge Tipps bezüglich alternativen Fördermöglichkeiten.

Im Institut „Lernen mit Pfiff“ gibt es unter der Leitung von Fr. Dr. Hofmann seit kurzem die Möglichkeit einzelne Module bis hin zu einer Coachingausbildung über den Umgang mit diesen Kindern zu besuchen (nähere Infos unter www.lernen-mit-pfiff.at).

Sehr erwähnenswert sind außerdem die vielen Freizeitmöglichkeiten, die jedem Kind offen stehen: Kinderuni, MQ, lange Nacht der Forschung, Volkshochschulen,...). Da ist sicher für jedes Interessensgebiet etwas dabei. Solche gemeinsamen Unternehmungen verschaffen einige Stunden des so wichtigen friedvollen Miteinanders für diese sensiblen und wissbegierigen Kinder.

Abschließend noch eine Bitte:
vergessen Sie niemals, auch
„hochbegabte Kinder sind - so sehr sie geistig schon kleinen Erwachsenen ähndeln -gefühlsmäßig immer noch KINDER“!

Für Fragen oder nähere Erläuterungen stehe ich Ihnen gerne unter meiner unten angegebenen Email-Adresse bzw. Telefonnr. zur Verfügung.

Martina Bittenauer

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Autor:

Martina Bittenauer                                           Datum: 28.6.2006
Coach zur Begabungsförderung

Tel. 0676-634 62 57
Email: martina.bittenauer@aon.at