Wien
Bilder: Schulklasse - Tafel - Schultaschen



Bilder: Schulklasse - Tafel - Schultaschen


Welche Schultypen gibt es überhaupt in Wien?

 Abküzung

 Schultyp

 AHS

 Allgemein bildende höhere Schulen

 BS

 Berufsschulen

 FS

 Fachschulen

 HS

 Hauptschulen

 HTS

 Höhere technische Schulen

 PTS

 Polytechnische Schulen

 SPZ

 Sonderpädagogische Zentren

 VS

 Volksschulen

 WKS

 Wirtschaftskundliche Schulen, Handelsschulen und Handelsakademien


Ein Verzeichnis alles Schulen in Wien stellen wir hier in Kürze online.
 

Die Allgemeine Schulinformation

Die Allgemeine Schulinformation des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur und die Schulservicestellen in den Landesschulräten/im Stadtschulrat für Wien stehen als Erstinformations- und -beratungsstellen bei Fragen und Problemstellungen zum Thema Schule sowie Schul-/ Bildungslaufbahn zur Verfügung.

Im Wesentlichen umfasst die Einrichtung folgende Aufgabenbereiche:

(1) Schullaufbahnberatung
Bildungswege nach der Volksschule/Hauptschule/AHS-Unterstufe, Schulwechsel, Bildungswege nach der Matura; Externistenprüfungen

(2) Beratung bei Problemstellungen im Schulalltag
Kommunikation und Kooperation zwischen Schülerinnen/Schülern, Eltern und Lehrer/innen

(3) Allgemeine Auskünfte zum Schulrecht
Ziel ist es, lösungsorientierte Perspektiven aufzuzeigen, Informationsdefizite zu beheben und bei weiterreichendem Beratungs- oder Informationsbedarf an andere Stellen weiterzuverweisen.

Telefon: 0810 205220 (zum Ortstarif aus ganz Österreich)
E-Mail-Anfragen: schulinfo@bmukk.gv.at
Beratung
: Adir. Sabine Gschwandtner, 1014 Wien, Freyung 1, Zimmer 433

Postadresse:
Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur
Schulinfo, Minoritenplatz 5, 1014 Wien

Qu.: Website des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur  (Stand August 2009)
 

John Taylor Gato: US-amerikanischer Schulkritiker.

John Taylor Gato – der war 2x bester Lehrer in New York – und der will eigentlich die Schulen abschaffen. Warum? Weil er nachgewiesen hat, dass 1880 das Pflichtschulsystem in Amerika eingeführt wurde mit einer Zielsetzung die Bevölkerung zu verblöden. Die Verdummung der Bevölkerung wurde mit der Methode Einzelbenotung, auswendig lernen und Frontalvortrag. Damit lernen die Menschen nicht selber zu denken. Das ist der Stil bis zur Universität und das nennt man "Gehirnwäsche".

Hauptthesen von John Taylor Gato: 
Was macht die Schule mit den Kindern? Gatto vertritt dazu in „Dumbing us down“ folgende Thesen:
1. Sie macht die Kinder konfus. Sie präsentiert ein zusammenhangloses Ensemble von Informationen, die das Kind memorieren muss, um nicht von der Schule zu fliegen. Abgesehen von den Tests und Prüfungen funktioniert diese Programmierung ähnlich wie das Fernsehen, das fast die ganze ‚freie’ Zeit der Kinder ausfüllt. Man sieht und hört irgendetwas, um es gleich wieder zu vergessen.
2. Sie lehrt sie ihre Klassenzugehörigkeit zu akzeptieren.
3. Sie macht sie gleichgültig.
4. Sie macht sie emotional abhängig.
5. Sie bringt ihnen eine Art von Selbstvertrauen bei, die auf ständige Bestätigung durch Experten angewiesen ist (provisional self-esteem).
6. Sie macht ihnen deutlich, dass sie sich nicht verstecken können, weil sie immer überwacht werden
Qu wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/John_Taylor_Gatto



6. Mai 2011: Europarat will Handy- und WLAN-Verbot an Schulen

"In einem aktuellen Empfehlungspapier spricht sich der Europarat für ein generelles Mobilfunk- und WLAN-Verbot an Schulen aus. Gleichzeitig schlägt der Entwurf eine Senkung des Strahlungs-Grenzwerts um das 1000-fache vor. ..."
Qu futurezone vom 18. Mai 2011


Councile of Europe: Report
   4. While electrical and electromagnetic fields in certain frequency bands have wholly beneficial effects which are applied in medicine, other non-ionising frequencies, be they sourced from extremely low frequencies, power lines or certain high frequency waves used in the fields of radar, telecommunications and mobile telephony, appear to have more or less potentially harmful, non-thermal, biological effects on plants, insects and animals as well as the human body even when exposed to levels that are below the official threshold values.
  
6. The Assembly regrets that, despite calls for the respect of the precautionary principle and despite all the recommendations, declarations and a number of statutory and legislative advances, there is still a lack of reaction to known or emerging environmental and health risks and virtually systematic delays in adopting and implementing effective preventive measures. Waiting for high levels of scientific and clinical proof before taking action to prevent well-known risks can lead to very high health and economic costs, as was the case with asbestos, leaded petrol and tobacco.
   Qu. The potential dangers of electromagnetic fields and their effect on the environment 6. May 2011



Beiträge auf Wien-konkret:

* Waldorfschulen / Rudolf Steiner Schulen in Wien
* Hochbegabte Kinder Teil 1: Kluge glückliche Kinder
* Hochbegabte Kinder Teil 2: Hochbegabung prägt die GANZE Person!



Schul-Witz:

Gespräch zwischen Mutter und Sohn:
 
Sohn: "Ich will nicht in die Schule!"
Mutter: "Aber du mußt in die Schule!"
Sohn: "Die Schüler mögen mich nicht,
die Lehrer hassen mich,
...der Schulwart kann mich nicht leiden,
und der Busfahrer kann mich nicht ausstehen."

Mutter: "Jetzt reiß dich bitte zusammen:
Du bist jetzt 45 Jahre alt und der Direktor -
du musst in die Schule!"



=> Kommentare & Postings eintragen

 

Unzulässige Impfpasskontrollen in Schulen

An alle Eltern von Schülerinnen und Schülern!
In den letzten Tagen haben viele Eltern von ihren Schulen die Aufforderung erhalten, die Impfpässe der Kinder in die Schule mitzugeben zwecks Überprüfung des Impfstatus von der Gesundheitsbehörde!
Das ist eine widerrechtliche Aufforderung und Einmischung.
Auch die Gesundheitsbehörden haben kein Recht, den Impfstatus zu kontrollieren, denn es herrscht keine Impfpflicht in Österreich!
Die Eltern allein sind für die Entscheidung zuständig, ob sie ihr Kind impfen lassen oder nicht!
Wenn Sie eine solche Aufforderung erhalten haben, dann brauchen Sie dieser Aufforderung nicht Folge zu leisten.
Offenbar wollen die Impfbetreiber diesen guten alten Brauch der Schulimpfungen nicht aufgeben.
Es gibt im Augenblick keine Epidemie. Es besteht kein Anlass, die  Impfpässe kontrollieren zu lassen.
Nur wenn recht viele Eltern gemeinsam dieser Aufforderung nicht Folge leisten, dann bewirken wir ein Umdenken auch der Lehrer in den Schulen!
Ich danke im Vorhinein für Ihre Mitarbeit und grüße Sie alle herzlich

Aegis Österreich     http://www.aegis.at/
Franziska Loibner
Ligist                       März 2011



Wiener Kind ohne Schulplatz

Sehr geehrte Frau Dr.Schmied!

Es war nie möglich bei Ihnen persönlich vorzusprechen, deshalb schicke ich Ihnen diese e-mail.
Vielleicht werden Sie diesen Brief selbst nie lesen, aber wenigstens habe ich es probiert.

Mein Name ist Nina F......, bin Unternehmerin und habe 3 Söhne. Marvin mein mittlerer Sohn ist 13 Jahre alt und hat seit der Volkschule einen festgestellten Sonderpädagogischen Sonderbedarf. Er besuchte seit 12.12.2007 die 5.Schulstufe  der Schülerinnenschule im 9.Wiener Gemeindebezirk. Im Dezember 2008 stellte ich den Antrag um Aufhebung des SPF. Der Antrag wurde Von Direktorin Gerhartl eingebracht. Kurze Zeit später teilte Sie mir mit, das ein Gutachten verlangt wird. Sie war sehr überrascht, da das bis jetzt nie der Fall war. Im Jänner 2008 wurde das Gutachten erstellt, worin eine Aufhebung des SPF nicht empfohlen wurde. Trotzdem wollten wir ein persönliches Gespräch mit Bezirksschulleiterin Frau Dallinger. Am 30.März 2008 waren Direktorin Gerhartl, mein Mann Peter Finz und ich zu einem persönlichen Gespräch eingeladen. Frau Dallinger teilte uns mit, das Sie meinen Antrag auf Aufhebung zurückgehalten hat, da mein Sohn Marvin gar nicht berechtigt ist diese Schule zu besuchen bzw. die Schule nicht berechtigt istKinder mit SPF aufzunehmen.

Der Deal der uns vorgeschlagen wurde:
o) Antrag wird unsererseits zurückgezogen
o) Mein Sohn besucht die Schule bis zur 9.Schulstufe

Wenn wir auf diesen Vorschlag einsteigen hebt Frau Dallinger den SPF kurz vor Schulaustritt auf und mein Sohn bekommt einen normalen Hauptschulabschluß. Bei den anderen Schülern wurde dies auch so erledigt. Wenn nicht, muss Frau Dallinger reagieren und den Bescheid ausstellen, sprich mein Sohn muss die Schule verlassen. Da wir auf gar keinen Fall wollten, das unser Sohn in eine Sonderschule kommt, willigten wir ein und Frau Gerhartl schickte uns die Bestätigung der Vereinbarung. In der Vereinbarung war aber nicht wie besprochen vermerkt, dass er ein 9.Schuljahr dranhängt sondern dass er die 6.Schulstufe nicht positiv abschließen wird. Deshalb haben wir die Vereinbarung nicht akzeptiert.

Am 11.Mai 2009 beantragte ich die Aufhebung des SPF. Daraufhin erhielt ich im Juni 2009 den Bescheid, worin die Aufhebung abgelehnt wird und unter
Sonstige Hinweise:
  Der Unterricht für Ihren Sohn Marvin Finz muss ab dem Schuljahr 2009/2010 entweder im Rahmen einer Integrationsklasse oder an einer Allgemeinen Sonderschule erfolgen. Der Besuch der privaten Schule mit eigenem Statut „SchülerInnenschule“ ist nicht weiter möglich, da die sonderpädagogische Förderung dort nicht sicher gestellt ist

Mein Sohn wurde in der Schülerinnenschule nach keinem Lehrplan der allgemeinen Sonderschule unterrichtet und ohne Einschränkung wurde ein Positives Zeugnis der 5.Schulstufe ausgestellt.
Trotz mehreren Telefonaten und Korrespondenz mit dem Stadtschulrat wurde ich von einer Person zur anderen gereicht, sobald ich zu erzählen anfing, fühlte sich keiner mehr zuständig.
Mein letzter Ausweg war das Bundesministerium und ich sendete alle Unterlagen an Hr.Dr.Rumpler. Dr.Rumpler meint zwar es ist viel schiefgelaufen, aber die Vergangenheit kann man nicht ändern und ich mich an den zuständigen Bezirksschulrat wenden. Dann habe ich probiert einen Termin bei Herrn Dumser(Bezirksschulrat vom 21.Bezirk) zu vereinbaren. Auch dort wurde mir der Rückruf versprochen. Am 8.Jänner wurde mir telefonisch erklärt man kann mich am Donnerstag den 14.Jänner mit Herrn Dumser verbinden. Soweit kam es dann nicht , da ich am 12.Jänner einen überraschenden Anruf von Frau Ständer bekam(Mitarbeiterin von Landesschulinspektor Tuschel), und mir mitteilte das Frau Lackner (Direktorin vom SPF 1210 Wien Franklinstraße) für uns zuständig ist. Sie vereinbart für Freitag den 15.Jänner einen Termin. Frau Ständer machte uns darauf aufmerksam, dass nur ein Platz in einer Sonderschule möglich ist. Eines möchte ich noch festhalten, im September 2009 war Herr Landesschulrat Tuschel nicht bereit uns weiterzuhelfen.

Sehr geehrte Frau Schmied, ich erwarte mir eine Aufklärung in unserer Angelegenheit.
Weiters fordere ich, dass ein Untersuchungsverfahren gegen die Schülerinnenschule eingeleitet wird:
o) Wir waren nicht der einzige Schüler mit SPF
o) aber der einzige Schüler der die Schule vorzeitig verlassen mußte
o) Schulkosten: Eintrittsgebühr 300€, 350€ x 12 Monate Schulgeld, 700€ Kaution + 12 Arbeitsstunden im Monat (Elternarbeit)
Bei nicht geleisteten Arbeitsstunden mußte man die Stunden mit 7,50€ bezahlen. Mein geleisteter Elternbeitrag: Kochdienst für 40Personen
o)Wie ist das möglich, dass Frau Stadtschulrätin Dallinger im Juni 2009 der Schule verweist und uns im April 2009 schriftlich durch Frau Direktor Gerhartl mitteilt, dass einer voraussichtlichen Aufhebung des SPF am Ende der  Schulzeit durchaus möglich ist.

Bei Nichtaufklärung werde ich unsere noch vielen unbeantwortete Fragen an das Parlament schicken um vielleicht dort Antworten zu bekommen.

Hochachtungsvoll
Nina F.                           13. Jan 2010



* Konsequenzen der "offenen Schule"

Sehr geehrte Damen und Herren!

Einmal mehr möchte ich meinen Unmut und meine Ohnmacht zum Ausdruck geben!

Ich bin Mutter zweier Söhne im Alter von nunmehr 9 sowie 6 Jahren. Mein erster Sohn besucht nach dem Volksschulunterricht eine Einrichtung der MA 10 - Hort genannt. Dieser Hort befindet sich im 21. Bezirk und ist (noch geduldet) auf dem Grundstück der Volksschule Lavantgasse 35 meines Sohnes (Schule unter der Leitung einer anderen MA-Abteilung). Seit  vielen Jahren bin ich  mehr als zufrieden  mit  dem  dortigen  Personal  und  deren  Organisation.  Mein  Sohn  liebt  den  Hort  und  ist  in  sehr  guten  Händen!

Als ich nun meinen zweiten Sohn  zur  Schule  anmeldete,  wurde  ich  vor  vollendete  Tatsachen  (Anmeldeformulare  bereits  vorausgefüllt  mit  dem  Wortlaut  "ich  bevorzuge  eine  offene  Schule")  gestellt.  Mein  2. Sohn  besucht  nun  eine  offene  Schule  mit  allen  Konsequenzen,  die  dieses  Schulsysthem  mit  sich  bringt.

1.) Die offene Schule ist teurer  als  der Hort.

2.) Die Nachmittagsbetreuung an schulfreien Tagen ist irgendwo im Bezirk - wobei noch dazu unterschieden wird zwischen Hauptferien und sonstige freie, autonome Tage. Das eine wird von der Einrichtung "Wiener Kinderbetreuung" und das andere von der MA 10 organisiert.

3.) Die Anmeldungen werden äusserst kurzfristig angeboten: Am Freitag, den 2.10. erhalte ich die Aufforderung, meinen Sohn VERBINDLICH  bis spätestens  Dienstag, den 6.10.2009 für  die  schulfreien  Tage anzumelden.

4.) Mein 2. Sohn geht seit  heuer in die 1. Klasse der Volksschule und hat 4x(!) bis 13 Uhr, weil eine Randstunde mit katholischem Religionsunterricht belegt ist (mein Sohn ist Protestant - evangel. Rel.unterricht) und er muss diesem Unterricht beiwohnen, weil es aus organisatorischen (!?) Gründen kein Betreuungspersonal an diesem Tage ab 12 Uhr gibt. - Anmerkung am Rande: Ist im Hortbetrieb kein Problem!

5.) Frühbetrieb beginnt erst um 7.15 Uhr - und nicht wie im Hort um 6.15 Uhr  - eine Verschlechterung für jeden Berufstätigen .

6.) Im Hort gibt es Nachmittagsjause sowie Jausenpakete auf Ausflügen- in der offenen Schule nicht.

7.) Bis heute (3.10.2009) gibt es keine Telefonnummer, die man am Nachmittag erreichen könnte - im Hort kein Problem!

8.) Zweimal im Jahr bietet (!?) die offene Schule Notdienste an - ohne Essen? Was soll das?


Wieso habe ich den Eindruck, dass es positive Veränderungen im Kindergartenwesen gibt - und gleichzeitig eine Verschlechterung bei der Nachmittagsbetreuung von Pflichtschulkindern wahrzunehmen ist?!

Mein Appell an alle Personen, die die Möglichkeit haben, dieses fragwürdige Systhem zu beieinflussen:
Ist die OFFENE Schule wirklich notwendig? Bringt sie wirklich soviel an Einsparungen? Es wird immer schwieriger, die Kinder zu betreuen, anstatt leichter! Muss ich arbeitslos werden, um meine Kinder zu beaufsichtigen - ist das das Ziel?

Es grüßt Sie eine Mutter, die noch (!) an das Gute im Menschen glaubt!

Karin R.
Triestinggasse xx
1210 Wien



Nicht für die Schule, sondern für die PISA-Studie lernen wir

Ein Betrag des Robin Hood der Bildung

    Aufgrund der bisherigen Geschehnisse in Hinsicht der Bildung, genauer gesagt der Schulbildung, war es mir ein Anliegen diesbezüglich Gedanken zusammenzufassen, zu hinterfragen, zu diskutieren und zu kommentieren.  

    Momentan scheint es in Österreich Trend zu sein, die Wirtschaft und Politik vehement in die Schulbildung eingreifen zu lassen; nicht allein deshalb, da die betreffende österreichische Ministerin selbst aus der Wirtschaft kommt. Anwärter und Anwärterinnen zum Amt der Direktoren und Direktorinnen werden von Vertretern aus der Wirtschaft beurteilt, geprüft und ausgewählt. Anzumerken ist hier, dass ein Direktor bzw. eine Direktorin eine Schule bestmöglich leiten, verwalten und vertreten soll. Daher ist es klar, dass Mitmenschen aus der Wirtschaft Fachmänner bzw. Fachfrauen dafür sein sollten, jedoch ist bei der Schuleinschreibung der Schüler und Schülerinnen ein besonders gutes Einfühlungsvermögen und pädagogisches Wissen notwendig. Wo werden didaktisch-methodisches Bewusstsein und Können geprüft?

    Wirtschaft greift in den Unterricht ein. Es werden Kompetenzen, schnelles Arbeiten und Handeln sowie dessen Umsetzung in Form von Plakaten gefordert. Wettbewerbe, Studien und Prüfungen sollen „jene anscheinend erworbenen Kompetenzen“ (à hier zu das Stichwort „Generalmatura“, dass weiter unten im Text noch erörtert wird) danach abprüfen. Ein ständiges Produzieren ist die Folge; doch soll allgemeine Bildung laut Lehrplan vermittelt werden und nicht nur ein Zweig daraus. In diesem Zuge stellt sich nun die Frage: „Was ist bzw. bedeutet allgemeine Bildung?“

    Allgemeine Schulbildung kann nun heißen, dass alle Schüler und Schülerinnen das Gleiche lernen und können sollen. Laut Lehrplänen ist das allgemeine Bildungsziel der Schulen in Österreich grob zusammengefasst gute Werte und Haltungen zu vermitteln, Wissen und Können geistig und körperlich zu fördern, Fähigkeiten zu entwickeln und forcieren sowie einen Weg in den Arbeitsmarkt zu finden.

    Zur Überprüfung dieser gibt es verschiedene Möglichkeiten. Eine davon stellt die PISA-Studie dar. Sie soll das Wissen in unterschiedlichen Bereichen der Schüler und Schülerinnen überprüfen und mit Lernenden in anderen Ländern vergleichbar machen. Zu bedenken gibt es hierzu, dass einerseits jeder Staat Allgemeinbildung unter einem anderen Gesichtspunkt sehen kann bzw. sieht und andererseits, dass es nach der Volksschule unterschiedliche Zweige zur Weiterbildung mit unterschiedlichen Lehrzielen und Schwerpunkten gibt. Was ist nun ab diesem Zeitpunkt Allgemeinbildung?

    Um den Kreis zur PISA-Studie zu schließen und um endlich auf den Punkt kommen zu können, stellt sich nun die Frage, wie solche Tests wie bei der erwähnten Studie Allgemeinwissen testen sollen.

    Diese PISA-Studie wurde, da unsere getesteten Schüler und Schülerinnen nicht überragend, so wie jene in Finnland, abgeschnitten haben, oft in den Medien diskutiert.

    Zur selben Zeit entstanden die Bildungsstandards, die nun das allgemeine zu vermittelnde Wissen festlegen sollen. Eine kleine Anmerkung dazu: Es gibt doch die Lehrpläne, die die Bildungsziele festlegen. Wozu noch ein weiteres Skriptum zum Lehrplan?

    Diese Bildungsstandards sollen nun in der 4. Schulstufe und in der 8. Schulstufe zum Tragen kommen und die Schüler und Schülerinnen sollen/können danach getestet werden; dies muss aber nicht sein, da jede Schule nur alle drei Jahre zum Zug der Testung an die Reihe kommen kann. Bildungsstandards haben das Ziel nicht die Schüler, sondern angeblich das Schulsystem zu testen. Jenes soll für die PISA-Studie verbessert werden, damit die Schüler und Schülerinnen besser bei der PISA-Studie abschneiden können.

    Diesem Vorhaben gerecht zu werden, sollen nun die Lehrpersonen mehr leisten, „die sowieso zu viele Ferien haben, nur am Vormittag unterrichten und nachmittags nichts zu tun haben“. Jeder gebildete Mensch weiß, dass Lehrer und Lehrerinnen mehr arbeiten, als nur die Unterrichtsstunden in den Klassen abzuhalten. Daher werden unter anderen die schulautonomen Tage gestrichen. Diese Tage sollen nun den lernschwachen Schülern und Schülerinnen zu Gute kommen, denn diese dürfen sich nicht zuhause erholen, sondern sollen stattdessen an zwei Tagen ihr Nicht-Können ausbessern. Die „braven, guten“ Schüler und Schülerinnen dürfen an jenen zwei Tagen zuhause bleiben und sich vom Schulstress erholen oder, wenn sie wollen, dürfen sie in die Schule gehen.

    Positive Verstärkung wird in der Schule immer großgeschrieben, nur hier anscheinend von unseren Politikern nicht. Was kann ein Schüler bzw. eine Schülerin dafür, wenn es sich in einem Schulfach oder in mehreren Schulfächern schwer tut? Soll es deshalb bestraft werden, um in der Schule in den Förderunterricht zu gehen mit dem Gedanken an die „braven, guten“ Lernenden? Vor allem Lernschwache  brauchen positive Verstärkung um einen Lernerfolg zu erreichen. Jede/r, der/die Kinder hat und aufzieht und sich mit ihnen beschäftigt, kann dies bestätigen.

    Andersrum gefragt: Haben die „braven, guten“ Schüler und Schülerinnen nicht ein Recht darauf noch mehr von der Welt zu erfahren, als sie schon wissen? Dürfen diese nicht weiterhin gefordert werden? Müssen Lehrpersonen nur fördern und nicht fordern?

    Ebenso das freiwillige Kommen in die Schule (vor allem während der neun Pflichtschuljahre) ist bedenklich. „Warum kann ich nur an diesen zwei Tagen freiwillig kommen oder nicht? Ich könnte mir diese Tage auf andere zwei Tage aufteilen“, können verständliche Fragen der Schüler und Schülerinnen sein. Dabei wird auch die Schulpflicht in Frage gestellt. Gibt es diese oder nicht mehr, denn es kann gekommen werden oder auch nicht.

    Nun gibt es viele Eltern, die aufgrund ihrer Arbeitsstelle nicht immer Zeit an diesen freien Tagen für ihre Kinder (vor allem in der Volksschule) haben und dann die Schule wiederum als Aufbewahrungsstätte ihrer Kinder nutzen können, da die Lehrpersonen auf ihre Kinder aufpassen sollen. Sie werden ja schließlich dafür bezahlt. Doch ist dies der Sinn der Schule? Ist die Schule eine Aufbewahrungsstätte der Kinder oder soll sie Wissen vermitteln? Laut PISA-Studie und Bildungsstandards sollte sie Wissen vermitteln, jedoch arbeiten die Lehrpersonen für ihren Gehalt laut Ministerin im Moment viel zu wenig und aufgrund der Wirtschaftskrise, die sie nicht verursacht haben, müssen nun die Lehrenden mehr arbeiten.

    Sie sollen mehr Zeit in der Schule absitzen bzw. mehr unterrichten. Wie viel Zeit für gute und gezielte Stundenvorbereitungen, deren Nachbereitungen, Recherchen für den Unterricht, für Exkursionen, für Reisen, Materialankauf, Materialherstellung, Materialverwaltung, Klassenverwaltung, Förderkonzepten, Förderplänen, Fortbildungen, Teambesprechungen, Elternabenden, Klassenforen, Jahresplanung, Klassenbuchführung, Sprechstunden, Supplierstunden etc. benötigt wird, steht nicht zur Diskussion und wird ebenso nicht wahrgenommen. Das Privatleben der Lehrpersonen wird daneben nicht mehr berücksichtigt.

    Laut Bildungsministerin Schmidt sind die pädagogischen Vorbereitungen und Nachbereitungen für den Unterricht nicht so wichtig. Was ist dann im Unterricht wichtig? Die Didaktik und die Methodik anscheinend nicht?! Wie soll ohne vorherige Überlegungen unterrichtet werden? Wozu studieren Lehrpersonen überhaupt an der Pädagogischen Hochschule die Notwendigkeit der Einsetzung der gezielten Didaktik und gezielten angewandten Methodik?

    Fest steht: Die Lehrpersonen sollen mehr in der Schule arbeiten (das „Wie“ ist scheinbar egal), die schwachen Schüler und Schülerinnen sollen an zwei Tagen mehr lernen, müssen in die Schule kommen und die „braven, guten“ Schüler und Schülerinnen dürfen zuhause bleiben.


Doch wer soll nun etwas lernen? Die Lehrpersonen oder die Schüler und Schülerinnen?
Wofür lernen wir grundsätzlich?
 
Robert B., der Robin Hood der Bildung                     E-mail 13.7.2009



Stellungnahmen betreffend Schule,

8.10.2013 Gezielte Förderung oder Zwangsverpflichtung?


Antwort auf die Caritas Vorschläge zur Bildungspolitik.
Am 2.Oktober brachte die  Caritas durch ihre Sprecher Küberl und Landau ihre Anregungen in die Bildungspolitik ein. Sie wünsche sich ein zweites verpflichtendes Kindergartenjahr, eine gemeinsame Schule der 10-14-Jährigen, flächendeckende Ganztagsschulen, sowie Hausbesuche durch die Pflichtschullehrer.
  
„Es tut uns weh, so etwas von einer christlichen Institution zu hören“, sagt dazu Dr. Gehring von der CPÖ. „Diese Vorschläge sind 1:1 das Programm der familienfeindlichen linken Bildungspolitik, ohne jegliche Differenzierung. Wir lehnen das aufgrund des christlichen Menschenbildes klar ab, da wir meinen, Begabungen müssen gefördert werden und Schwächen individuell betreut werden. Eine Gesamtschule bewirkt jedoch das Gegenteil.“
   Es sei auch zu fragen, warum das zweite verpflichtende Kindergartenjahr bewirken soll, was das erste bereits nicht zuwege brachte, nämlich bessere Deutschkenntnisse bei Kindern aus Migrationshintergrund. Möglicherweise liege das doch daran, dass ein Kindergarten keine Berlitz-Sprachschule ist und Kindergartenpädagoginnen weder die Ausbildung noch die Kapazitäten haben, gezielte Sprachförderung für Kinder ohne Deutsch als Muttersprache­­­ anzubieten. Diese „Schnellschusspolitik“, einfach eine bestehende Institution zweckzuentfremden und ganze Generationen zwangszuverpflichten, spricht von Bequemlichkeit, keineswegs von sachgemäßer und kinderorientierter Politik.
   „Dahinter steht weniger die Sorge um die Kinder aus Migrationshintergrund als das alte kommunistische Ideal, die Kindererziehung staatlich zu kollektivieren und zu nivellieren. Das Lippenbekenntnis zur Individualisierung und Differenzierung im Rahmen einer Gesamtschule ist eine Augenauswischerei. Wir stehen für ein realistisches, d.h. ein differenziertes Bildungssystem, das gezielt auf individuelle Stärken und Schwächen eingeht. Darum lehnen wir de Gesamtschulen ab und fordern ein gezieltes Sprachförderungsjahr vor Schulantritt für Kinder nicht deutscher Muttersprache statt zweijährigem Kindergartenzwang für alle.“
   Außerdem sei die Gesamtschule die pädagogische Quadratur des Kreises, wie jener aus Lehrerkreisen stammende Vergleich zeigt:
„Der Lehrer, die Lehrerin, hat die Aufgabe, eine Wandergruppe mit Spitzensportlern und Behinderten bei Nebel durch unwegsames Gelände zu führen, und zwar so, dass alle bei bester Laune bleiben und möglichst gleichzeitig an drei verschiedenen Zielen ankommen.“

Bundesobmann Dr. Rudolf Gehring, Tel. 0676 967 10 61



24.5.2012: Die Presse - Leitartikel: "Die schmutzigen Tricks der Claudia Schmied",

von Christoph Schwarz , Ausgabe vom 25.05.2012
Wie die Unterrichtsministerin ihre Schulreformen kommuniziert, gleicht einem Verrat an Eltern und Schülern. Und offenbart ein bedenkliches Leistungsverständnis.
  
Wagen wir ein Gedankenexperiment: Stellen wir uns doch für einen kurzen Moment vor, das heimische Schulwesen wäre ein Unternehmen. Wir hätten es dann nicht nur mit einem Unternehmen zu tun, das krampfhaft an jedem seiner Mitarbeiter, also Lehrer, festhält - so schlecht er auch sein mag. Sondern auch mit einem Unternehmen, in dem ebendiese Mitarbeiter so gut wie keine Chance auf eine leistungsbezogene Entlohnung oder gar eine Fachkarriere haben. Vor allem aber würde das Unternehmen seinen Kunden - also in diesem Fall Schülern und Eltern - jegliche Möglichkeit verwehren, die Qualität der angebotenen Produkte und Dienstleistungen zu überprüfen. Und würde so seine De-facto-Monopolstellung auf ganz unverschämte Art und Weise ausnützen. Denn: Alle Menschen sind zumindest neun Jahre lang per Gesetz verpflichtet, das Produkt zu kaufen. Ein Recht auf Garantie oder Gewährleistung gibt es übrigens nicht. Wahrscheinlich hätte längst jemand den Konsumentenschutz gerufen.
   Natürlich, der Vergleich hinkt, wie es Vergleiche immer tun. Zudem mag man einwenden, dass Bildung keine Ware und auch keine Dienstleistung im engeren Sinne sei. Sondern ein höheres Gut. Auch das ist richtig. Es macht die Sache aber nicht besser, sondern noch viel schlimmer. Denn im Kern handelt die rote Unterrichtsministerin Claudia Schmied derzeit genauso wie die Chefin des soeben skizzierten fiktiven Unternehmens. Sie lässt Eltern und - mindestens so wichtig - Schüler mit ihren Reformen gern im Unklaren. Oder, mehr noch: Sie verschleiert Ergebnisse, hält Fakten zurück und schönt Zahlen. Diesen Vorwurf muss sich die gelernte Bankerin spätestens seit der verheerenden Konzeption der Bildungsstandards, die ab sofort alljährlich bei allen Schülern der vierten und achten Schulstufe getestet werden, gefallen lassen. Denn: Die Ergebnisse der Tests will die Ministerin zurückhalten, um angeblich schädliche "Rankings" oder Vergleiche zwischen Schulstandorten zu vermeiden. Das Ganze könnte, Gott bewahre, ja in einen Wettbewerb der besten Schulkonzepte münden! Obendrein: Die Ministerin will die Testergebnisse von Schülern aus Neuen Mittelschulen und Hauptschulen durch statistische Verfahren anders gewichten. So soll auf strukturelle Merkmale in der jeweiligen Schülerpopulation - Migrationshintergrund und sozialer Status - Rücksicht genommen werden. Für jede Schule gelten andere "Erwartungsbereiche". Auf gut Deutsch gesagt: Die Unterrichtsministerin dürfte davon ausgehen, dass in ihrem Prestigeprojekt Neue Mittelschule vorwiegend Menschen sitzen, denen man es gar nicht verübeln könne, per se schlechter abzuschneiden. Da aber nicht sein kann, was nicht sein darf, müssen die Statistiker des BIFIE, ihres Bundesinstituts für Bildungsforschung, ran. Das offenbart nicht nur ein problematisches Menschenbild, sondern vor allem auch ein bedenkliches Leistungsverständnis. Die Eltern von rund 755.600 schulpflichtigen Kinder werden es der Ministerin danken: Aufgrund ihrer Zahlenspiele werden sie auch künftig nicht erfahren, in welchen Schulen Kindern die beste Ausbildung zuteil wird. Das ist, salopp gesagt, eine Frechheit. Der Ministerin vorzuwerfen, sozialdemokratischen Einheitsbrei generieren zu wollen, geht nicht zu weit, sondern greift zu kurz. Die Ministerin nutzt die unwürdigen PR-Tricks, um zu verschleiern, wie es um ihre Schulreformen wirklich steht. Wohl nicht allzu gut, bleibt anzunehmen. Es ist nicht das erste Mal, dass Schmied beschönigt. Sie führt eine Neue Mittelschule flächendeckend ein, in der in den richtigen Fächern die Lehrer für das Teamteaching - zwei Lehrer unterrichten gemeinsam in einer Klasse - fehlen; statt in Deutsch stehen nun mancherorts halt zwei Lehrer im Werkunterricht. Sie besteht auf der Mathematikzentralmatura, auf die sich niemand gut vorbereitet fühlt. Und sie verkauft Junglehrern Lohnerhöhungen, vergisst aber gern zu sagen, dass gleichzeitig auch die Arbeitszeit erhöht wird. Als Unternehmenschefin hätte Claudia Schmied wohl längst den Hut nehmen müssen. Rückfragehinweis: Die Presse Chef v. Dienst



1.7.2011 Die Presse - Leitartikel: "Schulen gründen gegen das Diktat des Mittelmaßes", von Michael Fleischhacker

Gäbe es in diesem Land liberales Denken, gäbe es unsere Schuldebatte nicht mehr. Aber die Sehnsucht nach politisch hergestellter Gleichheit scheint unstillbar zu sein.
    Es gibt kein politisches Feld, in dem sich die Diskutanten so einig über die Wichtigkeit des Gegenstandes und gleichzeitig so uneinig darüber sind, was denn zu tun sei, wie beim Großthema "Bildung". Seit wir in einer sozialen Ordnung leben, in der der gesellschaftliche Platz, den der Einzelne einnimmt, nicht von Geburt an determiniert ist und nur noch durch Gnadenakte übergeordneter Instanzen verändert werden kann, ist Bildung der Schlüssel zu dem, was wir "soziale Mobilität" nennen. Früher hätte man dazu "Aufstieg" gesagt, aber die Nomenklatur der politischen Korrektheit hat alles, was nach Unterschied klingt, aus der Alltagssprache eliminiert. Darin zeigt sich eine der Paradoxien dieser Debatte: Dieselben Aktivisten, die sich mit glaubwürdiger Leidenschaft für Aufstiegsmöglichkeiten von Unterprivilegierten einsetzen, lehnen alles ab, was einen Unterschied macht. Sie verstehen unter "Chancengleichheit" identische Ergebnisse und verstehen nicht, dass Chancengleichheit naturgemäß das Gegenteil davon liefert: Wenn ein Hochbegabter und ein weniger Begabter über die gleichen Entfaltungsmöglichkeiten verfügen, wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erheblichen Unterschieden kommen. Das mag man ungerecht finden, ändern kann man es nicht. Es sei denn, man tut, was linke Ideologen gedacht und leider auch in die Tat umgesetzt haben:
Man erzwingt eine Einheitlichkeit der Ergebnisse. Die zeichnen sich dadurch aus, dass alles gleich schlecht ist, dass alle gleich arm sind und dass diejenigen, die für diese Art von Gleichheit sorgen, sich über alle anderen erheben. Das sind im Bild des Schweinekommunismus, den George Orwell in der "Animalfarm" gezeichnet hat, diejenigen, die "more equal" sind. Eine solche Gesellschaftsordnung will heute niemand mehr. Aber die Sehnsucht nach politisch hergestellter Gleichheit scheint unstillbar zu sein. Sie ist ähnlich hartnäckig wie die Dünkelhaftigkeit von Menschen, die sich zwar "bürgerlich" nennen, die aber nichts anderes tun und wollen, als die Entfaltungsfreiheit des Einzelnen, die den Kern jeden bürgerlichen Programms ausmachen müsste, auf ihresgleichen zu beschränken.
    Die Unausrottbarkeit dieser beiden ideologischen Fantasien verhindert in Österreich jede vernünftige Schuldebatte. Linke Ideologen tun so, als ob mit der Einführung der Gesamtschule eine Art Begabungsgarantie verbunden wäre. Bürgerliche Dünkelträger verharren in der Idee, dass ein städtisches Gymnasium, das ausschließlich dazu dient, die eigene Brut nicht mit Ausländerkindern in Kontakt kommen zu lassen, irgendetwas mit Differenzierung zu tun hätte.
   Gäbe es in diesem Land nur einen Funken von liberalem Denken, gäbe es unsere Schuldebatte nicht mehr. Die Bürger würden über Bildungsschecks in einheitlicher Höhe verfügen - Chancengleichheit. Mit diesen Schecks bezahlten sie jene Bildungseinrichtungen, die sie für den Begabungsgrad ihrer Kinder für angemessen halten - Ideenwettbewerb. Weil aber in Österreich "liberal" nur ein Synonym für Standpunktlosigkeit ist oder für die Unlust, sich mit moralischen Fragen auseinanderzusetzen, brauchen wir die Krücken, mit denen Bildungswissenschaftler, Pädagogen, besorgte Eltern und wohlmeinende Politiker in Richtung Schulzukunft stolpern. Es ist schon eine böse Ironie, die es zulässt, dass die Debatte über Institutionen, in denen
Menschen lernen sollen, selbstbewusst, selbstbestimmt und kraftvoll ihr Leben zu leben, ausschließlich von Kleinmut und Parteipolitik bestimmt wird.
   Um in der Entwicklung eines leistungsfähigen Schulsystems weiterzukommen, müsste man die Schulen von der Politik, die Lehrer von der Gewerkschaft und die Schüler von den Beschränkungen ihrer sozialen Herkunft befreien, die noch immer die Bildungswege unserer Kinder bestimmen.
   Es ist niemand in Sicht, der das von oben nach unten leisten könnte. Das ist auch der Grund dafür, dass der Ruf nach neuen Formen des politischen Engagements laut wird. Vielleicht sollten alle, die sich bereit erklären, eine neue politische Partei zu finanzieren, ihr Geld in die Gründung von Schulen investieren, in denen Kinder dazu erzogen werden, sich gegen die Diktatur des Mittelmaßes zur Wehr zu setzen, von der dieses Land beherrscht wird.

Rückfragehinweis:   Die Presse   Chef v. Dienst
OTS0324    2011-07-01/18:24



11.9.2010: "Parteibuchwirtschaft im Schulbereich ist quasi Gesetz"

In einem Interview in der Montag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" kritisiert Bernd Schilcher, der ehemalige ÖVP-Politiker und Bildungsexperte, den Postenschacher im österreichischen Schulwesen harsch. Er führt diesen auf das 1962 eingeführte Proporzsystem zurück: "Seither ist die Parteibuchwirtschaft im Schulbereich quasi Gesetz. Ich glaube sogar, dass der Postenschacher seit dem EU-Beitritt noch zugenommen hat." Der frühere Landesschulratspräsident der Steiermark meint weiter: "In den Landesschulrat wird von jedem hineininterveniert, der nur ansatzweise das richtige Parteibuch hat. Vor allem bei den Direktorenbesetzungen werden politische Freunde versorgt."
   Der ehemalige ÖVP-Politiker ist gegen den Vorschlag seines Parteifreundes Erwin Pröll, Bildung zur Landessache zu machen: "Dann hätten wir womöglich neun Dienstrechte - und das in einem Staat, der kleiner ist als Bayern. Das kostet Unsummen und macht Reformen künftig unmöglich." Schon jetzt hätten die Länder zu viele Befugnisse, kritisiert Schilcher im "profil-Interview: "Das Prinzip, dass die Länder Lehrer anstellen und der Bund zahlt, ist grundsätzlich falsch. Das ist eine Aufforderung zum Schwindeln. Und sie wurde immer angenommen."

Rückfragehinweis: "profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502

OTS0010    2010-09-11/08:00



24.8.2010: BZÖ-Sonnleitner: "Gutes Deutsch ist Voraussetzung für erfolgreiche Integration"

BZÖ fordert Deutsch-Test bei Schuleintritt

... Das Erlernen der deutschen Sprache ist aber auch für die bereits in Österreich lebenden Menschen ein vitales Erfordernis: "20 Prozent der österreichischen Pflichtschulabgänger können nicht sinnerfassend lesen - dies hängt vor allem damit zusammen, dass 50,1% aller Volksschüler in Wien nicht Deutsch als Muttersprache haben und die Wiener Schulen auch Schüler mit schlechten Deutschkenntnissen zum Unterricht zulassen. Das senkt auf Dauer das Bildungsniveau in den Schulen beträchtlich", betont Sonnleitner
   Das BZÖ-Wien fordert daher Deutsch-Test bei Schuleintritt. "Diejenigen, die den Test nicht bestehen, sollen eine Deutsch-Aufbau-Klasse besuchen müssen, um die Deutschkenntnisse zu erwerben, die einfach unerlässlich sind, um selbst dem Unterricht folgen zu können und den Lernfortschritt der gesamten Klasse nicht zu behindern", so Sonnleitner.
   Weiters sollen die Wiener Behörden endlich den Einbürgerungstest ernst nehmen und keine Staatsbürgerschaften mehr gewähren, wenn die gesetzlich geforderten Deutschkenntnisse nicht ausreichend vorhanden sind.

Rückfragehinweis:   BZÖ-Wien - Presseabteilung
OTS0042    2010-08-24/09:45



6.8.2010: FPÖ-Gudenus: Schulniveau in Wien auf desaströsem Tiefpunkt

FPÖ Schulniveau

Das Desaster rund um den Gratiskindergarten und das miserable Niveau in den Schulen habe alleine die SPÖ verschuldet, stellt heute der Bildungssprecher der FPÖ-Wien, LAbg. Mag. Johann Gudenus bezugnehmend auf das Interview von Stadtrat Oxonitsch in der heutigen Ausgabe der Tageszeitung "Die Presse" fest.
Wäre die SPÖ in Wien schon vor Jahren der FPÖ-Forderung "Erst Deutsch, dann Schule" nachgekommen, hätten wir in Wien niemals derart eklatante Sprachdefizite zu verzeichnen. Die FPÖ sei daher auch weiterhin der Meinung: Bevor ein Kind nicht ausreichende Deutschkenntnisse vorweisen kann, darf es auch nicht am Regelunterricht teilnehmen, weil es diesem gar nicht folgen kann und dadurch alle anderen Schüler blockiert und an ihrem Fortkommen hindert, so Gudenus. Dies sei nämlich auch der Grund, weshalb sich das Niveau in den Schulen auf einem nie dagewesenen Tiefpunkt befinde und in Wien die meisten Fünfer vergeben werden müssen. Und dafür trage die Wiener SPÖ die alleinige Schuld. Deutschkurse müssten demnach vor Schuleintritt massiv gefördert und sprachlich schwache Kinder - vornehmlich Zuwandererkinder - zu diesen verpflichtet werden. Dann würde sich auch die Vielzahl an benötigten Nachhilfelehrern und Förderstunden auf ein Minimum reduzieren, ist Gudenus überzeugt.

Rückfragehinweis:   Klub der Freiheitlichen, Pressestelle,  Tel.: (01) 4000 / 81 798
OTS0132    2010-08-06/14:27



20.8.2008: Grüne Wien: Neue Mittelschule ist ein Schildbürgerstreich


Jerusalem: Wien braucht Gesamtschule. Als völlig danebengegangen bezeichnet die Schulsprecherin der Grünen Wien, Gemeinderätin Susanne Jerusalem, den Schulversuch Neue Mittelschule. "Man wollte aus zwei Schularten eine einzige machen und hat stattdessen eine dritte ins Leben gerufen", so Jerusalem, "das ist auf der ganzen Welt einzigartig". Eine besondere Würze erhalte die Sache noch dadurch, dass es in den Bundesländern die unterschie- dlichsten Variationen gebe. "Die Neue Mittelschule ist ein Schildbürgerstreich", so Jerusalem. Dass man in Wien mit der Sache wenig anfangen könne, sei verständlich, das sollte man aber auch laut und deutlich sagen, statt herumzu- murksen, wirft Jerusalem Stadträtin Laska und Stadtschulrats- präsidentin Brandsteidl vor."Es stehen weder die Standorte fest, noch ist die Finanzierung gesichert". Wien brauche diesen Schultypus sicher nicht, "wir wollen, dass für alle Wiener Kinder endlich Schluss ist mit der Selektion ab 10 Jahren. Wien braucht eine Gesamtschule, so Jerusalem abschließend."
Rückfragehinweis: Pressereferat, Tel.: (++43-1) 4000 - 81814, Mobil: 0664 22 17 262