Wien

Wer ist anspruchsberechtigt?

Foto: v.li.n.re.: Mag. Monika Nigl, Vbgm. Mag.a Renate Brauner und Mag. Fritz Meißl präsentieren den Bildungsbonus; © Pressefoto Votava

Foto: v.li.n.re.: Mag. Monika Nigl, Vbgm. Mag.a Renate Brauner und Mag. Fritz Meißl präsentieren den Bildungsbonus; © Pressefoto Votava

Der Bildungsbonus kann von allen Wiener Lehrlingen in Anspruch genommen werden, die im Jahr 2007 die Lehrabschlussprüfung erfolgreich ablegen.

Bezugsberechtigt sind Absolventen und Absolventinnen eines betrieblichen Lehrverhältnisses, eines Lehrganges nach dem Jugendausbildungssicherungsgesetz, einer Lehrlingsstiftung oder eines außerordentlichen Lehrabschlusses. Der Hauptwohnsitz der Lehrabsolventen und Lehrabsolventinnen muss in Wien sein. Sollte der Absolvent oder die Absolventin innerhalb der nächsten zwei Jahre einen Fortbildungskurs beginnen, muss bis spätestens drei Monaten nach erfolgreicher Beendigung des Kurses ein Antrag beim Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff) einlangen. In Wien schließen heuer etwa 5.000 Personen mit Hauptwohnsitz in Wien ihre Lehre erfolgreich ab. Sie werden in Kooperation mit der Wiener Wirtschaftskammer über ihren Anspruch auf den Bildungsbonus informiert.
 

Wieviel Geld?

Der Maximalbetrag des Bildungsbonus beträgt maximal 200 Euro. Die Kurskosten werden bis zum Höchstbetrag von 200 Euro komplett vom waff bezahlt, wobei die Kosten pro Kurs zumindest 76 Euro betragen müssen.
 

Wofür?

Um diesen Betrag können Kurse zur beruflichen Fortbildung belegt werden. Die Palette reicht von EDV- und Softwarekursen, Controlling- und Buchhaltungskursen bis hin zu Sprachkursen oder den Erwerb spezieller, technischer Kenntnisse. Der Bonus kann für einen oder mehrere berufsbezogene Kurse bei einem vom Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff) anerkannten Bildungsträger eingelöst werden.
 

Wo kann man den Bildungsbonus einlösen?

Die Liste der Bildungsträger, die für Förderungen durch den waff in Frage kommen, können online unter www.waff.at/ abgerufen werden.
 

Zusätzlich gibt es das waff-Bildungskonto:

Kombinierbar ist der waff-Bildungsbonus auch mit dem Weiterbildungskonto des waff. In der Praxis heißt das, Kosten die über 200 Euro hinausgehen, können durch die Kombination mit dem Weiterbildungskonto abgedeckt werden. Das Bildungskonto (BIKO) ist die Basisförderung des Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff). Es ist einfach zugänglich und bietet allen Wiener ArbeitnehmerInnen einen finanziellen Anreiz zur beruflichen Weiterbildung mit bis zu 450 Euro Förderung. Leicht und unkompliziert können WienerInnen zwischen 50 und 80 Prozent der Kosten bis spätestens drei Monate nach Beendigung des Kurses zurück erhalten. 2007 stehen dem waff 1,1 Mio. Euro für die Unterstützung von 5.500 Personen durch das Weiterbildungskonto zur Verfügung. 64 Prozent der Förderungen durch das waff-Bildungskonto gehen an Frauen.
 

Beratungsstelle des „waff“

In der Beratungsstelle für berufliche Entwicklungschancen werden berufstätige WienerInnen ab 18 Jahren, die sich beruflich weiter entwickeln und aktiv ihren Arbeitsplatz absichern wollen, kostenlos beraten. Das Beratungszentrum bietet WienerInnen individuelle Unterstützung und Klärungshilfe bei allen Fragen rund um die berufliche Weiterentwicklung. Das Beratungsangebot wird mit den finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten für berufsbezogene Weiterbildungsaktivitäten kombiniert. Ein in Österreich einmaliges Gesamtpaket für das Weiterkommen im Beruf. 

Das Beratungszentrum befindet sich beim Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff) in der Nordbahnstraße 36 im zweiten Wiener Gemeindebezirk.
Tel.: 01-21748-0, E-Mail: waff@waff.at
 

Abkürzungen:

* Jugendausbildungssicherungsgesetzes (JASG)
* Bildungskonto (BIKO)
* Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff)

Quelle: Rathauskorrespondenz Wien, 18.4.2007