Wien

Wien: Verpflichtendes Kindergartenjahr ab Herbst 2010

Wiener Bildungssauschuss beschließt gesetzliche Rahmenbedingungen für verpflichtenden Kindergartenbesuch

Ab Herbst 2010 müssen alle 5- bis 6-Jährigen Kinder in ganz Österreich 20 Stunden pro Woche verpflichtend einen Kindergarten besuchen. In Wien werden dafür nun die gesetzlichen Rahmenbedingungen geschaffen: Im Bildungsausschuss wurde gestern mit Stimmen von SPÖ; ÖVP und Grünen das "Wiener Frühförderungsgesetz" beschlossen - der endgültige Beschluss soll dann im Landtag am 28. Jänner 2010 fallen. "Ziel des verpflichtenden Besuchs ist es, allen Kindern die besten Startchancen in das weitere Bildungs- und spätere Berufsleben zu geben", betont Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch.

   Konkret haben Bund und Länder im Vorjahr eine 15a- Vereinbarung über die Einführung einer "halbtägig kostenlosen und verpflichtenden frühen Förderung in institutionellen Kinderbetreuungseinrichtungen" abgeschlossen. Wien setzt dieses Vorhaben nun in seinem Wirkungsbereich um: Kinder im letzten Jahr vor der Schulpflicht müssen während des gesamten verpflichtenden Kindergartenjahres im Ausmaß von mindestens 20 Stunden an mindestens vier Tagen pro Woche einen Kindergarten besuchen. Die Besuchspflicht beginnt in diesem Jahr mit dem 6. September 2010 und endet mit Ablauf des jeweiligen Schuljahres nach zehn Monaten. Zum Besuch sind jene Kinder verpflichtet, die vor dem 1. September des jeweiligen Kalenderjahres das 5. Lebensjahr vollendet und ihren Hauptwohnsitz in Wien haben. 
   Ein Fernbleiben wird ähnlich wie in der Schule gehandhabt: Eltern haben Verhinderungen wie Erkrankungen der Kinderbetreuungseinrichtung zu melden. Anders als in der Schule sind während des verpflichtenden Kindergartenjahres aber Urlaube außerhalb der Ferienzeiten von bis zu drei Wochen möglich. Nur in ganz speziellen Fällen - etwa aus medizinischen Gründen - kann ein Kind von der Besuchspflicht ausgenommen werden.

800 zusätzliche Kinderbetreuungsplätze für 5- bis 6-Jährige

   Wien erhält vom Bund für die Umsetzung des verpflichtenden Kindergartenjahres rund 14 Mio Euro im Jahr. Die Ausgaben für die halbtägige kostenlose Betreuung der rund 15.000 Wiener Kinder eines Jahrganges betragen für das verpflichtende Kindergartenjahr rund 30 Mio. Euro pro Jahr. "Die Gesamtausgaben der Stadt Wien übersteigen somit um ein Vielfaches die zusätzlichen Fördermittel, die durch den Bund bereit gestellt werden", betont Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch. "Wir rechnen damit, dass wir in Wien aufgrund der Besuchspflicht ca. 800 zusätzliche Kinderbetreuungsplätze benötigen werden."
   Wesentlich für den Bildungserfolg im Kindergarten sei aber auch, "dass Wien als einziges Bundesland weit mehr als nur die verpflichtenden 20 Stunden kostenlos anbietet: Seit September 2009 ist in Wien der Kindergartenbesuch für alle 0-6 Jährigen in allen städtischen und vielen privaten Einrichtungen beitragsfrei!"

Rückfragehinweis:
   Mag.a Michaela Zlamal,    Mediensprecherin Stadtrat Christian Oxonitsch
   Tel. +43 1 4000-81930     mailto:michaela.zlamal@wien.gv.at
OTS0039    2010-01-14/09:30



Bei Fragen zur Anmeldung hilft das Infotelefon: 01-277 55 55
Die Servicenummer 01-277 55 55 ist von 7.30 bis 18.00 Uhr in Betrieb. Eltern erfahren dort die Adressen der Servicestellen. Außerdem kann dort kostenloses Informationsmaterial angefordert werden. Eltern mit nicht deutscher Muttersprache bekommen die Informationsbroschüren auch in serbischer, kroatischer, türkischer und englischer Sprache gratis zugeschickt.
 



Stellungnahmen betreffend Kindergarten,

Ramadan im Städtischen Kindergarten

Sehr geehrte Damen und Herren,
noch eine kleine Geschichte, heute früh gerade von einem anderen Hundebesitzer bei der morgendlichen Gassirunde erfahren:
Besagter Mieter wohnt im Gemeindebau Pappenheimgasse 10 – 16, direkt über dem Kindergarten. Dort wird derzeit ebenfalls – siehe mein untenstehender Beitrag, Thema Ramadan – bis nachts um ca. 2.30 laut gefeiert und gebetet!
Im Städtischen Kindergarten!

Wer hat dort nachts überhaupt etwas zu suchen? Die Ehefrau des Mieters ging mitten in der Nacht zum Polizeiposten Pappenheimgasse 33 und wurde mit der lapidaren Aussage „Lossn‘ sa’s, san jo nur Menschen!“ wieder weggeschickt.
Irgendwie fällt einem dazu nicht mehr wirklich was ein...
S.V.S-T.          11. Juli 2013





=> Kommentare & Postings eintragen

 

* 6.8.2010 FPÖ-Gudenus: SPÖ-Gratiskindergarten ist reinster Flop

FPÖ Kindergarten,

Das Desaster rund um den Gratiskindergarten und das miserable Niveau in den Schulen habe alleine die SPÖ verschuldet, stellt heute der Bildungssprecher der FPÖ-Wien, LAbg. Mag. Johann Gudenus bezugnehmend auf das Interview von Stadtrat Oxonitsch in der heutigen Ausgabe der Tageszeitung "Die Presse" fest. ...
Die SPÖ habe den Gratiskindergarten für alle versprochen und für jedes Kind auch einen Platz garantiert. "Klingt gut, ist aber nicht so!", meint dazu Gudenus. Für immerhin rund 25 Prozent der Eltern sei der Gratiskindergarten nach wie vor kostenpflichtig. Außerdem gebe es zu wenige Plätze für die vielen Kinder in Wien - von einem garantierten Platz in unmittelbarer Wohnnähe könne schon gar nicht die Rede sein. Aber nicht nur dieses Problem sei ein gravierendes. Es gebe auch viel zu wenige Pädagogen, um den Kindern die notwendige Aufmerksamkeit zukommen lassen zu können. Die Gruppen seien viel groß. So verkomme die Bildungsstätte zu einem reinen Aufbewahrungsort, wo nur mehr darauf geachtet werden könne, dass sich die Kinder nicht gegenseitig die Köpfe einschlagen. Der eigentliche Auftrag des Kindergartens, nämlich die Förderung sozialer Kompetenzen, das bestmögliche Ausmerzen sprachlicher Defizite sowie vor allem die Vorbereitung auf die Schulzeit kommen dadurch zu kurz. ...

Rückfragehinweis: Klub der Freiheitlichen, Pressestelle  Tel.: (01) 4000 / 81 798
OTS0132    2010-08-06/14:27