Wien

Julia Onken zum Thema "Beziehungsfallen erkennen und vermeiden"

Julia Onken,

Bild: Julia Onken, © Wien-konkret

Julia Onken
Diplom-Psychologie, Psychotherapeutin, Bestsellerautorin aus der Schweiz

Beziehungsfallen erkennen und vermeiden

18. September 2009
im Stefanisaal, Stephansplatz 3, 1010 Wien

* Bei Frauen ist das Bedürfnis zu sprechen viel größer, als bei Männern. Wenn Frauen viel Reden, dann sollen sich die Männer keine Sorgen machen. Es geht ihr gut!

* Das männliche Gesprächsverhalten ist manchmal schon ein bißchen karg. zB der Fall einer Frau, deren Mann ein öffentlich guter Redner ist, er kann aber zu Hause nicht über Gefühle reden und auch nicht zuhören. Die Funktion des Zuhörens üernimmt dann meist die beste Freundin. Liebe Männer! Unterstützen Sie die beste Freudin. Schenken Sie ihr einen Blumenstrauß.

* Frauen muten Männern einfach viel zu viel zu. Frauen schicken Männer in gefährliche und ungute Situationen. zB Wenn ein Einbrecher im Haus ist, dann fordert die Frau den Mann auf: „Schau mal nach“. Frauen haben zu hohe Erwartungen an ihre Ehemänner. Liebe Damen. Der gute Prinz kommt nicht.

* Wir wollen in der Beziehung glücklich sein und lieben

* Probleme in der Beziehung treffen Frauen zentral. Da macht dann nichts mehr Spaß.
* Eine Scheidung ist immer ein seelischer Tsunami. Da ist dann immer Land unter.
* Bei Frauen ist es so, dass je älter sie sind, desto „alleiner“.
* Viele Frauen sagen: „So wie meine Mutter möchte ich nicht werden!“. Warum ist das eigentlich so? Die Mutterrolle wird oft entwertet. Denken Sie nach: Sind Sie auch Tochter einer entwerteten Mutter? Familiäre Anerkennung gibt es vielleicht noch, gesellschaftliche Anerkennung für die Mutter kaum.
* Viele Frauen glauben, dass wenn sie einen Mann richtig lieben, dann werden sie das schon hinbekommen. Das funktioniert leider meist nicht.

* Bei Autos würde man nicht mehr einsteigen, wenn jedes zweite oder dritte Auto zerfällt. Bei Beziehungen machen wir das.
* Wenn ein Auto hustet und Misstöne abgibt, dann kann ein Mann an nichts mehr anderes denken. Und fährt vielleicht sogar in die Werkstatt. Wenn seine Frau hustet, dann denkt er sich: Das gibt sich schon.
* Man sollte sich selbst mehr unter die Lupe nehmen. Nichts verlangt mehr Arbeit, als sich selbst zu erkennen. Dann kann man sich auch dem Partner anders zuwenden.
* Mit der besten Freundin ist eine Frau immer ehrlich. Da erfährt sie sehr viel über sich selbst. 9 von 10 Frauen haben eine beste Freundin. Bei den Männern ist es im Schnitt nur 1 von 10.
* Die erste Verliebtheit bekommen wir umsonst. Sie ereilt uns. Keiner überlegt sich als Junger ein Anforderungsprofil.
* Im Alltag kommt das Unvollkommene von beiden zu Tage. Entscheidend ist, wie man damit umgeht.
* Den Partner kann man schwer verändern. Liebe Frauen! Hören sie auf mit dem sonderpädagogischen Nacherziehungsprogramm. Es nützt nichts. Viele meinen, dass sie den anderen weiterentwickeln können und schaffen es selbst nicht. Aus einer Tulpe wird keine Rose, auch wenn man 100x auf sie einredet.

Beziehungsfallen:

1) Beziehungsfalle Gewohnheit: Die Gewohnheit wird zum Problem, weil wir uns nicht mehr bemühen und weil Wertschätzung verloren geht.

2) Beziehungsfalle Sexualität: Das erste Kind verändert die Beziehung komplett. Die Mutter wendet sich meist komplett dem Kinde zu. Beziehungen können auch ohne Sexualität erfüllend sein, insbesondere je älter man wird. Das Angebot sinnlicher Erfahrung ist im Alter viel größer, wenn Sex dazu kommt ist es auch gut. Männer können Frauen eher mit Kochen, als mit Kamasutra betören.

3) Beziehungsfalle Kränkungsrucksack: Werfen Sie dem Partner nicht Vergangenes vor (zB heute vor 3 Jahren und 2 Monaten hast Du …)

4) Beziehungsfalle "Wir machen alles zusammen": Das kann eng werden. Besser ist es wenn jeder seinen Vorlieben und Hobbies treu bleibt. Die eigenen Hobbies sind wichtig, um sich selbst zu regenerieren. Wenn er Motocross fahren will und es geht ihm nachher gut, so ist es gut für die Beziehung.

5) Beziehungsfalle "Harmonie um jeden Preis": Der Vorteil des Streites liegt darin, dass man im Streit oft ehrlich ist. Verweis auf die Lesung zuvor vom Ehepaar Hufnagel.