Wien

Wiener Mauer (erbaut im Jahr 2017)






Bau der Wiener Mauer vor dem Bundeskanzleramt in Wien; Foto vom 4.9.2017

Ort: Ballhausplatz, 1010 Wien (zwischen Bundeskanzleramt und Präsidentschaftskanzlei)

Planung:
Beginn 2014, Fertigstellung Februar 2017.
Bauzeit: 30. Mai - 13. Oktober 2017

Auftraggeber:
Bundeskanzleramt (Bundeskanzler Mag. Christian Kern, Kanzleramtsminister Thomas Drozda), Sektion 1, März 2017
Koordinator: Bundesimmobiliengesellschaft (BIG)
Baufirma: PORR
Kosten: ca 422.000 Euro (Das Geld wird auch bezahlt, falls die Mauer nicht fertig gebaut werden sollte.)
Diemensionen: Das Fundament ist ein 3 Meter dicker Stahlbeton. Die Höhe ist mit 80 Zentimetern geplant. Länge der Mauer 1 ist 40 Meter und Mauer 2 ist 10 Meter.

Zweck: Diese Mauer ist als Schutzmauer ("Anti-Terror-Mauer") gedacht. Mit dieser Mauer sollen Bundeskanzler (Christian Kern, SPÖ) und Bundespräsident (Alexander Van der Bellen, GRÜNE) vor terroristischen Anschlägen geschützt werden.

Problem 1: Zerstörung des historischen Stadtbilds von Wien. Das Bundesdenkmalamt hat wieder einmal völlig versagt. (Das Gebiet ist auch Weltkulturerbe-Kernzone, aber um die kümmerte sich die SPÖ auch schon beim Heumarkt-Hochhaus nicht).
Problem 2: Provokation der Wiener Bevölkerung, die nicht vor Terroranschlägen geschützt wird. Vielmehr hat die SPÖ-ÖVP-Koalition schon vor mehr als 10 Jahren die Grenzkontrollen eingestellt, da diese im EU-Schengenraum nicht mehr erlaubt sind.
Problem 3: Gesichtsverlust in den Medien, aufgrund des Dilettantismuses der Vorgangsweise und des patscherten Auftretens des Bundeskanzlers und Kanzleramtministers. Da haben doch glatt beide behauptet, sie hätten vom Mauerbau vor ihrem Amtssitz nichts gewußt. Noch dazu wo Kanzler Kern den Bauarbeitern in der Hitze des 2. August 2017 Mineralwasser auf die Baustelle gebracht hatte.

Sehenswürdigkeit: Die Mauer ist schon jetzt zur Sehenswürdigkeit in Wien geworden, weil schon jetzt viele Touristen hierher kommen. Jetzt kommen auch noch die schaulustigen Wiener dazu. "Die Mauer" ist bereits zu einem Symbol für absurde Politik geworden. ("Kakanien", "Absurdistan", ...).
 



Bau der Mauer um das Bundeskanzleramt herum

Wiener Mauer Bundeskanzleramt Wien,



Noch vor Fertigstellung der Mauer entlud sich eine große mediale Diskussion um diese Mauer. Ausgerechnet Bundeskanzler Christian Kern - der sich im Jahr 2015 als damaliger ÖBB-Chef besonders um den Import von 100.000-den Flüchtlingen aus Syrien, Irak, Afghanistan nach Österreich vor die Kamera drängte, gibt jetzt eine Anti-Terror-Mauer vor seinem Amtssitz in Auftrag. 
   Was aber viele Wienerinnen und Wiener noch viel mehr ärgert ist, daß für Sicherungsmaßnahmen in Fußgängerzonen (z.B. Kärntnerstraße, Mariahilferstraße, Rathausplatz) kein Geld da ist. Über die mangelnde Sicherheit in Schulen und Gemeindewohnungen brauchen wir da gar nicht reden.
   Und so dauert es nicht lange und die Anti-Terror-Mauer wurde im Volksmund in "Bonzenmauer" umbenannt. Das verfehlte seine Wirkung nicht. Am 7. September 2017 wurde vom Bundeskanzleramt ein Baustopp verhängt. In einem Monat ist Wahltag der Nationalratswahl 2017 und da sind solche Diskussionen für die Kanzlerpartei SPÖ mehr als schädlich.
   Plötzlich will auch niemand für den Auftrag der Mauer verantwortlich gewesen sein. War es nun das Bundeskanzleramt? Die Präsidentschaftskanzlei? Das Innenministerium? Die Stadt Wien?
   Das Innenministerium konnte glaubhaft belegen, daß es eine ganz andere Schutzvorrichtung bauen lassen wollte. Die Kosten übernimmt das Bundeskanzleramt, als wird das Bundeskanzleramt wohl auch der Auftraggeber gewesen sein. Kanzleramtsminister Thomas Drozda spricht von "Kakanien in Reinkultur".
 Drozdas dazu aktuell: "Eine Mauer sei „ein verheerendes Signal“, man brauche ein Sicherheitskonzept „für die gesamte Bevölkerung und nicht nur fürs Regierungsviertel“.
   PS: Kommen jetzt Poller und Mauern für jeden Gemeindebau und jedes Einfamilienhaus ???
 



Liste Für Österreich, EU-Austritt" fordert Grenzschutz und Schutz der Fußgängerzonen

Ausgerechnet Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) und Bundespräsident Alexander Van der Bellen (GRÜNE) lassen sich eine Anti-Terror-Mauer um ihren Amtssitz bauen.
    Mag. Robert Marschall, Spitzenkandidat der Liste "Für Österreich, EU-Austritt" (EUAUS), fordert hingegen einen lückenlosen Grenzschutz und einen Schutz der Fußgängerzonen.
 






Bau der Mauer vor dem Eingang der Präsidentschaftskanzlei:

Ganz anders als der Bundeskanzler löst Bundespräsident Van der Bellen dieses delikate Problem vor seiner Haustüre. Da er ja derzeit nicht im Wahlkampf ist, braucht er sich nicht öffentlich zu äußern und versteckt sich lieber in seinem Amtssitz, der Hofburg.
   Wer ihn kennt wäre nicht verwundert, wenn er sich bereits mehrere Zigaretten angeraucht hätte...


Bau der Wiener Mauer vor der Präsidentschaftskanzlei in Wien; Foto vom 4.9.2017




Weitere Artikel:

=> Der Standard vom 8.9.2017: Ballhausplatz: Grünes Licht für Mauerbau kam aus Bundeskanzleramt
=> Die Presse vom 8.9.2017: Die Mauer, von der alle wussten
=> KURIER vom 8.9.2017: Protokoll der Mauer-Posse
=> Wiener zeitung vom 6.9.2017: Wie es zum Bau der Anti-Terror-Mauer kam
=> KRONE.at vom 5.9.2017 : Wiens "Bonzen- Mauer": Viele fordern Baustopp
 





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