Wien

Urania

Die Wiener Urania wurde 1909 nach den Plänen des Jugendstilarchitekten Max Fabiani (Schüler von Otto Wagner) an der Mündung der Wien in den Donaukanal erbaut und 1910 von Kaiser Franz Joseph als Volksbildungshaus mit Sternwarte eröffnet. Benannt wurde sie nach der für die Astronomie zuständigen Muse Urania.

In der Urania befand sich auch die zentrale Uhrenanlage, deren Zeitzeichen man auch telefonisch abrufen konnte. Vorher gab es keine zentrale Zeitauskunft - die Wiener orientierten sich an den Kirchturmuhren. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Urania schwer beschädigt und die Kuppel mit der Sternwarte total zerstört. Nach dem Wiederaufbau wurde sie 1957 wiedereröffnet.


Urania Wien



Fotos: Urania - Wien; © Robert Marschall

Bis 2003 wurde die Urania generalsaniert und beinhaltet nach wie vor eine Sternwarte (s.u.), Seminarräume, in denen ein breit gefächertes Kurs- und Vortragsangebot angeboten wird, ein Kino, das auch Spielort der Viennale ist und das von Hans Kraus gegründete Wiener Urania Puppentheater.

Urania Sternwarte
Die Wiener Urania Sternwarte wurde als Volkssternwarte gemeinsam mit dem Volksbildungsinstitut Urania in den Jahren 1909-1910 erbaut und stellt damit die älteste Volkssternwarte Österreichs dar. Im November 1944 wurden die Sternwarte und der in ihr befindliche Zeiss Refraktor fast vollständig zerstört. 1956 wurden von der Stadt Wien die zwölffenstrige Laterne und die Kuppel neu errichtet, und im März 1957 konnte der Führungsbetrieb wieder aufgenommen werden. 1980 wurde ein speziell für astronomische Bildungsaufgaben konzipiertes Doppelfernrohr in der Hauptkuppel in Betrieb genommen.

Im Zuge der Generalrenovierung der Wiener Urania von 2000-2003 wurde auch die Sternwarte baulich vollständig erneuert. Anstelle des alten Meridianhauses wurde zusätzlich eine neue Kuppel errichtet.

Weblinks
* Urania Sternwarte


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Verkehrsanbindung:
U-Bahn: U1 und U4 Station Schwedenplatz
Straßenbahn: Linie 1, 2, N

Kategorie: Wiener Wahrzeichen, Sehenswürdigkeiten in Wien