Wien

Das Schloß Schönbrunn im Winter

Bilder: Die Südseite des Schloss Schönbrunn in der Wintersonne;



Bilder: Die Südseite des Schloss Schönbrunn in der Wintersonne; © Wien-konkret

Das Schloß Schönbrunn ist im Winter mit seinem verschneiten Schloßpark in der Wintersonne besonders schön anzuschauen. Das ist allerdings eher selten der Fall. Manche Winter liegt gar kein Schnee und wenn Schnee liegt herrscht meist in Wien Hochnebel oder starke Bewölkung. Genießen Sie daher den Anblick das verschneite Schloß bei Sonnenschein besonders intensiv.

Bilder: Eingansbereich auf der Nordseite - verschneite Gloriette - verschneites Palmenhaus;



Bilder: Eingansbereich auf der Nordseite - verschneite Gloriette - verschneites Palmenhaus; © Wien-konkret

Schloss Schönbrunn

Das Schloss-Schönbrunn stellt eines der bedeutendsten Kulturgüter Österreichs dar. Es ist seit den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten in Wien.


Foto: Schloss Schönbrunn Nordseite am Sonntag Morgen; © Wien-konkret



Foto: Schloss Schönbrunn Nordseite am Sonntag Morgen (April 2007); © Wien-konkret

Das Schloss liegt westlich der Innenstadt von Wien im Bezirk Hietzing. Bis 1642 stand hier die "Katterburg", ein Landsitz des Wiener Bürgermeisters, dann war es der Witwensitz der Kaiserin Eleonore. Der Name geht angeblich auf Kaiser Matthias zurück, der hier auf der Jagd einen besonders schönen Brunnen gesehen haben soll.

Baugeschichte
1559 ließ Kaiser Maximilian II. ein kleines Jagdschloss errichten, das in der Folgezeit mehrmals abbrannte und schließlich 1683 im Zuge der Zweiten Türkenbelagerung endgültig zerstört wurde. Dies veranlasste den Bau durch Johann Bernhard Fischer von Erlach unter Leopold I. für den damaligen römischen König Joseph I.. Nachdem Fischer schon 1688 einen utopischen Plan entworfen hatte, wurde das Schloss 1692 - 1713 in reduzierter Form errichtet. Von diesem Bau ist nur noch die Schlosskapelle und die Blaue Stiege mit einem Deckenfresko von Sebastiano Ricci, Joseph I. als Tugendhelden darstellend, erhalten.

Karl VI. war an Schönbrunn desinteressiert, seine Tochter Maria Theresia machte es jedoch zum kaiserlichen Sommersitz, was es bis 1918 geblieben ist. In ihrer Ära wurde das Schloss entscheidend umgebaut, so dass es sich von Fischers Entwurf heute stark unterscheidet. Der Leiter der Umbaumaßnahmen war Nikolaus von Pacassi, der auch Umbauten an der Hofburg durchführte. Dabei gingen allerdings Fresken von Johann Michael Rottmayr verloren.


Fotos: Schloss Schönbrunn Südseite; Mitte Blick vom Neptunbrunnen; © Wien-konkret



Fotos: Schloss Schönbrunn Südseite; Mitte Blick vom Neptunbrunnen; © Wien-konkret

Auch der Großteil der Inneneinrichtung stammt aus dieser Zeit, sie gilt als fast einziges Beispiel eines österreichischen Rokoko.

Um 1765 übernimmt Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg, der bereits als Vertreter des Frühklassizismus gilt, die baukünstlerische Leitung. Sein markantestes Werk ist die Gloriette, einen Art Laubengang auf dem Hügel oberhalb des Schlosses, die den Schlossgarten optisch abschließt. Gewidmet ist sie als Heldendenkmal.

Auch viele Gebäude im Schlosspark gehen auf Hetzendorf zurück, so etwa die damals aufsehenerregenden Römischen Ruinen - die ersten künstlichen Ruinen dieser Art.

Die Skulpturen im Park gehen großteils auf Wilhelm Beyer zurück und sind meist moralisierende Allegorien. Einige Skulpturen sind auch von Franz Anton Zauner und Johann Baptist Hagenauer.

1817 - 1819 nimmt Johan Aman eine dem klassizistischen Zeitgeschmack entsprechende Vereinheitlichung und Vereinfachung der Fassade vor. Aus etwa dieser Zeit stammt auch der Anstrich in Schönbrunnergelb, das bis weit ins 20. Jahrhundert hinein das Markenzeichen der k. u. k. Monarchie überhaupt werden sollte, da alle Bahnhöfe und Regierungsgebäude darin gehalten waren.

Heute zählt das Schloss 1.441 Zimmer jeder Größe.

1805 und 1809 weilte Napoleon mit seinem Tross in den weiten Fluchten des Schlosses.

Ein Seitentrakt bietet dem berühmten Schlosstheater Platz. Neben den Auftritten Haydns und Mozarts ist es als Talentschmiede für das Burgtheater bekannt, das von Max Reinhardt 1928 gegründet wurde.

Neben dem Schloss wurde 1752 von Kaiser Franz I. der Tiergarten Schönbrunn errichtet.

Im Jahr 1945 wurde der Haupttrakt, sowie ein Teil der Gloriette durch alliierte Bombenangriffe schwer beschädigt. Während der Besatzungszone|Besatzungszeit waren noch intakte Teile des Schlosses das Hauptquartier der britischen Besatzungsmacht. Während dieser Zeit und auch nachher wurden die beschädigten Gebäude wieder restauriert.

Im Jahre 1996 wurden das Schloss Schönbrunn und seine Gärten von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Zur Zeit (2005) wird die Fassade der Südseite renoviert, so dass der schöne Ausblick von der Gloriette aus etwas darunter leidet.

Schlosspark als Erholungsgebiet
Schon bald nach dem Ende der Monarchie entdeckte die Wiener Bevölkerung die Parkanlagen des Schlosses als Erholungsgebiet. Um 1779 wurde der Schlosspark der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der Schlosspark von Schönbrunn wird von den Bundesgärten Wien unter der Leitung von Frau Dipl. Ing. Brigitte Mang verwaltet. Der Schlosspark stellt auch heute noch ein wichtiges Erholungsgebiet für die Wiener Stadtbevölkerung dar und hat unschätzbaren Wert für die Großstadt Wien.


Fotos: Blick zur Gloriette - Palmenhaus - Kulturgärten; © Wien-konkret



Fotos: Blick zur Gloriette - Palmenhaus - Kulturgärten; © Wien-konkret

Ökonomischer Wert der Schlossanlage für die Stadt Wien
Eine weitere wichtige Sehenswürdigkeit stellt das Schloss selbst dar, das jährlich circa 1,5 Millionen Gäste besuchen. Der Park und alle anderen Einrichtungen in Schönbrunn ziehen weitere 5,2 Millionen Menschen im Jahr an. Somit frequentieren rund 6,7 Millionen Besucher jährlich die Attraktion der beeindruckenden Schlossanlage in Schönbrunn. Da die Schlossanlage eine wichtige Touristenattraktion darstellt, profitiert die gesamte Tourismusbranche Wiens davon.

190 Räume des Schlosses, die nicht zum Museum gehören, sind als Wohnungen an Privatpersonen vermietet.

Weblinks 
* Webseite von Schloss Schönbrunn   
Bundesgärten Wien


Dieser Artikel basiert auf dem
Artikel Schloss Schönbrunn aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Beim Artikel auf Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.



Parkhotel Schönbrunn (4 Sterne):



Parkhotel Schönbrunn,
13. Bezirk Wien / Vienna

Anschrift: Hietzinger Hauptstr. 10-20, 1130 Wien (Neben dem Schloßpark Schönbrunn)
Zimmer / Rooms: 394     Preise / Prices: € 71 - € 293

Beschreibung des Hotels:
Das Parkhotel Schönbrunn wurde als Gästehaus des Kaisers 1907 errichtet, heute bietet es modernen Komfort und Wiener Flair für Besucher der einstigen Kaiserstadt Wien.

Hotelzimmer reservieren => Klick



Schönbrunnerbad im Schloßpark Schönbrunn:

Eingang zum Schönbrunnerbad; © Wien-konkret

Eingang zum Schönbrunnerbad; © Wien-konkret

Adresse: Schloßpark Schönbrunn, 1130 Wien
Telefon: 01-817 53 53
Charakteristik: Schwimmbad, Freibad, Sommerbad, Sonnenbad, Luftbad, Exklusives Schwimmbad, einzige Bad Wiens mit Flutlichtanlage, zeitweise störender Fluglärm (tieffliegende Flugzeuge und Hubschrauber).
Gesamtfläche: ca. 11.000 m2
Besucherzahl: an Spitzentagen bis zu 3.300 Personen
Publikum: viele Schwimmsportler, exklusive Preise - exklusives Publikum, geringer Ausländeranteil (ein paar Franzosen, Italiener, Russen; kaum Türken)

Mehr Infos: Schönbrunnerbad



Hotels & Pensionen:

 Hotels in Wien    Pensionen in Wien