Wien

Heldendenkmal der Roten Armee ("Russendenkmal") in Wien am Schwarzenbergplatz (ehemals Stalinplatz)





Adresse: Schwarzenbergplatz, 1030 Wien (beim unteren Belvedere, Palasi Schwarzenberg)
Öffentliche Verkehrsmittel: Straßebahn Linie 71 (Station "Am Heumarkt"), Linie D (Station: "Gußhausstraße"), Ringlinien (Station "Schwarzenbergplatz").
Hotels in der Nähe: => Am Konzerthaus; => NH Belvedere; => Hotel Imperial, => Starlight Suiten Hotel;
Öffnungszeiten: 0-24 Uhr; Eintritt frei

Russischer Feiertag: 8. Mai in Wien, Österreich, "Westen", 9. Mai Ortszeit Russland
(Russland feiert das Kriegsende immer am 9. Mai - und damit einen Tag später als der Westen - , da der Waffenstillstand im Jahr 1945 erst nach Mitternacht Moskauer Zeit in Kraft getreten war. Josef Stalin ließ die Nachricht von der deutschen Kapitulation auch erst am 9. Mai in der Sowjetunion verbreiten.)



Als Russendenkmal werden umgangssprachlich manche Denkmäler zur Ehrung sowjetischer oder russischer Bürger oder Taten im Ausland genannt. Heute handelt es sich dabei oft um Denkmäler über die Befreiung Europas von den Nationalsozialisten durch die Sowjetunion oder für die dabei gefallenen Soldaten.
   Das Heldendenkmal der Roten Armee (auch Russendenkmal, Befreiungsdenkmal, Siegesdenkmal) am Wiener Schwarzenbergplatz wurde 1945 zur Erinnerung an rund 18.000 bei der Schlacht um Wien gefallene Soldaten der Roten Armee errichtet.
An der Kolonnade ist auf Russisch zu lesen:
Ewiger Ruhm den Helden der Roten Armee, die gefallen sind im Kampf gegen die deutsch-faschistischen Landräuber – für die Freiheit und Unabhängigkeit der Völker Europas.

Vor der mittigen Säule mit dem Standbild wurde ein gekippter Metallwürfel errichtet, auf dem in Deutsch und Russisch zu lesen ist:
Denkmal zu Ehren der Soldaten der Sowjetarmee, die für die Befreiung Österreichs vom Faschismus gefallen sind.

Nelken gelten als Symbol der Tapferkeit, der Freiheit und des Sieges. Ein Strauß frischer roter Nelken ist ein Zeichen der Bewunderung und des Andenkens. Am Siegestag werden in Russland den Kriegsveteranen Nelken geschenkt. Man legt sie auch an Obelisken, Soldatengräbern und Ewigen Flammen nieder.
 
Der südliche Teil des Schwarzenbergplatzes hieß vom 12. April 1946 bis zum 18. Juli 1956 Stalinplatz. Bis heute ist die Bezeichnung Russendenkmal geläufig, obwohl die Rote Armee aus Soldaten aller Nationalitäten der Sowjetunion bestand.
 
Nach offiziellen sowjetischen Angaben sind im einwöchigen Kampf - vom 5. - 13. April 1945 - um Wien 18.000 sowjetische und 19.000 deutsche Soldaten gefallen.
 
Das Befreiungsdenkmal wurde 2009 umfassend renoviert.

Im Juni 2014 besuchte Wladimir Putin Wien. Beim offiziellen Staatsbesuch war er auch beim Heldendenkmal und gedachte der verstorbenen sowjetischen Soldaten.

  

Weblinks

Tiefenkulturen => whywar.at
Wiener Operation / Die Schlacht um Wien => wikipedia 
Die Schlacht um Wien ist im Heeresgeschichtlichen Museum ausführlich dokumentiert.

Russendenkmal feiert "Geburtstag" => ORF-Ö1 vom 4.5.2005
Vor 70 Jahren wurde Wien befreit => ORF-Wien vom 13.4.2015

Am 9. Mai feiert Russland den Jahrestag des Sieges im Großen Vaterländischen Krieg. So wird in Russland der Zweite Weltkrieg von 1941-1945 genannt. => Russlandjournal.de

Russland feierte mit Parade Sieg über Nazi-Deutschland => Wiener Zeitung vom 9.5.2016
Tag der Befreiung: Der Ost-West-Unterschied => Nachrichten.at vom 8.5.2015
Russland – Nato: Alte Feindschaft rostet nicht => Der Standard vom 9. Mai 2016 

"Straße des Achten Mai" am Alsergrund => wien.gv.at 2014 

Putin zeigte bei Besuch in Wien Humor und sprach Deutsch vienna.at vom 24.6.2014

 







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Stalin & Bekanntgabe über das sowjetische Radio

Der Stalin hat gleich nach Mitternacht am 09. Mai den Akt der Kapitulation der deutschen Wehrmacht in Original erhalten. Dieser Akt wurde mit einem Flugzeug nach Moskau aus Berlin kurz nach Mitternacht zugestellt.
   Um 2 Uhr in der Nacht am 09.05.1945 hat das sowjetische Radio den Sieg über Deutschland den sowjetischen Bürgern bekanntgegeben.
Andrej   15.5.2016