Wien

Schautafeln fanden großen Anklang bei Touristen, Schülern und Passanten

Pestsäule Graben Wien 1

Pestsäule während der Sanierung
StR. Dr. Andreas Mailath-Pokorny und StR. Werner Faymann

"Die Pestsäule war auch während der Sanierung eine Touristenattraktion ersten Ranges. Dafür sorgte die umfangreiche und anschauliche Darstellung der Restaurierungsarbeiten, der Geschichte der Säule und der Pest in Europa auf der Bautafel. Zahlreiche Anfragen von Fremdenführern, interessierten Wienerinnen und Wienern, Lehrern und Schülern belegen den Erfolg der aufwändigen Gestaltung der Einhausung. Wir prüfen jetzt die Möglichkeit, im Umfeld des Denkmals dauerhaft eine Tafel anzubringen, um die bewegte Vergangenheit für Touristen und interessierte Wienerinnen und Wiener sichtbar zu machen", erklärte Stadtrat Werner Faymann.

"Nach der Restaurierung kommt die barocke Pracht der Pestsäule wieder zur Geltung", freut sich Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny. "Damit hat die Stadt einmal mehr ihre Verantwortung für ihr kulturelles Erbe bewiesen. Denn die Pestsäule ist eines der bedeutendsten Monumente in Wien und gilt als Initialwerk des Barock. Aufgrund des großen Interesses an der Pestsäule ist daran gedacht, eine Broschüre zu den kulturhistorischen Hintergründen und mit Fakten zur Restaurierung herauszugeben."

Rund 8.400 Arbeitsstunden waren notwendig, um die Pestsäule in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Im Zuge der Sanierung wurden fehlende Steinteile ergänzt, gefestigt und imprägniert, die Metallteile gereinigt und ergänzt sowie neu vergoldet. Der Blitzschutz und die Bleiabdeckungen wurden erneuert. Die Restaurierung hält in etwa 30 Jahre.

Die Gesamtkosten der Restaurierung betrugen 360.000 Euro und wurden zum Großteil vom Wiener Altstadterhaltungsfonds getragen
Die Aufgabe des Altstadterhaltungsfonds ist es, die historische Stadtstruktur mit ihren zeittypischen Bauten zu erhalten. Allein im Vorjahr hat der Fonds die Restaurierung von 78 Objekten beschlossen, darunter einer Reihe von Sakralbauten, wie der Mariahilfer, Altmannsdorfer und Donaufelder Pfarrkirche, der Sisi-Kapelle sowie Stephansdom und Karlskirche.

Die Sanierung wurde von der MA 34 - Bau- und Gebäudemanagement in Zusammenarbeit mit der MA 7 - Kultur und dem Bundesdenkmalamt durchgeführt. Mit den Arbeiten beauftragt war der akademische Bildhauer und Restaurator Klaus Wedenig. Die MA 34 selbst war für die Planung, Ausschreibung, Abrechnung, örtliche Bauabwicklung sowie für die Umplanung und Abstimmung der Arbeiten mit dem Bundesdenkmalamt verantwortlich. Die MA 34 Bau- und Gebäudemanagement investiert pro Jahr 21 Millionen Euro in die Sanierung von Objekten, die der Stadt Wien selbst gehören und trägt damit maßgeblich zur Verschönerung des Stadtbildes bei.

Quelle Text und Foto: Rathauskorrespondenz