Wien

Müllverbrennungsanlage Spittelau: Funktion

MVA Spittelau



Bilder: Müllwägen bringen den Müll zur Müllverbrennungsanlage Spittelau / Der Müll wird in der Müllverbrennungsanlage verbrannt / (auch giftige) Abgase werden an die Luft abgegeben.

Die Müllverbrennungsanlage Spittelau gehört zur Fernwärme Wien GmbH. Sie wurde 1971 gebaut. 1987 gab es einen Brand in der Anlage. Im Zuge des Neubaus wurde auch gleich eine neue Rauchgasreinigungsanlage eingebaut, die über 90% der Schadstoffe herausfiltert. Jährlich werden hier ca. 250.000 Tonnen Müll verbrannt. Die Müllverbrennungsanlage Spittelau ist somit die größte Anlage dieser Art in Wien. Die aus der Verbrennung gewonnen Verbrennungswärme wird über das Fernwärmenetz an die Wiener Haushalte verteilt. Damit gelingt es, den sonst notwendigen Hausbrand und die dabei entstehenden Schadstoffemissionen in der Stadt zu reduzieren.
 

Schönheit (Kritiker meinen "Behübschung" eines Übels):

Müllverbrennungsanlage Spittelau



Fotos: Müllverbrennungsanlage Spittelau © Wien-konkret



Schlot der MVA Spittelau: Wieviel Dioxin ist drin, in den Abgasen?
(Datum: 30. November 2010)

Anfang der 1990-ziger Jahre gab es europaweit heftige Diskussionen über die Dioxinemissionen von Müllverbrennungsanlagen. In Wien entschloß man sich modernste Filteranlagen in die MVA Spittelau einzubauen. Man wollte aber auch etwas für das Auge und das seelische Wohlbefinden machen. Der Wiener Gemeinderat beschloss aus der Müllverbrennungsanlage ein Kunstwerk zu machen. Der Künstler: Friedensreich Hundertwasser. Der Künstler brachte große und kleine goldene Kugel an, bemalte die Außenwände in der ihm eigenen Art und legte Dachgärten an. Das 1992 fertig gestellte Kunstobjekt gleicht einem Fantasieschloss aus einem orientalischen Märchen. Was zunächst als „Behübschung“ abgetan wurde, wird heute allgemein als gelungenes Kunstwerk anerkannt.

Das "Fantasieschloss" Spittelau ist so gut gelungen, dass der Bürgermeister der japanischen Stadt Osaka nach einem Besuch im Jahr 1995 beschloss, ein solches in seiner Stadt ebenfalls zu errichten. Die Zwillingsschwester ging im Jahr 2001 in Osaka Betrieb.
 

Fotos: Müllverbrennungsanlage Spittelau in der Abendsonne; © Wien-konkret



Fotos: Müllverbrennungsanlage Spittelau in der Abendsonne; © Wien-konkret



Kontakt und Führungen

Firmenname: „Wien Energie GmbH“ (bis 1.8.2013 "Fernwärme Wien GmbH")
Firmensitz: Spittelauer Lände 45, 1090 Wien
 
Allgemeine Führungen
Die Müllverbrennungsanlage Spittelau ist eine Anlage von öffentlichem Interesse, die nichts zu verbergen hat. Und in diesem Sinn laden wir alle Interessenten zu einer Führung durch die thermische Abfallbehandlungsanlage Spittelau:
Schulführungen (ab 4. Klasse Volksschule)
Kunstführungen, nach Anfrage
Telefon: (0)1 4004-89832   Georg Baresch
E-mail:  georg.baresch@wienenergie.at
 
Mehr zum Thema => Abfall und Müll in Wien

Verkehrsanbindung:
U-Bahn: Linie U4 und U6 Station Spittelau
Straßenbahn: Linie D



Stellungnahmen zur Müllverbrennungsanlage Spittelau,

Exkurs: Verbot von Schülerexkursionen gefordert

Die BI forderte 1994 von den Schulbehörden ein Verbot von Schülerexkursionen in die MVA Flötzersteig, also in eine "gefahrengeneigte Anlage". Dies wurde damals abgelehnt, seit 1995 besteht angeblich ein solches Verbot, allerdings noch immer nicht für die MVA Spittelau.

Zum Besuch der MVA Spittelau wird übrigens sogar auch mit Gratisgetränken und Würstchen bei "Kinderprogrammen" um zahlreiche Teilnahme geworben. Jugendliche werden so zum Besuch einer "gefahrengeneigten Anlage" angeregt (z.B. Tag der offenen Tür 20.5.2001).

Am 4. Juli 2002 brach in der MVA Spittelau neuerlich ein Brand aus. Mehrere Fahrzeuge der Feuerwehr kamen zum Einsatz. Trotzdem finden in dieser Anlage immer wieder "Kulturveranstaltungen" statt.

Wer übernimmt die Verantwortung?

Mehr Infos => Bürgerinitiative gegen Müllverbrennungsanlage Flötzersteig



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"Wahnsinn Müllverbrennung"

Sehr geehrter Herr Mag. Marschall!
 
Wir danken Ihnen, daß Sie diese Fotos online bringen!
Es ist wichtig, die Wahrheit und nicht die "Model"-Fotos zu zeigen.
Wie schon bei der MVA Flötzersteig geschrieben, glauben die Leute, daß nichts rauskommt, wenn der Schlot nicht raucht, oder daß die Anlage außer Betrieb ist. Eine MVA ist nur während Wartungs- oder Umbauarbeiten und dgl. nicht in Betrieb, sie kann nicht "stand-by" betrieben werden und "arbeitet" 24 Std. Tag und Nacht, Montag bis Sonntag.
 
siehe Datei im Anhang zum Beitrag "Wahnsinn Müllverbrennung" v. 15.1.2009
=> http://www.aktion21.at/themen/index.html?menu=106&id=584 )  

MfG x           30. November 2010