Wien

Die Sehenswürdigkeiten am Minoritenplatz

Der Minoritenplatz liegt in der Wiener Innenstadt. Um den Minoritenplatz finden sich bedeutsame Gebäude. Darunter sind die Minoritenkirche, das Bundeskanzleramt, das Außen- ministerium, das Innenministerium, das Unterrichtsministerium (Bildungsministerium) und das Palais Niederösterreich (ehemals Niederösterreichische Landtag, Landhaus) zu nennen.






Fotos: Außenministerium..............Bundeskanzleramt von hinten........Palais Niederösterreich



Fotos: Blick zum Kunsthistorischen Museum... Unterrichtsministerium

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Minoritenkirche


Zentraler Blickfang am Minoritenplatz, ist die Minoritenkirche.

Als der Herzog Leopold VI. im Jahre 1219 auf dem Rückweg vom 5. Kreuzzug in Assisi vorbeikam, ersuchte er den (hl.) Franziskus, ihm mit einigen Minoritenbrüder zu unterstützen. Im Jahr 1224 trafen vier "frates minores" (mindere Brüder) beim Herzog in Wien ein. Der Herzog schenkte ihnen nahe der Ringmauer ein Grundstück, auf dem sich bereits ein Kirchlein befand, die Katharinenkirche.

Brände im Jahre 1262 und 1275 beschädigten die Kirche, was zum Bau einer neuen Kirche führte. König Ottokar II. Przemysl 1276 legte den Grundstein. Die Architekten blieben bis heute unbekannt. Man nimmt an, daß es französische Minoriten-Brüder waren, da es sich um eine typisch französische Kathedralgothik handelte. Herzog Albrecht II. unterstütze den Bau der neuen Minoritenkirche mit großzügigen Spenden und finanzierte vor allem das prachtvolle Hauptportal. Es ist vermutlich ein Werk des Ordensbruders Jacobus Parisiensis.

Der Bau der Bettelordenskirche dauerte relativ lange und dürfte erst um das Jahr 1350 fertiggestellt worden sein.

1529: Während der 1. Türkenbelagerung wurde die Spitze des Turms herunter geschossen.

1559 - 1620: Protestanten besetzen die Kirche und beschädigen sie schwer.

1633: Die Spitze des Kirchenturms wird wiederhergestellt.

1679: Zerstörung des Klosters durch einen Brand

1683: 2. Türkenbelagerung von Wien. Der Kirchturm verlor seine Glocken und zum zweiten Mal die Spitze.

1957: Die Minoriten erhielten ihre Kirche wieder zurück


Besonderheit: Wenn Sie am Minoritenplatz sind, dann besuchen Sie die Minoritenkirche im Inneren und bewundern sie das große Mosaik "Das letzte Abendmahl". Es ist eine Kopie des von Leonardo da Vinci geschaffenen Freskos, das sich in Mailand im Kloster "Santa Maria delle Grazie" befindet.

 

Verkehrsanbindung:

U-Bahn: Linie U3 Station Herrengasse

Kategorie: Wiener Wahrzeichen, Sehenswürdigkeiten in Wien


Text und Bilder: Robert Marschall