Wien

Video: Gründonnerstag - Stephansdom

Heilige Messe vom Letzten Abendmahl im Wiener Stephansdom;
9.4.2009, Video 62 MB;
© Wien-konkret


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Gründonnerstag: Heilige Messe vom Letzten Abendmahl und Fußwaschung im Stephansdom mit Kardinal Schönborn

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Fotos: Fußwaschung und Heilige Messe vom Letzten Abendmahl im Stephansdom mit Kardinal Christoph Schönborn; © Wien-konkret

Grünndonnerstag: Fußwaschung und Heilige Messe vom Letzten Abendmahl

Der Gottesdienst des Gründonnerstags stellt das Gedenken an das letzte Abendmahl Jesu mit seinen zwölf Aposteln. Dabei trug Jesus seinen Jügern auf Brot zu essen und Wein zu trinken. Dieses Mahl gilt auch als die Einsetzung des Sakramentes der Eucharistie. Die Gläubigen gedenken in dieser Nacht weiters der Verhaftung Jesu im Anschluß an das letzte Abendmahl, am Vorabend seiner Kreuzigung in den Mittelpunkt. Der Gründonnerstag zählt zu den drei Kartagen.

Quellen:
Im Neuen Testament wird in drei Evangelien bei Matthäus (26,26-28), bei Markus (14,22-24), bei Lukas (22,19-20) und bei Paulus im ersten Brief an die Korinther (11,23-26) über das letzte Abendmahl berichtet. Der Evangelist Johannes stellt einen anderen Aspekt in den Mittelpunkt des Gründonnerstag (Anfang der Passion Jesus). Johannes beschreibt den Ritus der Fußwaschung (Joh 13) als Liebesdienst Jesu an seinen Jüngern.

Der Ritus der Fußwaschung gehört zur Liturgie in den Bischofskirchen, wo der Bischof als Zeichen des Dienens zwölf ausgewählten Männern die Füße wäscht, wird aber auch in vielen Pfarrkirchen gehalten. Unten sehen sie die Fußwaschung durch Kardinal Schönborn von 12 Priestern im Stephansdom (Gründonnerstag 2009)


Übersetzungen:
Der Name "Gründonnerstag" wird nur im deutschsprachigen Raum ca ab dem 13 Jahrhundert verwendet.

Gängige lateinische Bezeichnungen des Gründonnerstags sind "dies cenae domini" („Tag des Abendmahls des Herrn“), "dies absolutionis" („Tag der Sündenvergebung“), "dies indulgentiae" („Ablasstag“), "dies mandati" („Tag der Fußwaschung“,

Aus letzterem entstand die im Englischen geläufige Bezeichnung "Maundy Thursday".
 

Aus dem Evangelium nach Johannes:

Evangelium nach Johannes zur Fußwaschung am Gründonnerstag

Das Abschiedsmahl (letzte Abendmahl): Joh 13,1 - 14,31

Die Fußwaschung

1 Es war vor dem Paschafest. Jesus wusste, dass seine Stunde gekommen war, um aus dieser Welt zum Vater hinüberzugehen. Da er die Seinen, die in der Welt waren, liebte, erwies er ihnen seine Liebe bis zur Vollendung.
2 Es fand ein Mahl statt, und der Teufel hatte Judas, dem Sohn des Simon Iskariot, schon ins Herz gegeben, ihn zu verraten und auszuliefern.
3 Jesus, der wusste, dass ihm der Vater alles in die Hand gegeben hatte und dass er von Gott gekommen war und zu Gott zurückkehrte,
4 stand vom Mahl auf, legte sein Gewand ab und umgürtete sich mit einem Leinentuch.
5 Dann goss er Wasser in eine Schüssel und begann, den Jüngern die Füße zu waschen und mit dem Leinentuch abzutrocknen, mit dem er umgürtet war.
6 Als er zu Simon Petrus kam, sagte dieser zu ihm: Du, Herr, willst mir die Füße waschen?
7 Jesus antwortete ihm: Was ich tue, verstehst du jetzt noch nicht; doch später wirst du es begreifen.
8 Petrus entgegnete ihm: Niemals sollst du mir die Füße waschen! Jesus erwiderte ihm: Wenn ich dich nicht wasche, hast du keinen Anteil an mir.
9 Da sagte Simon Petrus zu ihm: Herr, dann nicht nur meine Füße, sondern auch die Hände und das Haupt.
10 Jesus sagte zu ihm: Wer vom Bad kommt, ist ganz rein und braucht sich nur noch die Füße zu waschen. Auch ihr seid rein, aber nicht alle.
11 Er wusste nämlich, wer ihn verraten würde; darum sagte er: Ihr seid nicht alle rein.
12 Als er ihnen die Füße gewaschen, sein Gewand wieder angelegt und Platz genommen hatte, sagte er zu ihnen: Begreift ihr, was ich an euch getan habe?
13 Ihr sagt zu mir Meister und Herr und ihr nennt mich mit Recht so; denn ich bin es.
14 Wenn nun ich, der Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, dann müsst auch ihr einander die Füße waschen.
15 Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe.
16 Amen, amen, ich sage euch: Der Sklave ist nicht größer als sein Herr und der Abgesandte ist nicht größer als der, der ihn gesandt hat.
17 Selig seid ihr, wenn ihr das wisst und danach handelt.
18 Ich sage das nicht von euch allen. Ich weiß wohl, welche ich erwählt habe, aber das Schriftwort muss sich erfüllen: Einer, der mein Brot aß, hat mich hintergangen.
19 Ich sage es euch schon jetzt, ehe es geschieht, damit ihr, wenn es geschehen ist, glaubt: Ich bin es.
20 Amen, amen, ich sage euch: Wer einen aufnimmt, den ich sende, nimmt mich auf; wer aber mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat.
 

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