Wien

Ein Film von Georg Riha

Universum Wienerwald

Einzigartige Impressionen aus den Wiener Wäldern und deren naturnahe und nachhaltige Bewirtschaftung durch die Wiener Förster liefert der neue Universum-Film von Georg Riha, der am Donnerstag, 13. Oktober 2005, 20.15 Uhr im ORF 2 ausgestrahlt wurde. "Die Aufnahmen aus unseren Wäldern sind wirklich beeindruckend. Kaum eine andere Millionenstadt hat so viel Wald wie Wien, die 'grüne Lunge' trägt entscheidend zur unvergleichlichen Lebensqualität unserer Stadt bei, die uns auch zahlreiche internationale Studien immer wieder bestätigen", so Umweltstadträtin Ulli Sima. Der Film ist eine Coproduktion vom ORF und der Stadt Wien.

Die Wälder von Wien prägen das Erscheinungsbild der Stadt, sind Lebensader und beliebte Erholungsorte für die Wienerinnen und Wiener. Georg Riha's filmischer Streifzug führt durch das Erlebnis "Wiener Wald" in all seiner unglaublichen Vielfalt im Wandel der Jahreszeiten. Über einen Zeitraum von zwei Jahren gelang es einem Team von zirka 40 Personen in insgesamt 62 Drehtagen einen fil- mischen Streifzug zu unternehmen, der dem Zuschauer das Erlebnis "Wald" in all seinen Facetten näher bringt. Wir entdecken die Tiere des Waldes in ihren Verstecken und beobachten die Natur im Jahresrhythmus. Nicht zuletzt durch die herausragenden Aufnahmesysteme wie die Kameraseilbahn Camcat und die außer- gewöhnliche Zeitrafferkamera CamTL35 werden Bildmontagen gezeigt, in denen idyllische Impressionen mit ungewöhnlichen Kameraperspektiven und Ansichten wechseln.

Universum Wienerwald

18 % der Stadtfläche Wiens ist mit Wald bedeckt. Im Westen und im Norden der Stadt erstreckt sich der klassische Wienerwald, im Osten liegt der Nationalpark Donauauen. Unzählige Wäldchen und Grünzüge finden sich direkt im verbauten Gebiet. Die Kernzone des Waldbesitzes liegt jedoch erstaunlicherweise hundertfünfzig Kilometer von der Stadt entfernt. Die Kalkalpen rund um die Rax, den Schneeberg und das Hochschwabmassiv stehen in Wiener Gemeindebesitz, zumindest jene 32.000 Hektar, die im Einzugsgebiet der beiden berühmten Hochquellwasserleitungen liegen. Von hier aus wird die Hauptstadt mit Trinkwasser versorgt. Auch das ist Wien: Über zweitausend Meter hoch ragen die Gipfel in den Himmel, überschauen im Winter eisige Plateaus und im Sommer blühende Almen.

All diese grünen Juwele stehen unter der Obhut einer beachtlichen Garde von Förstern, Landwirten, Winzern, Berufsjägern und Holzarbeitern im Dienste der Stadt Wien. Sie schützen ihre grünen Juwele vor Freund und Feind, schlagen sich mit den kleinen Kümmernissen des Alltags herum, sehen Dinge, die den meisten Städtern entgehen und staunen über die Wunder der Tier- und Pflanzenwelt, die sich Tag für Tag im wahrsten Sinne des Wortes "vor der Haustür" ereignen.

Das Wiener Forstamt steht von der Aufgabenstellung her im EU- Vergleich ziemlich einmalig da. Während viele andere Stadtforstverwaltungen sich nur auf die reine Waldbewirtschaftung beschränken, arbeiten die Wiener Förster auch als Landschaftspfleger. Die Hüter der Wiener Wälder wirtschaften im Dienst der Lebensqualität. Es geht ihnen nicht in erster Linie um Ertrag, sondern um Beständigkeit. Die Wälder dienen nicht als Holzfabriken, sondern zur Befriedigung der Sehnsucht der Wiener nach Wildnis, Einkehr und Erholung und dem Schutz des Trinkwassers.

Quelle Text und Fotos: Rathauskorrespondenz

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