Wien

Schöpfl - höchster Berggipfel und somit Dach des Wienerwalds

Fotos vom Schöpfl: Schutzhütte - Ausschichtswarte "Matras Warte"; © Wien-konkret



Fotos vom Schöpfl: Schutzhütte - Ausschichtswarte "Matras Warte"; © Wien-konkret

Schöpfl: liegt in Niederösterreich, südwestlich von Wien, an der Bezirksgrenze von Baden und St. Pölten-Land; Ortschaften in der Umgebung des Schöpfl: Laaben, Klamm, St. Corona / Schöpfl, Hametberg; Der Schöpfl ist der höchste Punkt des Wienerwaldes. Mit 893 m ist er höher als viele Orte in Niederösterreich, sogar höher als weite Teile des Waldviertels. Landschaftlich erinnert die Gegend rund um den Schöpfl stark an das Alpenvorland. Und geologisch gesehen ist der Wienerwald ja auch ein Ausläufer der Alpen.

Auskünfte: Tourismusregion Wienerwald, Telefon 02231 / 621 76

Anfahrt nach Laaben von Wien:
* Öffentlich: S-Bahn oder Regionalzüge auf der Westbahn nach Eichgraben-Altlengbach --> Bus Linie 1089 von Altlengbach
* Auto: A1 (Westautobahn) bis Altlengbach, L 119 bis Laaben; Begrenzte Parkmöglichkeit in Laaben am Hauptplatz.

Anfahrt nach Schöpflgitter:
A1 (Westautobahn) bis zur Ausfahrt "Pressbaum", weiter nach => "Hainfeld" => "Klausen-Leopoldsdorf" und weiter nach "Schöpflgitter".
A21 (Wiener Außenringautobahn) bis zur Ausfahrt "Alland" => Klausen-Leopoldsdorf"

Gastronomie & Unterkunft:
Einige Gaststätten in Laaben, Gasthaus Schöpflgitter, sowie das Schöpfl-Schutzhaus am Gipfel des Schöpfl.
Das Schöpfl-Schutzhaus ist von März bis Dezember bewirtschaftet (Montag Ruhetag, 2.,3. und 4. Juliwoche Urlaubssperre); im Februar an Wochenenden und Feiertagen. 4 Betten, 30 Lagerplätze.
Telefon: 02673-8305 Website: www.oetk.at/index.htm?/huetten/37.htm



Wanderwege zum Schöpfl:

Bilder vom Wienerwald beim Aufstieg zum Schöpfl



Bilder vom Wienerwald beim Aufstieg zum Schöpfl; © Wien-konkret

Es stehen grundsätzlich mehrere Routen-Varianten zur Wahl:
Die längeren Routen, von mehreren Orten in der Umgebung des Schöpfls (z.B. Laaben, Schöpflgitter, St. Corona)
Die kurze Route, die von Forsthof startet, dort ist ein Pferdehof für Isländer-Pferde angesiedelt
 

1. Die Route von Laaben (Norden)

ist eine landschaftlich schöne, rund 9 km lange Wanderstrecke, welche bei gemütlichem Tempo in 3,5 Stunden zu schaffen ist, bei mittlerem Tempo ohne Weiteres auch in 3 Stunden. Der Startpunkt Laaben ist in einem wirklich schönen Tal auf 347 m Seehöhe gelegen. Karten der Umgebung sind in Laaben an mehreren Plätzen gut sichtbar aufgestellt, von dort hat man einen kartografischen Überblick über die Umgebung, mit Wander- und Mountain-Bike-Routen sowie interessanten Plätzen. Die Beschilderung vom Hauptplatz zum Wanderweg ist nicht optimal, doch nach einem Blick auf die Karte und dem Feststellen der richtigen Richtung, in die man gehen muss, ist der Wanderweg schnell gefunden.
Landschaftlich ist die Gegend dort wirklich reizvoll. Man glaubt es kaum, dass es nur 30 km von Wien entfernt eine Landschaft gibt, die den Charakter des Alpenvorlandes hat: Ein stark ausgeprägtes Mittelgebirge mit großen Anhöhen und tiefen Tälern, bergige Weiden mit Rindern, Pferden und anderen Tieren und einem herrlichen von Laubbäumen dominierten Mischwald.


Fotos von Tieren am Schöpfl: Rinder - Schafe - Wildscheine



Fotos von Tieren am Schöpfl: Rinder - Schafe - Wildscheine; © Wien-konkret

Gerade im Herbst ist das Farbenspiel der Blätter atemberaubend: Gelb, rot, grün, braun, orange und das alles in verschiedensten Kombinationen und in einer gebirgigen Kulisse. Wenn man einen "Indian Summer" erleben will, braucht man nicht unbedingt nach Nordamerika zu fahren, den kann man auch im Wienerwald bei sonnigem Herbstwetter als "Altweibersommer" erleben. Der Höhenunterschied von Laaben zum Schöpfl ist beachtlich, knapp 550 m. Der Wanderweg geht von Laaben bis Forsthof mittelstark bergauf. Er ist gut zu gehen, besteht überwiegend aus Wald- und Güterwegen, streckenweise auch aus Pfaden und kurzen Wegstücken über Wiesen. Die Beschilderung der Wanderrouten ist wirklich gut, da kennt man sich sofort aus.

Naturliebhaber und Fotografen finden auf der Strecke von Laaben nach Forsthof immer wieder neue, schöne Motive:
* Eine tolle Landschaft mit einem intensiven Wechsel von Berg und Tal, Almen, teilweise alte Bäume, diverse Nutztiere z.B. Pferde und Gänse.
* Es gibt etliche kleine Zwischen-Anhöhen, wo man schon einen recht guten Überblick über die Gegend hat.
 

2. Von Forsthof aus:

In Forsthof angekommen sieht man, dass es dort für alle diejenigen zahlreiche Parkmöglichkeiten gibt, die nicht zu viele Kilometer wandern möchten. Und: In Forsthof gibt es das "Island Pferde-Zentrum", einen der wenigen Pferdehöfe in Österreich, die diese Pferde-Rasse halten.

Foto vom Pensionistensteg

Foto vom Pensionisten- steg am Schöpfl hinauf; © Wien-konkret


Von dort beginnt der eigentliche "Aufstieg" zum Schöpfl. Der Name des Pfades auf den Gipfel hinauf hat den, inhaltlich beschönigenden, Namen "Pensionistensteig". Tatsächlich ist dieser Steig aber nur für rüstige Pensionisten geeignet. Denn die Charakteristik ändert sich von dort weg deutlich gegenüber dem 1. Teil der Strecke von Laaben her. Der Schwierigkeitsgrad wechselt hier von relativ einfach in beachtlich schwierig. Sie ist absolut mit einigen Bergwanderwegen in den Alpen vergleichbar. Es geht auf einem Wald-Pfad in vielen Serpentinen ziemlich steil bergauf, gute Kondition und eine gewisse Trittsicherheit sind hier unabkömmlich.
 

Foto Trinkquelle

Foto Trinkquelle



Ungefähr bei 2/3 des Pensionistensteiges gibt es eine Trinkwasser-Quelle, wo man seinen Durst löschen und seine Wasserflasche wiederauffüllen kann.

Am Ende des Pensionistensteiges kommt man auf eine Waldlichtung. Dort ist man schon fast am Gipfel des Schöpfls.


.
 

3. Route von Schöpflgitter (Osten)

Route von Schöpflgitter zum Schöpfl



Bilder: Ausgangspunkt in "Schöpflgitter - Forststraße - Lichtung; © Wien-konkret

Der markierte Wanderweg beginnt auf der rechten Straße ca 100 m hinter dem Gasthaus "Zum Schöpflgitter". Ab dort gibt es dann eine Markierung aus Schilder und roter Farbe bis zum Gipfel.
Der Weg führt fast vollständig durch den Wald. Es gibt nur eine kleine Lichtung. Der Weg ist meist eine Forststraße und teilweise ein breiter Erdweg. Die Steigung ist gleichmäßig und für Familien leicht bewältigbar.
Gehzeit: gemütliches Tempo 1:55 Std bergauf, 1:40 Std bergab.
Streckenlänge: 6,45 km
 

Berghütte: "Schöpfl-Schutzhaus" beim Gipfel

Schöpfl-Schutzhaus



Fotos vom Schöpfl-Schutzhaus 2010; © Wien-konkret

Knapp unterhalb des Gipfels gibt es das Schöpfl-Schutzhaus, eine moderne Berghütte im Wienerwald. Einerseits hat das Schöpflschutzhaus seine Trdition bewahrt - siehe auch die Wnderschilder am Eingang oder die Dekoration mit Waldhexen in der Wirtsstube - andererseits ist die Hütte auch auf einem hohen Komfortstandard, insb bei den WCs.
Die Terasse ist windgeschützt auf der Bergseite & Sonnenseite des Hauses und so kann man hier im Freien eine äußerst gemütliche Mittagsrast einlegen.
Sommersaison: Von März bis Dezember (Montag Ruhetag, wenn Feiertag stattdessen Dienstag Ruhetag; 2.,3. & 4. Juliwoche Urlaubssperre)
Wintersaison: Im Jänner und Februar an Wochenenden und Feiertagen, aber nach dem 6. Jänner 2 Wochen geschlossen.
Lager: 30 Schlafplätze
Telefon: 02673-8305
 

Die Matras-Warte:

Einige Meter weiter oben ist man am Ziel der Wanderung angekommen. Direkt am Gipfel des Schöpfls befindet sich die "Matras-Warte", eine stählerne Aussichtsplattform, von der man einen großartigen Überblick über die umliegende Landschaft hat.


Foto: Panorama-Ausblick von der Matras-Warte am Schöpfl;

Foto: Panorama-Ausblick von der Matras-Warte am Schöpfl; © Florian Noé-Nordberg für Wien-konkret / mit Klicken ins Bild vergrößern

Bei klarer Sicht sieht man von dort bis zu den niederösterreichischen Alpen und zur Donau. Doch auch die unmittelbare Umgebung ist ein attraktives Fotomotiv. Die Matras-Warte wurde im Jahr 1897 von der Sektion Wienerwald des Österreichischen Touristenklubs erbaut und im Jahr 1898 eröffnet.
 

Vom Gipfel aus zu sehen:

Bilder: Gipfelkreuz - Leopold Figl Observatorium - Ausblick



Bilder: Gipfelkreuz - Leopold Figl Observatorium - Ausblick Richtung Nordwest; © Wien-konkret

Wegen der Reinheit der Luft und des geringen Streulichts wurde auch 1969 das Leopold Figl-Observatorium der Universität Wien am Mitterschöpfl (882 m) - einem nahegelegenen Nebengipfel des Schöpfls - errichtet. Das Observatorium dient der praktischen Ausbildung von Astronomiestudenten und für wissenschaftliche Langzeitprojekte. Die Sternwarte ist nur am „Tag der offenen Tür“ (1x im Jahr) für Besucher zugänglich. Namensgeber ist der damalige Landeshauptmann von Niederösterreich - Leopold Figl - der als Vertreter des Landes Niederösterreich die Warte der Universität Wien schenkte.

Autor: Ulrich Lintl, Florian Noé-Nordberg, Robert Marschall.
Oktober 2008 & September 2010
 

Falkensteinerhütte





Am Osthang des langgestreckten Bergkammes "Hasenriegel" oder auch "Hasenriedl" genannt, liegt die Falkensteinerhütte, welche zu den ältesten Gebäuden im Schöpflgebiet zählt.
Seehöhe: 642m
Gemeinde: Klausen-Leopoldsdorf
Postanschrift: Schlottleiten 299, 3033 Altlengbach
Telefon: 02774-2066 oder 0664-220 88 28
Öffnungszeiten: Samstag, Sonntag & Feiertags;
Schlafplätze: 22 (davon großteils Matratzenlager)
Küche: kalte und warme Küche, Hausmannskost und hausgemachte Mehlspeisen, gepflegte Biere, gute Weine, Hauskaffee und erfrischende alkoholfreie Getränke
Hompage. => www.tv-falkensteiner.at





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