Wien

Retz: Hauptplatz - Windmühle - Erlebniskeller- Weinfest

Politischer Bezirk: Hollabrunn
Tourismusinformation Retz: 2070 Retz, Hauptplatz 30, Tel: 02942-2700
Stadtgemeindeamt: 2070 Retz, Hauptplatz 30
Tel: 02942-2223   office@stadtgemeinde-retz.at
Parteienverkehr: Mo - Do: 07.30-12.00 Uhr und Fr: 07.00-13.00 Uhr
Weinlesefest: Immer letztes September-Wochenende

Geschichte:
Die Stadt Retz wurde Ende des 13. Jhdt. am Kreuzungspunkt zweier mittelalterlicher Handelswege, im Norden Niederösterreichs, nur drei Kilometer von der Grenze zu TSchechien (Mähren) entfernt, gegründet. Die Stadt wurde 1425 durch Hussiten (Taboriten) vollkommen eingeäschert. Die überbrachten Berichte sagen aus, daß die Hussiten die südliche Stadtmauer untergruben und so die Stadt eroberten. Das aber sagt uns, daß es zu diesem Zeitpunkt bereits so ausgedehnte Kelleranlagen unter der Stadt gab, die bis in die Nähe der Stadtbefestigung reichten. Es muß somit damals schon einen weitreichenden Weinhandel gegeben haben.

Von Kaiser Friedrich III. hat die Stadt 1458 ein Privileg für den Weinhandel erhalten.  
Herzogin Maria Theresia hob nach einem Streit zwischen der Stadt und der Altstadt alle Privilegien durch ein Patent auf (nach 1769). Der Weinhandel im nördlichen Niederösterreich blühte auf. Die Stadt Retz mit ihren tiefen Kellern verarmte und deshalb blieb der gotische Stadtkern unverändert (wurde nicht "modernisiert") und ist bis heute erhalten.





Hauptlatz Retz: Verderberhaus - Rathaus - Sgraffitohaus

Verderberhaus: Das Gebäude in der jetzigen Form stammt aus dem 16. Jahrhundert. Ursprünglich handelte es sich um drei gotische Häuser, die zu einem frühneuzeitlichen Haus umgestaltet wurden. Das mittlere Gebäude war vor dem Umbau als „Gewelibhaus“ (1437) bezeichnet worden. Später wurde es nach deren Besitzer der Familie "Verderber" benannt, die das Haus 1848 erwarb. Der Name hat also nichts mit verdorbenen Waren zu tun.

Rathaus: War unrsprünglich nur eine Kapelle, die durch die Hussiten schwer beschädigt worden war. 1560 schloß man einen Vertrag, Kapelle und Rathaus in einem gemeinsamen Gebäude unterzubringen. Während der zwischen 1568 und 1569 durchgeführten Bauarbeiten wurde der hohe gotische Kapellenbau durch ein flaches Gewölbe in zwei Stockwerke geteilt. Der ebenerdig gelegene Raum übte weiterhin die Funktion einer Kapelle aus, während das Obergeschoß mit einem Bürgersaal, einem Ratssaal und weiteren Räumlichkeiten ausgebaut wurde.
Gesamthöhe des Rathausturms 57,3 Meter.

Sgraffitohaus: 1576 wurde das Sgraffitohaus errichtet. 1928 wurden die inzwischen übermalten Bilder wiederentdeckt und freigelegt
 

Retzer Windmühle





Retzer Windmühle

Die Retzer Windmühle ist eine der beiden letzten betriebsfähigen Windmühlen in Österreich und die einzige vollständig im Original erhaltene Windmühle in Österreich. Sie ist vom Retzer Hauptplatz zu Fuß in ca. 15 Minuten zu erreichen.

   Die Errichtung der hölzernen Bockwindmühle begann 1772 und dauerte ein Jahr. Die Mühle, die zahlreiche Besitzerwechsel erlebte, wurde bis ungefähr 1850/1851 betrieben und dann aus unbekannten Gründen abgebaut.
   Steinerne Windmühle (Baubeginn 1853 oder 1855): Die Steine für die neue Windmühle wurden direkt am Kalvarienberg gebrochen. Gleichzeitig mit der Windmühle wurde auch ein Wohnhaus gebaut, das bis 1938 bewohnt wurde. Heute dient es als „Windmühlheuriger“.
   Der letzte Kunde brachte am 21. November 1924 50 Kilogramm Gerste zum Schroten in die Retzer Windmühle, danach wurde der Betrieb eingestellt.
   1928 ließ die Stadt Retz die Windmühle wegen der weitgehend unverändert gebliebenen Außen- und Innenerscheinung unter Denkmalschutz stellen. Zwischen dem Besitzer der Mühle und der Stadt Retz wurde 1955 ein Mietvertrag über die Erhaltung und touristische Nutzung geschlossen. Seit ungefähr 1960 werden Führungen abgehalten.
   Am 1. Mai 2010 wurde die Mühle wieder in Betrieb genommen.

Technische Daten der Windmühle:
    Höhe des gemauerten Mühlenturms: 8,7 Meter
    Höhe Mühlenturm plus Dach: 13 Meter
    Durchmesser des Flügelkreuzes: 25 Meter
    Flügelfläche: 10 mal 2,5 Meter
    Optimale Windgeschwindigkeit: Windstärke 4 – 5 (ergibt 12 – 15 Umdrehungen pro Minute)
Qu. wikipedia
 
Hinter der Windmühle befindet sich ein Soldatenfiredhof und weitere 10 min entfernt haben Sie einen schönen Ausblick vom "Eierberg".
 

Retzer Erlebniskeller








Der Retzer Erlebniskeller ist Österreichs größten historischen Weinkeller. Das gesamte Kellerlabyrinth erstreckt sich in einer Gesamtlänge von ca. 20 km unter dem Stadtkern und ist damit länger als das Straßennetz oberirdisch. Die Keller sind bis zu 20 m tief in bloßen Meeressand gegraben und teilweise dreigeschoßig angelegt. Die Keller halten nur aufgrund der konstanten Feuchtigkeit, ansonsten wären sie schon längst eingebrochen.

Führungen:
Der Retzer Erlebniskeller ist nur mit Führungen zu besichtigen.
Warm anziehen. Es herrscht eine konstante Temperatur von 10-12°C. Die Führung dauert ca. 1½ Stunden und beinhaltet eine kurze Hauptplatzerklärung und 1 Weinprobe in der Gebietsvinothek Retzer Land.
Jänner, Februar: Samstag, Sonn- und Feiertag um 14.00 Uhr
März, April: tägl. um 14.00 Uhr
Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober: tägl. 10.30, 14.00 u. 16.00 Uhr
November, Dezember:   tägl. um 14.00 Uhr

Eintritt (gültig für 2014):
inkl. kurzer Hauptplatzerklärung und 1 Weinprobe, Dauer ca. 1 1/2 Std.
Einzel: € 10,-- / Pers.
Gruppe (ab 15 Pers.): € 8,50 / Pers.
Schüler (ab 6 J.; Traubensaft): € 3,50 / Pers.
Treffpunkt: Hauptplatz 30, Informationsbüro

Kontakt:
Schriftlich Kellermuseum Retz
Hauptpl. 30, A-2070 Retz, Österreich
Telefon: +43 2942 2700

In der Umgebung:
Besonders schöne, ausgedehnte Kellergassen in der Umgebung von Retz gibt es in Haugsdorf, Jetzelsdorf, Mailberg, Pillersdorf und Hadres.



Webseiten:

Stadt:  www.retz.at
Erlebniskeller: http://www.erlebniskeller.at/
Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Retz
Weilesefest: http://www.retzer-weinlesefest.at/
 





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