Wien

Prater

Prater, Wien 2

Foto: Riesenrad; Robert Marschall

Der Wiener Prater ist eine Parkanlage in Wien-Leopoldstadt. Der Name kommt von latein. "pratum", also "Wiese" (es gibt auch andere, aber nicht sehr wahrscheinliche Erklärungen für den Namen).

Riesenrad auf dem Wiener Prater
Er wurde erstmals 1162 urkundlich erwähnt, als Kaiser Friedrich I. das Gebiet einem gewissen Konrad schenkte. Das Wort Pratter wurde seit 1403 verwendet. Ursprünglich bezeichnete man nur eine kleine Insel in der Donau nördlich der Freudenau so, doch wurde der Begriff im Lauf der Zeit auch für angrenzende Auen verwendet. Das Gebiet wechselte oft seinen Besitzer, aber im Jahr 1560 befahl Kaiser Maximilian II. den Ankauf aller dieser Gründe, um ein Jagdrevier zu schaffen (Jagden fanden im Prater bis 1920 statt).

Da sich immer wieder Wilderer im Prater herumtrieben, wurde das Betreten von Rudolf II. unter Strafe gestellt. Dieses Verbot immer wieder erneuert, da es nicht viel nützte. Am 7. April 1766 gab aber Joseph II. den Prater zur allgemeinen Benutzung frei. Er genehmigte auch die Ansiedlung von Kaffeesiedern und Wirten, was der Grundstein zur Entstehung des Wurstelpraters (ein Vergnügungspark) war. Der Prater wurde aber nicht nur zu einem Zentrum der Unterhaltung, sondern auch der Prostitution.

1873 wurde eine Weltausstellung abgehalten. Dazu wurde ein großes Gelände mit Ausstellungshallen angelegt, in dessen Zentrum die Rotunde (1937 abgebrannt) stand. Heute befindet sich hier das Messegelände.

Das Wahrzeichen des Praters ist das 1896/97 erbaute Riesenrad.


Fotos: Riesenrad, Ausblick vom Riesenrad Richtung Donaturm und UNO-City; © Wien-konkret


Fotos: Riesenrad, Ausblick vom Riesenrad Richtung Donaturm und UNO-City; © Wien-konkret

Wurstelprater

Der Wurstelprater ist ein Vergnügungspark und Teil des Wiener Prater im 2. Wiener Gemeindebezirk. Die bekannteste Attraktion ist das Riesenrad, gleich daneben befindet sich der Hauptbahnhof der Liliputbahn. Auch sonst hat der Wurstelprater (Volksprater) viel anzubieten: Geisterbahnen, Autorennen, Karusselle und anderes. Kulinarischer Höhepunkt ist auf jeden Fall das Schweizerhaus.

Das Wahrzeichen des Praters ist neben dem Riesenrad und dem Watschenmann der Calafati.

In der Hauptsaison von 15.3. bis 15.10. haben die Betriebe des Wurstelpraters täglich von 10 bis 01 Uhr geöffnet. Einige Attraktionen und Gastronomiebetriebe sind ganzjährig geöffnet.

Im Unterschied zu anderen Vergnügungsparks kostet der Besuch des Wurstelpraters keinen Eintritt. Man muß vielmehr wie bei einem Volksfest für jede Attraktion separat zahlen.
 

Kugelmugel

Foto von der "Kugel-mugel" Kugel und der Einzäunung; © Wien-konkret



Foto von der "Kugel-mugel" Kugel und der Einzäunung; © Wien-konkret

Ein weiteres kulturelles Erbe das im Prater steht, ist die Republik Kugelmugel, ein "Staat" mit einem einzigen Einwohner und einem einzigen Haus, einem Kugelhaus. Der "Präsident" des Staates Edwin Lipburger, erbaute das Haus Anfang der 70er Jahre im niederösterreichischen Katzelsdorf und meinte, da sein Haus auf so einer kleinen Fläche steht, ist es in einem gewissen Freiraum und er kann seine eigene Republik ausrufen. Später wurde seine "Republik" in den Wiener Prater verfrachtet und steht dort heute noch, trotz verschiedenster Bemühungen der FPÖ sie zu entfernen.
 

Planetarium

Foto: Eingang zum Planetarium; © Wien-konkret


Im Prater gibt es auch ein leider nur wenig beachtetes Planetarium




Foto links: Eingang zum Planetarium; © Wien-konkret

 

Schweizerhaus

Foto vom Eingang zum Gastgarten des "Schweizerhaus"; © Wien-konkret

Foto vom Eingang zum Gastgarten des "Schweizerhaus"; © Wien-konkret

Auch in gastronomischer Hinsicht bietet der Prater eine große Vielfalt, zum Beispiel Lángos und das weltbekannte Schweizerhaus, welches im Jahr 1920 von Karl Kolarik übernommen wurde. Heutzutage ist es vor allem für sein gutes Budweiser Bier bekannt, welches aufgrund des hohen Verbrauchs nicht mit soviel CO2 versetzt werden muss und daher leichter schmeckt. Eine weiter Spezialität ist die Schweinsstelze.
 

Praterstadion

Der eigentliche Prater wurde im Lauf der Zeit auch an vielen anderen Stellen verkleinert. So entstanden dort Sportanlagen, darunter das C (heute Ernst-Happel-Stadion), die Wiener Südosttangente eine Autobahn und Industrieanlagen. Nach 1945 wurde der nördliche Teil komplett abgetrennt. Trotzdem ist der Prater auch heute noch ein beliebtes Ausflugs- und Erholungsgebiet.
 

Liliputbahn:

Bilder von der Liliputbahn im Prater; © Wien-konkret



Bilder von der Liliputbahn im Prater; © Wien-konkret

Die Liliputbahn Prater ist eine bemerkenswerte Parkeisenbahn im Wiener Prater, die auf einem Rundkurs von 3,9 Kilometer Länge auf dem Areal des Wiener Praters fährt. Hierbei überquert sie auch einige für den öffentlichen Straßenverkehr freigegebene Straßen. Die Liliputbahn Prater besitzt eine Spurweite von 381 Millimetern und besteht seit 1928, wobei die Strecke bis 1933 zum Stadion am Wiener Prater verlängert wurde. Als Fahrzeuge stehen 2 Dampfloks, 4 Diesellokomotiven und 4 Personengarnituren zur Verfügung.

Die Wiener Liliputbahn, eines der Wahrzeichen des Praters, wird heuer 80 Jahre. Aus diesem Anlass findet am 27./28. Mai 2008 ein großes Liliputbahnfest statt.




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Kategorie: Wiener Wahrzeichen, Sehenswürdigkeiten in Wien, Prater




Stellungnahmen Prater,

1.6.2012 Straßenprostitution im Prater: Erster Erfolg für den Tourismus

Seit heute wird die Einhaltung des Straßenprostitutionsverbots bis 22.00 Uhr von der Polizei streng kontrolliert - eine Tatsache, die Josef Bitzinger, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer Wien, positiv aufnimmt. "Endlich, gerade noch rechtzeitig zum Beginn der Hauptsaison im Prater ist es gelungen, diese traditionelle Wiener Freizeitoase auch weiterhin familiengerecht zu halten", freut sich Bitzinger. Die Wirtschaftskammer hat sich mit mehreren Interventionen bei der Stadt und der Polizei erfolgreich dafür eingesetzt, dass die Situation für den Prater, die betroffenen Hotels und den Messestandort Wien wieder entschärft wird.
   Bis jetzt hatte das neue Prostitutionsgesetz zu massiven Beeinträchtigungen durch die anwesenden Damen geführt. Durch die Neuregelung war die Prostitution in Wohngebieten verboten worden. In Folge war es aber - vor allem im Prater - zu einer unvertretbaren Konzentration des Straßenstrichs gekommen. Dass es nun zumindest tagsüber zu einer Einschränkung kommt, bedeutet für den Tourismus- und Messestandort Wien eine große Erleichterung. Beobachtungen zufolge hat allein die Ankündigung der verschärften Kontrollen bereits am ersten Tag Wirkung gezeigt. "Der Prater gehört seit heute wieder den Familien", freut sich Obmann Bitzinger.
Rückfragehinweis: Wirtschaftskammer Wien - Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft Mag. Catherine Michel-Seitl, MAS Öffentlichkeitsarbeit Tel.: +43 (0)1 51450-4110



22.5.2012 Einschränkung der Prostitution im zweiten Bezirk ist ein wichtiger Schritt für den Wiener Prater

Die Straßenprostitution im zweiten Wiener Gemeindebezirk in Zukunft nur mehr in der Dunkelheit zu erlauben, ist definitiv ein Schritt in die richtige Richtung. Die Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer Wien protestiert bereits seit dem Inkraftreten des neuen Prostitutionsgesetzes am 1. November 2011 gegen die damit einhergehenden, weiteren Belastungen für die Familien- und Freizeitoase Prater. "Der Wiener Prater als Tourismusmagnet ist von enormer Wichtigkeit für WienerInnen und Touristen. Eine negative Beeinträchtigung dieser Freizeitinstitution, wie sie durch das neue Prostitutionsgesetz entstanden ist, war untragbar. Die neue Verordnung der Polizei ist sicher ein Schritt in die richtige Richtung, wobei wir auch weiterhin die Situation kritisch beobachten werden", so KommR Ing. Josef Bitzinger, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer Wien. Keine Prostitution im und rund um den Wiener Wurstelprater. Denn auch die Messe Wien, die von zentraler Bedeutung für Wien als Kongressstadt ist, darf nicht in Verruf geraten. Qualitativ hochwertige Hotelketten, die in diesem Bereich angesiedelt sind, klagen über die "leichten Damen" und den Ruf, den das Viertel dadurch bekommt. Langfristig gesehen kann es also nur zu einer Lösung kommen: Einem völligen Verbot der Straßenprostitution in und rund um den Wiener Prater als ersten Schritt - und als zweiten Schritt in ganz Wien", so Bitzinger.
Rückfragehinweis: Wirtschaftskammer Wien - Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft Mag. Catherine Michel-Seitl, MAS - Öffentlichkeitsarbeit Tel.: +43 (0)1 51450-4110



VP-Walter: "Rasche Hilfe für Prater-Gläubiger"

Prater ÖVP,

Laska muss Konsequenz aus Debakel ziehen und sofor zurücktreten

Den sofortigen Rücktritt von SPÖ-Vizebürgermeisterin Grete Laska fordert der Landesgeschäftsführer der ÖVP Wien, Stadtrat Norbert Walter: "Laska schießt in ihrem Kompetenzbereich einen Bock nach dem anderen und verspielt das Geld der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler wie in einem Casino. Mit der Zusage, weitere Millionen in das Fass ohne Boden Pratervorplatz zu versenken, hat sie den Bogen
nun überspannt. Auch die ÖVP ist für die Hilfe an jene Firmen, die vom SPÖ-Debakel rund um den Pratervorplatz betroffen sind.
Gläubigerhilfe ja, aber: Die SPÖ muss die Verantwortung für dieses Desaster übernehmen. Bürgermeister Häupl ist aufgefordert, nicht länger Schutzmantelmadonna für eine völlig überforderte Vizebürgermeisterin zu spielen, sondern sie zum Rücktritt zu bewegen. Die Geldbörsen der Wienerinnen und Wiener werden es ihm danken."

Rückfragehinweis:
ÖVP Wien - Pressestelle, TEL (01) 515 43 - 940,  mailto:
presse@oevp-wien.at
OTS0036
    2008-09-14/12:41

Mehr zum Thema : Prater Vorplatz bei ORF.at



Kommentare Prater

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Betr.: Der Prater, das Entspannungs- und Sportparadies?

Als begeisteter Einradfahrer nützte ich noch die letzten schönen Tage in Wien (Prater Hauptallee, Stadion) um diesem Sport zu frönen. Der Anblick eines älteren Einradfahrers (jenseits der 70er) brachte die „Leute“ auf den Plan, anerkennende, aber auch böswillige Worte zu äußern (Des is a Einrad – is des a a Spuat?) oder sogar Drohungen auszustoßen (Oida,i hau di owi = ich stoße dich vom Rad, i prack ihm ane = …).

Meine Eindrücke über das Erholungsparadies Prater beschäftigten mein Gehirn auch daheim. Die breite Hauptallee, die tolle Fläche rund um das Stadion, so viel Platz zur Ausübung der verschiedensten Sportarten: Spazierengehen, Wandern mit den Walkingsticks, Laufen, Radfahren … Es schien mir unmöglich, dass sich die Sportler in irgendeiner Weise gegenseitig beeinträchtigen, stören könnten.

Täuschung …
Von Kindern, Sportlern (Läufern) und Ausländern (oder Besuchern) kamen nie abfällige Bemerkungen – diese – und das macht mich etwas traurig – kamen nur immer von älteren, „seriösen“  Personen. Vom Ausspruch „Neid ist die höchste Form der Anerkennung“ habe ich nichts davon, denn ich fahre mit dem Einrad nur aus Spaß für mich alleine und nicht, damit ich eine Show für Leute abgebe.

Eine sehr interessante „Studie“ dazu hat Sam Shuster erstellt. Unter Google: Shuster Einradfahren.

Dagmar L.              21.12.2009



Leserbrief: zuwenig tische in der praterhauptallee

Fotos: Tische sind Mangelware im Prater. Hier ist so ein Exemplar und noch dazu ist er frei ! © Wien-konkret

Fotos: Tische sind Mangelware im Prater. Hier ist so ein Exemplar und noch dazu ist er frei ! © Wien-konkret

Sehr geehrte Damen und Herren!
schon letztes jahr habe ich den wunsch geäussert, das reduzierte tischangebot im bereich der v.a. mittleren hauptallee wieder aufzustocken.

ich möchte mich nun zunächst insofern herzlich bedanken,als 1 tisch im wiesenbereich zwischen linden etwa schief gegenüber dem tennisplatz wieder neu aufgestellt wurde. ich erlaube mir jedoch, darauf hinzuweisen, dass 2 weitere tische gerade im bereich dieser waldrandzone von früher nicht ersetzt wurden, jedoch an der endstation der liliputbahn aufgestellt wurden. da es dort banksitzgelegenheiten gibt bzw. ein tisch genügt, erlaube ich mir vorzuschlagen, für ruhige, beschauliche stunden bzw.picknicks etc. doch zumindest 1 dieser tische in den waldrandbreich der mittleren hauptalle zu verschieben.

mit allerbesten güssen und nochmaligen dank
Ihr manfred serglhuber                                       Email: 18.7.2007

+++

Sehr geehrter Herr Mag. Marschall!

ich konkretisiere noch einmal nach Ihrer anfrage:

längs der praterhauptalle , insbesondere im mittleren abschnitt, etwa (in richtung lusthaus gesehen) nach dem öffentl. bad bis unterhalb der autobrücke im trockenrasenbereich bis auwaldrand waren stets mehrere tische aufgestellt, die letztes jahr entfernt wurden. nach meiner wiederholten anfrage über das bürgerservice stadt wien konnte ich heuer 1 wiederaufgestellten tisch am fast alten standort finden (etwa gegenüber tennisplatz )und habe darüber meinen dank ausgesprochen. 2 weitere tische wurden zur endstation der liliputbahn gestellt,die aber noch an den ehemaligen wiesenstandorten fehlen,und die besser dorthin zu stellen wären.

ich bedanke mich für Ihr interesse und hoffe auf Ihr verständnis, den ruhigeren gürtel längs der hauptalle (zwischen linden, grasland und auwald) für ruhige abseitige beschaulichkeit mit mehr tischangebot besser nutzen zu können.

Ihr manfred serglhuber                                Email: 23.7.2007

+++

Lieber Herr Mag. Marschall!

Sie sind ein tausendsassa mit Ihren "schnellen" fotos.

da Sie selbst vor ort waren, muss ich Sie darauf hinweisen, um missverständnisse zu vermeiden, dass es im bereich ANGELIKAWIESE bzw. PRATERWIESE, weiters im unteren Prater bei KINDERSPIELPLÄTZEN solche tische (die foto-tische SIND die von mir gemeinten tische) gibt, obwohl im breich angelikawiese statt ehemals 5 nur mehr 3 solche zu finden sind (und überhaupt im unteren prater an solchen plätzen reduktionen vorgenommen wurden)

es geht mir ABER um die ausserhalb dieser "gross-plätze", eben in der vor allem die (mittlere! ) hauptallee "begleitenden " WIESENSTREIFEN bis AUWALDRAND, wo bis jetzt nur 1 tisch(schräg gegenüber dem tennisplatz) neu aufgestellt wurde und 2 tische bei der liliput-endstation (ort von mit kritisiert, da früher 2 tische im mittleren praterbereich mehr waren) .

ich hoffe sehr, mein lieber Herr Mag. auf Ihre weiteren diesbezüglichen aktivitäten, bedanke mich nochmals für Ihr bisheriges und zukünftiges interesse und Ihre foto-"blitzaktivität" und verbleibe,

Ihnen herzlich verbunden
als Ihr
manfred serglhuber                                   Email 27.7.2007

+++

Sehr geehrter Herr Mag. Marschall,
 
gern wird die Praterverwaltung des Stadtgartenamt die Anregung von Herrn Dr. Serglhuber aufgreifen und vermehrt Tisch-Bank-Kombinationen entlang der Hauptallee ausstellen. (Nachtrag vom 22.8.2007: in der kommenden Woche werden vorerst fünf Tisch-Bank-Kombinationen zusätzlich im Bereich Prater-Hauptallee aufgestellt.)

Mit freundlichen Gruessen,
Chen

MA42-Stadtgartendirektion
1030 Wien, Johannesgasse 35
Tel.(01)4000-42042, Fax (01)4000-99 42042
mailto:rat@m42.magwien.gv.at                                  Email 21.8.2007