Wien

Nationalpark Donau-Auen

Donau-Auen bei Schönau

Donau-Auen bei Schönau

Der 9.300 ha große Nationalpark Donau-Auen in Wien und Niederösterreich bildet eine der größten, weitgehend intakten Aulandschaften Mitteleuropas entlang der Donau.

Der Nationalpark besteht seit 1996 als Nationalpark der IUCN Kategorie II und umfaßt die Gemeinden Wien, Groß-Enzersdorf, Orth an der Donau, Eckartsau, Engelhartstetten, Hainburg, Bad Deutsch-Altenburg, Petronell-Carnuntum, Regelsbrunn, Haslau-Maria Elend, Fischamend, Schwechat und Hardegg.

Donau-Auen - Biberbau bei Hainburg

Donau-Auen - Biberbau bei Hainburg

Flora und Fauna
Im Schutzgebiet befinden sich mehr als 700 Arten höherer Pflanzen, mehr als 30 Säugetier- und 100 Brutvogelarten, 8 Reptilien- und 13 Amphibienarten sowie rund 60 Fischarten.

Entstehung des Nationalparks
Bis in das 19. Jahrhundert war die Donau ein unregulierter Fluss. Ab dann begann der Mensch durch umfangreiche Regulierungen den Naturhaushalt dieser Flusslandschaft drastisch zu verändern. Viele Nebenarme wurden abgedämmt und sind seither nur mehr bei Hochwässern von der Donau durchströmt. Weitere massive Eingriffe folgten durch die jahrzehntelange forstwirtschaftliche Nutzung in weiten Teilen der Auwälder. In den 50er Jahren begann der Ausbau einer nahezu lückenlosen Kette von Wasserkraftwerken im österreichischen Teil der Donau.

Im Jahr 1984 drohte mit dem geplanten Bau des Kraftwerkes Hainburg die Zerstörung des letzten freifließenden Donauabschnitts mit seinen Auwäldern. Aufrufe aller Natur- und Umweltschutzvereinigungen bewirkten landesweite Proteste. Als die Betreiber des Kraftwerksprojektes nicht einlenkten und den Bau beginnen wollten, kam es zu einer gewaltlosen Besetzung der Hainburger Au durch tausende Menschen aus allen Alters- und Berufsgruppen. Nach mehreren erfolglosen Räumversuchen durch Polizeieinheiten im Dezember 1984, wurde von der Bundesregierung eine Nachdenkpause verordnet. Umfangreiche wissenschaftliche Untersuchungen wurden angestellt und dabei überraschende Entdeckungen gemacht. So konnten in der Donau weit mehr Fischarten festgestellt werden als zum Zeitpunkt der Kraftwerksplanungen bekannt war.

Das wichtigste Ergebnis dieser Studien war, dass die Donauauen in und östlich von Wien nationalparkwürdig sind. Es wurde auch festgestellt, dass ein Kraftwerk mit einem Nationalpark nicht vereinbar ist. Am 27. Oktober 1996 war es dann soweit, zwischen der Republik Österreich und den Bundesländern Wien und Niederösterreich wurde ein Staatsvertrag unterzeichnet. Der Nationalpark Donau-Auen war damit offiziell eröffnet.

Weblinks
    * Donauauen
    * 25 Jahre "Rettung der Hainburger Au"

Fotos: Mikegr

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Nationalpark_Donau-Auen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
 

Donau-Auen bei Hainburg

Donau-Auen bei Hainburg


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ad Donau Auen

Der Kampf der Groß Enzersdorfer Bevölkerung um die Donau Auen zieht sich über viele Jahre. Es wurde protestiert und unglaublich großer Einsaz geboten, um die Natur zu erhalten und die Lebensqualität aufrecht zu erhalten. Politiker, Medien, Bürgerinitiativen, Proteste etc... alles erfolglos.
Das gibt es nur bei uns, ist nur hier möglich, dass man durch ein wunderschönes Naturschutzgebiet eine Autobahn baut. Ist paradox, zu allem was man unter Naturschutz versteht.

Helga K.         E-mail 1. September 2010