Wien

Allgemeine Informationen zur Kartause Mauerbach bei Wien

Wer: Kartause Mauerbach / Bundesdenkmalamt
Was: Besichtigung des Kartäuser Klosters
Wann: Sa., So., Feiertag 10-18 Uhr, Anfang Juni - Ende September
Wo:
3001 Mauerbach, Kartäuserplatz 2 (NÖ)
Kosten: Erwachsene 6 Euro, ermäßigt 4 Euro

Kontakt:
Tel: 01-979 8808
Öffentliche Erreichbarkeit: Buslinie 249 und 250 ab Wien Hütteldorf
Auto: Westautobahn bis Ausfahrt Auhof, dann ca 10 Kilometer

Bilder von der Kartause Mauerbach: Mönchszellen von außen - Klosterkirche - Eingang zum Kloster & Shop;  © Wien-konkret



Bilder von der Kartause Mauerbach: Mönchszellen von außen - Klosterkirche - Eingang zum Kloster & Shop; © Wien-konkret

Über den Kartäuser Orden:

Unsere Hauptaufgabe und Berufung ist es, dem Schweigen und der Einsamkeit der Zelle zu obliegen….
Consuetudines XIV, 5 (Grundregeln der Karthäuser)

In der Stille und Einsamkeit Gott finden
Statuten 12/1


Einsamkeit und Schwiegen sind die Ideale des Kartäuserordens. Der Kartäuserorden wurde durch den Heiligen Bruno (geb. 1030 in Köln) im Jahre 1084 Nahe Grenoble in Frankreich gegründet (Grande Chartreuse). Der Bischof von Grenoble  - der Heilige Hugo – war von der Idee begeistert und schenkte ihm ein abgelegenes Grundstück. Aus der Liebe zu Gott verzichtete der Heilige Bruno auf eine Karriere in der Kirche und widmete sich einem Leben im von ihm gegründeten Kloster. Die Kartäuser versuchen Einsamkeit und Gemeinschaft zu verbinden. Sie versuchen erdverbunden zu bleiben, um sich vor Melancholie und Überdruss zu bewahren. Harmonie mit Natur und Materie ist ein Wesenmerkmal des Ordens. Handarbeit ist ein zentraler Bestandteil des Mönchslebens. Aber auch das einsame Leben in der Zelle ist ein wichtiges Mittel um zur Ruhe zu gelangen, um ganz frei und leer für Gott zu sein (vacare Deo in solitudine).

Die Liturgie prägt den Rhythmus des Tageswerkes der Kartäuser und ihr Leben. „Siebenmal am Tag singe ich Dein Lob wegen Deiner gerechten Entscheide“ (Ps 119, 164). Der liturgische Chorgesang in Form von gregorianischen Chorälen ist ein Ausdrucksmittel von großen geistlichem, meditativem und kulturellem Reichtum.

Fotos: Innenhof der Kathause Mauerbach mit Totenkapelle; © Wien-konkret



Fotos: Innenhof der Kathause Mauerbach mit Totenkapelle; © Wien-konkret

Geschichte der Kartause Mauerbach:

1314: Die Karthause Mauerbach wurde vom Habsburger Friedrich dem Schönen gegründet. Besiedlung durch den Prior Gottfried und 12 Mönchen aus der Karthause Seiz.

1316: Weihe der Klosteranlage
1529: Zerstörung bei einem Türkeneinfall
1590: Zerstörung durch ein Erdbeben
1616: Die heute noch bestehende Anlage des Klosters geht auf eine Neukonzeption  unter Prior Georg Fasel zurück.
1660: Fertigstellung der Klosteranlage
1683: Zerstörung durch die Türken
1690 – 1750: Neugestaltung der Karthause
1782: Klosteraufhebung durch Joseph II
1945 - 1961: Die Karthause Mauerbach wird ein Obdachlosenheim
1961: Die Karthause fällt durch das Konkordat in österr. Bundesbesitz
1984 - 1998: Generalsanierung um 10 Millionen Euro
2000: Übernahme durch die Burghauptmannschaft
 

Fotos: 500 Meter langer Kreuzgang - Altar und Deckenfresko in der Kosterkirche; © Wien-konkret



Fotos: 500 Meter langer Kreuzgang - Altar und Deckenfresko in der Kosterkirche; © Wien-konkret

Die Verbreitung des Kartäuserordens in der Welt

In den folgenden Jahren wurden die jeweiligen Klöster gegründet:

1084 das Mutterhaus la Grande Chartreuse (Frankreich)
1090 Serra San Bruno (Italien)
1115 Notre Dame de Portes (Frankreich)
1137 Notre Dame de Montrieux (Frankreich)
1272 Santa Maria Porta Coeli (Spanien)
1295 La Valsainte (Schweiz)
1314 Karthause Mauerbach (Österreich)
1330 Karthause Maria Thron in Gaming (Österreich)

1338 Certosa dello Spiritu Santo-Farneta (Italien)
1403 Pleterje (Slowenien)
1413 Santa Maria de Montalegre (Spanien)
1441 Santa Maria de Miraflores (Spanien)
1564 Santa Maria de Aula Dei (Spanien)
1587 Maria Scala Coeli-Evora (Spanien)
1869 Karthause Maria Hain (Deutschland)
1873 St. Hugh´s Charterhouse Parkminster (Großbritannien)
1928 Notre Dame du Precieux Sang – Nonenque (Frauenkartäuser Fr.)
1971 Transfiguration (USA)
1978 Notre Dame Reillanne (Frauenkartäuser in Frankreich)
1986 Nossa Senhora Medianeira (Brasilien)
1994 Trinita Dego (Frauenkartäuser in Frankreich)
1997 Heiligen Herzen – Vedana (Frauenkartäuser in Italien)
2004 San Jose (Argentinien)
2004 Notre Dame de Coree (Süd Korea)
 

Gasthäuser & Unterkünfte in der Umgebung:

Hotels in der Umgebung:
* Hotels und Pensionen in Gablitz
* Hotels und Pensionen in Mauerbach
* Hotels im Wienerwald
 
* Waldschenke Staar: Hainbuch, 3001 Mauerbach, Tel: 02273 - 73 88
 

Sonstiges

weitere Ausflugsziele im nahegelegenen Wienerwald:
* Hochramalpe, Gablitz
* Troppbergwarte, Gablitz
* Rudolfswarte, Purkersdorf
* Lainzer Tiergarten, Wien
* Naturpark Sparbach, bei Mödling

Information: Tourismusregion Wienerwald Tel. 02231/621 76



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