Wien

Pressekonferenz der Christenpartei am 11.2.2008

Begrinn: 10 Uhr    Dauer 2 Stunden
Ort: Gasthof Roter Hahn, Teufelhoferstraße 26a 3100 St. Pölten
Anwesende: 18 Journalisten und Kameraleute

Hauptpunkte:
* Ehe und Familie in einem christlichen Sinn
* Einführung eines Müttergehalts
* Ende der Abtreibungen
* öffentliches Bekennen und Beten von Politikern
* Kinder- und Familienvolksbegehren initiiert

Dr. Rudolf Gehring (Spitzenkandidat "Die Christen NÖ"):

Foto: Rudolf Gehring

Foto: Rudolf Gehring

"Liebe Mitchristen!

Ich freue mich, dass sie diesen Montag Vormittag für uns verwenden wollen und zu unserer Information gekommen sind. Die Christenpartei steht heute erstmals als kandidierende Partei für die niederösterreichische Landtagswahl vor Ihnen. Wir sind sehr dankbar, dass uns der Herrgott und das geschenkt hat, dass wir so viele Unterstützungserklärungen bekommen haben, dass es in allen Bezirken des Landes möglich war, in allen Wahlkreisen unsere Wahlvorschläge einzubringen. Lediglich in einem Wahlkreis müssen wir erwarten, dass wir einen negativen Entscheid bekommen (Bruck an der Leitha). Aber in allen anderen Wahlkreisen – Bezirken des Landes -  werden wir als Christenpartei antreten!

Wir haben – so behaupten wir von uns natürlich selber – ein sehr interessantes Programm, interessante Inhalte mit unserem Logo „Leben.Werte.Zukunft“ und wollen Ihnen heute die Kandidaten der Landeswahlliste präsentieren, wollen Ihnen aber auch zu unserem Schwerpunktthemen Informationen zukommen lassen."
 

Frau Magdalena Scherzer-Girowetz (Kandidatin Nr 11 "Die Christen NÖ"):

“ Ich freu mich, dass es endlich wieder eine Partei gibt, die für christliche Werte steht. Das gibt wieder Hoffnung für mich als Frau und Mutter, dass es wieder eine Kultur in Niederösterreich gibt und ganz Österreich werden wird, für Familie und christlichen Glauben“
 

Dr. Dietmar Fischer (Kandidat Nr 5 "Die Christen NÖ"):

Foto: Dietmar Fischer

Foto: Dietmar Fischer

“ Ja, ich bin froh, dass so viele Medienschaften und Journalisten gekommen sind, denn sie haben eine große Verantwortung auch dieses Thema in Niederösterreich und in Österreich hinauszutragen. Ich selber bin an vorderster Front im Lebensschutz tätig, war beim Aufbau der christlichen Wählergemeinschaft in Vorarlberg 1990, 94,95 aktiv, auch Spitzenkandidat und bin ab ´95 hier dazu gekommen, weil hier über die Hälfte aller Abtreibungen stattfinden. Aktueller Anlass, warum ich gesagt habe, dass ist wichtig, dass wir auch politisch zusammenstehen ist, dass die Grünen am 30. Jänner (Erg. 2008) einen Initiativantrag eingebracht haben und zwar die Grünen aus Niederösterreich – die Frau Birgit Weinzinger – mit einer Fristsetzung – d.h. der Antrag muss in 3 Monaten entschieden sein – dass Menschen wie wir, dass wenn wir Frauen vor den Abtreibungsstätten Hilfe anbieten, mit 6 Monaten Gefängnis bestraft werden, wenn wir eine Frau nachdrücklich ansprechen oder ihnen Gegenstände (Anm.: Er zeigt ein buch) wie wir sie eben hier haben, Hilfsmittel etc. anbieten.

Das ist wirklich eine starke Motivation, dass wir hier zusammenstehen und sagen, so etwas darf in Österreich nicht möglich sein, dass sozusagen die Feuerwehr, weil sie rettet oder löscht, dafür ins Gefängnis muss.


Frau Dr. Fried Michaela, sie kann nicht kommen, weil sie heute allein leitende Ärztin in Mauer-Öhling ist. Sie ist Kinderarzt. Sie war damals im Kosovo als „Ärzte ohne Grenzen“ tätig."
 

Ing. Bernhard Tschirk aus Baden (Kandidat Nr. 10 "Die Christen NÖ"):

Bild: Bernhard Tschirk

Bild: Bernhard Tschirk

"Ich bin selbständiger Elektrotechniker und bin für den Bezirk Baden zuständig. Ich habe die Unterstützungserklärungen gesammelt. Ich darf mich bei der Gelegenheit bedanken, bei den vielen Helfern. Mein besonderes Thema ist Ehe und Familie. Eine gesunde Familie mit Kindern ist eine wichtige und die kleinste Einheit in unserem Staat und daher glaube ich, dass es wichtig ist, dass der Staat diese Institutionen noch stärker stützt und unterstützt, als bisher. Ich bin auch der Auffassung – oder wir sind der Auffassung – dass wesentliche Dinge, die den österreichischen Staat betreffen, an das Volk herangetragen werden sollten. Wir denken da z.B. an die EU-Verfassung. Das sind Dinge – ich denke da an das Vorbild Schweiz – die das Volk sehr wohl mittragen sollte.“
 

Ing. Gustav-Peter Reckary aus Göstling (Kandidat Nr. 12 "Die Christen NÖ"):

Bild: Gustav-Peter Reckary

Bild: Gustav-Peter Reckary

“Ich war 50 Jahre Funktionär der Österreichischen Volkspartei, war also immer ein „Schwarzer“ und habe mich dazu entschlossen, für die Christen zu kandidieren, aus dem ganz einfachen Grund, weil dieses kleinere Übel – wie es schön immer geheißen hat – die ÖVP, nicht mehr da steht. Und ich kann mich nur dem anschließen, meinen Vorrednern. Wir sind froh, dass es endlich eine Partei gewagt hat, gegen den Koloss der großen Parteien anzutreten und Farbe zu bekennen, was man sich eigentlich unter Familie vorstellt. Ich möchte dazu kurz erwähnen, ich habe 9 Enkelkinder, 6 Urenkelkinder und das motiviert mich überhaupt etwas für diese Partei zu tun. Denn uns wird es einmal nicht mehr geben, aber unsere Nachkommen werden unter dem leiden, was heute unter politischer Korrektheit verbrochen wird.“
 

Dr. Rudolf Gehring (Spitzenkandidat "Die Christen NÖ"):

Foto: Dr. Rudolf Gehring

Foto: Dr. Rudolf Gehring

“Ich wohne in Perchtoldsdorf. Bin ein g´standener Weinviertler aus dem Pulkatal, wo auch meine Gattin herkommt. Aber wie sie schon gehört haben, sind wir alle familiär stark ausgelastet und so ist es auch bei mir. …
Ich bin selber schon 5-facher Großvater und es wird sich sicher noch das eine oder andere ergeben. Das ist auch für mich eine der größten Motivation, mit diesem politischen Engagement zu sorgen, dass die nächste Generation wieder das vorfindet, dass ich als Kind vorgefunden habe und dass auch hier das weiter getragen, das eben – wie wir es formulieren – das Leben weiter getragen wird, dass die Werte weiter getragen werden und dass wir alle gemeinsam eine Zukunft haben. Mein Alter ist 59 und ich werde heuer den 60-ziger begehen und das wird auch ein schönes Datum für mich in diesem heurigen Jahr sein, neben dem wichtigen und interessanten Datum des 9. Märzes, weil am 9. März wird sich auch für das Land Niederösterreich doch – so glauben wir – eine Weichenstellung ergeben.

Wie es auch der Ing. Reckary schon gesagt hat: Es ist für uns natürlich eine sehr große Herausforderung hier anzutreten. Wir wissen, dass wir einem Gefüge gegenüber stehen, dass einfach für eine neue Partei eine große Herausforderung ist. Aber wir vertrauen auch hier auf Gottes Hilfe, dass es gelingen wird, dass die Christen in diesem Land ein Sprachrohr mit unserer Partei bekommen, dass hier die Christen auch im politischen Geschehen wieder gehört werden und dass vor allem die Inhalte, die wir Ihnen dann noch kurz präsentieren, dass die in die Politik einfließen und auch tatsächlich umgesetzt werden. Und sie haben gehört: Kinder Familie. Das ist der Schwerpunkt, den wir uns auch vorgenommen haben. Und zu diesem Schwerpunkt darf ich Dich lieber Gernot bitten, dass Du unser Konzept, unser Ziel, unsere Vorstellungen präsentierst.
 

Mag. Gernot Steier (Generalsekretär "Die Christen"):

Foto Gernot Steier

Foto Gernot Steier

"Der Begriff der Familie ist heute in unserer Gesellschaft umkämpft. Man sollte eigentlich meinen, es ist klar: Mutter, Vater und die Kinder, das ist die Familie. Dazu kommen die Großeltern, allfällige Onkeln und Tanten. Genau dieser Familienbegriff, der über die Jahrtausende gegolten hat und zentral war für das Leben der Menschen, wird heute angefeindet. Er wird aufgelöst. Es geht in die Richtung: Familie ist dort, wo Kinder sind. Familie ist dort, wo irgendwer zusammenlebt. Hier ist es für uns wichtig, gegenzusteuern, zu sagen: Familie ist dort, wo Vater und Mutter mit ihren gemeinsamen Kindern zusammenleben. Der Staat hat sehr viel Einflussmöglichkeiten und hat erkannt, wie wichtig es ist, auf die Familien Einfluss zu nehmen. Es kennt wahrscheinlich jeder das alte Sprichwort: „die Hand an der Wiege regiert die Welt“. Und genau darum geht es heute in vielen Bereichen. Man versucht die Kinder so schnell wie möglich aus der Familie heraus zu bekommen. Es wird argumentiert, die Frauen – wer immer damit wirklich gemeint ist – müssen in den Arbeitsprozess eingegliedert werden und man muss eine höhere Beschäftigungsquote finden und dazu müssen Kinderbetreuungsstätten und Kinderaufbewahrungsstätten geboten werden. Ich glaube, dass die Überlegung grundsätzlich falsch ist, weil damit über die Frauen – um diesen Ausdruck wieder zu verwenden – bestimmt wird, ohne zu fragen, was wirklich die Interessen der Frauen sind.

In den aktuellen Umfragen höre ich immer wieder – und die sind von der Arbeiterkammer und nicht von mir – dass die überwiegende Mehrheit der Frauen nur einen Teilzeitjob sucht, um sich der Familie widmen zu können. Und auch von denen sind es nur 22%, die wirklich freiwillig arbeiten gehen. Der Rest muss arbeiten, um Geld für die Familie zu verdienen. D.h. es ist nicht so, dass viele Mütter freiwillig in den Beruf drängen wenn sie kleine Kinder haben, dass viele Mütter freiwillig Kinderaufbewahrungsstätten oder ähnliches in Anspruch nehmen, sondern sie sind einfach gezwungen durch die finanziellen Verhältnisse. Hier wollen wir ansetzen und eine Änderung erwirken, denn die Familie ist das Umfeld, indem Kinder lernen, was soziales Verhalten ist, indem sie ihre Bindungsfähigkeit entwickeln, indem sie gesund heranwachsen können, zu gesunden Menschen und Jugendlichen. …

Und um hier die Familien zu stärken haben wir auch das Kinder- und Familienvolksbegehren eingeleitet und initiiert. In dem Volksbegehren fordern wir Gerechtigkeit für die Leistungen, die in der Familie erbracht werden. …

Kinder stellen in Österreich immer noch das bedeutendste Armutsrisiko dar.  … Hier wollen wir ansetzen. Den Frauen mit dem Müttergehalt – das wir fordern – eine Sicherung bieten, dass sie ihre Kinder dann bekommen können, wann sie wollen und nicht wirtschaftlichen Zwängen gehorchen müssen. Wir bieten Ihnen Unabhängigkeit. Mit dem Müttergehalt können Sie selbst entscheiden, ob sie zu Hause bleiben und ihre Kinder selbst erziehen oder ob sie sie in Fremdbetreuung geben wollen und das mit dem Müttergehalt finanzieren wollen. …

Es ist uns wichtig zu sagen, dass das Müttergehalt im Endeffekt nichts kostet. Es finanziert sich selber durch die Umschichtung, die im Budget möglich wären. Viele Frauen, die Alleinverdiener sind, beziehen Sozialleistungen (Arbeitslosengeld), weil sie nicht vermittelbar sind oder ähnliches. Wenn man den gleichen betrag als Müttergehalt bekommt, ist das für die Frau ein wesentlicher Unterschied. Denn Sozialhilfe bezieht man dafür, dass man nichts leisten kann, nichts beiträgt zur Gesellschaft.  Ein Gehalt ist eine Aberkennung für die Leistung, die man als Frau und Mutter erbringt, wenn man ein Kind erzieht.

Danke."

 

Über die Abtreibungsfrage & die Grünen: Mag. Dietmar Fischer

Foto: Spitzenkandidat "Die Christen Partei" Mag. Dietmar Fischer ; © Wien-konkret

Foto: Spitzenkandidat "Die Christen Partei" Mag. Dietmar Fischer ; © Wien-konkret

* Berichtet zu Beginn über Abtreibungen und Abtreibungskliniken
* Berichtet über Abtreibungsfälle in Spanien und Graz

* Konkret zu Niederösterreich und zwei Ärzten in Korneuburg.
“… Die Grünen haben jetzt die identischen Forderungen übernommen. Ich gebe Ihnen den Antrag kurz hier durch. Hier steht wort-wörtlich vom 30. Jänner (Erg. 2008) eingebracht von der Abgeordneten Grünen aus Niederösterreich Birgit Weinzinger betreffend ein Gesetz , mit dem Strafgesetzbuch soll es geändert werden. Der Nationalrat soll beschließen:

§ 105a
"(1) Wer unangemessenen Druck, sei er moralischer, psychischer oder auch körperlicher Art, auf eine Frau ausübt, die einen nach § 97 Absatz 1 Strafgesetzbuch straffreien Schwangerschaftsabbruch vornehmen läßt oder lassen will, ist mit Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten zu bestrafen."

Hier ist Schluss mit lustig. Hier haben uns die Grünen auf den Plan gerufen und ich bin sicher, dass wir hier in diesem Bundesland im Landtag mit mehr Stimmen einziehen werden, als die Grünen, wenn sie dann überhaupt noch drinnen sind.

und dann wird erklärt in Absatz 3 – manche glauben das nicht oder lachen – vielleicht zur Erinnerung: 1990 hat in Vorarlberg die SPÖ dummer Weise die Einführung einer Abtreibungsklinik in Vorarlberg zum Hauptwahlthema gemacht. Das hat uns auf den Plan gerufen. Sie sind von 29% auf 19% abgestürzt. Und die Gruppen, die das aufgenommen haben, FPÖ Stadler sind gestiegen, auch die ÖVP damals. Und sie (Erg. Die SPÖ) haben nichts gelernt. 4 Jahre später haben sie es wieder zum Thema gemacht und sind auf 12% gestürzt. Mit der Kultur des Todes kann man auf Dauer nicht Stimmen machen, ein Geschäft machen, wenn man die eigenen Wähler und Kundinnen sozusagen betrügt oder töten lässt.

§3 ist jetzt präsentiert. Was bedeutet „unangemessener Druck? Und da müsste die ganze Medien- und Journalistengewerkschaft aufheulen, wenn man beharrlich oder nachdrücklich eine Frau anspricht … oder versucht ihr Gegenstände zu überreichen. Es ist wirklich verrückt, was hier passiert.

letzter Punkt: …. Am 17.10. haben die gleichen Grünen einen Entschließungsantrag gemacht, der Nationalrat soll die Grundlagen schaffen, dass man die „Abtreibungspille danach“ in Schulen austeilen kann durch Sozialarbeiter, Frauen, Lehrer und Schulärzte. Das ist also ein Programm, das Schritt für Schritt durchgeht. Wenn sie selbst auf der Webpage der Grünen forschen, haben sie auf Dauer diese Schlagzeilen:
* Abtreibung und Verhütung auf Krankenschein
* Pille danach
* an der Fristenlösung darf nicht gerüttelt werden ….

Gipfelpunkt war in Innsbruck, wo die Landesregierung ausgebaut worden ist, musste ein Baum gefällt werden. Da hat sich ein grüner in die Baumkrone gesetzt und geschriehen „Baummord“. Das war der Abtreiber von Innsbruck. Einfach damit wir wissen, womit wir es zu tun haben. Bitte informieren sie sich selber. Nehmen sie Sachinformation mit.

Wir stehen gerne für Fragen zur Verfügung."

Mag. Dietmar Fischer
Kandidat Nr. 5 "Die Christen Partei" in Niederösterreich

 

Über das Kulturprogramm der Christen: Dr. Alfons Adam

Foto: Kandidat Nr. 2 "Die Christen Partei" Dr. Alfons Adam; © Wien-konkret

Foto: Kandidat Nr. 2 "Die Christen Partei" Dr. Alfons Adam; © Wien-konkret

Es geht nicht nur um Fernseh-, Theater- oder Konzertprogramm, sondern wir verstehen unter Kultur das Wissen darum, dass die Menschheitsgeschichte in erster Linie eine Kulturgeschichte ist und dass die Kultur hauptsächlich durch die Religion geprägt wird. Und unser Bestreben ist es eben, in unserem Land eine christliche Kultur zu erhalten oder besser gesagt wieder zur vorherrschenden zu machen. …
Wir haben das Gegensatzpaar „Kultur des Lebens – Kultur des Todes“ am besten herausgearbeitet …
Wir setzen uns für die Re-Christianisierung unseres Landes ein.
Wir nehmen als Christen unser Staatsbürgerschaftrecht in Anspruch, dass auch unsere Vorstellungen von Recht – Gesellschaft – Staat gehört werden.
Wir wollen durch unsere Tätigkeit das Totschweigen durchbrechen, was diese angesprochenen Probleme betrifft. …
Es sollte respektiert werden, was anderen Menschen heilig ist. Das passiert mit unseren christlichen Grundsätzen und unserem christlichen Glauben schon lange nicht mehr. Wir werden schon lange verspottet, verhöhnt. Wir müssen das ertragen, aber wir wollen es nicht länger ertragen. Wir wollen nicht, dass mit unseren Steuergeldern diese Verspottung und diese Verhöhnung unseres Glaubens auch noch gefördert und finanziert wird. …
Was er (…Erg. Nitsch..) wirklich macht ist professionelle Gotteslästerung, indem er das Kreuzzeichen – das heiligste Symbol des Christentums – auf eine unsägliche Art verhöhnt. …
Wir wehren uns dagegen, dass wir das auch noch finanzieren müssen.  …

Danke für Ihre Aufmerksamkeit
 
Dr. Alfons Adam, Rechtsanwalt
Kandidat Nr. 2 "Die Christen Partei" in Niederösterreich

 

Über Politik und NÖ-Wahl 2008: Dr. Rudolf Gehring

Spitzenkandidat "Die Christen Partei" Dr. Rudolf Gehring; © Wien-konkret

Spitzenkandidat "Die Christen Partei" Dr. Rudolf Gehring; © Wien-konkret

"Wir als Christen haben große Sorge, dass die Wahlbeteiligung am 9. März neuerlich stark zurückgehen wird. Dass, was leider in den letzten Tagen und sicher auch heute und in den nächsten Tagen sich auf der politischen Ebene abspielt, macht die Menschen zu Recht verdrossen. Sie sind enttäuscht über die Politik, die gemacht wird und sie wenden sich dadurch ab, dass sie einfach nicht mehr (Erg.: zur Wahl) hingehen. Graz hat nur mehr eine Wahlbeteiligung von 52% gehabt. Das ist eine Blamage für alle die dort angetreten sind. Da braucht sich niemand ausnehmen. Und wenn jemand in Graz 30% der Stimmen gehabt hat, dann sind es tatsächlich nur 15%. Es ist nur die Hälfte. Und ist es so, dass es legitim ist, dass dann 15% bestimmen, was in einem Land oder in einer Stadt passiert?

In Niederösterreich befürchten wir, dass es ähnlich wird. Beim letzten Mal waren es nur 2/3, die zur Wahl gegangen sind. Wir würden uns wünschen, dass die enttäuschten Niederösterreicher einfach sehen, dass es in unserer Partei eine Alternative gibt, dass wir nicht diese Politikverdrossenheit fördern und mitmachen wollen, sondern wir wollen mit unseren Inhalten die Menschen in unserem Land bewegen, dass sie sich für die Politik wieder interessieren, dass sie daher auch zur Wahl am 9. März gehen und auch ganz mutig und offen entscheiden.

Und ich glaube, dass der christliche Weg, wie ihn wir aufzeigen, der würde unserem Land ganz gut tun. Er würde einiges umkehren, was in falsche Richtungen seit vielen Jahren läuft. Darauf hoffen wir. Darauf vertrauen wir. Und darum wird auch viel gebetet. Und es wäre schön, wenn es in unserem Land wieder Politiker gäbe, die sich nicht scheuen auch in der Öffentlichkeit für dieses Land zu beten.

Raab und Figl haben es nach dem 2. Weltkrieg getan. Die waren geachtete Politiker und die haben es getan. Die haben es ganz öffentlich getan. Ich habe solches Verhalten in der Politik schon lange nicht mehr gesehen. Und das sollten wir uns auch überlegen und auch wirklich tun, denn nicht wir alleine können hier auf Erden etwas bewirken, sondern nur in Glauben und Vertrauen auf Gottes Hilfe.

Und in diesem Bewusstsein wollen wir auch in die Wahl gehen.

Wir stehen noch für Fragen zur Verfügung."

Dr. Rudolf Gehring
Spitzenkandidat "Die Christen Partei" in Niederösterreich
 

Journalistenfragen und Antworten:


Journalistenfrage zum Müttergehalt

Rudolf Gehring:
„ Das Müttergehalt ist so gedacht, dass jede Mutter – wenn ein Kind zur Welt kommt – einen Gehalt in der Höhe der höchsten Pflegestufe bekommt. Das wäre angelehnt 1562 Euro, weil damit ein betrag zur Verfügung steht, dass die Mutter wirtschaftlich abgesichert ist. Und es geht ja vor allem auch darum. Die wirtschaftliche Absicherung besteht einerseits in dem zur Verfügung haben von Geld, aber sie besteht auch darin, dass diese Zeiten, wo sie sich der Erziehung des Kindes und der Familie widmet, das sie auch sozialversicherungsrechtlich – vor allem pensionsrechtlich – anerkannt wird. Volle Anerkennung dieser Zeiten für die Pension. Heute ist es ja oft so, dass welche in Teilzeitbeschäftigung gehen, damit sie sich gewisse Pensionszeiten erwerben. Und dann verdienen sie bei einem Halbtagsjob gerade soviel, dass sie wieder die Kinderkrippe oder die Tagesmutter bezahlen können. Unterm Strich NULL.

Das ist die schlechteste Lösung für das Kind, die schlechteste Lösung für die Familie und noch dazu gesamtstaatlich gesehen die teuerste Lösung, weil Kinderkrippen, so wie jetzt auch in Niederösterreich wieder propagiert wird ab 2 ½ Jahren sind einfach die teuerste Lösung. In Graz ausgerechnet: mindestens 1650 Euro kostet ein Kinderkrippenplatz pro Kind und Monat mehr, als wir das Müttergehalt fordern. Daher ist das auch von der wirtschaftlichen Seite sinnvoll. …"

Journalistenfrage:
Frage 1: Sind „Die Christen“ auch in anderen Bundesländern aktiv?
Frage 2: Wie sieht sich die Christenpartei innerhalb der christlichen Strömung?

Rudolf Gehring:
zur Frage 1: „wir sind als „Die Christen“ eine bundesweite Partei. In allen Bundesländern etablieren sich Landesgruppen und in etlichen Bundesländern ist das auch schon der Fall. Wir haben jetzt konkret Burgenland, Steiermark, Salzburg, Niederösterreich, Wien. In Vorbereitung ist Oberösterreich, Tirol, Vorarlberg, …“
zur Frage 2: „Wir sind nicht teil irgendeiner Kirche, nicht Teil irgendeiner Religionsgemeinschaft. Absolut nicht. Daher gibt es auch keine Querverbindungen, keine ideologischen Bindungen, sondern wir sind hier - für die Christen schlecht hin -völlig offen. Welche politischen Strömungen es in den Kirchen gibt … das ist nicht unser Thema. Wir gehen unseren eigenen Weg. Wir sind da völlig selbständig.

Journalist: Wie stehen Sie zur Europapolitik?

Rudolf Gehring: Zum Europathema: NEIN zu diesem EU-Reformvertrag, wie er derzeit vorliegt und FÜR eine Volksabstimmung.

Journalist: Erwarten Sie sich eine Unterstützung von der Kirche?

Rudolf Gehring: Wir sind selbständig unterwegs. Jeder, der uns unterstützt, ist uns herzlich willkommen. So ist es einfach.   … Wir würden uns auch freuen, wenn wir von der Sozialistischen Jugend Unterstützung bekommen.

Ende: 12 Uhr