Wien

Wahlwerbung mittels Wahlplakate:

Zu den Wahlplakaten gibt es grundsätzlich zwei Dinge zu sagen:

1) Plakatwerbung ist ineffizient. Das meint jedenfalls Werner Ulram von Fessel & GfK
2) Die Plakate sind ein Sicherheitsproblem im Verkehr. Warum? Weil durch die Dreiecksständer rund um jeden Baum neben der Straße den Autofahrern die Sicht auf Kinder verstellt wird bzw. die Kinder aufgrund der Reizüberflutung nicht wahrgenommen werden. In Wien geht man jetzt gegen solche gefährlichen Plakate mittels Polizei vor, sagt jedenfalls die SPÖ.

Hier nun ein Überblick über die Wahlplakate:

 

Wahlplakate KPÖ zur Nationalratswahl 2008

Fotos von den Wahlplakaten der KPÖ


Fotos von den Wahlplakaten der KPÖ zur NRW 2008; © Wien-konkret

Der der KPÖ werden einerseits die die Spitzenkandidaten, Dr. Mirko Messner und Mag. Melina Klaus, plakatiert, andererseits die Forderung: "Für Umverteilung, Für gleiche Rechte, Solidarisch mit Sicherheit"
 
Mehr Infos => KPÖ Nationalratswahl 2008

  

Wahlplakate "Die Christen" zur Nationalratswahl 2008

Fotos von den Wahlplakaten "Die Christen"





Fotos von den Wahlplakaten "Die Christen" zur NRW 2008; © Wien-konkret

Die Christen plakatieren ihre zentralen Forderungen und verzichten auf die Bewerbung Ihrer Spitzenkandidaten. Sie führen also ein Inhaltswahlkampf und keinen Personenwahlkampf. Es geht Ihnen dabei um christliche Werte in der heutigen Gesellschaft und bringen dafür konkrete Beispiele.

* Müttergehalt. Zum Wohle aller.
* Für das Leben. Ohne Kompromiss
* Starke Familien. Starkes Land.
* Kunst und Kultur. Lob des Schöpfers
 
Mehr Infos => Die Christen Nationalratswahl 2008

  

Wahlplakate Bürgerforum Österreich Liste Fritz Dinkhauser 2008




Das Bürgerforum Österreich setzt auf sein Zugpferd aus Tirol: Fritz Dinkhauser

Aufgrund des kleinen Werbebudgets wird nur in Wien plakatiert.
Die Botschaft: Für ein gerechtes Österreich

Mehr Infos: => Liste Fritz Dinkhauser 

  

Wahlplakate LIF zur Nationalratswahl 2008

Fotos von den Wahlplakaten des LIF zur NRW 2008



Fotos von den Wahlplakaten des LIF zur NRW 2008; © Wien-konkret

Beim LIF sind die Spitzenkandidaten Heide Schmidt sowie Fairness bei einer möglichen Regierungsbeteiligung der Liberalen die Sujets.

Mehr Infos => LIF Nationalratswahl 2008

 

Wahlplakate BZÖ zur Nationalratswahl 2008

Fotos von den Wahlplakaten des BZÖ zur NRW 2008; © Wien-konkret



Fotos von den Wahlplakaten des BZÖ zur NRW 2008; © Wien-konkret

Beim BZÖ befindet sich auf den Wahlplakaten ein Konterfei von Jörg Haider mit einem wechselnden Slogan und der fixen Schluss-Phrase "Deinetwegen. Österreich".

Auf jedem Plakat gibt es eine Art Stempel, dass es sich um die Liste Jörg Haider, dem Original handelt. Heinz Christian Strache (FPÖ) "der junge Haider" kopiert ihn nämlich derart gut, dass das "der alte Haider" nun schon dazu sagen muss.

Mehr Infos => BZÖ Nationalratswahl 2008

 

Wahlplakate FPÖ zur Nationalratswahl 2008

Fotos von den Wahlplakaten der FPö





Fotos von den Wahlplakaten der FPÖ zur NRW 2008; © Wien-konkret

Die FPÖ bringt Ihre bekannten Forderungen in kurzen Slogans zum Ausdruck

* Asylbetrug heißt Heimatflug
* Einkommen statt Auskommen
* Volksvertreter statt EU-Verräter  (Anm. gemeint sind eigentlich die Österreich-Verräter von ÖVP, SPÖ und Grüne; indirekt wurden natürlich auch die ursprünglichen Ziele der EU verraten)
* Heimatland braucht Mittelstand
* Sozial statt sizialistisch
* UNser Land für unsere Kinder
 
Mehr Infos => FPÖ Nationalratswahl 2008

 

Wahlplakate Grüne zur Nationalratswahl 2008

Fotos von den Wahlplakaten der Grünen



Fotos von den Wahlplakaten Grüne zur NRW 2008; © Wien-konkret

Die Grünen plakatieren fast nur Ihre Integrationsfigur und Spitzenkandidaten Alexander van der Bellen. Das ist insoferne überraschend, als die Grünen vor Jahren meinten, Inhalte seien wichtiger als Personen und lange Zeit keine Personen vermarkteten.

Zur Nationalratswahl 2008 wird plakatiert:
* dauerstreit? mit mir nicht  vdb 08
* aufhetzen? mit mir nicht  vdb 08
* Umfallen? mit mir nicht  vdb 08

PS: "vdb" steht für Spitzenkandidat "van der Bellen"



Spannend ist die Aussage dieses Plakates der Grünen:

"Gleiche Chancen, gleiches Geld, Vorrang für Frauen!"

Präsentiert wird diese Botschaft vom geforderten Vorrang der Frauen von der dritten Nationalratspräsidentin Dr. Eva Glawischnig-Piesczek. Vorrang für Frauen heißt Nachrang für Männer. Während die Grünen ihre Männerdiskriminierungspolitik bislang immer als Gleichheitspolitk bzw. Gender-Mainstreaming verkauften, tritt nun die geforderte Frauenbevorzugung durch die Grünen öffentlich in Erscheinung. Also "nix" mit Gleichstellung.

Anmerkung: Die Grünen sollten sich in "Frauenpartei Österreich" umbenennen. Mit Umweltpoltitk haben die Grünen schon lange nichts mehr am Hut und sie kommt auch in der grünen Wahlwerbung nicht mehr vor. Weiters fällt auf, dass Frau Glawischnig-Piesczek sich zwar für einen Doppelnamen entschieden hat, aber in der Öffentlichkeit den zweiten (männlichen) Teil Ihres Namens - Piesczek- verschweigt.

Mehr Infos => Grüne Nationalratswahl 2008

 

Wahlplakate ÖVP zur Nationalratswahl 2008

Fotos von den Wahlplakaten der ÖVP




Fotos von den Wahlplakaten der ÖVP zur Wahl 2008; © Wien-konkret

Die ÖVP Wahlkampagne zur Nationalratswahl 2008 ist diletantisch, ja sogar von eigenen ÖVP-Funktionären heftig kritisiert. Die eigene Kritik lautet: Zuviel Text, verwirrende Buchstabengrößen, zu dunkel, kein Spitzenkandidat im Bild. Die Kritik der politischen Gegner: Die Aussagen der ÖVP passen besser zur FPÖ bzw sind die Aussagen ja noch schlimmer als die der FPÖ.

* Es reicht: Ohne Deutschkurs keine Zuwanderung
* Wir schaffen das: Sichere Heimat
* Es reicht: Pflegeförderung verdoppeln
* Wir schaffen das: leistbare Pflege

Fotos von der zweiten Welle der Wahlplakate der ÖVP zur Wahl 2008;



Fotos von der zweiten Welle der Wahlplakate der ÖVP zur Wahl 2008; © Wien-konkret

Bei der zweiten Plakatwelle wurden dann auf Personen Wert gelegt, insbesondere auf den Spitzenkandidaten der Volkspartei Wilhelm Molterer. Dieser soll Sicherheit geben, ist allerdings ein noch schwächeres Männlein als Wolfgang Schüssel. Wolfgang Schüssel hatte wenigstens eine positive Ausstrahlung. Von den Werbeexperte wurde kritisiert, dass man niemals eine blasse Person vor einem blassen Hintergrund fotografieren dürfe. Das wirkt eher schlecht.

PS: Die ÖVP Wahlwerbung 2008 ist sicherlich "suboptimal". Allerdings waren Schüssels Werbeslogans bei der Nationalratswahl 2006: "Österreich bleibt besser" und "Weil er´s kann" auch Rohrkrepierer. Die ÖVP verlor 2006 8%, von 42% auf 34%.

Mehr Infos => ÖVP Nationalratswahl 2008

 

Wahlplakate SPÖ zur Nationalratswahl 2008

Fotos von den Wahlplakaten der SPÖ



Fotos von den Wahlplakaten der SPÖ zur NRW 2008; © Wien-konkret
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Was plakatiert man, wenn man - wie die SPÖ - unzählige Wahlversprechen gebrochen hat? Es gibt da einen einzigen Ausweg:

* Man plakatiere einen neuen Strahlemann: Werner Faymann (Anmerkung: beim "Strahlemann" gibt es allerdings auch viele Missgeschicke in seiner Funktion als Infrastrukturminister: zB hohe ÖBB-Abfertigungen für erfolglose Manager; Schließungen von Postämtern; Probleme mit dem Lainzer Tunnel; Probleme mit der Unfallhäufigkeit von Wiener Straßenbahnen; keine Grenzwerte für Handymasten; keine amtlicher Handymastenkataster; schwere Verluste bei der AUA die nun notverkauft wird usw.

* Für die Denker im Lande gibt es die Überschriften zum "5-Punkte Programm Faymann" auch auf der Straße am Plakat zum Nachlesen. Damit will man die Themen in Erinnerung halten.

* Das Wiener SPÖ-Bürgermeister Michael Häupl plakatiert: "Es darf uns nicht egal sein, ob wir eine WIEN-freundliche oder WIEN-feindliche Regierugn haben. Daher am 28. September Liste 1 SPÖ".
D.h. den anderen Parteien wird unterstellt, dass diese eventuell Wien-feindlich wären.

* Man plakatiere das beliebte Donauinselfest (Anmerkung: getreu dem Motto aus dem alten Rom "Brot und Spiele für das Volk".

Inhaltlich ist die SPÖ mittlerweile komplett in der Versenkung verschwunden.

PS: Das erste Plakat der SPÖ zum laufenden Wahlkampf: "Genug gestritten " (Bild links) - mit einem süffisant lächelnden SPÖ-Chef Werner Faymann - ist die beste Zusammenfassung der SPÖ-ÖVP Koalition der letzten 1,5 Jahre.

Mehr Infos => SPÖ Nationalratswahl 2008

 

Weiterführende Informationen

* Meinungsumfragen Wahl08
* Ergebnisse Wahl08

 


ÖVP unterstützt rechtliche Schritte gegen Häupl-Tonbandwerbung

Die ÖVP Wien unterstützt Bürgerinnen und Bürger, die mit rechtlichen Schritten gegen die Tonbandwerbung des Wiener Bürgermeisters vorgehen wollen: "Wie die SPÖ mit sensiblen Daten der Wienerinnen und Wiener umgeht, ist ein Skandal und zeigt die Abgehobenheit dieser Partei. Mehrere Wienerinnen und Wiener haben sich bei uns beschwert, dass sie trotz Geheimnummer Opfer der Häupl´schen Stalking-Aktion wurden. Auch die Genossen werden einsehen müssen, dass sie sich an geltende Gesetze zu halten haben und nicht "Bei Anruf Häupl" spielen dürfen. Wir bieten daher allen Wienerinnen und Wienern in unserem Bürgerservice unter der Telefonnummer 01-512 22 52 rechtliche Beratung an, wenn sie sich gegen diese besonders perfide Form der Wahlwerbung zur Wehr setzen wollen", so der Landesgeschäftsführer der ÖVP Wien, Stadtrat Norbert Walter.

Rückfragehinweis:
ÖVP Wien - Pressestelle
TEL (01) 515 43 - 940   mailto: presse@oevp-wien.at
OTS0114    2008-09-17/10:50

Mehr Infos dazu in anderen Medien
* Wiener Zeitung 15. Sept. 2008: Häupl ruft an: Illegale Werbung via Tonband?
* ORF-online 17.9.2008: Heftig umstrittene SPÖ-Telefonkampagne

 

Grüne Wien/Vassilakou: Schluss mit SP-Parteiwerbung auf Kosten des Stadtbudgets:

Foto: Das Donauinselfest in der Wahlwerbung; © Wien-konkret

Foto: Das Donauinselfest in der Wahlwerbung; © Wien-konkret

Heftige Kritik kommt von der Klubobfrau der Grünen Wien, Maria Vassilakou, an der Vereinnahmung des Donauinselfestes für Wahlwerbung der SPÖ. "Es kann nicht sein, dass das Donauinselfest, dass auch aus Geldern der Stadt Wien bezahlt wird, von der SPÖ auf ihren Wahlplakaten als Werbung eingesetzt wird". Vassilakou bezieht sich dabei auf Plakate mit Slogans wie: "Donauinselfest: Die beste Wahl, wenn’s um Vergnügen geht - SPÖ".

Das Donauinselfest wird mit 1,5 Millionen Euro aus Mitteln der Stadt Wien zusätzlich finanziert - Geld, dass die Wienerinnen und Wiener aus Steuermitteln aufbringen müssen. Die Stadtkasse ist kein SPÖ-Selbstbedienungsladen, öffentliche Stadtgelder dürfen nicht zu Wahlkampfzwecken missbraucht werden. "Die SPÖ wird sich entscheiden müssen - entweder finanziert sie das Donauinselfest zur Gänze aus eingenen Mitteln, dann kann sie selbstverständlich Wahlwerbung damit machen. Oder aber sie bietet die Stadt Wien dafür zur Kasse - dann ist es aber eine von der Gemeinde mitfinanzierte Veranstaltung, die auf Wahlplakaten nichts verloren hat", so Vassilakou abschließend.

Rückfragehinweis:
Pressereferat, Tel.: (++43-1) 4000 - 81814, Mobil: 0664 22 17 262
OTS0160    2008-09-04/12:28