Wien

Allgemeine Informationen zum Wahlbündnis LINKE:

Logo der Wahlplattform LINKE

Adresse Michael Gehmacher Castellezgasse 26/41, 1020 Wien
Telefon: Hermann Dworczak: 0676-9723110
Email: dworczak@hotmail.com

Website: Linke und linke.cc

Spitzenkandidat: Hermann Dworczak ?

Am Stimmzettel in: Wien, Tirol, Burgenland, Oberösterreich, Salzburg,

LINKE Wahlresultat: => Ergebnis Wahl08



* 22.08.2008 Die "LINKE" steht in 5 Bundesländern zur Wahl

Mit dem Ende der Einreichfrist für Unterstützungserklärungen am 22.08.2008 steht nun auch fest, wo die Wahlplattform "Linke" antritt. Ein bundesweites Antreten hat sie nicht geschafft, dass es damit nicht klappen wird war auch den Aktivisten selbst schon einige Tage zuvor klar.

Doch in 5 Bundesländern hat sie die Kandidatur geschafft, nämlich in Wien, in Oberösterreich, in Salzburg, in Tirol und im Burgenland. In Steiermark hat man die für ein Antreten notwendige Anzahl von Unterschriften knapp verfehlt. Damit steht die Linke sowohl im der Mehrzahl der Bundesländer auf dem Stimmzettel und ist auch für die Mehrheit der Österreichischen Wahlberechtigten grundsätzlich wählbar.

Sie ist beim Sammeln von Unterstützungserklärungen ähnlich erfolgreich wie bei den Nationalratswahlen 2006 das NFÖ (Neutrales Freies Östereich, EU-Austrittspartei), welches ebenfalls in 5 Bundesländern auf dem Stimmzettel gestanden ist.

Neben den 10 bundesweit kandidierenden Listen ist die "Linke" somit die 11. Gruppierung, die überregional zur Nationalratswahl 2008 antritt.

 

* 22.07.2008: Streit bei und nach der ersten Pressekonferenz: Die oberen 10.000 enteignen oder nicht?

Am 22.07.2008 hat die Linke ihre 1. Pressekonferenz gegeben, wo sie ihre Kandidatur zur Nationalratswahl 2008 bekannt geben und nähere Informationen zu den beteiligten Organisationen und deren Inhalten geben wollte. Teilnehmer waren Hermann Dworczak (Gewerkschaftsaktivist und Mitbegründer der "Linke"), Sonja Grusch (Sozialistische Linkspartei, SLP), Nina Gunic (Liga der Sozialistischen Revolution, LSR), Kadir Göçer ((Föderation der Arbeiter und Studenten aus der Türkei in Österreich, ATIGF), Karl Halmann (Menschen ohne Arbeit in Österreich, MoAiÖ) und Wolfgang Pucher (Liste sozial gerechtes Kapfenberg). Dabei ist es gleich zu einem Eklat gekommen.

Eigentlich hätte es der positive Startschuss für die Kandidatur der gemeinsam marschierenden Linken Kräfte in Österreich werden sollen. Doch alle Inhalte der gesamten Pressekonferenz sind von einer einzigen Aussage vollständig überlagert werden:
Nina Gunic von der LSR hat die Forderung erhoben, die oberen 10.000 zu enteignen.

Daraufhin hat es auf diese Forderung sowohl innerhalb des Wahlbündnisses "Linke" als auch quer durch das politische Spektrum heftige Reaktion gegeben, welche von Irritation bis heller Empörung gereicht haben. Sogar aus dem eigenen Bündnis sind nach dieser Aussage einige Mitglieder abgesprungen, wie z.B. Klaus Kotschnig, seines Zeichens Betriebsratsvorsitzender der GPS-Kärnten.
Auch Federico Mahrer, welcher bei Koordinationstreffen für das Linksprojekt dabei war, hat in einem Artikel auf "Die andere Zeitung" heftige Kritik an der Vorgangsweise des Bündnisses geübt (www.dieanderezeitung.at). Er und Vertreter der KPÖ, wie z.B. Didi Zach, sehen ihre Befürchtungen bewahrheitet, dass das Linksbündnis in seiner jetzigen Form nicht die von ihnen gewünschte breite, konstruktive Bewegung links von SPÖ und Grünen ist und distanzieren sich von der momentanen Plattform "Linke".

Im Forum der "Linke" wird ebenfalls heftige Kritik an unkoordinierten Alleingängen von einzelnen Bündnissmitgliedern geübt - denn die Enteignung der oberen 10.000 sei keine Bündnisposition.
Es wird dort der Vorschlag gemacht, dass jegliche Informationen des Bündnisses nach aussen nur noch über einen autorisierten Pressesprecher gemacht und unkoordinierte Alleingänge im Namen des Bündnisses gerichtlich geahndet werden sollen (linkewaehlen.at ).

Auch sonst möchte man innerhalb der Plattform "Linke" daraus seine Lehren ziehen und sich auf realistischere und einheitliche Forderungen konzentrieren, wie den Protest gegen die Schließung des Glanzstoff-Werkes in St. Pölten und das Übergehen des Werkes in öffentliches Eigentum, wie es Hermann Dworczak gesagt hat.
 

* 20.07.2008 LINKE kandidiert bei Wahlen am 28. 9.2008

Die "Linke", ein Bündnis aus zahlreichen Linken Parteien und Organisationen, hat bekannt gegeben zu den Nationalratswahlen am 28.09.2008 anzutreten.

Spätestens seit den Bemühungen im März und April 2008, über den EU-Vertrag von Lissabon in Österreich eine Volksabstimmung durchzuführen, gibt es ja im linken Lager konkrete Bestrebungen, in Österreich eine Linkspartei nach deutschen Vorbild zu gründen.

Die Wahlplattform "Linke" ist das vorläufige Ergebnis dieser Bemühungen.

Viele der mitwirkenden Organisationen und Personen kennt man ja schon von der Plattform "VolXabstimmung", welche sich ja Anfang 2008 gegründet hat, um eine Volksabstimmung zum Vertrag von Lissabon zu erreichen.
Ein absoluter "Schlüsselspieler" in der politischen Linken Österreichs fehlt aber bei diesem Projekt: Die KPÖ.

Hermann Dworczak, linker Gewerkschaftsaktivist, den man als geistigen Vater der Wahlplattform "Linke" bezeichnen kann, hat es sehr bedauert, dass die KPÖ bei diesem Projekt nicht an Bord ist. Die KPÖ wird bei den heurigen NR-Wahlen eigenständig kandidieren und damit ein Mitbewerber für die "Linke" sein.

Am 22.07.2008 wird die "Linke" in einer Pressekonferenz genauere Informationen zu den beteiligten Akteuren und Inhalten bekannt geben.