Wien

Nationalratswahl 2008: Vorstellung der Partei "Liberales Forum":

Liberales Forum (LIF)

Postanschrift: Liberales Forum Bundesbüro, Franz-Josefs-Kai 31/1/3, 1010 Wien
Telefon: 01 / 503 0667     Email: office@lif.at
Website:  www.liberale.at

Spitzenkandidat: Dr. Heide Schmidt

Liberales Forum Wahlresultat: 1,9%  
Das LIF blieb weit hinter den eigenen Erwartung zurück. Man rechnte mit 5-6%. Wahrscheinlich haben die - zuerst abgestrittenen - PR-Aktivitäten des LIF-Obmanns Alexander Zach für die Eurofighter Hersteller ein sehr schräges Licht auf das Liberal Forum geworfen. Dass diese Story eine Woche vor der Wahl in den Medien landete, war natürlich besonders Pech. Manche im LIF meinen, es wurde bewußt so lanziert. Für das Ergebnis dürfte es jedenfalls verheerend gewesen sein  => Ergebnis Wahl08
 



Lebenslauf der Spitzenkandidatin Heide Schmidt

Foto: Heidi Schmidt, LIF 
© Wien-konkret

Foto: Heidi Schmidt, LIF
© Wien-konkret

Vorab der Lebenslauf der Spitzenkandidatin des LIF: Dr. Heide Schmidt 

Geboren: 27. November 1948 in Kempten im Allgäu (Bayern)
Familienstand: geschieden, Kinder (?)
Berufsbildung: Rechtsstudium Dr. iur. 1971, Wirtschaftsstudium Mag. rer. soc. oec. 1976

Politische Karriere:
* 1988 Generalsekretärin der FPÖ, von
* 1990 - 1993 Stellvertreterin des Bundesparteiobmanns der FPÖ (Jörg Haider)
* 1987 - 1990 Mitglied des Bundesrats
* 1990 - 1993 Abgeordnete zum Nationalrat  für die FPÖ
* 1990 - 1994 Dritte Präsidentin des Nationalrats
* 1992 Kandidatin der FPÖ bei der Bundespräsidentenwahl
* Februar 1993: Gründung des Liberalen Forums (gemeinsam mit den Ex-FPÖ-lern Friedhelm Frischenschlager, Klara Motter und Thomas Barmüller)
* 1993 - 1999 Abgeordnete zum Nationalrat  für das Liberale Forum
* 1994 6 % für das LIF bei der Nationalratswahl
* 1995 5,5 % bei den Nationalratswahl
* 1998 Kandidatin des LIF bei der Bundespräsidentschaftswahl (Thomas Klestil gewann)
* 1999: Das Liberale Forum scheiterte bei der Nationalratswahl knapp an der 4% Hürde
* 27. Februar 2000 Heide Schmidt legt ihre Funktion im LIF zurück
* 25. Juli 2008: Bekanntgabe der Kandidatur als Spitzenkandidatin für das Liberal Forum

 

Stellungnahmen, Forderungen und Wahlversprechen des LIF zur Nationalratswahl 2008:

Hier wollen wir Ihnen die Wahlversprechen und politischen Kernaussagen des LIF an seine Majestät dem Wähler anlässlich der Nationalratswahl 2008 präsentieren:

* Ausgewogenheit von wirtschaftspolitischer Vernunft und sozialer Verantwortung
* Die Iren sollen aus der EU austreten und der EU-Reformvertrag nicht weiter blockieren (Europasprecherin Karin Resetarits)
* LIF fordert die Abschaffung der Wehrpflicht (Wehrsprecher David Loidolt)
* Sonntagsöffnung von Geschäften
* Regelungen im Bereich der Online-Durchsuchungen
notwendig, um die Bürger vor Übergriffen des Staates zu schützen

 
 
 

* 23.9.2008 Der LIF Bundesprecher Alexander Zach tritt 5 Tage vor der Wahl zurück

Alexander Zach 32, Bundessprecher des LIF (= Chef), trat heute als LIF Sprecher und LIF Kandidat zurück. Grund: Alexander Zach hatte zunächst über seine Firma "euro:contact" eine PR-Tätigkeit für den Rüstungskonzern EADS (Eurofighter Produzent) abgestritten und vor kurzem diese Tätigkeit im Wesentlichen nun doch bestätigt. Das alles ist nur deshalb in die Öffentlichkeit gelangt, weil irgendwer eine Computer-Festplatte des LIF gestohlen hatte und brisante E-mails veröffentlichte. Ohne diesen öffentlichen Druck wäre Alexander Zach selbstverständlich Bundessprecher des LIF geblieben. So ist aber die Optik eine miese. Übrigens hatte Zach kein Problem als Vertreter des LIF die letzten 2 Jahre auf einem SPÖ-Mandatssessel im Parlament zu sitzen. Die SPÖ war offziell meist gegen die Abfangjäger.

Interimistisch wird Parteigründerin und jetzige Spitzenkandidatin des LIF, Heide Schmidt, nun die Führung des Liberalen Forums übernehmen.

 

* 20.9.2008: Andre Heller kehrt der SPÖ den Rücken

Eine vom Nachrichtenmagazin "profil" durchgeführte Befragung unter Prominenten, welche Partei sie am 28. September wählen werden, zeitigte Überraschungen. So erklärte der Künstler André Heller: "Ich wähle aus taktischen Gründen Liberales Forum, damit eine achtbare Partei mehr im Parlament ist, und SPÖ und ÖVP so wenig Mandate wie irgend möglich erhalten.
Herr Faymann und sein mehr als befremdliches System haben es mir und vielen meiner Freunde und Bekannten sehr leicht gemacht, uns von der SPÖ zu verabschieden."

Rückfragehinweis:
"profil"-Redaktion   Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502
OTS0009    2008-09-20/08:00

 

* 19.9.2008 LIF Bundessprecher A. Zach arbeitete für EADS Abfangjäger

LIF Bundessprecher Alexander Zach bestätigte - nachdem er dies tagelang bestritten hatte - das er entgeltliche Medienbeobachtungen zum Thema Abfangjäger indirekt für EADS durchführt. Das bedeutet einen schweren Vertrauenseinbruch, Zach bleibt aber auf der Bundesliste des LIF auf PLatz 2. Zach brachte es auch zustande, die letzten 2 Jahre auf einem SPÖ Sessel im Nationalrat des Parlaments zu sitzen. Heide Schmidt - Spitzenkandidatin des LIF - meinte dazu, sie würde das so nicht machen.

PS: Zu hinterfragen wäre auch, woher das LIF das viele Geld für den teuren Wahlkampf hernimmt. Privatpersonen dürften kaum etwas spenden.

  

* 17.9.2008: Spitzenkandidatinnen-Runde ohne einzige Spitzenkandidatin

LIF-Frauensprecherin Schaffenrath verwundert über Einladungspolitik des ORF - Diskussion über Frauenpolitik ohne einzige Spitzenkandidatin Heide Schmidt fragwürdig

"Da wird groß eine TV-Diskussionsrunde unter dem Titel 'Diskussion der Spitzenpolitikerinnen' angekündigt, und dann wird die einzige Spitzenkandidatin in diesem Wahlkampf nicht eingeladen?" wundert sich LIF-Frauensprecherin Maria Schaffenrath über die Einladungspolitik des ORF, der die LIF-Spitzenkandiatin Heide Schmidt nicht auf die Gästeliste gesetzt hat: "Warum das LIF als einzige Parlamentspartei, die mit einer Frau am ersten Listenplatz ins Rennen geht, bei der Fernsehdiskussion zum Thema Frauenpolitik nicht eingeladen wird, ist mir schleierhaft."

Dabei hätte das Liberale Forum gerade zu diesem Thema Wertvolles einzubringen gehabt, betont Schaffenrath: "Die nach wie vor eklatante Einkommensschere zwischen Männern und Frauen und die unfairen Rahmenbedingungen in der Sozial- und Arbeitsmarktpolitik warten dringend auf aufrichtige und nachhaltige Antworten." Die Frauenpolitik vieler politischer Mitbewerber verdiene diesen Namen
nicht, ist die Frauensprecherin überzeugt: "Das LIF steht für eine aktive und umfassende Förderung der Frauen. Wir fordern hundertprozentige Chancengleichheit im Beruf und weitreichende Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Karriere und Familie, etwa flächendeckende Kinderbetreuungs-Angebote und eine wirtschaftlich eigenständige Absicherung."

Rückfragehinweis:
LIF - Die Liberalen Presse         Telefon  0676 / 848 905 406
OTS0337    2008-09-17/16:37

 

* 4.9.2008: Haselsteiner bringt EU-Klage ein, wegen der Zwangmitgliedschaft bei den Kammern

Bild: Hans-Peter Haselsteiner (LIF) bei einer Pressekonferenz am 1.9.2008 ; © Wien-konkret

Bild: Hans-Peter Haselsteiner (LIF) bei einer Pressekonferenz am 1.9.2008 ; © Wien-konkret

Hans Peter Haselsteiner hat heute eine Beschwerde gegen die Zwangsmitgliedschaft der Unternehmen in der Wirtschaftskammer eingebracht und zwar bei der EU-Kommission.

Gründe:
* Verstoß gegen die Wettbewerbsfreiheit
* Verstoß gegen die Niederlassungsfreiheit

Falls das System "Wirtschaftskammer" erfolgreich bekämpft wird, dann würde das auch für die anderen Kammern, z.B. die Arbeiterkammer, gelten. Erst zu Jahresbeginn hat ÖVP und SPÖ die 14 Kammern mit 2/3 Mehrheit in den Verfassungsrang gehoben. FPÖ und BZÖ begrüßten das Vorgehen Haselsteiners.

Anmerkung Wien-konkret: Wirklich grotesk ist, dass die Wirtschaftskammer am Markt immer für den freien Wettbewerb eintritt, sich selbst aber nicht dem Wettbewerb stellen will und auf einem Zwangssystem der Mitgliedschaften aufbaut.

 

* 25.8.2008 LIF Pressekonferenz mit Vorstellung der Wiener Spitzenkandidaten

Bild links: Dr. Alexander Hofmann - Dr. Heide Schmidt - LIF Bundessprecher Alexander Zach
Bild Mitte: Hofmann - Schmidt - Frankl - Zach - Pohoryles - Hahn   / Stephansdom
Bild rechts: Gruppenfoto der Wiener LIF Spitzenkandidaten



Bild links: Dr. Alexander Hofmann - Dr. Heide Schmidt - LIF Bundessprecher Alexander Zach
Bild Mitte: Hofmann - Schmidt - Frankl - Zach - Pohoryles - Hahn / Stephansdom
Bild rechts: Gruppenfoto der Wiener LIF Spitzenkandidaten

Ort: Dachterrasse über dem LIF Büro, Franz-Josefs-Kai 31/1/3, 1010 Wien

Im liberalen "Team für Wien" sind neben LIF-Spitzenkandidatin Heide Schmidt und Bundessprecher Alexander Zach auch die Juristin und LIF-Jugendsprecherin Daphne Frankl, die Quereinsteigerin Heidi Gross, LIF-Justizsprecher Alexander Hofmann, der Sprecher für Budget und Finanzen Peter Unger, die Bildungsexpertin Christine Hahn und LIF-Sprecher für Wissenschaft und Forschung Ronald J. Pohoryles.

Die Ausgewogenheit zwischen Männern und Frauen ist laut Heide Schmidt auch auf den Kandidatenlisten des LIFs spürbar. Das wofür das LIF politisch steht wird auch gelebt, so Schmidt. Schmidt kritisiert sodann die Plakate der ÖVP in der Ausländerfrage. Das LIF will jedenfalls Probleme sachlich lösen und nicht populistisch. Die meisten Chancen und höchsten Stimmenanteile rechnet sich Heide Schmid auf Grund der Vergangenheit in Wien aus.

Schmidt verurteilt die Kooperation der SPÖ mit der Kronenzeitung:
„... Wenn die SPÖ das mit der Kronenzeitung tut, dann hat sie alle inferioren Argumente, die in der EU-Kampagne von der Kronenzeitung gekommen sind, auf eine legitime Ebene gehoben. ...“
Und weiter zur EU-frage generell: „… Europafragen sind einer europaweiten Abstimmung vorzulegen und nicht in nationalen Abstimmungen. Ich halte das europafeindlich, wenn man nationale Volksabstimmungen über wesentliche Fragen durchführen würde. Das wäre als würden Sie eine Verfassungsabstimmung in Österreich vom Veto der Burgenländer oder Vorarlberger abhängig machen. Das scheint mir nicht sinnvoll zu sein und daher ist das für mich keine Frage der direkten Demokratie, sondern einer tauglichen Demokratie. Taugliche Demokratie heißt: europaweite Abstimmung und nicht nationale Abstimmung.“
Schmidt sieht aber keine Notwendigkeit einer europaweiten Volksabstimmung über den EU-Reformvertrag. Die repräsentative Demokratie sei ein sehr taugliches Mittel, um den Bürgerwillen und den Bürgerinnenwillen durchzusetzen.




Video: Pressekonferenz des Liberalen Forums (LIF) am 25.8.2008 in Wien.
LIF Spitzenkandidatin
Dr. Heide Schmidt



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© Wien-konkret




* 21. August 2008: LIF: Karin Resetarits wird Spitzenkandidatin in Salzburg

Bundessprecher Alexander Zach gab heute bekannt, dass die EU-Parlamentarierin Karin Resetarits als LIF-Spitzenkandidatin in Salzburg für die Nationalratswahl am 28. September 2008 ins Rennen gehen wird. Die Vertreterin der österreichischen Liberalen in Brüssel wird auch Europasprecherin der Partei.

Resetarits deklariertes Ziel: "Wir müssen das Projekt Europa allen BürgerInnen näher bringen. Hier haben die Regierungen der letzten Jahre kläglich versagt: Statt zu informieren, Einblicke zu gewähren und ehrliche öffentliche Diskussionen zu fördern, hat Rot-Schwarz die EU leichtfertig als Spielball für die eigenen Interessen missbraucht. Wie zuletzt die SPÖ mit ihrer inszenierten Kehrtwende in der EU-Politik. Solche Darbietungen halte ich für bedenklich. Das Zukunftsprojekt Europa verdient eine faire Politik."

Karin Resetarits hob die Position der Liberalen zum EU-Vertrag von Lissabon hervor: "Der Vertrag von Lissabon ist ein wichtiger Schritt, um die Europäische Union handlungsfähiger zu machen. Eine Volksabstimmung über einen solchen Vertrag halte ich nur dann für sinnvoll, wenn sie EU-weit stattfindet. So lange das nicht möglich ist, befürworten wir eine Ratifizierung durch die Parlamente. Abstimmungen in einzelnen Mitgliedsstaaten bringen nichts, weil EU-Fragen zu oft der dortigen Innenpolitik zum Opfer fallen", betont Resetarits.

LIF-Bundessprecher Alexander Zach freut sich mit Resetarits in Salzburg eine engagierte und versierte Europa-Politikerin präsentieren zu können: "Karin Resetarits ist eine ausgewiesene Europa-Expertin und kennt die Union mit all ihren Chancen und Problemen. In ihrer politischen Arbeit hat Resetarits immer wieder bewiesen, dass es ihr um eine glaubwürdige und faire Politik jenseits von nationalstaatlichem Kleingeistertum geht."

Karin Resetarits, Jahrgang 1961, studierte Publizistik und arbeitete als Journalistin. Seit 2004 ist Resetarits Abgeordnete zum Europäischen Parlament. In der liberalen Fraktion ALDE engagiert sie sich in den parlamentarischen Ausschüssen für Kultur und Bildung sowie für die Rechte der Frauen und die Gleichstellung der Geschlechter. Mit Resetarits führt ein bekannter Name die Liste der Liberalen in Salzburg an. Dahinter folgen der Universitätsdozent Christian Allesch, früherer LIF-Landessprecher und Mitglied der ersten Stunde sowie die Gollinger Augenärztin Ursula Weitgasser.
Damit wollen die Liberalen ihr Ziel, nämlich einen deutlichen Stimmenzuwachs in Salzburg, erreichen.

Rückfragehinweis:
LIF - Die Liberalen   Presse 0676-848905406
OTS0147    2008-08-21/12:45

Infos zum Irland-Referndum

Infos zum Irland-Referndum

PS: Interessant ist die Stellungnahme von Karin Resetarits vom 24.6.2008 zur Irland-Volksbstimmung über den EU-Reformvertrag
"... Was mich direkt zur Abstimmung nach Irland führt. Das Nein der Iren ist eine Katastrophe. Die Iren, die größten Günstlinge der europäischen Integration, haben damit ihrem Mentor ins Knie geschossen ... Europa braucht den Reformvertrag von Lissabon, um den Rat (die Vertreter der Regierungen aller Mitgliedsländer) aus der Geiselhaft der einstimmigen Beschlüsse zu befreien... Diese Menschen haben sich auf ihren Bauch verlassen, auf Vorurteile. ... Daumen rauf oder Daumen runter. Schwachsinn. ... Welchen Ausweg aus der Krise gibt es nun? Solidarität haben die Iren nicht gezeigt. Sie sollten nun auch die Konsequenz ziehen und den Weg frei machen für alle anderen Staaten, die den Reformprozess befürworten. Irland raus aus der Union. Macht es wie die Schweiz. Verhandelt mit der Europäischen Union auf bilateraler Basis. Vielleicht wird euer Urteil dann wieder objektiver. Und ihr erkennt, dass in dieser Weltkonstellation nur eine starke Gemeinschaft Schutz gewähren kann. ..."
Quelle: Website von Karin Resetarits

 

* 18.8.2008 LIF fordert Abschaffung der Wehrpflicht

LIF-Bundessprecher Alexander Zach hat bei einer Pressekonferenz am Montag in Eisenstadt David Loidolt als Spitzenkandidaten des Liberalen Forums im Burgenland für die Nationalratswahl am 28. September 2008 präsentiert. Der 37-Jährige übernimmt auch die Funktion des Wehrsprechers der Liberalen und hat dafür ein deklariertes Ziel: "Wir sind davon überzeugt, dass der verpflichtende Wehrdienst in seiner jetzigen Form nicht mehr zeitgemäß ist. Wir fordern ein effizientes und kostengünstiges Berufsheer, das in ein europäisches Verteidigungsbündnis eingebettet ist."
Quelle: OTS0097    2008-08-18/11:40

 

* 16.8.2008 Schmidt in "profil": "Religiöse Gefühle nicht stärker schützen als andere"

Heide Schmidt für Abschaffung des Blasphemie-Paragrafen - Kopftuch "Widerspruch zur offenen Gesellschaft" - Mohammed-Karikaturen "zulässig" - Kritik an "Krone"

In einem Interview in der am Montag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" fordert Heide Schmidt, die Spitzenkandidatin des Liberalen Forums bei den Nationalratswahlen,
die Eliminierung des Tatbestands Gotteslästerung aus dem Strafgesetzbuch. Schmidt: "Ich habe immer die Meinung vertreten, dass ein Blasphemie-Paragraph im Strafrecht nichts verloren hat. Religiöse Gefühle müssen nicht stärker geschützt werden als andere."

Die umstrittenen dänischen Mohammed-Karikaturen waren für Schmidt "im Rahmen unserer Pressefreiheit zulässig. Toleranz kann nicht so weit gehen, dass man dafür Meinungsfreiheit opfert."

Rückfragehinweis:
"profil"-Redaktion
Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502

OTS0008    2008-08-16/08:00

 

* 16.8.2008 LIF-Vouk zu Stadler: Viel tiefer und weiter rechts geht es nicht mehr

Stadlers Rolle als Volksanwalt muss hinterfragt werden

Wien (OTS) - Nach einem Spitzenkandidaten, der eigentlich gar nicht kandidiert, wartet nun das BZÖ mit einer weiteren "Sensation" auf: mit einem Kandidaten, der sich noch vor nicht allzulanger Zeit
abfälligst über seine neue politische Heimat geäußert hat ("BZÖ: Bienenzüchterverein
Österreichs") und der sich noch von allen ehemaligen politischen Kumpanen im Streit getrennt hat", kommentiert der Spitzenkandidat des LIF in Kärnten Rudi Vouk das nicht gerade überraschende Antreten Ewald Stadlers für die Orangen. "Die personelle Dürre des BZÖ wird immer offensichtlicher, wenn man jetzt schon auf bisherige Gegner zurückgreifen muss. Angesichts dessen wird einem ja richtig angst und bange, wenn man bedenkt, wen das BZÖ noch anbieten könnte. Viel tiefer und weiter rechts geht es ja eh nicht mehr," meint Vouk.

   Der Kärntner LIF Spitzenkandidat weist außerdem darauf hin, dass Stadlers Rolle als ehemaliger Volksanwalt auch dahingehend zu hinterfragen ist, inwiefern er die Interessen der Beschwerdeführer verfolgt habe. So habe Stadler jahrelang eine Beschwerde des Rates der Kärntner Slowenen verschleppt und verschlampt. Erst als Peter Kostelka die Aufgaben des Volksanwalts übernahm, wurde in kürzester Zeit festgestellt, dass der Kärntner BZÖ-Verkehrslandesrat Gerhard
Dörfler in der Causa der einsprachigen Wegweiser in St. Michael ob Bleiburg/Smihel nad Pliberkom seine Befugnisse missbracht hat, stellt Vouk, der auch LIF-Verfassungssprecher ist, fest.

Rückfragehinweis:
LIF - Die Liberalen
Presse 0676/84 89 05 406

OTS0050    2008-08-16/17:36

 

* 12.8.2008 LIF-Haselsteiner: AUA-Deal ist Augenauswischerei

LIF für rasche und ehrliche Vollprivatisierung - AUA braucht strategischen Partner und keinen Kernaktionär

"Der rot-schwarze Regierungskompromiss ist kurzsichtig und unfair. Nur eine rasche und ehrliche Vollprivatisierung - also ein strategischer Partner - kann die Probleme der AUA lösen", übt LIF- Wirtschaftssprecher Hans Peter Haselsteiner scharfe Kritik am Ministerrats-Beschluss zum AUA-Verkauf vom Dienstag. "Der Deal ist reine Augenauswischerei. Anstatt vollständig zu privatisieren, wird die ÖIAG auf die Suche nach einem Kernaktionär geschickt. Das würde aber nur Sinn machen, wenn man über die Börse privatisiert und Streubesitz vorhanden ist. Die von der Regierung ausgehandelten Bedingungen bedeuten für ernsthafte Interessenten - und für das Wohl der AUA - gravierende Nachteile." Die Regierung rühmt sich nun, so österreichische Interessen zu wahren. Dem widerspricht Haselsteiner vehement: "Das Drehkreuz Wien und die damit verbundenen Arbeitsplätze kann man durch entsprechende Verträge sichern."

"Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die ÖIAG kein guter strategischer Partner ist. Vielmehr ist sie durch verschwendete Ressourcen und falsche Management-Entscheidungen für die jetzige Krise der AUA verantwortlich", betont Haselsteiner. Bereits 2006 hat eine Studie im Auftrag der ÖIAG festgestellt, dass die AUA alleine nicht überlebensfähig sei und dringend einen Partner benötige. Nun soll noch schnell ein scheinbarer Erfolg verkauft werden, vermutet Haselsteiner. Bis Ende des Jahres hat die Regierung der ÖIAG für den Verkauf Zeit gegeben - und damit bis in die nächste Legislaturperiode. "So muss sich die nächste Regierung erst recht mit dem jetzt scheinbar gelösten Problem herumschlagen und die rot-schwarzen Versäumnisse ausbaden. Dabei gäbe es noch weit dringlichere Probleme anzupacken", schloss Haselsteiner.

Rückfragehinweis:
LIF - Die Liberalen
Presse 0676 848 905 406

OTS0175    2008-08-12/13:33



NEWS veröffentlicht Interview mit Kronzeugen des LIF- Skandals.

Ex-LIF-Funktionär Florian Schweitzer packt über Zach-Affäre aus.

Das Nachrichtenmagazin NEWS veröffentlicht in seiner am Donnerstag erscheinenden Ausgabe ein Interview mit Florian Schweitzer, einst Landesgeschäftsführer des Liberalen Forums in Wien
und Kronzeuge im LIF-Skandal.

   Schweitzer berichtet, dass er "gemeinsam mit einem anderen jungen liberalen Mandatar" mit Heide Schmidt "schon im Herbst 2005 über Ungereimtheiten bei den Lobbying-Verbindung von Herrn Haselsteiner und Herrn Zach sowie über Geldflüsse an teilweise rechtsnationale ungarischen Politiker gesprochen" habe.

   Das Gespräch mit Schmidt habe in den Räumlichkeiten des "Institutes für eine offene Gesellschaft" im vierten Wiener Gemeindebezirk stattgefunden.

   Schweitzer packt zudem über Eurofighter-Aufträge aus, die er von Alexander Zach erhalten haben soll: "So sollte ich Herrn Fussi fragen, woher dessen finanzielle Mittel für seine Tätigkeit im Rahmen des Eurofighter-Volksbegehrens stammen. Zunächst glaubte ich Zach, dass wir damit vielleicht einen Missstand aufdecken können. Als ich aber etwas Ähnliches auch bei einer Pressekonferenz der Grünen machen sollte, kam mir das völlig absurd vor und ich habe abgelehnt."

   Mit Zachs Rücktritt sei die Causa für ihn, Schweitzer, nicht erledigt, denn er verfüge noch über weitere Unterlagen: "Zach allein wäre nur ein Bauernopfer. Es gibt noch sehr viel aufzuklären, vor
allem das Umfeld von Herrn Haselsteiner, aber auch die Vorgänge um den burgenländischen Spitzenkandidaten David Loidolt und auch um die Salzburger Spitzenkandidatin Karin Resetarits."

   Den vom LIF erhobenen Vorwurf, der "Erpressung" weist er zurück. Er habe "selbstverständlich niemals" jemanden mit den vorliegenden Unterlagen erpresst.

Rückfragehinweis:
Sekretariat NEWS
Chefredaktion,    Tel.: (01) 213 12 DW 1103
OTS0148    2008-09-24/11:42