Wien

Ergebnis bei den Briefwählern der Nationalratswahl 2008

Österreich-Ergebnis der Wahlkarten & Briefwähler der Nationalratswahl 2008 in % je Partei
2008: SPÖ: 29,3 %  ÖVP: 26,0 %  FPÖ: 17,5 %   BZÖ: 10,7 %  Grüne: 10,4%   
LIF: 2,1 % Dinkhauser: 1,8 % KPÖ: 0,8 %  Rettet Österreich: 0,7 %  Die Christen 0,6 %  Rest 0,1 %
Wahlberechtigte: Summe: 6.332.931  Frauen 3.301.424  Männer: 3.031.507 
Wahlbeteiligung: 78,8%     ungültige Stimmen: 103.396  gültige Stimmen: 4.887.304

Quelle BMI Innenministerium 6. Oktober 2008, 19:39 Uhr


Wahlberechtigte Wahlkartenwähler und Briefwähler: Summe: .............  
Frauen ...........  Männer: .............. 
Wahlbeteiligung: .........     ungültige Stimmen: ...........  gültige Stimmen: ...........


Mehr Infos zur Wahl08:

=> Wahl 08: Ergebnisse (mit Bundesländerergebnissen & Städten)



Wählen per Briefwahl bei der Nationalratswahl 2008:

Am Sonntag, 28. September 2008, findet in Österreich die Nationalratswahl 2008 statt. Neu bei dieser Wahl: Man kann auch per Briefwahl (Anmerkung Wien-konkret: also außerhalb einer Wahlzelle) seine Stimme abgeben. Der ausgefüllte Stimmzettel und die ausgefüllte Wahlkarte müssen dazu ausreichend frankiert mit der Post der zuständigen Wahlbehörde gesendet werden.

So funktioniert die Briefwahl
Mit einer Wahlkarte kann man im In- und Ausland per Brief wählen. Man kann sofort nach Erhalt der Wahlkarte wählen, muss aber auf jeden Fall vor Schließung des letzten Wahllokals in Österreich die Stimme abgeben. Das Datum, die lokale Uhrzeit und der Ort der Stimmabgabe müssen auf der Wahlkarte mit Unterschrift bestätigt werden. (Anmerkung Wien-konkret: Bitte vertrauen Sie darauf, dass die Parteienvertreter in den Wahlbehörden keine Informationen über Ihr Wahlverhalten an die Parteien weitergeben und auch gleich vergessen, was Sie beim Auszählen der Stimmen gesehen haben. Natürlich fällt das schwer zu glauben. Besser ist es natürlich, in der Wahlzelle zu wählen. Dort gibt es noch eine garantiert geheime Wahl.)

 Zusätzlich bestätigt man, dass der Stimmzettel persönlich, unbeobachtet und unbeeinflusst ausgefüllt wurde. Eine Zeugin oder ein Zeuge wird für den Wahlvorgang nicht mehr benötigt. Anschließend muss die Wahlkarte ausreichend frankiert per Post an die zuständige Wahlbehörde gesendet werden.

Welche Termine sind zu beachten?
1) Die Wahl per Brief hat auf jeden Fall vor Schließung des letzten Wahllokals in Österreich, Sonntag, 28. September 2008 um 17.00 Uhr zu erfolgen.
(Anmerkung Wien-konkret: zumindest muss das so auf der Wahlkarte stehen, denn wer kontrolliert schon die Uhrzeit Ihrer Stimmabgabe? Wie will man überprüfen, dass Sie nicht um 20 Uhr - also nach Vorliegen des vorläufigen Endergebnisses gewählt haben? Schummeln bei der Uhrzeit ist verboten. Eine Kontrolle ist allerdings kaum möglich.)

2) Bis spätestens am 6. Oktober 2008, 14.00 Uhr, muss die Wahlkarte bei der zuständigen Wahlbehörde eingelangt sein.
(Anmerkung Wien-konkret: Na hoffentlich läßt die Post Ihren Brief mit der Wahlkarte und Stimmzettel nicht irgendwo ein paar Tage zu lange liegen, sonst zählt Ihre Stimme leider nicht mit. Sie erfahren auch nicht, ob Ihre Stimme nun mitgezählt wurde oder nicht.)


Wie kann man eine Wahlkarte beantragen?
Eine Wahlkarte kann bis zum 24. September 2008 schriftlich (Online, E- Mail, Fax oder formloser schriftlicher Antrag), bzw. bis zum 26. September 2008, 12.00 Uhr persönlich beim zuständigen Wahlreferat des Magistratischen Bezirksamtes beantragt werden. Eine telefonische Beantragung ist nicht möglich! Wahlkarten werden allerdings voraussichtlich erst ab 8. September 2008 ausgegeben, da erst ab diesem Zeitpunkt die Stimmzettel für die Nationalratswahl 2008 vorliegen.  
 
 



Rückfragehinweis:

Weitere Informationen sind im Stadtinformationszentrum unter derTelefonnummer 01/525 50 erhältlich. (Schluss) gph

PID-Rathauskorrespondenz:

Gabriele Philipp
Mediensprecherin StRin Sandra Frauenberger
Tel.: 01-4000/81 295      E-Mail: gabriele.philipp@wien.gv.at

Elvira Franta, Bakka phil.
Mediensprecherin StRin Sandra Frauenberger
Tel.: 4000/81853     E-Mail: elvira.franta@wien.gv.at

OTS0025    2008-08-08/09:06
 

Weitere Artikel

* ORF-online vom 7.10.2008: "Wahlkarten mit Potenzial zum Schwindeln" : wien.orf.at/stories/312990/

 



Achtung: Der Weg zur gültigen Briefwahl!

Wer außen auf der Wahlkarte nicht unterschreibt, gibt eine ungültige Stimme ab - ersuche alle Medien um Unterstützung!

"Wenn ich derzeit im Wahlkampf in ganz Österreich mit dem Senioren-Konvoi unterwegs bin, stellen mir die Menschen immer wieder dieselben Fragen zur Briefwahl. Viele wissen dabei nicht, dass
man außen auf der Wahlkarte Ort, Datum und Uhrzeit angeben und daneben unterschreiben muss, um eine gültige Stimme abzugeben", so Mag. Gertrude Aubauer, Senioren-Abgeordnete der ÖVP. "Manche Menschen befürchten, durch Ihre Unterschrift sei die Stimme öffentlich und zuordenbar und wollen deshalb nicht unterschreiben", erklärt Aubauer, die jedoch darauf verweist, dass dies gesichert nicht der Fall sei, befinde sich ja der eigentliche Stimmzettel in einem weiteren, zugeklebten Kuvert.


Ersuche Medien um ihre Unterstützung

   Bei den Nationalratswahlen 2008 sei die Briefwahl erstmals bundesweit im Einsatz, wofür vor allem der Seniorenbund jahrelang gekämpft habe. "Es wäre wirklich schade, wenn nun viele Menschen
aufgrund eines formalen Fehlers Ihres demokratischen Rechtes auf Wahl beraubt würden. Deshalb möchte ich heute alle Medien um Ihre Unterstützung bitten: bitte informieren auch Sie noch einmal über die Modalitäten der Briefwahl!", beschreibt Aubauer ihr heutiges Anliegen.


Keine Eidesstattliche Erklärung = Ungültige Stimme

Auf der Außenseite der Wahlkarten gebe es ein Feld mit der Überschrift "Eidesstattliche Erklärung". Werde dieses nicht ausgefüllt, sei die Stimme ungültig. "Wer hier ein falsches Datum (zum Beispiel nach dem Wahltag) oder eine falsche Uhrzeit (zum Beispiel nach dem Schließen der Wahllokale) einträgt, oder gar auf die Unterschrift vergisst, gibt eine ungültige Stimme ab", erklärt Aubauer.

"Ich würde mich über die Unterstützung der Medien freuen. Es kann ja niemand daran interessiert sein, dass viele ungültige Stimmen abgegeben werden. Das schwächt die Demokratie und verunsichert die Menschen", so Aubauer abschließend.

Rückfragehinweis:
Österreichischer Seniorenbund,    Susanne Kofler
Tel:  0650-581-78-82  E-mail skofler@seniroenbund.at

OTS0024    2008-09-20/10:03


Anmerkung Wien-konkret: Wir verstehen die Wähler, die bei Ihren Stimmzettel / Wahlkarte nicht unterschreiben wollen. Damit ist die Anonymität der Wahl massiv gefährdet. Wer glaubt schon daran, dass Behörden niemals nie Daten - absichtlich oder unabsichtlich - weitergeben? Weiters garantiert keine Wahlbehörde mehr die geheime Wahl. Durch die Briefwahl ist Stimmenkauf ganz einfach umsetzbar. Natürlich ist das streng verboten. Doch wer kontrolliert es? Statt das SPÖ und ÖVP die 4% Hürde zum Einzug ins Parlament abgeschafft haben  - die 4% Hürde entspricht nicht dem Verhältniswahlrecht - haben sie lieber die Abwahlmöglichkeit der Regierung von 4 Jahre auf 5 Jahre verzögert. Weiters wurde das Wahlrecht für Miderjährige ab 16 Jahren eingeführt. Und zum Überdruß wurde noch die Briefwahl eingeführt. Voraussichtlich werden 10% der Breifwahl-Stimmen ungültig sein.

Ob SPÖ und ÖVP in sich gehen und wieder für ein sinnvolles Wahlrecht sorgen werden?